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[[Datei:Barmer Anlagen Karte DE.png|hochkant=1.3|mini|Karte der Barmer Anlagen]]
[[Datei:Bw toe-ba 043.jpg|mini|Ansicht im nördlichen Teil der Barmer Anlagen]]
[[Datei:Wuppertal - Barmer Anlagen 02 ies.jpg|mini|Baumbestand der Anlagen]]
[[Datei:Wuppertal Barmer Anlagen 2013 395.JPG|mini|Eine Liegewiese in den Anlagen]]
[[Datei:Wuppertal - Barmer Anlagen 07 ies.jpg|mini|Die Budde-Allee im Ringeltal]]
[[Datei:Wuppertal Barmer Anlagen 2013 176.JPG|mini|Der Schwanenteich]]
[[Datei:Wuppertal Barmer Anlagen 2013 262.JPG|mini|Die unteren Anlagen]]
[[Datei:Wuppertal Barmer Anlagen 2013 028.JPG|mini|Die unteren Anlagen]]

Die '''Barmer Anlagen''' sind die zweitgrößte private, gleichwohl für die Öffentlichkeit frei zugängliche Parkanlage Deutschlands.<ref name="rp_20111025">Marion Meyer: [http://www.rp-online.de/nrw/staedte/remscheid/freizeit/privatpark-mit-geschichte-aid-1.2526814 ''Privatpark mit Geschichte.''] [[Rheinische Post|RP Online]] 25. Oktober 2011. Abgerufen am 10. April 2014.</ref>

Sie liegen im [[Wuppertal]]er Stadtteil [[Barmen]], der bis zur Vereinigung mit der benachbarten Großstadt [[Elberfeld]] 1929 eine selbstständige Großstadt im [[Bergisches Land|Bergischen Land]] war. Die Anlagen wurden ab 1864 nach Plänen des königlichen Gartenbaudirektors [[Joseph Clemens Weyhe]] gestaltet und erstrecken sich vom Wohnquartier [[Heidt (Quartier)|Heidt]] am südlichen Rand des Barmer Innenstadtbereichs hinauf auf die [[Lichtscheider Höhenrücken i.e.S.|Barmer Südhöhen]] mit dem [[Barmer Wald]] um den [[Toelleturm]] auf einer Höhe von {{Höhe|330|DE-NN}} im Wohnquartier [[Lichtenplatz]]. Der Höhenunterschied zwischen dem nördlichen Teil und der höchsten Erhebung beträgt etwa 135 Meter bei einer Längenausdehnung in Nord-Süd-Richtung von etwa 1200 Metern. Die Flächengröße, inklusive des zu den Anlagen gehörenden Teils des Barmer Walds, beträgt rund 300 Hektar, davon 77 Hektar im Eigentum des [[Barmer Verschönerungsverein]]s und 212 Hektar im Besitz der Stadt Wuppertal. Ungefähr 100 Hektar der Anlagen sind als [[Landschaftsgarten]] gestaltet.<ref name="rp_20111025" />

Die Barmer Anlagen werden durch die in Ost-West-Richtung verlaufenden Straßen ''Untere Lichtenplatzer Straße'', die als [[Landesstraße 419]] qualifiziert ist, und die ''Lönsstraße'' in drei Teile geteilt. Der nördlich der ''Unteren Lichterplatzer Straße'' und am tiefsten gelegene kleinere Teil der Barmer Anlagen hat einen parkähnlichen Charakter mit zwei Teichen und Rasenflächen mit altem Baumbestand. Im mittleren Teil, in dem weitere Teichanlagen und großflächigere Liegewiesen angelegt wurden, geht der Landschaftsgarten mit steigender Höhe in den Barmer Wald über. Der südliche Teil, insbesondere südlich der ''Lönsstraße'' bis hinab in das [[Murmelbach (Wupper)|Murmelbachtal]], besteht überwiegend aus einem geschlossenen Waldgebiet mit zahlreichen Waldwegen. An der höchsten Stelle steht der [[Toelleturm]], der in den Sommermonaten an ausgewählten Tagen als [[Aussichtsturm]] bestiegen werden kann.

Auf dem Gelände stehen zahlreiche Denkmale, Gedenksteine und Gedenktafeln. Eines der Denkmale erinnert an die 1959 stillgelegte [[Barmer Bergbahn]], eine [[Zahnradbahn]], deren ehemalige Trasse über weite Strecken durch den Park zum Toelleturm führte und deren Verlauf im Rahmen der [[Regionale 2006]] in Form einer Doppelreihe von Granitstelen im Parkgelände erkennbar gemacht wurde. An die Anlagen grenzen der sehr reizvoll gestaltete [[Vorwerkpark]] sowie ein [[Ehrenfriedhof]], der von ihnen umschlossen ist. Ferner befanden sich auf dem Parkgelände die Grundstücke der im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] zerstörten und nicht wieder aufgebauten Gebäude der [[Barmer Stadthalle]], des [[Planetarium Barmen|Barmer Planetariums]] und der [[Meierei Fischertal]].

Die Barmer Anlagen sind seit 150 Jahren in der Obhut des Barmer [[Verschönerungsverein]]s, der sich aus Mitgliederbeiträgen sowie Spenden finanziert und für den Erhalt aufkommt.<ref name="rp_20111025" /> Sie sind einer von 57 Parks und Landschaftsgärten der [[Straße der Gartenkunst zwischen Rhein und Maas]], einem grenzüberschreitenden Zusammenschluss von besonders schönen und hochwertigen, zumeist historischen Gärten in [[Nordrhein-Westfalen]] und den [[Niederlande]]n.<ref>{{Webarchiv|url=http://www.strasse-der-gartenkunst.de/530.html |wayback=20131203014029 |text=''Wuppertal – Barmer Anlagen.'' |archiv-bot=2018-08-28 10:01:38 InternetArchiveBot }} Straße der Gartenkunst zwischen Rhein und Maas. Abgerufen am 10. April 2013.</ref>

Im September 2013 gab das Europäische Gartennetzwerk [[European Garden Heritage Network]] ''(EGHN)'' bekannt, dass die Barmer Anlagen im Jahr des 150-jährigen Bestehens, 2014, zum Partnergarten ernannt und die ''EGHN''-Plakette erhalten werden. Sie sind damit einer von derzeit[WORDS?] 180 europäischen Gärten im Netzwerk kulturhistorisch bedeutsamer Gartenanlagen.<ref>{{Webarchiv|text=''Neue Partner im EGHN aus Malmö, Schweden und Wuppertal, NRW (September 2013).'' |url=http://www.eghn.org/aktuell |wayback=20130903174853 |archiv-bot=2018-03-25 11:31:20 InternetArchiveBot }} Aktuelle Nachrichten des Europäisches Gartennetzwerk – EGHN. Abgerufen am 10. April 2014.</ref> Die Plakette wurde von den Vertretern des LVR am 14. Februar 2014 überreicht.<ref>Manuel Praest: [http://www.wz-newsline.de/lokales/wuppertal/stadtteile/barmen/wuppertal-sagt-danke-fuer-die-barmer-anlagen-1.1555828 ''Wuppertal sagt Danke für die Barmer Anlagen.''] [[Westdeutsche Zeitung|wz-newsline]] 15. Februar 2014. Abgerufen am 10. April 2014.</ref>

== Geografie ==
=== Lage ===
Die Barmer Anlagen gehören zu den Stadtbezirken [[Heckinghausen (Stadtbezirk)|Heckinghausen]] und [[Barmen (Stadtbezirk)|Barmen]] und dort zu den statistischen Wohnquartieren [[Heidt (Quartier)|Heidt]] und [[Lichtenplatz]]. Sie werden im Norden von innerstädtischen Gebieten mit geschlossener, ursprünglich gründerzeitlicher Wohnbebauung begrenzt. Im Nordosten befindet sich das ''Komponistenviertel'' mit überwiegend villenartiger Bebauung, der Südosten zählt zu dem Heckinghausener, nicht zu den Anlagen gehörenden Teil des Barmer Walds. Südlich schließt sich jenseits des Murmelbachs das Gelände des ehemaligen [[Standortübungsplatz]]es [[Scharpenacken]] an. Im Südwesten grenzen die Anlagen an das gehobene Villenviertel um den Toelleturm, in dem auch der kleine [[Vorwerkpark]] liegt. Nach Westen gehen die Anlagen in den [[Kothener Busch]] und die Kleingartenanlage ''Springen'' über.

Zu den Einrichtungen am Rande der Barmer Anlagen, die sich auf dem Gelände des Verschönerungsvereins befinden oder zu einem früheren Zeitpunkt befanden, jedoch nicht zu den Anlagen selbst zählen, sondern von ihnen umschlossen sind, gehören das städtische Altenheim an der ''Oberen Lichtenplatz Straße'', die daneben gelegene [[Minigolf]]anlage ''Adventuregolf Wuppertal'' sowie die angrenzenden Waldtennisplätze. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite steht die Wuppertaler [[Jugendherberge]], deren Bauplatz in den 1950er-Jahren der Verschönerungsverein zur Verfügung stellte. Auch das Gelände des [[Ehrenfriedhof Barmen|Barmer Ehrenfriedhofs]] wurde aus den Anlagen formal herausgetrennt, zählt aber[FILLWORD?] zu dem Erholungsraum.

=== Geologie, Topografie und naturräumliche Zuordnung ===
[[Datei:Höhenprofil-Barmer-Anlagen.png|mini|Höhenschnitt durch die Anlagen vom Haupteingang zum Murmelbach]]

Durch die Barmer Anlagen verläuft die [[Naturraum|naturräumliche]] Grenze zwischen der [[Wuppertaler Senke]] und den [[Mittelbergische Hochflächen|Mittelbergischen Hochflächen]]. Der nördliche Bereich mit den unteren Anlagen und dem nördlichen Teil der oberen Anlagen gehört zu der [[Barmer Kalksenke]] des Wuppertals und gründet auf durch Niederschläge abgetragene und [[Karst|verkarstete]] [[Riffkalk#Massenkalk|Massenkalke]] aus dem [[Devon (Geologie)#Untergliederung des Devon|Mitteldevon]].<ref name="HNG">Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands: Blatt 108/109: Düsseldorf/Erkelenz (Karlheinz Paffen, Adolf Schüttler, Heinrich Müller-Miny) 1963; 55 S. und Digitalisat der zugehörigen [http://geographie.giersbeck.de/karten/109.pdf Karte] (PDF; 7,4&nbsp;MB)</ref> Ein ehemaliger Steinbruch auf dem Anlagengelände zeugt von der wirtschaftlichen Nutzung des Gesteins. Durch die Lage auf der [[Luv und Lee|Luvseite]] der bergischen [[Aufgleiten|Wetteraufgleitfläche]] sind [[Niederschlag#Niederschlagsmenge|Jahresniederschlagsmengen]] von 800&nbsp;mm bis 1280&nbsp;mm messbar.<ref name="HNG" />

Aus der Kalksenke steigt das Gelände zu den Mittelbergischen Hochflächen an, die geologisch überwiegend aus [[Grauwacke]]n, [[Sandstein]]en und [[Schiefer#Tonschiefer|Tonschiefer]] bestehen und auf einem [[Rumpfgebirge|Faltenrumpf]] [[Paläozoikum|paläozoischer]] Gesteine basieren.<ref name="HNG" /> Der Anstieg aus dem Wuppertal in südlicher Richtung endet auf der [[Gebirgsgrat|Gratlage]] des [[Lichtscheider Höhenrücken]]s, von dem aus das Geländeprofil der Anlagen nach Süden hin wieder hinab zum Murmelbach abfällt.

=== Gewässer ===
==== Fließgewässer ====
[[Datei:Wuppertal Fischertal 0002.jpg|mini|Der Fischertaler Bach unterhalb der Anlagen]]

Den Nordteil der Barmer Anlagen durchziehen in Süd-Nord-Richtung zwei Nebenflüsse der [[Wupper]]. Der [[Bach in den Barmer Anlagen]] ([[Gewässerkennzahl (Deutschland)|Fließgewässerkennziffer]] 2736513132), der das ''Ringeltal'' geologisch formte, entspringt in den Bleicherteichen an der ''Lönsstraße'' und fließt oberirdisch am ''Ringeldenkmal'' vorbei in den großen Teich in den oberen Anlagen. Er speist die beiden Teiche in den unteren Anlagen und fließt von dort unterirdisch zur Wupper.{{GeoQuelle|DE-NW|FGISWupper}}

Das zweite Fließgewässer, der [[Fischertaler Bach]] (273651314), entspringt unterhalb des ''Emil-Röhrig-Platzes'' im westlichen Bereich der oberen Anlagen und speist zwei topografisch übereinander liegende Teiche oberhalb des Waldtennisplatzes. Nach Unterquerung der ''Oberen Lichtenplatzer Straße'' fließt er verrohrt der Wupper zu.{{GeoQuelle|DE-NW|FGISWupper}}

Der [[Murmelbach (Wupper)|Murmelbach]] (2736398), ein weiterer Nebenfluss der Wupper, begrenzt die Barmer Anlagen nach Süden. Er fließt in West-Ost-Richtung durch den Barmer Wald und erhält von mehreren kleineren [[Rinnsal]]en Zulauf aus den Anlagen, bevor er verrohrt in Heckinghausen bei der [[Heckinghauser Zollbrücke]] in die Wupper mündet. Mehrere Teiche sind in seinem Lauf aufgestaut.{{GeoQuelle|DE-NW|FGISWupper}}

==== Standgewässer ====
[[Datei:Barmer Anlagen 161005.jpg|mini|Der Schwanenteich in den unteren Barmer Anlagen]]
[[Datei:Wuppertal Barmer Anlagen 2013 070.JPG|mini|Der große Teich in den oberen Anlagen]]

In den Barmer Anlagen wurden im Laufe der Geschichte zehn Teiche angelegt, von denen heute noch sieben erhalten sind. Aufgrund der topografischen Verhältnisse der Hanglage besitzen die Teiche in der Regel[WORDS?] keine großen Wasserflächen.

Der größte Teich ist der sogenannte Schwanenteich in den unteren Anlagen, der neben einer [[Springbrunnen|Fontäne]] auch[FILLWORD?] Häuser für Wasservögel besitzt. Ein Aufenthaltsbereich am Ufer mit Sitzbänken gewährt Zugang zur Wasserlinie. Oberhalb des Schwanenteichs wurde ein kleinerer Teich angelegt, der ebenfalls wie dieser von dem ''Bach in den Barmer Anlagen'' gespeist wird. Ein paar Meter weiter oberhalb liegt der sogenannte ''Klinkerteich'', der früher ein Teich war, aber ab Mitte des 20. Jahrhunderts als runder Platz mit eingefassten Brunnen im Zentrum und umgebenden Ruhebänken gestaltet wurde. Auch der Brunnen des ''Klinkerteichs'' führt Wasser des Bachs in den Barmer Anlagen.
: {{Siehe auch|Barmer Anlagen#Klinkerteich|titel1=Abschnitt „Klinkerteich“}}

An der ''Lönsstraße'' befinden sich die sogenannten ''Bleicherteiche''. Auch sie stehen durch einen Stollen mit dem ''Bach in den Barmer Anlagen'' in Verbindung. Von den ursprünglich drei Teichen sind zwei erhalten geblieben.
: {{Siehe auch|Barmer Anlagen#Paul-Peter-Muckenhaupt-Platz und die Bleicherteiche|titel1=Abschnitt „Paul-Peter-Muckenhaupt-Platz und die Bleicherteiche“}}

Der große Teich in den oberen Anlagen an der ''Budde-Allee'' unterhalb des Ringeldenkmals im ''Ringeltal'' wird ebenfalls von dem ''Bach in den Barmer Anlagen'' gespeist, der zwischen allen Teichen unterirdisch verläuft.

Der Fischertaler Bach speiste ursprünglich drei Teiche. Der Quellteich ist mittlerweile [[Verlandung|verlandet]], darunter befindet sich an dem ''Stüting-Weg'' ein kleinerer und weiter unterhalb beim Alpengarten am ''Overbeck-Weg'' ein etwas größerer Teich, aus dem der Fischertaler Bach oberirdisch entlang des Wegs abfließt.

=== Landschafts- und Naturschutz ===
Nahezu die gesamte Anlage ist Bestandteil des 1975 ausgewiesenen [[Landschaftsschutzgebiet]]s ''Im Stadtgebiet Wuppertal'' ([[Common Database on Designated Areas|CDDA]]-Kennung 321906).{{GeoQuelle|DE|BFN-Karten}} Nur der äußerste, wenige Meter breite Südrand im Uferbereich des Murmelbachs ist Bestandteil des [[Naturschutzgebiet (Deutschland)|Naturschutzgebiets]] ''Murmelbachtal'' (CDDA-Kennung 164737). Die Ausweisung des Naturschutzgebiets ''Murmelbachtal'' erfolgte 1989.<ref name="NSG Murmelbachtal">{{NSG-NRW |W-004 |Murmelbachtal|zugriff=2017-02-24}}</ref>

* zur Erhaltung und Entwicklung von Lebensgemeinschaften und Lebensstätten wildwachsender Pflanzen und wildlebender Tierarten
* zur Erhaltung der Teiche und des naturnahen Bachlaufes
* wegen seiner Bedeutung für Amphibien, Wasservögel, Schmetterlinge und Reptilien,
* wegen seiner gut ausgebildeten Pflanzengesellschaften
* wegen des gut ausgebildeten Biotopkomplexes
* wegen des wertvollen Auenwaldes und der wertvollen Bachaue

=== Verkehrsanbindung ===
Der Barmer Anlagen können mit den Buslinien 640, 644 und 646 der [[WSW mobil|Wuppertaler Stadtwerke]] erreicht werden. Der nächstgelegene Bahnhof ist die etwa einen Kilometer nordwestlich gelegene Regional- und S-Bahn-Station [[Bahnhof Wuppertal-Barmen|Wuppertal-Barmen]].

== Geschichte ==
=== Vorgeschichte ===
[[Datei:Barmer Anlagen Juli 2006.jpg|mini|Blick über die Anlagen in Richtung Innenstadt]]

In der Stadt [[Barmen]] existierte seit der frühen Neuzeit eine reichhaltige [[Proto-Industrialisierung|protoindustrielle]] Fertigung von Garnen und Textilien, die sich bereits 1527 in dem [[Herzogtum Berg|herzoglichen]] [[Garnnahrung]]sprivileg manifestierte. Aus diesen Ursprüngen entwickelte sich ab Mitte des 18. Jahrhunderts eine dichte Textilindustrie, die die Doppelstadt Elberfeld und Barmen im Tal der Wupper zu einem der ersten und wichtigsten deutschen Industriezentren werden ließ.<ref>Wolfgang Hoth: ''Die Industrialisierung einer rheinischen Gewerbestadt – dargestellt am Beispiel Wuppertal''; Selbstverlag Rheinisch-Westfälisches Wirtschaftsarchiv zu Köln (1975), 1975</ref> Fabriken, öffentliche Gebäude und Wohnhäusern für das Bürgerturm und die Arbeiterschaft nahmen rasant die zuvor von Bleichern und Färbern als Arbeitsflächen genutzten Bleicherweisen in den Auen der [[Wupper]] in Beschlag und breiteten sich auch[FILLWORD?] rasch auf die Hügel zu beiden Seiten des Flusses aus, wo die ursprünglich landwirtschaftliche Besiedelung durch Einzelhöfe allmählich verdrängt wurde. Das gehobene Bürgertum und insbesondere die Unternehmerfamilien siedelten früh aus dem engen und schmutzigen Tal in die Höhenlagen der Barmer Nord- und vor allen Südhöhen um und errichten dort fernab der Fabrikationsstätten bürgerliche Villenviertel.<ref name="bürgersinn">Anonymous: ''Bürgersinn schafft soziale Tat!''; Aufsatz aus der Zeitschrift ''„Unser Wald“ der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald''; Ausgabe März 1960, zum 96-jährigen Bestehen des Barmer Verschönerungsvereins</ref>

=== Gründung des Barmer Verschönerungsvereins 1864 ===
Angesichts der raschen industriellen Entwicklung und der fortlaufenden Erschließung neuer Wohn- und Gewerbeareale schloss sich ein Kreis vorausschauender Barmer Bürger, hauptsächlich aus den Reihen der Barmer Fabrikanten und Kaufleute, zusammen, um entsprechende Gebiete als [[Grünfläche]]n und [[Naherholungsgebiet]]e am Rand des Barmer Walds zu sichern. Diese Bestrebungen der Bürgerschaft fanden bald auch die Unterstützung der Stadtspitze unter dem Barmer Oberbürgermeister [[Wilhelm August Bredt]].<ref name="bürgersinn" /> Nachdem diese private Initiative eine Summe von 1.200 [[Taler#Der preußische oder Graumannsche Reichstaler (1750)|Taler]] gesammelt hatte, wurde am 8. Dezember 1864 auf einer Versammlung die Gründung des [[Barmer Verschönerungsverein]]s beschlossen.<ref name="festschrift_50">''Festschrift des Barmer Verschönerungsvereins zum 50-jährigen Bestehen 1914'' ( {{Webarchiv|text=Online |url=http://www.barmen-200-jahre.de/index.php/home/item/304-50-jahre-barmer-versch%C3%B6nerungsverein |wayback=20131202225530 |archiv-bot=2018-03-25 11:31:20 InternetArchiveBot }})</ref> Teilnehmer an der Versammlung waren neben dem Barmer Oberbürgermeister August Wilhelm Bredt auch [[Wilhelm Werlé]], [[August Engels]], [[Johann Wilhelm Fischer d. J.|Johann Wilhelm Fischer]], [[Carl Theodor Rübel]], [[Friedrich von Eynern junior|Friedrich von Eynern]], [[Robert Barthels]], [[Emil Blank]], [[Oskar Schuchard]] und [[Friedrich Wilhelm Ostermann]].<ref name="festschrift_50" />

Das Mitglied des [[Preußisches Abgeordnetenhaus|Preußischen Abgeordnetenhauses]] Wilhelm Werlé wurde zum ersten Vorsitzenden des Verschönerungsvereins gewählt, Emil Blank als dessen Stellvertreter und Johann Wilhelm Fischer als [[Schatzmeister]] bestellt. Dem ersten Vorstand gehörten zudem Robert Barthels, [[Adolf Schlieper senior|Adolf Schlieper]], [[Emil Wemhöner]] und Karl Wolff an. Oberbürgermeister Bredt und Stadtbaumeister Fischer traten satzungsgemäß dem Vorstand als Ehrenmitglieder bei.<ref name="festschrift_50" />

=== Erste Gebietserwerbungen ab 1865 ===
[[Datei:Barmer Anlagen und Wald - Übersichtskarte.jpg|mini|Übersichtskarte des Barmer Walds und der Barmer Anlagen]]
[[Datei:Wuppertal Barmer Anlagen 2013 183.JPG|mini|Die Anlagen sind auch Lebensraum für Tiere, hier eine [[Moschusente]]]]

Der Verschönerungsverein erwarb mit Hilfe großzügiger Spenden und Stiftungen, vornehmlich aus der Industrie und der Wirtschaft,<ref name="bürgersinn" /> ab 1865 die Grundstücke der Besitzer ''Riese'' und ''Zöller'' auf den Barmer Südhöhen im Bereich zwischen der alten [[Kohlenweg|Kohlenstraße]], die von der [[Heckinghauser Zollbrücke]] nach [[Lichtscheid]] führte (die heutige ''Lönsstraße''), und der ''Lichtenplatzer Chaussee'', die heutige ''Untere Lichtenplatzer Straße''. Die Kaufsumme wurde durch Aktien von je 100 Taler, die zu 4,5 Prozent[NBSP] verzinst wurden, aufgebracht. Dazu bewilligte die Stadtverordnetenversammlung Barmens dem Verschönerungsverein am 27. Februar 1866 einen jährlichen Zuschuss von 300 Talern, die erstmals am 1. Januar 1866 ausgezahlt wurden.<ref name="festschrift_50" /> Nach Ankauf der Flächen wurde im selben Jahr der Düsseldorfer [[Landschaftsarchitekt]] und königliche Gartenbaudirektor [[Joseph Clemens Weyhe]] mit dem Entwurf und Planung einer großen [[Gartenkunst|Parkanlage]] beauftragt.<ref name="bvv_geschichte">[http://www.barmer-anlagen.de/Historie.15.0.html Historie]{{Toter Link|date=2018-03 |archivebot=2018-03-25 11:31:20 InternetArchiveBot |url=http://www.barmer-anlagen.de/Historie.15.0.html }} des Barmer Verschönerungsvereins auf barmer-anlagen.de (abgerufen am 25. November 2013)</ref>

Am 14. Januar 1869 erwarb der Verschönerungsverein das beinahe 5 Hektar große sogenannte ''Lembach’sche Feld'' von Abraham Beckmann und erteilte dem Stadtbaumeister Fischer den Auftrag, die Zugangswege zu der geplanten Parkanlage zu entwerfen. Dies waren unter anderem die ''Ottostraße'', die ''Große Friedrichstraße'' (heute ''Ferdinand-Thun-Straße'') und die ''Augustastraße'' (heute ''Heinrich-Janssen-Straße'').<ref name="bvv_geschichte" /><ref name="festschrift_50" /> Die Mittel dazu wurden am 5. Oktober 1869 durch eine behördlich genehmigte Verlosung erzielt. Da nach Erwerb des ''Lembach’schen Feld'' noch ein Überschuss vorhanden war, konnte damit der untere Bereich der Barmer Anlagen zwischen der ''Ottostraße'' und der Lichtenplatzer Chaussee durch Weyhe angelegt werden.<ref name="festschrift_50" /> Im selben Jahr wurde nördlich davon ein [[Obelisk]] als Denkmal für die Barmer Kriegsopfer des [[Deutsch-Dänischer Krieg|Deutsch-Dänischen Krieges]] 1864 und des [[Deutscher Krieg|Deutschen Kriegs]] von 1866 errichtet.<ref name="bvv_geschichte" />
: {{Siehe auch|Barmer Anlagen#Obelisk zum Gedenken an die gefallenen Barmer Bürger in den Kriegen von 1864 und 1866|titel1=Abschnitt „Obelisk zum Gedenken an die gefallenen Barmer Bürger in den Kriegen von 1864 und 1866“}}

Peter Schölgen (1895 zum städtischen Garteninspektor ernannt) kam 1870 im Alter von 30 Jahren im Auftrag Weyhes nach Barmen, um die weiteren Pläne seines Lehrmeisters zu verwirklichen. Schölgen leitete die Gestaltung und Pflege der Barmer Anlagen 50 Jahre[NBSP] lang bis zu seinem Ruhestand 1920 im Alter von 80 Jahren.<ref name="Schölgen">{{Webarchiv|text=Biografie Peter Schölgen |url=http://www.barmen-200-jahre.de/index.php/component/k2/item/128-sch%C3%B6lgen |wayback=20131202224732 |archiv-bot=2018-03-25 11:31:20 InternetArchiveBot }} auf barmen-200-jahre.de (abgerufen am 25. November 2013)</ref> Unterstützt wurde Schölgen durch den Stadtförster Baltz. 1870 wurden ebenfalls erste Grundstücke im Bereich des späteren ''Ringeltals'' erworben<ref name="bvv_geschichte" /> und in einem [[Hohlweg]] der alten Kohlenstraße ''(Lönsstraße)'' beim heutigen ''Paul-Peter-Muckenhaupt-Platz'' zur Bewässerung der Anlagen zwei künstliche sogenannte „[[Bleichen|Bleicher]]<nowiki>teiche</nowiki>“ angelegt, die über einen eigens angelegten Wasserstollen verfügten.<ref name="Rundschau-Bleicherteiche">Artikel in der Wuppertaler Rundschau vom 27. November 2013</ref>
: {{Siehe auch|Barmer Anlagen#Paul-Peter-Muckenhaupt-Platz und die Bleicherteiche|titel1=Abschnitt „Paul-Peter-Muckenhaupt-Platz und die Bleicherteiche“}}

=== Gestaltung und Erweiterung der Anlagen im späten 19. Jahrhundert ===
Der Verschönerungsverein als Besitzer der Anlagen stellte immer wieder sein Gelände den öffentlichen Interessen zur Verfügung, insbesondere für die Errichtung zahlreicher Kriegerdenkmäler und Denkmäler verdienter Bürger der Stadt.<ref name="bürgersinn" /> So wurde 1874 im Westen der unteren Barmer Anlagen ein turmartiges Kriegerdenkmal für die Gefallenen der Stadt Barmen im [[Deutsch-Französischer Krieg|Deutsch-Französischen Krieg]] 1870/71 errichtet.<ref name="bvv_geschichte" /> Der Bau wurde bereits am 5. September 1871 von der Barmer Stadtverordneten-Versammlung beschlossen und nach dreijähriger Bauzeit im Oktober 1874 feierlich mit Reden des Oberbürgermeister und eines Pastors, mit zwei Militärkapellen und bengalischen Feuern eingeweiht.<ref name="Kahrweg48ff">Ruth Meyer-Kahrweg: ''Denkmäler, Brunnen und Plastiken in Wuppertal.'' Band 1, Wuppertal 1991, S. 48 ff.</ref> 1877 erfolgte nebenan der Bau einer Musikhalle.<ref name="bvv_geschichte" />
: {{Siehe auch|Barmer Anlagen#Kriegerdenkmal für die Gefallenen von 1870/71 der Stadt Barmen|titel1=Abschnitt „Kriegerdenkmal für die Gefallenen von 1870/71 der Stadt Barmen“}}

Mit Unterstützung des Bankdirektors des [[Barmer Bankverein]]s [[Matthias Hinsberg]] wurde ein [[Konsortium]] zum Zweck des Ankaufs des [[Gutshof]]es ''Fischertal'' gegründet, der Johann Wilhelm Fischer, ebenfalls Gründungsmitglied des Verschönerungsvereins, gehörte.<ref name="festschrift_50" /> Am 18. April 1876 erwarb der Verschönerungsverein dieses Gut, das sich zwischen der ''Fischertaler Straße'' (heute ''Fischertal'') über die alte Kohlenstraße (heute ''Lönsstraße'') hinweg bis zur jetzigen ''Hohenstaufenstraße'' erstreckte, zum Preis von 36.000 Mark[NBSP] und verkaufte einen Teil des Geländes westlich des gutseigenen Steinbruchs gleich wieder an die Stadt Barmen, die dort eine ''[[Waisenhaus|Anstalt für verlassene Kinder]]'' baute.<ref name="festschrift_50" /> Auf dem Heimgelände an der ''Oberen Lichtenplatzer Straße'' befindet sich heute ein [[Altenheim|Seniorenheim]]. Auch andere Geländeteile wurden als Bauplätze für den fast dreifachen Wert des gesamten Kaufpreises wieder veräußert.<ref name="festschrift_50" />

Der Mitinhaber einer Barmer Seidenfabrik und Vorstandsmitglied des Verschönerungsvereins [[Ludwig Ringel]] erwarb am 2. März 1880 zu einem Preis von 17.000 Mark[NBSP] zwei an der ''Lichtenplatzer Straße'' gelegene Wohnhäuser mit ihrem Grund, die zuvor einem P. vom Scheid gehörten. Unter der Bedingung, diese bald [[Abriss (Bauwesen)|abzubrechen]], stellte der gebürtige Lenneper Kaufmann diese beiden Liegenschaften dem Verschönerungsverein zur Verfügung. Als Dank für diese Schenkung wurde ein naher Bereich der Barmer Anlagen mit dem Namen ''Ringeltal'' versehen und nach den Plänen des Hofgartendirektors Hering hergerichtet.<ref name="festschrift_50" />

[[Datei:Barmer Bergbahn 0002.jpg|mini|links|Blick Richtung der Barmer Innenstadt]]
[[Datei:Ludwig Ringel Denkmal Barmer Anlagen Wuppertal.jpg|mini|hochkant|Das Ludwig-Ringel-Denkmal nach der Sanierung 2012]]

Nach seinem Tod am 15. November 1880 vermachte Ludwig Ringel dem Verschönerungsverein eine Stiftungssumme von 100.000 Mark[NBSP]. Aus der ''Ludwig-Ringel-Stiftung'' erhielt der Verschönerungsverein von nun an regelmäßige Zinserträge. Aus Dank für den großzügigen Nachlass zugunsten Barmens und seiner Geburtsstadt Lennep in Höhe von insgesamt 1 Mio. Mark beschlossen die Barmer Stadtverordneten auf Anregung des Verschönerungsvereins am 18. September 1883 die Errichtung eines Ludwig-Ringel-Denkmals, das im Bereich einer bereits 1882 erbauten großen steinernen Freitreppe im ''Ringeltal'' projektiert wurde.<ref name="bvv_geschichte" /> Mit der Ausführung des Denkmals wurde der Baurat [[Carl Winchenbach]] beauftragt.<ref name="festschrift_50" /><ref name="Kahrweg65f">Ruth Meyer-Kahrweg: ''Denkmäler, Brunnen und Plastiken in Wuppertal.'' Band 1, Wuppertal 1991, S. 65 f.</ref> Die Barmer Stadtverordneten stellten zunächst 40.000 Mark[NBSP] für die Bauausführung zur Verfügung, am 22. Juni 1886 wurden noch einmal 13.000 Mark[NBSP] für Änderungen zugeschossen. 1885/86 wurde das Denkmal fertiggestellt.<ref name="Kahrweg65f" />
: {{Siehe auch|Barmer Anlagen#Ludwig-Ringel-Denkmal|titel1=Abschnitt „Ludwig-Ringel-Denkmal“}}

Ebenfalls 1880, am 28. August, verstarb der Gründer des Verschönerungsvereins, Wilhelm Werlé. Ihm zu Ehren wurde am 21. August 1881 in den unteren Anlagen das ''Werlé-Denkmal'' eingeweiht.<ref name="festschrift_50" /><ref name="bvv_geschichte" /><ref name="Kahrweg59f">Ruth Meyer-Kahrweg: ''Denkmäler, Brunnen und Plastiken in Wuppertal.'' Band 1, Wuppertal 1991, S. 59 f.</ref>
: {{Siehe auch|Barmer Anlagen#Wilhelm-Werlé-Denkmal|titel1=Abschnitt „Wilhelm-Werlé-Denkmal“}}

[[Datei:Wiki toelleturm 2.jpg|mini|Der [[Toelleturm]]]]

Im Dezember 1886 stiftete die Familie Toelle zum Andenken an deren verstorbenes Familienoberhaupt [[Ludwig-Ernst Toelle]] einen 26,25 Meter hohen Aussichtsturm in den Anlagen, den [[Toelleturm]].<ref name="festschrift_50" /> Der Turm und das benachbarte [[Barmer Luftkurhaus]] wurden 1888 eingeweiht.<ref name="bvv_geschichte" /> 1990 wurde er saniert und kann seitdem wieder an Sonn- und Feiertagen bestiegen werden.
: {{Siehe auch|Barmer Anlagen#Toelleturm|titel1=Abschnitt „Toelleturm“}}

1887 bis 1889 wurde größere Flächen des [[Barmer Wald]]s, die sogenannten ''Brüninghaus’schen Waldungen'' mit einer Fläche von 80 Morgen, aus dem Besitz der Vorstandsmitglieder des Verschönerungsvereins [[Friedrich Wilhelm Dicke]] und [[Peter Adolph Rudolph Ibach]] erworben und den Barmer Anlagen zugewiesen.<ref name="bvv_geschichte" /><ref name="festschrift_50" />

Ebenfalls 1889 wurde die Anlage eines Kinderspielplatzes und einer [[Molkerei|Meierei]] in einem Steinbruch auf dem Gutshofgelände im Fischertal vorgeschlagen. Die [[Meierei Fischertal]] wurde im [[Schwarzwaldhaus]]stil nach den Plänen der Architekten Herrmanns und Riemann fertiggestellt, aber[FILLWORD?] letztendlich nie als Meierei betrieben.<ref name="bvv_geschichte" /><ref name="festschrift_50" /> Das als Ausflugslokal genutzte Haus und der Spielplatz fielen 1943 wie das Turmdenkmal und andere Bauwerke in den Anlagen den [[Luftangriffe auf Wuppertal|Bombenangriffen auf Barmen]] zum Opfer und wurden nicht wieder aufgebaut. Auf dem Gelände der Meierei befinden sich heute Tennisplätze und eine Minigolfanlage.

{{Hauptartikel|Meierei Fischertal}}

[[Datei:Wuppertal Barmer Anlagen 2013 027.JPG|mini|hochkant|Teich in den Barmer Anlagen]]

1889 widmete der Heimatdichter [[Emil Rittershaus (Dichter)|Emil Rittershaus]] den Anlagen und dem Verschönerungsverein ein Gedicht:
: ''Zu schönem Werke eins gewesen<br />[TAG2]ist reich und arm und alt und jung,<br />[TAG2]hier sucht der Kranke sein Genesen,<br />[TAG2]hier holt das Herz sich neuen Schwung,<br />[TAG2]hier schöpft der Müde neuen Odem,<br />[TAG2]hier kehrt die Lebensfreude ein.<br />[TAG2]Und über Rauch und Nebelbrodem,<br />[TAG2]lacht golden uns der Sonnenschein.''
: ''Dank, allen Dank, die treuverbunden,<br />[TAG2]geschafft, was allen dient und frommt!<br />[TAG2]Wie hat es Ehr’ und Preis gefunden.<br />[TAG2]Bei jedem, der von draußen kommt!<br />[TAG2]Nicht nur nach flüchtigem Gewinne<br />[TAG2]zu ringen sind wir hier bedacht –<br />[TAG2]sagt, wer in echtem Bürgersinne<br />[TAG2]uns unsern Kranz noch streitig macht!''
: ''Viel schuf Gemeinsinns wack’res Walten –<br />[TAG2]doch nicht zu ruh’n die Pflicht gebeut!<br />[TAG2]Nicht nur zu schaffen, zu erhalten,<br />[TAG2]zu mehren gilt’s, was heut uns freut.<br />[TAG2]Wir wollen gern die Gaben spenden,<br />[TAG2]für unsern Stadtschatz auf der Au’n.<br />[TAG2]Ein solches Werk kennt kein Vollenden,<br />[TAG2]kennt immer nur ein Weiterbau’n!''

[[Datei:Barmer Bergbahn 0003.jpg|mini|Die ehemalige Trasse der [[Barmer Bergbahn]] wurde 2006 im Wald durch Stelen abgesteckt]]

Die Stadt Barmen erwarb 1890 das Gelände des bewaldeten Gipfels des [[Norrenberg (Rheinisches Schiefergebirge)|Norrenbergs]] im Barmer Wald, auch[FILLWORD?] ''Deisemannskopf'' oder ''[[Kaiser-Wilhelm-Höhe]]'' genannt. Sie unterstellte die jenseits des Murmelbachs gelegenen Flächen ebenfalls dem Verschönerungsverein, der sie in seine Barmer Anlagen eingliederte. Der ''Deisemannskopf'' wurde im Verschönerungsverein als Standort für einen repräsentativen Barmer Aussichtsturm diskutiert. Er ließ dort sogar[WORDS?] einen hölzernen Behelfsturm errichten, ließ die Planungen für einen Massivbau aber[FILLWORD?] zugunsten des Toelleturms fallen, da der Standort doch[FILLWORD?] als zu niedrig und zu ungünstig gelegen erachtet wurde. Der Holzturm hielt dem Wetter nicht lange stand und fiel rasch zusammen.<ref name="bvv_geschichte" /> Heute zählt dieser Bereich des Barmer Walds nicht mehr zu den Anlagen.

Am 13. Juli 1891 genehmigte der Verschönerungsverein einen Antrag der Barmer Bergbahn AG, eine [[Zahnradbahn]] durch die Barmer Anlagen zu trassieren, die erste elektrisch betriebene Zahnradbahn Deutschlands. Sie sollte Höhenunterschied von ca.[ABBREVIATION] 150 Metern zwischen der Talsohle [[Clef (Wuppertal)|Am Clef]] und den Südhöhen in bequemster Weise überwinden. Der Verschönerungsverein überließ die Grundflächen der Barmer Bergbahn, die ab 1894 bis zu ihrer Stilllegung unter großen Bürgerprotesten am 4. Juli 1959 auf einem Doppelgleis von der Talachse durch den Anlagen hoch zum Toelleturm verkehrte, wo im Endbahnhof Umsteigemöglichkeiten in die Straßenbahn und die [[Ronsdorf-Müngstener Eisenbahn]] bestanden.<ref name="festschrift_50" /> Eine drei Meter breite Brücke über die Bahngleise wurde in Höhe der heutigen [[Rotunde]] errichtet.<ref name="bvv_geschichte" /> In den Anlagen besaß die Bergbahn zwei Haltestellen, ''„Stadthalle/Planetarium“'' an der ''Lichtenplatzer Chaussee'' und ''„Talblick“'' in Höhe des heutigen ''Emil-Röhrig-Platzes''.
{{Hauptartikel|Barmer Bergbahn}}

[[Datei:Barmer Stadthalle mit Kriegermal.jpg|mini|links|Barmer Stadthalle mit Kriegerdenkmal<br />(1895–1943, Bild um 1905)]]

In den unteren Anlagen betrieb der Verschönerungsverein an der ''Lichtenplatzer Chaussee'' seit 1881 eine beliebte [[Restaurant|Restauration]] mit angegliederten Musiktempel.<ref name="bürgersinn" /> Die Restauration wurde abgerissen, um auf dem Bauplatz die neue [[Barmer Stadthalle]] mit einer Grundfläche von 2600 Quadratmetern zu errichten. Der [[Grundsteinlegung|Grundstein]] zur neuen [[Stadthalle]]<!-- nicht Stadthalle Wuppertal, sondern Barmer Stadthalle --> wurde am 20. März 1895 gelegt, die Eröffnung war 1896. Der Repräsentationsbau besaß einschließlich der [[Galerie (Architektur)|Galerien]] eine Nutzfläche von 1200 Quadratmetern plus einen 770 Quadratmeter großen Konzertsaal für 1800 Besucher. Ausgeführt wurde der Bau durch den Barmer Architekten [[Erdmann Hartig]], der auch für den Bau der [[Barmer Ruhmeshalle]] verantwortlich zeichnete.<ref name="festschrift_50" />

{{Hauptartikel|Barmer Stadthalle}}

Im selben Jahr stifteten Friedrich Wilhelm Dicke und [[Peter Adolph Rudolph Ibach]] eine Freitreppe aus dem ''Ringeltals'' zur höher gelegenen ''Richard-Wagner-Straße'' (heute ''Joseph-Haydn-Straße''). Die als [[Dicke-Ibach-Treppe]] bezeichnete Treppenanlage greift auf die Formen der Burgenarchitektur und der Gotik zurück und ist heute als [[Baudenkmal]] geschützt.<ref name="bvv_geschichte" />
: {{Siehe auch|Barmer Anlagen#Dicke-Ibach-Treppe|titel1=Abschnitt „Dicke-Ibach-Treppe“}}

Der Musiktempel wurde dagegen 1896 auf Anregung des ''Ritterhauser Spatenklubs'' auf den ''Deisemannskopf'' transloziert, wo er bereits im Frühjahr 1897 Vandalismus zu Opfer fiel. Nach der Renovierung 1898 wurde ein Ausschank von Bier und Erfrischungen eröffnet. Aus Verkauf und einer Lotterie im April 1901 wurden über 34.000 Mark[NBSP] erlöst, die der Verschönerungsverein zum Bau eines neuen Musiktempels auf dem Deisemannskopf aufwandte. Der Musiktempel existierte, zuletzt stark verfallen, bis in die 1930er Jahre.<ref name="Spatenclub">Gerhard Dabringhausen: [https://www.bzv-heckinghausen.de/historisches/vor-100-jahren/ ''Vor 100 Jahren.''] In: ''Jahrbuch Heckinghausen.'' Jg. 1997/1998, S. 75, 77, 79. Abgerufen am 12. Februar 2018.</ref>

=== Entwicklung im 20. Jahrhundert ===
[[Datei:Wuppertal - Barmer Anlagen 03 ies.jpg|mini|Die Schüller-Allee]]

Nach dem Tod des langjährigen Vorsitzenden des Verschönerungsvereins Otto Schüller wurde die lange Allee von dem ''Fischertal'' hoch zur Kohlenstraße 1899 in ''Schüller-Allee'' umbenannt.<ref name="festschrift_50" /> Das Denkmal zu Ehren des Dichters [[Emil Rittershaus (Dichter)|Emil Rittershaus]] wurde 1900 errichtet.<ref name="bvv_geschichte" /> Mitte April 1901 wurde in der Stadthalle ein Basar mit Lotterie abgehalten, der einen Überschuss von 34.367 Mark[NBSP] erzielte. Mit diesen Mitteln wurde ein neuer Musiktempel errichtet, der die alte sehr massiv geratene Musikhalle ersetzte. Der Musiktempel entstand nach Entwürfen des Professors Sauerborn von der Königlichen Baugewerbeschule. Ebenfalls 1901 wurde die erste [[Schutzhütte]] an der ''Wegnerhöhe'' gebaut.<ref name="festschrift_50" />
: {{Siehe auch|Barmer Anlagen#Friedrich-Emil-Rittershaus-Denkmal|titel1=Abschnitt „Friedrich-Emil-Rittershaus-Denkmal“}}

1902 stand die Einweihung des Schüller-Denkmals an, die Aufstellung von Papierkörben halfen bei der Reinhaltung der Anlagen.<ref name="bvv_geschichte" /> 1903 erfolgte die Aufstellung eines Denkmals für [[Friedrich Wilhelm Dörpfeld]] im ''Ringeltal'' am Ende der ''Eichenallee'', die später nach einem weiteren Vorsitzenden des Verschönerungsvereins namens Otto Budde in ''Budde-Allee'' umbenannt wurde. Der Verschönerungsverein stellte die Flächen für das Denkmal kostenfrei zur Verfügung und die Stadt errichtete es zum Gedenken an die 30-jährige Tätigkeit Dörpfelds als Hauptlehrer der Volksschule zu [[Wupperfeld]]. 1904 wurden Weideflächen des ehemaligen Guts Fischertal verkauft, um Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Barmen begleichen zu können.<ref name="festschrift_50" />
: {{Siehe auch|Barmer Anlagen#Friedrich-Wilhelm-Dörpfeld-Denkmal|titel1=Abschnitt „Friedrich-Wilhelm-Dörpfeld-Denkmal“}}

56 Baumarten in den unteren Anlagen wurden 1904 durch die Aufstellung von 110 Porzellanschildern mit deutschen und lateinischen Namen der Bevölkerung vorgestellt.<ref name="bvv_geschichte" /> Zum hundertjährigen Todestag von [[Friedrich Schiller]] wurde am 9. Mai 1905 von vier ortsansässigen höheren Schulen in den oberen Anlagen eine [[Linden (Botanik)|Linde]] gepflanzt, die „Schillerlinde“ getauft wurde und heute noch im Park steht. Im Steinbruch des ehemaligen Guts Fischertal vergrößerte sich die Fläche des Spielplatzes durch Anschüttung auf 3500 Quadratmeter.<ref name="festschrift_50" />

[[Datei:Wuppertal Barmer Anlagen 2013 142.JPG|mini|hochkant|Laterne am Weg]]

Neue Wege beschritt der Verschönerungsverein 1906, als elektrische Glühlampen an den Parkwegen angebracht wurden.<ref name="bvv_geschichte" /> Am 1. April 1908 wurde zur Jahrhundertfeier der damals selbstständigen Stadt Barmen auf dem zu diesem Anlass so benannten ''Jahrhundertplatz'' im Barmer Wald an der Kreuzung des ''Waldwegs'' mit dem ''Kuckucksweg'' die [[Jahrhunderteiche]] gepflanzt, damals noch mit Fernsicht über das Murmelbachtal in das Bergische Land hinein.<ref name="festschrift_50" /> Auch der ''[[Ernst von Eynern|Ernst-von-Eynern]]-Platz'' wurde in diesem Jahr planiert.
{{Hauptartikel|Jahrhunderteiche}}
: {{Siehe auch|Barmer Anlagen#Ernst-von-Eynern-Gedenkstein|titel1=Abschnitt „Ernst-von-Eynern-Gedenkstein“}}
: {{Siehe auch|Barmer Anlagen#Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Reserve-Infanterie-Regiments 53|titel1=Abschnitt „Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Reserve-Infanterie-Regiments 53“}}

[[Datei:Barmer Bergbahn.jpg|mini|links|hochkant|Die Barmer Bergbahn 1955 innerhalb der Anlagen]]

1909 erfolgte die Anlage eines 1870 Meter langen [[Rodeln|Schlittenwegs]] parallel zur ''Schüller-Allee'', 1914 die Anlage eines [[Alpinum]]s durch den Barmer Gartenarchitekten [[Arthur Stüting]] bei dem Steinbruch des ehemaligen Gutshofs Fischertal.<ref name="festschrift_50" /> Zwischen 1910 und 1913 wurde das [[Toilettenhäuschen Eisenlohrstraße]] am Toelleturm für die Bedürfnisse der Anlagenbesucher im bergischen Fachwerkstil erbaut.
{{Hauptartikel|Toilettenhäuschen Eisenlohrstraße}}
: {{Siehe auch|Barmer Anlagen#Alpengarten|titel1=Abschnitt „Alpengarten“}}
: {{Siehe auch|Barmer Anlagen#Toilettenhäuschen Eisenlohrstraße|titel1=Abschnitt „Toilettenhäuschen Eisenlohrstraße“}}

Südlich der ''Lönsstraße'' wurde noch während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] ein Ehrenfriedhof für die gefallenen Bürger der Stadt Barmen angelegt, nachdem der Verschönerungsverein das Gelände zur Verfügung gestellt hatte. Die Anlage wurde von dem Barmer Professor Hans Fischer gestaltet und erfuhr 1921 eine Erweiterung um ein Gräberfeld für die zwölf Barmer Opfer des [[Kapp-Putsch]]es. Der Eingangsbereich ist durch eine [[Freitreppe]] gestaltet, hinter der den Besucher eine Säulen[[pergola]] empfängt. Inmitten der Pergola steht ein Sockel mit einer Inschrift des Autors [[Will Vesper]], auf dem eine [[bronze]]ne Löwenskulptur des Bildhauers [[Paul Wynand]] thront.
: {{Siehe auch|Barmer Anlagen#Ehrenfriedhof Barmen|titel1=Abschnitt „Ehrenfriedhof Barmen“}}

Der ''Dreikaiserplatz'' wurde 1915 zum heutigen Kinderspielplatz umgebaut.<ref name="bvv_geschichte" /> Der Erste Weltkrieg machte in den Anlagen vor allen durch das Fehlen von Arbeitskräften zur Pflege der Parkanlage auf sich aufmerksam und sie verwahrloste ein Stück weit bis nach Kriegsende. Am 21. Oktober 1924 beschloss die Stadt Barmen nach einer Vorführung einer neuartigen [[Optik|optischen]] [[Projektion (Optik)|Projektionstechnik]] der [[Carl Zeiss (Unternehmen)|Firma Carl Zeiss]] aus [[Jena]] den Bau eines neuartigen Planetariums. Als Standort wurde zunächst der untere Eingangsbereich der Barmer Anlagen bestimmt. Nach Anwohnerprotesten verlegte man den Standort aber auf eine Fläche oberhalb der Barmer Stadthalle. Bei seiner Eröffnung am 18. Mai 1926 war es, abgesehen von einer Testinstallation des Projektorherstellers, das erste Planetarium weltweit.<ref name="planetarium">{{Webarchiv | url=http://www.planetarium-online.info/2339/1926barmen.html | wayback=20060205031743 | text=Planetarium Online}}</ref> In den unteren Anlagen wurden Laternen aufgestellt.<ref name="bvv_geschichte" />
{{Hauptartikel|Planetarium Barmen}}

[[Datei:Bronzerelief Christus heilt ein mißhandeltes Tier.jpg|mini|links|Bronzerelief „Jesus heilt ein misshandeltes Tier“]]
[[Datei:Wuppertal - Barmer Anlagen - Brunnen 01 ies.jpg|mini|Der Klinkerteich]]

Johann Casper Engels ließ in den Barmer Anlagen nahe der Kohlenstraße den ''Tränkbrunnen'' zur Tränke von Zugpferden und Hunden und einen Sandstein errichten, auf dem er im Namen des Tierschutzvereins mit einem [[Arthur Schopenhauer|Schopenhauer]]-Zitat dem Kampf gegen Tiermisshandlungen und die [[Vivisektion]] anmahnte. Er ließ auch[FILLWORD?] 1930 von dem Berliner Bildhauer [[Reinhold Kübert]] für seinen Garten das Bronzerelief „Jesus behandelt ein misshandeltes Tier“ anfertigen, das nach seinem Tode von seiner Witwe dem Tierschutzverein geschenkt wurde. Dieser übergab es dem Verschönerungsverein, der 1932 es in einer Nische der Dicke-Ibach-Treppe anbrachte. Dort wurde es 2006 vermutlich von [[Metalldiebstahl|Metalldieben]] gestohlen.<ref name="Tierschutzverein18f">{{Literatur |Autor=Klaus Ulrich Grigo |Titel=Von Tieren, Tätern und Tierschützern – Geschichte des Tierschutzvereins Wuppertal |Sammelwerk=Tierschutz ist Zukunft – Festbroschüre zum 150. Jubiläum |Verlag=Tierschutzverein Wuppertal |Ort=Wuppertal |Datum=2012 |Seiten=18 f}}</ref> 1938 wurde der Brunnen Klinkerteich gebaut.<ref name="bvv_geschichte" />
: {{Siehe auch|Barmer Anlagen#Gedenkstein gegen die Vivisektion|titel1=Abschnitt „Gedenkstein gegen die Vivisektion“ unter „Denkmale, Gedenkbäume und Bauliche Anlagen“}}

=== Zweiter Weltkrieg und Wiederaufbau in der Nachkriegszeit ===
Bei den [[Luftangriffe auf Wuppertal|Luftangriffen auf Barmen]] in der Nacht vom 29. auf den 30. Mai 1943 erlitten auch[FILLWORD?] die Barmer Anlagen erhebliche Schäden. Das Vereinsgebäude des Verschönerungsvereins mit Geschäftsstelle und Gärtnerei, das alte Forsthaus, die Barmer Stadthalle, das Turmdenkmal, das Luftkurhaus am Toelleturm und die Meierei Fischertal brannten aus und mussten größtenteils in den Folgejahren abgerissen werden. Eine Vergütung der Kriegsschäden erfolgte nicht, da das für den Besitz von gemeinnützigen Vereinen nicht vorgesehen war.<ref name="k.g.conrads">{{Literatur |Autor=Klaus-Günther Conrads |Titel=Die Barmer Anlagen – Eine Bürgerinitiative wird 125 Jahre alt |Sammelwerk=Romerike Berge |Band=39 |Nummer=2 |Datum=1989 |ISSN=0485-4306 |Seiten=10 ff}}</ref> Das Planetarium wurde nur leicht beschädigt, in der Nachkriegszeit verfiel die Bausubstanz aber[FILLWORD?] mangels Sicherungsmaßnahmen zusehends, so dass die Ruine 1955 abgerissen wurde. Zumindest das Gärtnerhaus wurde 1950 wieder aufgebaut.<ref name="bvv_geschichte" /><ref name="planetarium" />

Der Bombenkrieg hinterließ auch[FILLWORD?] in den Wäldern und Parkbereichen verheerende Zerstörungen. [[Explosionskrater|Bombentrichter]] bedeckten das Gelände, Teile der Anlagen wurden als Gartenland und Weiden für die Ernährung der Bevölkerung umgenutzt.<ref name="k.g.conrads" /> Baumbestände, die nicht den Angriffen selbst zum Opfer fielen, wurden in der Nachkriegszeit aus der Not heraus zwecks Gewinnung von Brennholz gerodet. Von den ursprünglich gepflegten geschlossenen Baumbeständen oder stilvoll gesetzten Einzelbäumen blieb kaum einer erhalten. Der Verschönerungsverein machte sich nach Überwindung der Not umgehend an die Beseitigung der Schäden. Zunächst wurde das Wegenetz wieder begehbar gemacht und die Trümmer entfernt, um zumindest den stadtnahen Parkbereichen wieder ein gepflegtes Aussehen zu geben. Danach wandte man sich den Waldungen zu und schaffte durch Neuanpflanzungen, [[Durchforstung]] und Durchlichtung wieder Ordnung.<ref name="bürgersinn" />

Die frei gewordene Fläche der Barmer Stadthalle und des Turmdenkmals wurden 1955 verkauft und 1956 mit der Hauptverwaltung der [[Barmer Ersatzkasse]] bebaut. Nach deren Neubau auf Lichtscheid zog der [[Wupperverband]] in das Verwaltungsgebäude ein, der es bis heute nutzt. In den 1950er Jahren erfolgte die Aufschüttung des Geländes neben dem alten Waisenhaus oberhalb der ''Oberen Lichtenplatzer Straße'' zum ''Panoramaplatz'' bzw.[ABBREVIATION] ''Ernst-Günter-Plutte-Platz'', auf dem zuvor das Auguste-Viktoria-Heim stand. Das Haus wurde 1906 durch die [[Rheinprovinz|Provinzialverwaltung]] zur Ausbildung von Krankenpflegerinnen in Barmen errichtet.<ref name="Rückblicke-Barmen">Anonymous: ''Rückblicke auf 100 Jahre Barmer Geschichte'', Barmen, 1910 ({{Webarchiv|text=PDF Online |url=http://www.barmen-200-jahre.de/index.php/home/item/download/f20 |wayback=20150402152705 |archiv-bot=2018-03-25 11:31:20 InternetArchiveBot }})</ref> Auf dem planierten Platz wurde der Ernst-Günter-Plutte-Gedenkstein aufgestellt.
: {{Siehe auch|Barmer Anlagen#Ernst-Günter-Plutte-Gedenkstein|titel1=Abschnitt „Ernst-Günter-Plutte-Gedenkstein“}}

Die Barmer Bergbahn wurde 1959 trotz heftiger Bürgerproteste nicht zuletzt aufgrund des kriegsbedingten Sanierungsbedarfs stillgelegt, die Trasse ging wieder in den Besitz des Verschönerungsvereins über. Durch Ankauf und Tausch von Fremdparzellen, die teilweise noch im Besitz der Stadt waren, wurde das Gelände von dem Verschönerungsverein zu einem geschlossenen Eigenbesitz von ca.[ABBREVIATION] 80 Hektar [[Arrondierung|arrondiert]].<ref name="bürgersinn" />

[[Datei:Wuppertal Barmer Anlagen 2013 031.JPG|mini|Verbindungsbrücke zwischen den unteren und oberen Anlagen]]

In den folgenden Jahrzehnten wurden weitere Denkmäler eingeweiht, so 1957 der Schwalm-Stein, 1984 das Bergbahn-Denkmal und das Planetarium-Denkmal. Der ''Paul-Peter-Muckenhaupt-Platz'' wurde bei den sogenannten Bleicherteichen zum Gedenken an den Förderer des Verschönerungsvereins Paul Peter Muckenhaupt 2011 eingerichtet, 2012 das Ringeldenkmal saniert.<ref name="bvv_geschichte" />
: {{Siehe auch|Barmer Anlagen#Schwalm-Gedenkstein|titel1=Abschnitt „Schwalm-Gedenkstein“}}
: {{Siehe auch|Barmer Anlagen#Bergbahn-Denkmal|titel1=Abschnitt „Bergbahn-Denkmal“}}
: {{Siehe auch|Barmer Anlagen#Gedenkstein für das Barmer Planetarium|titel1=Abschnitt „Gedenkstein für das Barmer Planetarium“}}

Zu Beginn der 1960er Jahre wurde die ''Bude-Treppe'', die zuvor eine Überquerung der Straße zwischen unteren und oberen Anlagen notwendig machte, durch eine Verbindungsbrücke ersetzt.

=== Punktuelle Neugestaltungen und Renovierungen im Rahmen der Regionale 2006 ===
Für das aus Landesmitteln finanzierte Strukturförderungsprogramm [[Regionale 2006]] war als Entwicklungsbereich das [[Bergisches Städtedreieck|Bergische Städtedreieck]] vorgesehen. Neben zahlreichen anderen Projekten in Wuppertal, [[Remscheid]] und [[Solingen]] wurden unter dem Projektnamen ''„Freiraumprogramm Talachse – Barmer Anlagen“'' auch[FILLWORD?] in den Barmer Anlagen für 1 Mio. € aus den [[Regionale (Nordrhein-Westfalen)|Regionale]]-Fördermitteln mehrere Umfeldverbesserungen der Landschaftsarchitekten Ipach und Dreisbusch aus [[Neu-Isenburg]] realisiert.<ref name="wuppertal-regionale2006">{{Webarchiv|url=https://www.wuppertal.de/rathaus/onlinedienste/ris/vo0050.php?__kvonr=5771 |wayback=20131214105750 |text=Planungsstand |archiv-bot=2018-08-28 10:01:38 InternetArchiveBot }} Freiraumprogramm Talachse – Barmer Anlagen im Ratsinformationssystem der Stadt Wuppertal</ref>

Als größtes Einzelprojekt wurde die alte Bergbahntrasse mit einer Doppelreihe von Granitstelen in Gelände wieder kenntlich gemacht und der alte Bahnhofsbereich der Bergstation, an dem Umsteigemöglichkeiten in die Straßenbahn nach Heckinghaus und in die [[Ronsdorf-Müngstener Eisenbahn]] bestand, neu gestaltet und mit Informationstafeln versehen.<ref name="wuppertal-regionale2006" />
: {{Siehe auch|Barmer Anlagen#Bergbahntrasse|titel1=Abschnitt „Bergbahntrasse“}}

[[Datei:Wuppertal Adolf-Vorwerk-Str 0090.jpg|mini|Das neu gestaltete Umfeld des Toelleturms]]

Weitere Maßnahmen waren die Neugestaltung des ''Emil-Röhrig-Platzes'', die die Sanierung der alten Mauer und die Pflasterung des Platzes vorsah, und die Renovierung des Umfelds um den Toelleturm mit Neuanpflanzungen, Pflasterungen im Sitzbereich der Ruhebänke, neuen Wegdecken im Platzbereich und der Anbringung von Bodenstrahlern zur Beleuchtung des Turms.<ref name="wuppertal-regionale2006" /> Ein weiterer Schwerpunkt war die Neugestaltung des alten ''Dreikaiserplatzes'' im unteren Bereich der oberen Anlagen mit der Neugestaltung des Kinderspielplatzes, einer [[Rotunde]]n gleichenden Aussichtsplattform und die Neugestaltung einer Arena als Mehrzweckplatz.<ref name="wuppertal-regionale2006" />
: {{Siehe auch|Barmer Anlagen#Emil-Röhrig-Platz mit Gedenkplatte|titel1=Abschnitt „Emil-Röhrig-Platz mit Gedenkplatte“}}
: {{Siehe auch|Barmer Anlagen#Rotunde|titel1=Abschnitt „Rotunde“}}
: {{Siehe auch|Barmer Anlagen#Arena|titel1=Abschnitt „Arena“}}
: {{Siehe auch|Barmer Anlagen#Clemens-Artmeier-Spielplatz|titel1=Abschnitt „Clemens-Artmeier-Spielplatz“}}

=== Anlagenfeste ===
Die Barmer Anlagen sind unregelmäßig Austragungsort von Bürgerfesten. 2004 fanden die ''„Zauberhaften Barmer Anlagen 2004“'' statt, 2007 der ''„Barmer Anlagenzauber 2007“''.<ref>[http://dav-wuppertal.de/download/barmer_anlagenzauber_programm.pdf Programm] des Barmer Anlagenzaubers 2007 auf dav-wuppertal.de (abgerufen am 14. Dezember 2013)</ref>

== Botanik ==
Im Gründungsjahr 1864 wurde der Bestand an Bäumen in den Barmer Anlagen und dem Barmer Wald auf ungefähr 150.000 geschätzt. Dieser Bestand verdoppelte sich innerhalb des nächsten Vierteljahrhunderts durch Aufforstungen auf 300.000 Exemplare und zwischen 1889 und 1913 kamen weitere 500.000 Bäume durch Anpflanzungen hinzu. Zunächst wurden [[Fichten]] gepflanzt, die aber[FILLWORD?] den Rauchschäden, eine frühe Form des [[Waldsterben]]s während der Industrialisierung im 19. Jahrhundert, nicht standhielten und gefällt werden mussten.<ref name="festschrift_50" />

Heute umfasst die forstliche Betriebsfläche der Barmer Anlagen 71,83&nbsp;Ha mit 53,1&nbsp;Ha [[Holzbodenfläche]]. Die [[Waldgesellschaften Mitteleuropas|Waldgesellschaften]] ähneln heute wieder der natürlichen regionalen Zusammensetzung mit artenarmen, bodensaueren [[Rotbuchenwald#Hainsimsen-Buchenwald (Luzulo-Fagenion)|Hainsimsen-Traubenkirschen-Buchenwald]]. Der Bestand umfasst [[Buchen]] (32,8 %), [[Traubeneiche]] (32,8 %), [[Birken]] (15,6 %) und [[Berg-Ahorn|Bergahorn]] (9,2 %). Zu dem weiteren Laubbaumbestand gehören [[Vogelbeere|Eberesche]], [[Eschen (Pflanzengattung)|Eschen]], [[Gewöhnliche Traubenkirsche|Traubenkirsche]], [[Roteiche|Amerikanische Roteichen]] und [[Winterlinde]], so dass der Laubbaumanteil bei 94,4 % liegt.<ref name="AD81">B. Alexander, A. Dinnebier: ''Barmer Anlagen: Barmer Verschönerungsverein seit 1864.'' Wuppertal 2014, S. 81</ref> 5,4 % der Flächen werden von Nadelbäumen besetzt, hauptsächlich [[Zirbelkiefer|Zürbel]]-, [[Weymouth-Kiefer|Weymouth]]-, [[Banks-Kiefer|Banks]]- und [[Schwarzkiefer]], [[Lärchen]] und [[Fichten]].<ref name="AD81" />

Vereinzelte Bestände und Exemplare von [[Akazien]], [[Kastanien]], [[Rot-Erle|Rot]]- und [[Grau-Erle|Weißerlen]], [[Holunder]], [[Nussbaum[BKL]|Nussbäume]], [[Mammutbäume]], [[Silber-Linde|ungarische Silberlinden]], [[Zedern]] und orientalische Tannen sind ebenfalls vorhanden.

Die Altersverteilung im Forstbereich ist sehr ausgeglichen und der Holzvorrat beträgt ca.[ABBREVIATION] 225 [[Festmeter]] pro Hektar, der jährliche Holzzuwachs sogar[WORDS?] 330 Festmeter pro Hektar. Die frühe Nutzung des Waldes als Teil der Barmer Anlagen spiegelt sich im Alter des Baumbestands wider. Ca. 450 Eichen und Buchen auf 4,7&nbsp;Ha sind älter als 150 Jahre[NBSP], die ältesten Buchenbestände sind sogar[WORDS?] 181 Jahre[NBSP] alt und datieren vor der Gründung der Barmer Anlagen. Nicht zuletzt durch intensive Pflegemaßnahmen und einer regelmäßigen Waldkalkung ist der Gesamtbestand in einem sehr guten Zustand.<ref>B. Alexander, A. Dinnebier: ''Barmer Anlagen: Barmer Verschönerungsverein seit 1864.'' Wuppertal 2014, S. 82.</ref>

=== Herausragende Einzelexemplare ===
Herausragende Baumeinzelexemplare in den unteren Anlagen sind zwei [[Zucker-Ahorn]] (''Acer saccharum''), eine [[Blutbuche]] (''Fagus sylvatica f. purpurea''), ein 1841 gepflanzter [[Berg-Ahorn]] (''Acer pseudoplatanus'') mit einem Stammumfang von 3,35&nbsp;m, ein ca.[ABBREVIATION] 1800 gepflanzter [[Spitzahorn]] (''Acer platanoides'') mit einem Stammumfang von 3,3&nbsp;m, zwei ca.[ABBREVIATION] 1856 (Stammumfang 4,17&nbsp;m) bzw.[ABBREVIATION] 1865 (Stammumfang 3,95&nbsp;m) gepflanzte Amerikanische [[Roteiche]]n (''Quercus rubra'') und eine ca.[ABBREVIATION] 1796 gepflanzte [[Silber-Linde|Silberlinde]] (''Tilia tomentosa'') mit einem Stammumfang von 4,6&nbsp;m.<ref name="AD84">B. Alexander, A. Dinnebier: ''Barmer Anlagen: Barmer Verschönerungsverein seit 1864.'' Wuppertal 2014, S. 84.</ref>

Der Bestand der oberen Anlagen umfasst unter anderem einen 1865 gepflanzten Mammutbaum (''Sequoia gigantea''), eine Holländische Linde ([[#Schillerlinde|Schillerlinde]]; ''[[Holländische Linde|Tilia × europaea]]''), eine ca.[ABBREVIATION] 1866 gepflanzte Rotbuche (''Fagus sylvatica'') mit einem Stammumfang von 3,45&nbsp;m, zwei ca.[ABBREVIATION] 1916 (Stammumfang 1,77&nbsp;m) bzw.[ABBREVIATION] 1821 (Stammumfang 1,77&nbsp;m) gepflanzte Bergahorne (''Acer pseudoplatanus Leopoldil'') und eine ca.[ABBREVIATION] 1846 gepflanzte Blutbuche (''Fagus sylvatica Purpurae'') mit einem Stammumfang von 3,95&nbsp;m.<ref name="AD84" />

Im Ringeltal stehen eine 1869 gepflanzte Hängeblutbuche (''Fagus sylvatica Purpurae Pendula''), eine 1890 gepflanzte [[Kanadische Hemlocktanne]] (''Tsuga canadensis''), eine 1918 gepflanzte Orientalische [[Kaukasus-Fichte|Zwergfichte]] (''Picea orientalis Gracilis''), ein 1870 gepflanzter [[Riesen-Lebensbaum]] (''Thuja gigantea'') und eine ca.[ABBREVIATION] 1763 gepflanzte Rotbuche.<ref name="AD84" />

== Wege in den Barmer Anlagen ==
=== Wegenetz und Plätze ===
[[Datei:Barmer Anlagen - Schild Hoesch-Weg.jpg|mini|Schild des Hoesch-Wegs]]

Die Barmer Anlagen besitzen ein parktypisch dichtes, 35 Kilometer langes<ref name="rp_20111025" /> Wegenetz mit geschwungenen Spazierwegen, [[Allee]]n und zentralen Wegkreuzungen, hauptsächlich an Plätzen mit Denkmalen. Im südlichen Bereich der Anlagen, insbesondere im Barmer Wald finden sich neben einigen Wegen mit parkähnlichem Charakter naturgemäß vorwiegend reine Waldwege. Topografisch bedingt weisen die Wege im mittleren Teil der Anlagen bisweilen starke Steigungen auf.

Fast alle Wege innerhalb der Barmer Anlagen besitzen einen Namen, der häufig an Kreuzungspunkten auch[FILLWORD?] auf Wegweisern ausgewiesen ist. Zumeist sind sie heute nach Personen benannt, die sich um die Anlagen oder den Barmer Verschönerungsverein verdient gemacht haben. Einige Wege mit zuvor botanischen Namen wie z.&nbsp;B. die ''Eichenallee'' wurden im Laufe der Zeit umbenannt, um verstorbene Vereinsfunktionäre posthum zu ehren. Im Jubiläumsjahr 2014 wurde die Beschilderung erneuert. Die ca.[ABBREVIATION] 100 neuen Holzschilder wurden von Insassen der [[Justizvollzugsanstalt Wuppertal-Ronsdorf|Jugendjustizvollzugsanstalt Wuppertal]] gefertigt.<ref name="wz0403014">Artikel in der [[Westdeutsche Zeitung|Westdeutschen Zeitung]] vom 4. März 2014 ([http://www.wz-newsline.de/lokales/wuppertal/stadtteile/barmen/gefangene-schreinern-100-neue-schilder-fuer-die-barmer-anlagen-1.1574325 Online])</ref>

Folgende Wege durchziehen die Barmer Anlagen und den zu ihnen gehörenden Barmer Wald:<ref name="stadtplan1930">Wuppertaler Stadtplan von 1930.</ref><ref name="übersichtskarte">[http://www.barmer-anlagen.de/fileadmin/user_upload/pdf/lageplan_barmer_anlagen_mit_denkmaelern.pdf Übersichtskarte] (PDF; 1,3&nbsp;MB) auf barmer-anlagen.de (abgerufen am 26. November 2013)</ref>

<div style="clear:both;"></div>
{| class="wikitable sortable zebra hintergrundfarbe5"
! style="width:150px"|Name
! style="width:350px"|Verlauf
! Benannt nach
|-
| ''Am Fuchsbau''
| Weg im Barmer Wald zwischen dem ''Geschwister-Lauer-Weg'' und dem ''Moltkehain''
| [[Rotfuchs#Bauanlage|Kessel des Fuchses]]
|-
| ''Barthels-Weg''
| Weg im Barmer Wald zwischen dem ''Forstweg'' und dem ''Emil-Röhrig-Platz''
| Robert Barthels, Mitbegründer des Barmer Verschönerungsvereins, Vorsitzender von 1899 bis 1913<ref name="festschrift_50" />
|-
| ''Bismarckhain''
| Weg im Barmer Wald zwischen dem ''Dohnenstieg'' und dem ''Moltkehain''
| [[Otto von Bismarck]] (* 1. April 1815 in [[Schönhausen (Elbe)|Schönhausen]]; † 30. Juli 1898 in [[Friedrichsruh]] bei Hamburg), Reichskanzler des Deutschen Reiches
|-
| ''Bredthöhe''<br /><small>{{Coordinate |text=DMS |NS=51.258069 |EW=7.204866 |type=landmark |region=DE-NW |name=Bredthöhe}}</small>
| Platz im Barmer Wald am ''Höhenweg''
| [[Wilhelm August Bredt]] (* 16. März 1817 in Barmen; † 23. März 1895 in [[Bad Honnef|Honnef]]), erster Barmer Oberbürgermeister und Förderer des Barmer Verschönerungsvereins<ref>{{Webarchiv|text=Biografie Wilhelm August Bredt |url=http://www.barmen-200-jahre.de/index.php/component/k2/item/164-bredt |wayback=20131202224849 |archiv-bot=2018-03-25 11:31:20 InternetArchiveBot }} auf barmen-200-jahre.de (abgerufen am 26. November 2013)</ref>
|-
| ''Budde-Allee''<ref name="Budde-Allee" group="Anm.">Name um 1930: ''Eichenallee''</ref>
| Weg im Ringeltal zwischen der ''Schölgen-Allee'' und dem Ringeldenkmal
| Otto Budde, Vorsitzender des Barmer Verschönerungsvereins von 1913 bis 1931<ref name="bvv-wandertipps">[http://www.barmer-anlagen.de/Wandertipps.11.0.html Wandertipps]{{Toter Link|date=2018-03 |archivebot=2018-03-25 11:31:20 InternetArchiveBot |url=http://www.barmer-anlagen.de/Wandertipps.11.0.html }} auf barmer-anlagen.de (abgerufen am 26. November 2013)</ref>
|-
| ''Dohnenstieg''
| Abstieg im Barmer Wald vom ''Höhenweg'' zum [[Murmelbach (Wupper)|Murmelbach]]/[[Vorwerkpark]]
| [[Dohne]] (Fangschlinge für Vögel)
|-
| ''Dreikaiserplatz''<br /><small>{{Coordinate |text=DMS |NS=51.264147 |EW=7.203580 |type=landmark |region=DE-NW |name=Dreikaiserplatz}}</small>
| Platz auf der Ostseite der Brücke über die Bergbahngleise, heute Standort der Rotunde und des Spielplatzes
| Die drei Kaiser des [[Deutsches Kaiserreich|Deutschen Kaiserreichs]]
|-
| ''Emil-Röhrig-Platz''<br /><small>{{Coordinate |text=DMS |NS=51.259710 |EW=7.204022 |type=landmark |region=DE-NW |name=Emil-Röhrig-Platz}}</small>
| Platz im Barmer Wald am oberen Ende der ''Schüller-Allee'', Endpunkt des ''Barthels-Wegs'' und des ''Plutte-Wegs'', 1953 inkl. Gedenktafel für Emil Röhrig eingerichtet
| Emil Röhrig (* 31. Oktober 1858 in Barmen; † 25. Oktober 1941 in der [[Schweiz]]), Prokurist und US-Repräsentant der Textilfirma Barthels Feldhoff und langjähriger Förderer des Barmer Verschönerungsvereins<ref name="Kahrweg385f">Ruth Meyer-Kahrweg: ''Denkmäler, Brunnen und Plastiken in Wuppertal.'' Band 1, Wuppertal 1991, S. 385 f.</ref>
|-
| ''Engemann-Weg''
| Weg im Barmer Wald parallel südlich der ''Schubertstraße''<ref name="strasse" group="Anm." />
| Hermann Engemann, Vorstandsmitglied des Barmer Verschönerungsvereins von 1945 bis 1963<ref name="bvv-wandertipps" />
|-
| ''Ernst-Günter-Plutte-Platz''<ref name="Ernst-Günter-Plutte-Platz" group="Anm.">Um 1954 auch ''Panoramaplatz'' genannt.</ref><br /><small>{{Coordinate |text=DMS |NS=51.261558 |EW=7.198383 |type=landmark |region=DE-NW |name=Ernst-Günter-Plutte-Platz}}</small>
| Künstlich aufgeschütteter und planierter Platz am nördlichen Bogen des ''Plutte-Wegs'', Standort des Plutte-Gedenksteins
| [[Ernst-Günter Plutte]] (* 24. Februar 1916 in [[Düsseldorf]]; 27. Oktober 2005 in Wuppertal), Geschäftsführender Gesellschafter der Fa. Peter August Lückenhaus, Vorsitzender der Arbeitgeberverbände Wuppertal und des Arbeitgeberverbandes der rechtsrheinischen Textilindustrie, Vorsitzender des Barmer Verschönerungsvereins von 1967 bis 1992<ref>{{Webarchiv|text=Biografie Ernst-Günter Plutte |url=http://www.barmen-200-jahre.de/index.php/home/item/193-denkmal-ernst-g%C3%BCnter-plutte |wayback=20131203005452 |archiv-bot=2018-03-25 11:31:20 InternetArchiveBot }} auf barmen-200-jahre.de (abgerufen am 26. November 2013)</ref>
|-
| ''Ernst-von-Eynern-Platz''<br /><small>{{Coordinate |text=DMS |NS=51.262384 |EW=7.205719 |type=landmark |region=DE-NW |name=Ernst-von-Eynern-Platz}}</small>
| Platz in dem oberen Anlagen, Standort des Ernst-von-Eynern und des Gefallenen-Denkmals am ''Stüting-Weg'', ''Neumann-Wes'' und ''Lundt-Weg'' (1908 angelegt)
| [[Ernst von Eynern]] (* 2. April 1838 in Barmen-[[Wupperfeld]]; † 2. November 1906 in Barmen), Großkaufmann und nationalliberaler Politiker
|-
| ''Forstweg''
| Weg im Barmer Wald zwischen dem ''Dohnenstieg'' und dem ''Barthels-Weg'' (über den ''Höhenweg'' und der ''Lönsstraße''<ref name="strasse" group="Anm.">Offizieller Straßenname</ref>)
| Wegverlauf im Wald
|-
| ''Geschwister-Lauer-Weg''<ref name="Geschwister-Lauer-Weg" group="Anm.">Um 1930 zusammen mit dem ''Geschwister-Ostermann-Weg'' noch ''Waldweg'' genannt</ref>
| Weg im Barmer Wald zwischen dem ''Dohnenstieg'' und dem ''Moltkehain''
|
|-
| ''Geschwister-Ostermann-Weg''<ref name="Geschwister-Ostermann-Weg" group="Anm.">Um 1930 zusammen mit dem ''Geschwister-Lauer-Weg'' noch ''Waldweg'' genannt</ref>
| Weg im Barmer Wald zwischen dem ''Moltkehain'' und dem ''Jahrhundertplatz''
| Friedrich Wilhelm Ostermann, Mitbegründer des Barmer Verschönerungsvereins
|-
| ''Greff-Weg''
| Weg im Barmer Wald zwischen der ''Schubertstraße''<ref name="strasse" group="Anm." /> und dem ''Höhenweg''/bzw.[ABBREVIATION] der ''Höhenweg''
| Rudolph Greff, Vorstandsmitglied des Verschönerungsvereins zwischen 1867 und 1913. Greff, Barmer Unternehmerfamilie.
|-
| ''Hering-Weg''
| Weg im Ringeltal zwischen der ''Dicke-Ibach-Treppe'' und dem Ringeldenkmal
| Hering, Hofgartendirektor und Parkgestalter des Ringeltals<ref name="Kahrweg65f" />
|-
| ''Höhenweg''
| [[Höhenweg]] im Barmer Wald zwischen dem Toelleturm und dem ''[[Jahrhunderteiche|Jahrhundertplatz]]''
| Wegverlauf auf der Höhenrücken zwischen dem [[Wupper]]tal und dem Murmelbachtal
|-
| ''Hoesch-Weg''
| Weg in den oberen Anlagen zwischen dem ''Emil-Röhrig-Platz'' und der Rotunde (über den ''Stüting-Weg'')
| Hugo Hoesch; † 1899, Schatzmeister des Barmer Verschönerungsvereins von 1880 bis 1888
|-
| ''Imler-Weg''
| Weg im Barmer Wald zwischen dem ''Höhenweg'' und der ''Lönsstraße''<ref name="strasse" group="Anm." /> (über ''Molineus-Weg'', ''Engemann-Weg'', ''Schubertstraße''<ref name="strasse" group="Anm." /> und ''Schwarzschild-Weg'')
| Karl F. Imler, Vorstandsmitglied des Barmer Verschönerungsvereins um 1866<ref name="festschrift_50" />
|-
| ''Keuchen-Weg''
| Weg im Ringeltal, Nebenweg der ''Budde-Allee''
| [[Johann Peter Keuchen]], Barmer [[Maire]] von 28. Juli 1808 bis 31. März 1810
|-
| ''Kuckucksweg''
| Weg im Barmer Wald zwischen dem ''Bismarckhain'' und dem ''Jahrhundertplatz''
| Waldvogel [[Kuckuck]]
|-
| ''Lore Jackstädt Platz''
| Spielplatz mit [[Toilettenhäuschen Eisenlohrstraße|Toilettenhäuschen]] am Toelleturm
| [[Lore Jackstädt]]; Mäzenin und Stifterin des Platzes
|-
| ''Lundt-Weg''
| Weg in den oberen Anlagen zwischen dem Spielplatz und dem Ehrenfriedhof (über den ''Ernst-von-Eynern-Platz'')
| Rudolf Lundt, Schatzmeister des Barmer Verschönerungsvereins (1914 bis 1945)<ref name="bvv-wandertipps" />
|-
| ''Molineus-Weg''
| Weg im Barmer Wald zwischen der ''Lönsstraße''<ref name="strasse" group="Anm." /> und dem ''Greff-Weg''
| Barmer Industriellenfamilie Molineus. Bekanntester Vertreter: [[Max Albert Molineus]] (* 24. März 1855 in Barmen; † 28. Juli 1925 ebenda), Präsident der ''[[Industrie- und Handelskammer Wuppertal-Solingen-Remscheid|Handelskammer zu Barmen]]'' und der ''Handelskammer für den Wuppertaler Industriebezirk''
|-
| ''Moltkehain''
| Weg im Barmer Wald zwischen dem ''Höhenweg'' und der ''Forestastraße''<ref name="strasse" group="Anm." />
| [[Helmuth Karl Bernhard von Moltke]] (* 26. Oktober 1800 in [[Parchim]]; † 24. April 1891 in [[Berlin]]), preußischer Generalfeldmarschall
|-
| ''Neumann-Weg''
| Weg im Barmer Wald zwischen dem ''Ernst-von-Eynern-Platz'' und der ''Lönsstraße''<ref name="strasse" group="Anm." />
| Paul Neumann, Vorsitzender des Barmer Verschönerungsvereins von 1932 bis 1945<ref name="festschrift_50" />
|-
| ''Overbeck-Weg''
| Weg in dem oberen Anlagen zwischen der ''Schüller-Allee'' und der Rotunde<ref name="Overbeck-Weg" group="Anm.">Um 1913 noch ''Ulmenallee'' genannt</ref>
| Heinrich Overbeck, stellvertretender Vorsitzender des Barmer Verschönerungsvereins um 1914<ref name="festschrift_50" />
|-
| ''Paulinenruhe''<br /><small>{{Coordinate |text=DMS |NS=51.259115|EW=7.207644 |type=landmark |region=DE-NW |name=Paulinenruhe}}</small>
| Aussichtspunkt mit Linde und Ruhebänken im Barmer Wald am ''Höhenweg'', 1914 gestiftet von den Kindern der Pauline Luhn
| Pauline Luhn (geborene Wink, * 1841; † 1911), Ehefrau des August Luhn (* 1838; † 1915). Beide gründeten zusammen die Seifenfabrik [[Luhns]]
|-
| ''Paul-Peter-Muckenhaupt-Platz''<br /><small>{{Coordinate |text=DMS |NS=51.262056|EW=7.207639 |type=landmark |region=DE-NW |name=Paul-Peter-Muckenhaupt-Platz}}</small>
| Platz an den Teichen zwischen der ''Lönsstraße''<ref name="strasse" group="Anm." /> und der ''Schubertstraße''<ref name="strasse" group="Anm." />
| Paul Peter Muckenhaupt (* 28. Februar 1950; † 3. Januar 2006), Unternehmer, Träger des [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Bundesverdienstkreuzes]] am Bande und Förderer unter anderem des Barmer Verschönerungsvereins<ref>{{Webarchiv|text=Biografie Paul Peter Muckenhaupt |url=http://www.barmen-200-jahre.de/index.php/home/item/130-muckenhaupt |wayback=20131202232330 |archiv-bot=2018-03-25 11:31:20 InternetArchiveBot }} auf barmen-200-jahre.de (abgerufen am 26. November 2013)</ref>
|-
| ''Plutte-Weg''
| Weg im Barmer Wald zwischen dem ''Barthelsweg'' bzw.[ABBREVIATION] ''Forstweg'' und dem ''Emil-Röhrig-Platz''
| siehe ''Ernst-Günter-Plutte-Platz''
|-
| ''Schillerplatz''<br /><small>{{Coordinate |text=DMS |NS=51.264678|EW=7.205082 |type=landmark |region=DE-NW |name=Schillerplatz}}</small>
| Platz in den oberen Anlagen, Standort der Schillerlinde
| [[Friedrich Schiller]] (* 10. November 1759 in [[Marbach am Neckar]]; † 9. Mai 1805 in [[Weimar]]), Dichter, Philosoph und Historiker
|-
| ''Schölgen-Allee''<ref name="Schölgen-Allee" group="Anm.">Name um 1930: ''Sonnenallee'', davor ''Lekebusch-Allee''</ref>
| Allee in dem oberen Anlagen parallel neben der ''Oberen Lichtenplatzer Straße''<ref name="strasse" group="Anm." /> und der ''Uberen Lichtenplatzer Straße''<ref name="strasse" group="Anm." />
| Peter Schölgen, * 1840; † 19. Juli 1924, Städtischer Garteninspektor und Gestalter der Barmer Anlagen ab 1870 nach Entwürfen des königlichen Gartenbaudirektors Joseph Clemens Weyhe<ref name="Schölgen" />
|-
| ''Schüller-Allee''
| Allee in dem oberen Anlagen zwischen der ''Oberen Lichtenplatzer Straße''<ref name="strasse" group="Anm." /> und dem ''Emil-Röhrig-Platz''
| Otto Schüller (* 5. Oktober 1829 in Barmen; † 30. November 1899), Unternehmer, Stadtverordneter (1967), Beigeordneter (1869) und Ehrenbürger der Stadt Barmen, Vorsitzender des Verschönerungsvereins von 1880 bis 1899. Träger des [[Roter Adlerorden|Roten Adlerordens]] IV.Klasse und des [[Kronenorden (Preußen)|Kronenordens]] III.Klasse<ref>{{Webarchiv|text=Biografie Otto Schüller |url=http://www.barmen-200-jahre.de/index.php/component/k2/item/124-sch%C3%BCller |wayback=20131203001718 |archiv-bot=2018-03-25 11:31:20 InternetArchiveBot }} auf barmen-200-jahre.de (abgerufen am 26. November 2013)</ref>
|-
| ''Schwarzschild-Weg''
| Weg im Barmer Wald parallel nördlich der ''Schubertstraße''<ref name="strasse" group="Anm." />
| Otto Schwarzschild, Vorstandsmitglied des Barmer Verschönerungsvereins von 1945 bis 1953<ref name="bvv-wandertipps" />
|-
| ''Stüting-Weg''
| Weg in dem oberen Anlagen zwischen der ''Schüller-Allee'' und dem ''Ernst-von-Eyenern-Platz''
| [[Arthur Stüting]] (* 1872; † 1927), Barmer Gartenarchitekt, Schaffer des Alpinums in den Barmer Anlagen und der Parkanlage am [[Hohenstein (Wuppertal)|Hohenstein]].<ref name="bvv-alpinum">[http://www.barmer-anlagen.de/Rekultivierung.24.0.html Rekultivierung des Alpinums]{{Toter Link|date=2018-03 |archivebot=2018-03-25 11:31:20 InternetArchiveBot |url=http://www.barmer-anlagen.de/Rekultivierung.24.0.html }} auf barmer-anlagen.de (abgerufen am 26. November 2013)</ref><ref>[http://www.landconcept.de/index.php?page=werk&folder=200+Jahre+Blick+auf+Barmen Beitrag] von Antonia Dinnebier auf landconcept.de (abgerufen am 26. November 2013)</ref>
|-
| ''Waldweg''<ref name="Waldweg" group="Anm.">Der ''Waldweg'' wurde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in ''Geschwister-Lauer-Weg'' und ''Geschwister-Ostermann-Weg'' aufgeteilt</ref>
| Weg im Barmer Wald zwischen dem ''Dohnenstieg'' und dem ''Jahrhundertplatz''
| Wegverlauf im Wald
|-
| ''Wahl-Weg''
| Weg im Barmer Wald zwischen dem ''Geschwister-Ostermann-Weg'' und dem ''Höhenweg''/btw. der ''Höhenweg''
| Salomon Ernst Wahl (* 27. Juni 1873 in Barmen; 12. März 1944 im [[KZ Theresienstadt]]), Textilkaufhausbesitzer, Gründer des Heidter Bezirks- und Bürgervereins (8. Mai 1904) und zeitweise Vorstand des Barmer Verschönerungsvereins<ref>{{Webarchiv|text=Biografie Salomon Ernst Wahl |url=http://www.barmen-200-jahre.de/index.php/component/k2/item/28-wahl |wayback=20131203011132 |archiv-bot=2018-03-25 11:31:20 InternetArchiveBot }} auf barmen-200-jahre.de (abgerufen am 26. November 2013)</ref>
|-
| ''Wegnerhöhe''<br /><small>{{Coordinate |text=DMS |NS=51.259482|EW=7.207935 |type=landmark |region=DE-NW |name=Wegnerhöhe}}</small>
| Platz im Barmer Wald am ''Höhenweg''
| [[Friedrich Wilhelm Wegner]] (* 14. März 1836 in [[Klöden]] im Kreis Torgau; † 8. Juli 1898 in Barmen), Barmer Oberbürgermeister
|-
| ''Weyhe-Weg''
| Weg in den unteren Anlagen zwischen der Straße ''An der Bergbahn''<ref name="strasse" group="Anm." /> und dem Werlé-Denkmal
| [[Joseph Clemens Weyhe]] (* 1807 in Düsseldorf; † 26. Juli 1871 in [[Engers]]/Neuwied), königlicher Gartenbaudirektor und Planer der Barmer Anlagen
|}
<references group="Anm." />

=== Wanderwege ===
<gallery perrow="2" class="float-right" style="margin-top:0;" heights="160">
 Wuppertal Barmer Anlagen 2013 116.JPG|Markierte Wanderwege in den Anlagen
 Wuppertal Barmer Anlagen 2013 094.JPG|Abgeschrägter Markierungsstein mit Toelleturm
</gallery>

Der Barmer Verschönerungsverein hat zwei markierte Rundwanderwege und zwei markierte Zielwanderwege innerhalb der Anlagen ausgearbeitet, deren [[Wegzeichen]] von der Abteilung Wuppertal des [[Sauerländischer Gebirgsverein|Sauerländischen Gebirgsverein]] regelmäßig nachmarkiert werden:<ref name="bvv-wandertipps" />

{| class="wikitable sortable zebra hintergrundfarbe5"
! style="width:60px"|Wegzeichen
! Wanderweg<ref>[http://www.berg-mark-wege.de/Barmer_Anlagen Wege] auf berg-mark-wege.de (abgerufen am 26. November 2013)</ref>
! style="width:60px"|Weglänge
|-
! style="color: white; background-color: black; font-size: x-large; font-weight: bold;"| ⊥
| Rundwanderweg durch den Barmer Wald und die Barmer Anlagen am Toelleturm vorbei in das [[Murmelbach (Wupper)|Murmelbachtal]] und zurück.
| 5,5 km
|-
! style="color: white; background-color: black; font-size: x-large; font-weight: bold;"| =
| Rundwanderweg durch die oberen Barmer Anlagen
| 2,6 km
|-
! style="color: white; background-color: black; font-size: x-large; font-weight: bold;"| ■
| Zielwanderweg vom Haupteingang der Barmer Anlagen an der Ottostraße durch den Barmer Wald hinauf zum Toelleturm
| 2,0 km
|-
! style="color: white; background-color: black; font-size: x-large; font-weight: bold;"| JH
| Jugendherbergsweg: Zielwanderweg von der Wuppertaler [[Jugendherberge]] hinauf zum Toelleturm
| 1 km
|}

Im Rahmen der [[Regionale 2006]] wurden mehrere Themenrouten von [[Wuppertaler Schwebebahn|Schwebebahnstationen]] ausgehend zu Wuppertaler Türmen definiert. Eine derer führt von der [[Schwebebahnstation Alter Markt]] durch die Barmer Anlagen hinauf zu dem Toelleturm. In der Landschaft ist der Weg nicht markiert, an ausgesuchten Stellen wurden aber[FILLWORD?] auf abgeschrägten Markierungsteinen handgefertigte Kacheln aufgesetzt, die den Toelleturm künstlerisch zweifarbig darstellen.

== Denkmale, Gedenkbäume und bauliche Anlagen ==
In den Barmer Anlagen wurden im Laufe der Jahrhunderte zahlreiche Denkmale und bauliche Anlagen geschaffen, die den Charakter des Parks formen. Insbesondere Denkmälern für verdiente Barmer Bürger wurde regelmäßig ein Platz in den Anlagen eingeräumt, auch[FILLWORD?] wenn als Errichter nicht der Verschönerungsverein selbst, sondern die Stadt oder private Vereine in Erscheinung traten. Einige Denkmäler fielen Vandalismus zum Opfer oder erlitten während des Zweiten Weltkriegs substantielle Schäden, so dass sie ersatzlos abgebrochen wurden. Dennoch blieben 17 Denkmale und Gedenksteine erhalten. Zu den baulichen Anlagen zählen aber[FILLWORD?] ebenso Infrastruktureinrichtungen wie gefasste Teichanlagen oder Aussichtspunkte, Verbindungsbrücken, Kinderspielplätze und ähnliche Vorrichtung zur Erholung im Park.

In den Anlagen befinden sich folgende Denkmale, Gedenksteine, Gedenkbäume und bauliche Anlagen:

=== Haupteingang in den unteren Barmer Anlagen ===
<gallery perrow="2" class="float-right" style="margin-top:0;" widths="160">
 Wuppertal - Barmer Anlagen 14 ies.jpg|Haupteingang<br /><small>{{Coordinate |text=DMS |NS=51.267404|EW=7.204957 |type=landmark |region=DE-NW |name=Haupteingang der Barmer Anlagen}}</small>
 Wuppertal Barmer Anlagen 2013 197.JPG|Östlicher Zugang<br /><small>{{Coordinate |text=DMS |NS=51.267248 |EW=7.2064417 |type=landmark |region=DE-NW |name=Östlicher Zugang zu den Barmer Anlagen}}</small>
 Wuppertal Barmer Anlagen 2013 001.JPG|Südlicher Zugang<br /><small>{{Coordinate |text=DMS |NS=51.265885 |EW=7.205621 |type=landmark |region=DE-NW |name=Südlicher Zugang zu den Barmer Anlagen}}</small>
 Wuppertal Barmer Anlagen 2013 316.JPG|Nebeneingang am Denkmal gegen die Vivisektion<br /><small>{{Coordinate |text=DMS |NS=51.263233 |EW=7.2084641 |type=landmark |region=DE-NW |name=Nebeneingang zu den Barmer Anlagen am Denkmal gegen die Vivisektion}}</small>
</gallery>

Am oberen Ende der ''Heinrich-Janssen-Straße'' befindet sich an einem kleinen Vorplatz der von einer Mauer mit zwei Steinsäulen eingefasste Haupteingang der unteren Anlagen. Die ''Heinrich-Janssen-Straße'' wurde unter dem Namen ''Augustastraße'' von dem Stadtbaumeister Fischer 1869 als Zugangsweg zu dem Barmer Anlagen entworfen.<ref name="bvv_geschichte" /><ref name="festschrift_50" /> Die breite Prachtstraße besitzt zwei getrennte Fahrbahnen, zwischen denen ein mit 36 [[Sommer-Linde]]n (''Tilia platyphyllos'') gesäumter Fußweg angelegt wurde. Diese Allee ist unter der ND-Nr. 7.03 als [[Naturdenkmal]] unter Schutz gestellt.<ref>[https://www.wuppertal.de/geoportal/Naturdenkmale/7.03.pdf Naturdenkmalbeschreibung der Stadt Wuppertal]</ref> Die ursprünglich sehr viel prachtvollere Gestaltung des Eingangsbereiches wurde nach dem Zweiten Weltkrieg nicht wieder hergerichtet.

=== Nebeneingänge in den unteren und oberen Anlagen ===
Neben dem städtebaulich als Eingangsportal entworfenen Haupteingang existieren mehrere eingefasste Nebeneingänge zu den unteren Anlagen und dem nördlichen Bereich der oberen Anlagen.

Der östliche Zugang von der ''Unteren Lichtenplatzer Straße'' zu den unteren Anlagen wird von zwei hohen Steinsäulen eingefasst, die stilistisch denen des Haupteingangs entsprechen, ohne jedoch dessen aufgesetzte Laternen zu besitzen.

Der südliche Zugang von der gleichen Straße aus befindet sich unterhalb der Verbindungsbrücke zwischen beiden Anlagenbereichen und besitzt eine aus bearbeiteten Natursteinen gemauerte Einfassung. Diese Gestaltung wiederholt sich bei dem leicht versetzt gegenüberliegenden Eingang zu den oberen Anlagen am Abzweig der ''Waldemarstraße'' von der ''Unteren Lichtenplatzer Straße''.

Der prachtvollste Zugang zu den oberen Anlagen wurde als Treppenanlage von der ''Joseph-Haydn-Straße'' realisiert.
: {{Siehe auch|Barmer Anlagen#Dicke-Ibach-Treppe|titel1=Abschnitt „Dicke-Ibach-Treppe“}}

Ein weiterer Zugang von der gleichen Straße führt beim Denkmal gegen die Vivisektion auf das Gelände. Er besteht aus einem herausgenommenen Segment des schmiedeeisernen Geländers, das den Gehweg der Straße zu den tiefer gelegenen Anlagengelände sichert.

Die weiteren Zugänge in die Barmer Anlagen besitzen keine aufwändigere Gestaltung.

=== Toelleturm ===
{{Hauptartikel|Toelleturm}}
[[Datei:GER Wuppertal Toelleturm 001 2016.jpg|hochkant=0.7|mini|links|Toelleturm<br /><small>{{Coordinate |text=DMS |NS=51.256546|EW=7.2015730 |type=landmark |region=DE-NW |name=Toelleturm}}</small>]]

Der Toelleturm steht auf einer Höhe von {{Höhe|330|DE-NN}} und ist 26,25 Meter hoch. Der aus [[Beyenburg]]er [[Grauwacke]] zweischalig gemauerte Turm besitzt einen runden Querschnitt und verjüngt von 7,70 Meter am Fuß bis auf 5,14 Meter nach oben. Den Zwischenraum bildet ein [[Mauerwerk#Zyklopenmauerwerk|Zyklopenmauerwerk]] aus unbehauenem Stein und ungerichteten Fugen, teils offen und ohne Mörtel. Über eine Außentreppe gelangt man[WORDS?] zu einem Umgang sieben Meter über dem Plateau. Ab dort führen 146 Stufen über eine Wendeltreppe zur Aussichtsplattform. Über der Eingangstür zum Innenraum im Erdgeschoss ist eine Bronzetafel angebracht:<ref>Nach der Quelle [http://www.barmen2008.de/index.php/component/k2/item/117-toelle Ludwig Ernst Toelle – Sein Turm auf den Südhöhen erinnert immer an den Fabrikanten]{{Toter Link|date=2018-03 |archivebot=2018-03-25 11:31:20 InternetArchiveBot |url=http://www.barmen2008.de/index.php/component/k2/item/117-toelle }}, Zugriff Januar 2011 hieß die Bronzetafel: „Toelleturm, erbaut 1888, erneuert 1978“ – es kann sein, dass die Tafel 1990 erneuert wurde.</ref>

'''''Toelleturm<br />[TAG2]erbaut 1888<br />[TAG2]erneuert 1990'''[BOLD-INSTEAD-OF-SECTION?]''
Eine weitere Widmungstafel trägt den Text:

'''''Dieser Aussichtsthurm wurde im Jahre 1887 gebaut und gestiftet zum Eigenthum des Barmer Verschönerungs-Vereins in Erinnerung an Ludwig Ernst Toelle, 1822–1886, von dessen Familie.'''[BOLD-INSTEAD-OF-SECTION?]''

=== Ehrenfriedhof Barmen ===
{{Hauptartikel|Ehrenfriedhof Barmen}}
; Grabstellen
Die Grabstellen selbst sind überwiegend mit Grabinschriften in ungewöhnlich detaillierter Form ausgeführt. Zahlreiche Grabstellen besitzen einen Grabstein, auf dem eine rundliche oder quadratische Bronzeplatte angebracht ist, die von den Barmer Unternehmern Otto Wirth und Emil Meurer 1921 zu einem Stückpreis von 120 Reichsmark angefertigt wurden. Dort sind der Name des Gefallenen, der militärische Rang, die [[Waffengattung]], der Geburtsort, das Geburtsdatum, die [[Einheit (Militär)|Einheit]], der Ort der Verwundung, der Ort des Todes und das Todesdatum vermerkt.<ref name="Kahrweg186">Ruth Meyer-Kahrweg: ''Denkmäler, Brunnen und Plastiken in Wuppertal.'' Band 1, Wuppertal 1991, S. 186.</ref><ref name="Ehrenfriedhof-Barmen">[http://www.denkmal-wuppertal.de/2010/02/ehrenfriedhof-barmen.html Ehrenfriedhof Barmen] auf denkmal-wuppertal.de (abgerufen am 4. Dezember 2013)</ref>

; Kriegerdenkmal
<gallery perrow="3" class="float-right" style="margin-top:0;" widths="160">
 Ehrenfriedhof Barmen 01.jpg|Kriegerdenkmal<br /><small>{{Coordinate |text=DMS |NS=51.260707 |EW=7.2067993|type=landmark |region=DE-NW |name=Kriegerdenkmal im Barmer Ehrenfriedhof}}</small>
 Barmer Ehrenfriedhof 01.jpg|Grabstellen
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Auf dem 1914 angelegten Ehrenfriedhof sind mehrere Denkmale und Gedenktafeln zu finden:<br />[TAG2]
Das umfangreichste Denkmal ist das Kriegerdenkmal, das inmitten einer Säulenpergola aus 10 Säulen steht. Das Kriegerdenkmal wurde am 30. September 1916 anlässlich der ersten Erweiterung des Friedhofs vorgestellt, ließ aber[FILLWORD?] noch bis zur Errichtung etwas auf sich warten. Der Sockel, der auf einem Fuhrwerk mit 10 vorgespannten Pferden zum Friedhof transportiert wurde, trägt eine zeitgenössische Inschrift des Autors [[Will Vesper]]:<ref name="Kahrweg186" /><ref name="Ehrenfriedhof-Barmen" />
<div style="width: 50%; text-align: center;">'''''Hier schweige ein jeder von seinem Leid<br />und noch so grosser[TYPO?] Not. Sind wir nicht<br />alle zum Opfer bereit und zu dem Tod.<br />Eines steht gross[TYPO?] in den Himmel gebrannt<br />Alles darf untergehen<br />Deutschland unser Kinder und Vaterland,<br />Deutschland muss bestehen'''''</div>

Auf dem Sockel thront eine bronzene Löwenskulptur des Bildhauers [[Paul Wynand]], die einen [[Bergischer Löwe|Barmer Löwen]] symbolisiert. Diese wurde zunächst provisorisch ausgeführt, da aus Kriegsgründen das gewünschte Material „vergoldeter Bronze“ nicht zur Verfügung stand. Erst nach Kriegsende beschloss die Stadtverordnetenversammlung Barmens am 6. Juli 1922 die Vollendung des Denkmals und es wurde Am 20. Oktober 1922 als ''„trutziges Wahrzeichen der Stadt“'' und ''„Symbol der todesmutigen Treue und Tapferkeit“'' der Öffentlichkeit vorgestellt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Inschrift ergänzt. Der Wuppertaler Bildhauer [[Fritz Bernuth]] fertigte die vierzeilige Ergänzung aus Bronzebuchstaben an:<ref name="Kahrweg186" /><ref name="Ehrenfriedhof-Barmen" />
<div style="width: 50%; text-align: center;">'''''Den Toten<br />der Weltkriege<br />1914–1918<br />1939–1945;>'''''</div>

; Sterbender Krieger
<gallery perrow="2" class="float-right" style="margin-top:0;" widths="160">
 Sterbender Krieger auf dem Barmer Ehrenfriedhof.jpg|Sterbender Krieger
 Ehrenfriedhof Barmen 03.jpg|Grabstellen
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Das Ehrenmal der Deutschen Bank, auch[FILLWORD?] ''„Sterbender Krieger“'' genannt, wurde von [[Walter Wolff]] 1923 für die Vorhalle des Gebäudes der [[Deutsche Bank|Deutschen Bank AG]] in der Elberfelder ''Königstraße'' (heute ''Friedrich-Ebert-Straße'') geschaffen, um den 31 gefallenen Mitarbeitern zu gedenken. Die Darstellung zeigt einen auf dem Boden liegenden, leidenden Mann, der sich eine verwundete Seite hält und sich mühsam mit dem anderen Arm abstützt. Das Gesicht mit den geschlossenen Augen wendet sich dem Himmel zu. Eine Zusatztafel aus Bronze wurde am 6. April 1955 zum Gedenken der 19 Gefallenen und 6 Vermissten der damaligen Rheinisch-Westfälischen Bank im Zweiten Weltkrieg angebracht. Als 1960/61 das alte Bankgebäude abgerissen und durch einen Neubau ersetzt wurde, wurde die Figur auf Anregung des damaligen Direktors des [[Von der Heydt-Museum]]s [[Günter Aust]] auf einer Freifläche im oberen Teil des Ehrenfriedhofs aufgestellt.<ref name="Kahrweg229">Ruth Meyer-Kahrweg: ''Denkmäler, Brunnen und Plastiken in Wuppertal.'' Band 1, Wuppertal 1991, S. 229.</ref><ref name="Sterbender-Krieger">[http://www.denkmal-wuppertal.de/2010/02/kriegerdenkmal-sterbender-krieger.html Sterbender Krieger] auf denkmal-wuppertal.de (abgerufen am 4. Dezember 2013)</ref>

; Das Kriegerdenkmal zu Ehren der ehemaligen Kriegsgefangenen
Das Kriegerdenkmal zu Ehren der ehemaligen [[Kriegsgefangener|Kriegsgefangenen]] auf einem dem Barmer Ehrenfriedhof angegliederten Geländeteil wurde vom ''Verein der ehemaligen Kriegsgefangenen Barmen'' angelegt und am 21. Mai 1933 in die Obhut der Stadt Wuppertal übergeben. Es besteht aus einem Gedenkstein und sieben Gräbern ausländischer Kriegsgefangener (ein Serbe, drei Belgier und drei Russen), die in den letzten Kriegstagen des Ersten Weltkriegs in den Barmer [[Lazarett]]en starben und nach Beisetzung auf unterschiedlichen Barmer Friedhöfen 1933 unter Teilnahme des belgischen Vizekonsuls aus Köln und Vertretern der Behörden, der Kriegerverbände und der Kirchen dorthin umgebettet wurden. Die Grabsteine sind von der Ausführung her denen der deutschen Gefallenen angeglichen. Auf dem Gedenkstein, der ursprünglich von zwei Kreuzen gesäumt wurde, lautet:<ref name="Kahrweg306">Ruth Meyer-Kahrweg: ''Denkmäler, Brunnen und Plastiken in Wuppertal.'' Band 1, Wuppertal 1991, S. 306.</ref><ref name="Kriegsgefangenen-Denkmal">[http://www.denkmal-wuppertal.de/2010/03/kriegerdenkmal-zu-ehren-der-ehemaligen.html Kriegsgefangenen-Denkmal] auf denkmal-wuppertal.de (abgerufen am 4. Dezember 2013)</ref>
<div style="width: 50%; text-align: center;">''''' 'Nicht Hass<br />Sondern Liebe<br />regiere die Welt!'<br />––<br />Patengräber<br />der<br />ehem. Kriegsgefangenen<br />Barmen.'''''</div>

; Denkmal für die Gefallenen des Kapp-Putsches
<gallery perrow="2" class="float-right" style="margin-top:0;" widths="160">
 Ehrenfriedhof Barmen 02.jpg|Grabstellen
 Ehrenfriedhof Barmen 04.jpg|Gedenkkreuz
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Das Denkmal für die Gefallenen des [[Kapp-Putsch]]es auf einem abgetrennten Teil des Ehrenfriedhofs wurde am 20. März 1921 eingeweiht. Die Grabstellen sind ebenfalls optisch dem der Kriegsgefallenen angeglichen, zeigen aber[FILLWORD?] nur schlicht Namen und Lebensdaten. Das zugehörige Denkmal zeigt einen Sämann bei der Arbeit unter strahlender Sonne, über ihm der Satz
<div style="width: 50%; text-align: center;">'''''Das Banner muss stehen,<br />wenn der Mann auch fällt<br />März 1920'''''</div>

Die Sentenz stammt aus dem Lied ''Tord Foleson'' des Norwegers [[Per Sivile]], das als Arbeiterkampflied seinerzeit gesungen wurde und sich an Gräbern der Gefallenen des März 1920 öfters verewigt findet.<ref>{{Webarchiv|text=''Wuppertal-Barmen: Ehrenmal für die Märzkämpfer 1920'' |url=http://www.deutsche-revolution.de/lexikoneintrag-267.html |wayback=20131219062923 |archiv-bot=2018-03-25 11:31:20 InternetArchiveBot }}, aus deutsche-revolution.de</ref> Das Denkmal wurde von [[Paul Kuhnle]] entworfen und nach der vermeintlichen Zerstörung durch die Nationalsozialisten 1946 von [[Fritz Kuhnle]] nach Vorbild des Originals neu geschaffen. Der Sämann symbolisiert ''„das sieghaft dahinschreitende Proletariat“'', so formulierte es [[Paul Sauerbrey]] (USPD). Im Frühsommer 1980 wurden die Reste des Originals auf dem Friedhofsgelände wiedergefunden und auf einer Terrasse neben dem Kriegerdenkmal aufgestellt.<ref name="Kahrweg200">Ruth Meyer-Kahrweg: ''Denkmäler, Brunnen und Plastiken in Wuppertal.'' Band 1, Wuppertal 1991, S. 200.</ref><ref name="Kapp-Putsch-Denkmal">[http://www.denkmal-wuppertal.de/2010/06/denkmaler-fur-die-gefallenen-des-kapp_25.html Kapp-Putsches-Denkmal] auf denkmal-wuppertal.de (abgerufen am 4. Dezember 2013)</ref>

=== Dicke-Ibach-Treppe ===
{{Hauptartikel|Dicke-Ibach-Treppe}}
[[Datei:Wuppertal Joseph-Haydn-Str 0015.jpg|links|mini|Dicke-Ibach-Treppe<br /><small>{{Coordinate |text=DMS |NS=51.265079 |EW=7.2076860|type=landmark |region=DE-NW |name=Dicke-Ibach-Treppe}}</small>]]
Die Dicke-Ibach-Treppe ist eine denkmalgeschützte gründerzeitliche Freitreppenanlage, die im Jahre 1897 von [[Friedrich Wilhelm Dicke]] und [[Peter Adolph Rudolph Ibach]] gestiftet wurde. 2006 wurde das in einer Nische angebrachte Bronzerelief ''Christus heilt ein mißhandeltes Tier'' gestohlen.

=== Bergbahn-Denkmal ===
{{Hauptartikel|Barmer Bergbahn}}
Das Denkmal der [[Barmer Bergbahn]] wurde am 22. Oktober 1984 nach einer Idee von Heinz Reistenbach ein paar[WORDS?] Meter neben der ehemaligen Trasse anlässlich des 100-jährigen Bestehens der [[Barmer GEK|BARMER Ersatzkasse]] und des 50-jährigen Bestehens ihrer Pensionskasse aufgestellt. Es besteht aus einem original erhaltenen Gleisstück mit [[Zahnstange]], das beim Ausbau aus der Straße ''An der Bergbahn'' sichergestellt wurde, einem Radsatz und einen Zahnkranz der [[Zahnradbahn Stuttgart|Stuttgarter Zahnradbahn]], da von dem ursprünglichen Wagenmaterial der Barmer Bergbahn nichts erhalten blieb. Der Architekt Max R. Wenner führte das Denkmal aus. Als im Rahmen der [[Regionale 2006]] die alte Trasse mit einer Doppelreihe von Granitstelen nach gebildet wurde, versetzte man[WORDS?] das Denkmal auf die Trasse. Die Inschrift lautet:<ref name="Kahrweg505f">Ruth Meyer-Kahrweg: ''Denkmäler, Brunnen und Plastiken in Wuppertal.'' Band 1, Wuppertal 1991, S. 505 f.</ref><ref name="Bergbahn-Denkmal">[http://www.denkmal-wuppertal.de/2011/10/bergbahn-denkmal.html Bergbahn-Denkmal] auf denkmal-wuppertal.de (abgerufen am 30. November 2013)</ref>
<gallery perrow="2" class="float-right" style="margin-top:0;" widths="160">
 Wuppertal Barmer Anlagen 2013 106.JPG|Denkmal der Barmer Bergbahn<br /><small>{{Coordinate |text=DMS |NS=51.264856 |EW=7.2031182|type=landmark |region=DE-NW |name=Denkmal der Barmer Bergbahn}}</small>
 Wuppertal Barmer Anlagen 2013 124.JPG|Nahansicht
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<div style="width: 50%; text-align: center;">'''''1894&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Die Bergbahn&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;1959<br />Zur Erinnerung gestiftet von der Pensionskasse für<br />die Angestellten der Barmer Ersatzkasse anlässlich<br />des 50-jährigen Bestehens der Pensionskasse und des<br />100-jährigen der Barmer Ersatzkasse November 1984<br />Idee-Gestaltung: Heinz Reistenbach – Architekt Max R. Wenner'''''</div>

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=== Bergbahntrasse ===
{{Hauptartikel|Barmer Bergbahn}}
<gallery perrow="3" class="float-right" style="margin-top:0;" widths="160">
 1898 Barmer Bergbahn 03.jpg|Die Bergbahntrasse 1898
 Wuppertal - Barmer Anlagen - Barmer Bergbahn-Denkmal 06 ies.jpg|Markierte Trasse der Barmer Bergbahn in den Oberen Anlagen
 Wuppertal Barmer Wald 0018.jpg|Stelentrasse am Toelleturm
</gallery>
Die ehemalige Trasse der [[Barmer Bergbahn]] wurde im Rahmen der [[Regionale 2006]] für eine Bausumme von ca.[ABBREVIATION] 1 Mio. Euro (aus diesem Gesamtbudget wurde aber[FILLWORD?] u.&nbsp;a.[ABBREVIATION] auch[FILLWORD?] die Renovierung des Emil-Röhrig-Platzes finanziert) mit einer Doppelreihe von 180 Granitstelen in der Landschaft markiert und zwischen der Rotunde am Kinderspielplatz und der Lönsstraße mit einem geschotterten Untergrund versehen. Realisiert wurde der Gewinnerbeitrag eines Ideenwettbewerbs der Landschaftsarchitekten Ipach und Dreisbusch.

Die Abstände zwischen den paarweise angeordneten, hellen Stelen sind nicht äquidistant, sondern folgen mehrfach dem Prinzip der [[Fibonacci-Folge]], bei dem sich jeder Abstand im Vergleich zum vorherigen verdoppelt. Daraus ergeben sich engere Abstände zwischen den Stelenpaaren an Kreuzungen der Trasse mit Wegen, Plätzen und Straßen, die die Trasse an diesen Punkten besonders betonen. In kreuzungsfernen Bereichen wird so ein maximaler Abstand von 25 Metern erreicht. Der Kopf der im Mittel 2,2 Meter hohen Stelen ist abgeschrägt, um die Steigung der Bergbahn zu symbolisieren.<ref name="Anlagenzauber">[http://dav-wuppertal.de/download/barmer_anlagenzauber_programm.pdf Erläuterungen] zu den Barmer Anlagen in Programm der Veranstaltung „BARMER ANLAGENZAUBER 2007“ der Sektionen Barmen & Wuppertal des Deutschen Alpenvereins</ref>

Die Aufstellung der Stelen wurde teilweise kritisiert, weil sie in China gefertigt wurden. Das Denkmal der Barmer Bergbahn wurde anschließend versetzt, damit es mittig in der Trasse liegt. Der Bereich der heutigen Rotunde ist auf einem zugeschütteten und planierten Geländeeinschnitt der ansteigenden Bergbahntrasse angelegt, über die der Verschönerungsverein eine drei Meter breite Brücke baute. Die Stelen scheinen an dieser Stelle in den Boden zu ''verschwinden'', um die Tiefe dieses zugeschütteten Einschnitts zu symbolisieren. Obwohl die Trassenmarkierung nicht als Weg gedacht ist, wird sie im Südbereich an der Lönsstraße seitdem von der Bevölkerung als solcher genutzt.

=== Ludwig-Ringel-Denkmal ===
[[Datei:Ringeldenkmal 1901.jpg|mini|Ludwig-Ringel-Denkmal (historische Ansicht)<br /><small>{{Coordinate |text=DMS |NS=51.263668 |EW=7.2078764|type=landmark |region=DE-NW |name=Ludwig-Ringel-Denkmal}}</small>]]
<gallery perrow="2" class="float-right" style="margin-top:0;" widths="160">
 Wuppertal Barmer Anlagen 2013 293.JPG|Nach der Renovierung
 Wuppertal Barmer Anlagen 2013 325.JPG|Plattform auf dem Denkmal
</gallery>
Das aus Dankbarkeit für den Nachlass von 1 Mio. Mark zugunsten der Städte Barmen und [[Lennep]] von der Barmer Stadtverordnetenversammlung 1883 beschlossene Denkmal wurde für insgesamt 53.000 Mark[NBSP] im ''Ringeltal'' von dem Stadtbaumeisters [[Carl Winchenbach]] 1885/86 errichtet. Bereits um 1900 wurde die Gedenktafel für den Erbauer Carl Winchenbach zerstört und eine Vase in der rechten Nische beschädigt. 1938 beseitigte man[WORDS?] „überflüssiges Bauwerk“ des mittlerweile unansehnlichen Denkmals, man[WORDS?] sah aber[FILLWORD?] von einem kompletten Abriss ab. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Nischen des verfallenen Denkmals zugemauert, die Freitreppen und [[Balustrade]]n wurden baufällig. 1968 erneuerte der Steinmetzmeister Manfred Stölzel das Denkmal ohne die verfallenen Treppen.<ref name="Kahrweg65f" /> 2012 wurde das Denkmal durch den Barmer Verschönerungsverein für 75.000 Euro[NBSP] aus Spenden, Veranstaltungserlösen und Zuwendungen der Ilselore-Luckow-Stiftung gründlich renoviert und neue Gedenktafeln angebracht.<ref name="Kahrweg65f" /><ref name="Ringel-Denkmal">[http://www.denkmal-wuppertal.de/2011/09/ringel-denkmal.html Ringel-Denkmal] auf denkmal-wuppertal.de (abgerufen am 25. November 2013)</ref>

Die Inschrift auf ursprünglich braunrotem Granit lautet:
<div style="width: 50%; text-align: center;">'''''Zur Erinnerung<br />an<br />Ludwig Ringel<br />geb. 10.Nov.1808<br />gest. 15.Nov 1881<br />die dankbare Stadt<br />Barmen<br />1885'''''</div>

=== Brunnen (mit Putten) am Toelleturm ===
[[Datei:Brunnen Adolf-Vorwerk-Straße 4.jpg|links|mini|Brunnen am Toelleturm<br /><small>{{Coordinate |text=DMS |NS=51.256586|EW=7.2023272|type=landmark |region=DE-NW |name=Brunnen am Toelleturm}}</small>]]

Am 21. August 1929 wurde ein Brunnen mit einem achteckigen Wasserbecken auf dem Platz zwischen dem Toelleturm und dem [[Barmer Luftkurhaus]] eingeweiht, der ein Rondell an dieser Stelle mit der Statue ''„Flora“'' ersetzte. Über dem Wasserbecken sind drei übereinander angeordnete Wasserschalen angebracht, aus denen sich eine [[Kaskade (Wasserfall)|Wasserkaskade]] in das Becken ergießt. Zu dem Material des Brunnens bestehen unterschiedliche Angaben. Sowohl Dolomitkalkstein, der in einem Steinbruch am [[Kirberg (Wuppertal)|Kirberg]] gewonnen wurde, als auch fränkischer [[Muschelkalk]] werden genannt.

Der Brunnen wurde 1927 anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Firma [[Vorwerk & Sohn]] von [[Wilhelm Vorwerk]] gestiftet und von dem Elberfelder Bildhauer [[Paul Wynand]] geschaffen. Die Kosten von 16.000 Mark[NBSP] für den Wasseranschluss und die Gestaltung des Platzes übernahm die Stadt Barmen.

Ursprünglich waren an dem Brunnen vier etwa ein Meter hohe, mit Delphinen spielende [[Putto|Bronzeputten]] angebracht, die im Zweiten Weltkrieg abgebaut und vermutlich eingeschmolzen wurden. Durch den Tod Wynands am 2. März 1956 wurde eine Neugestaltung der Figuren verhindert. Der Brunnen wurde mehrfach restauriert und führt nach fast zwanzigjähriger bauschadensbedingter Trockenlegung seit 1992 wieder Wasser.<ref name="Kahrweg274f">Ruth Meyer-Kahrweg: ''Denkmäler, Brunnen und Plastiken in Wuppertal.'' Band 1, Wuppertal 1991, S. 274 f.</ref><ref name="Brunnen-Toelleturm">[http://www.denkmal-wuppertal.de/2013/02/brunnen-mit-putten-am-toelleturm.html Brunnen am Toelleturm] auf denkmal-wuppertal.de (abgerufen am 12. Dezember 2013)</ref>

=== Emil-Rittershaus-Denkmal ===
Das Denkmal für den Dichter [[Emil Rittershaus (Dichter)|Emil Rittershaus]] (* 3. April 1834 in Barmen; † 8. März 1897 ebenda[WORDS?]), unter anderem der Texter des [[Westfalenlied]]s, wurde am 20. Juni 1900 eingeweiht. Geschaffen wurde es von Prof. Friedrich Schaper, einem Schwiegersohn des Geehrten, nachdem eine deutschlandweite Sammlung 26.162 Mark[NBSP] erbrachte und die Restsumme von 30.133 Mark[NBSP] von der Barmer [[Freimaurerloge]] ''„Lessing“'' gespendet wurde, deren ''Ehrenmeister'' und ''[[Meister vom Stuhl]]'' Rittershaus gewesen war. Die lebensgroße Statue, die ihrem Vorbild laut Zeitgenossen „lebensecht“ darstellte, ruht auf einem Sockel aus schwedischem Granit.

Während der [[Zeit des Nationalsozialismus]] mussten die Freimaurersymbole entfernt werden. Als das Standbild von der Einschmelzung bedroht war, konnte es mit Hilfe eines Familienmitglieds auf dem städtischen Bauhof versteckt und nach dem Zweiten Weltkrieg am 50. Todestag des Dichters 1947 wieder an der ursprünglichen Stelle neben dem beschädigten Planetarium aufgestellt werden. 1960 wurde es auf seinen heutigen Standort oberhalb der ''Unteren Lichtenplatzer Straße'' versetzt. Die Inschrift auf dem Sockel lautet schlicht:

<gallery perrow="2" class="float-right" style="margin-top:0;" widths="160">
 Wuppertal - Barmer Anlagen - Friedrich Emil Rittershaus-Denkmal 02 ies.jpg|Emil-Rittershaus-Denkmal<br /><small>{{Coordinate |text=DMS |NS=51.264280 |EW=7.2042370|type=landmark |region=DE-NW |name=Emil-Rittershaus-Denkmal}}</small>
 Wuppertal - Barmer Anlagen - Friedrich Emil Rittershaus-Denkmal 03 ies.jpg|Das Bronzestandbild
</gallery>
<div style="width: 50%; text-align: center;">'''''Emil Rittershaus<br />1834–1897'''''</div>
Da der Sockel bei der Standortverlagerung gedreht wurde, steht die Inschrift heute auf der Rückseite des Denkmals. Auf der Vorderseite ist nun[FILLWORD?] die ehemals rückwärtige Inschrift zu sehen, die nun[FILLWORD?], bei der Drehung um den Namen des Dichters ergänzt, lautet:

<gallery perrow="2" class="float-right" style="margin-top:0;" widths="160">
 Wuppertal - Barmer Anlagen - Friedrich Emil Rittershaus-Denkmal 01 ies.jpg|Das Denkmal im Park
 Wuppertal - Barmer Anlagen - Friedrich Emil Rittershaus-Denkmal 06 ies.jpg|Gedenkplatte der Freimaurerloge am Sockel
</gallery>
<div style="text-align:center;">'''''Emil Rittershaus<br />Dem Dichter<br />und Menschenfreunde<br />errichtet im Jahre<br />1900'''''</div>

An dem 150. Geburtstag von Ritterhaus wurde 1984 eine Gedenkfeier am Denkmal abgehalten, die von dem [[Bergischer Geschichtsverein|Bergischen Geschichtsverein]], der [[Gesellschaftshaus Concordia|Gesellschaft Concordia]] und der [[Johannisloge]] [[Hermann zum Lande der Berge]] veranstaltet wurde. Hierbei wurde eine dritte, von Walter Bardolatzy geschaffene Gedenktafel mit den Symbolen der Freimaurer, Winkelmaß und Zirkel, enthüllt:<ref name="Kahrweg110f">Ruth Meyer-Kahrweg: ''Denkmäler, Brunnen und Plastiken in Wuppertal.'' Band 1, Wuppertal 1991, S. 110 f.</ref><ref name="Rittershaus-Denkmal">[http://www.denkmal-wuppertal.de/2011/09/emil-rittershaus-denkmal.html Ritterhaus-Denkmal] auf denkmal-wuppertal.de (abgerufen am 30. November 2013)</ref>
<div style="width: 50%; text-align: center;">'''''Ihrem Meister vom Stuhl<br />1877–1879 u. 1883–1889<br />Freimaurerlogen<br />Hermann zum Lande der Berge<br />Lessing<br />im Wuppertale<br />als Stifterinnen'''''</div>

=== Friedrich-Wilhelm-Dörpfeld-Denkmal ===
[[Datei:Dörpfeld Denkmal Wuppertal-Barmen.jpg|links|mini|Friedrich-Wilhelm-Dörpfeld-Denkmal<br /><small>{{Coordinate |text=DMS |NS=51.263200 |EW=7.2072380|type=landmark |region=DE-NW |name=Friedrich-Wilhelm-Dörpfeld-Denkmal}}</small>]]
[[Datei:Wuppertal Barmer Anlagen 2013 277.JPG|links|mini|Detailansicht Bronzeplatte]]
Das Denkmal für [[Friedrich Wilhelm Dörpfeld]] wurde am 18. Juli 1903 durch die Stadt Barmen eingeweiht, nachdem die Lehrerschaft dazu aufrief dem Leben und Wirken Dörpfelds, langjähriger Lehrer und Pädagoge im Barmer Stadtteil Wupperfeld, ein Denkmal zu setzen. Dem Aufruf kamen zahlreiche Lehrer und Bürger aus ganz Deutschland nach, so dass 21.000 Mark[NBSP] gesammelt werden konnten, von denen 15.000 Mark[NBSP] für die Errichtung des Denkmals verwendet wurden. Das Denkmal entstand in Zusammenarbeit von [[Wilhelm Neumann-Torborg]], der wie beim [[Elberfelder Armenpflegedenkmal]] eine im Zweiten Weltkrieg verloren gegangene Figurengruppe schuf, und Hans Dörpfeld, dem zweiten Sohn des Pädagogen. Die Figuren zeigten die allegorische Frauengestalt der [[Pädagogik]] und einen Knaben, der von ihr umfasst wurde. Auf ihrem Schoß lag ein Buch. Im Denkmal war ein Reliefbildnis Dörpfelds eingelassen mit der Inschrift:

<div style="width: 50%; text-align: center;">'''''F.W.Dörpfeld<br />1824–1893'''''</div>
Der Sockel besitzt eine zweite Inschrift {{Bibel|Lk|7|5}}:
<div style="width: 50%; text-align: center;">'''''Er hatte unser Volk lieb<br />und die Schule hat er uns erbauet'''''</div>

Trotz aller Bemühungen konnten die Figurengruppe aus finanziellen Gründen nicht ersetzt werden. 1986 wurde das Denkmal von dem Verschönerungsvereins saniert, die Inschrift neu vergoldet und der Sockel der Figuren mit einer Abdeckplatte versehen. Das Bronzerelief wurde im Februar 2006 zusammen mit anderen Objekten von Metalldieben entwendet und konnte auf einem [[Leverkusen]]er Schrottplatz kurz vor der Verwertung sichergestellt werden. Am 9. Mai 2006 wurde das Relief wieder in dem Denkmal eingesetzt.<ref name="Kahrweg135f">Ruth Meyer-Kahrweg: ''Denkmäler, Brunnen und Plastiken in Wuppertal.'' Band 1, Wuppertal 1991, S. 135 f.</ref><ref name="Dörpfeld-Denkmal">[http://www.denkmal-wuppertal.de/2011/07/dorpfeld-denkmal.html Dörpfeld-Denkmal] auf denkmal-wuppertal.de (abgerufen am 29. November 2013)</ref>

=== Ernst-von-Eynern-Gedenkstein ===
[[Datei:Ernst-von-Eynern-Gedenkstein Wuppertal.Barmen.jpg|mini|Ernst-von-Eynern-Gedenkstein<br /><small>{{Coordinate |text=DMS |NS=51.262396 |EW=7.2056636|type=landmark |region=DE-NW |name=Ernst-von-Eynern-Gedenkstein}}</small>]]
Gedenkstein mit Inschrift
<div style="width: 50%; text-align: center;">'''''Ernst<br />v.Eynern<br />Platz'''''</div>
für [[Ernst von Eynern]] (* 2. April 1838; † 2. November 1906), deutscher Großkaufmann, nationalliberaler Politiker und langjähriges Mitglied des Verschönerungsvereins. Der Gedenkstein war zentraler Teil eines im Juli 1907 von dem Barmer Grottenbauer Friedrich geschaffenen etwa drei Meter hohen Hügels aus Hausteinen, der später zerstört wurde. Er wurde nach dessen Unfalltod von seiner Witwe für 20.000 Mark[NBSP] zum Andenken an ihren Mann gestiftet und an einer Stelle aufgestellt, die den Namen ''Ernst-von-Eynern-Platz'' erhielt.<ref name="Kahrweg149f">Ruth Meyer-Kahrweg: ''Denkmäler, Brunnen und Plastiken in Wuppertal.'' Band 1, Wuppertal 1991, S. 149 f.</ref><ref name="Eynern-Denkmal">[http://www.denkmal-wuppertal.de/2011/09/ernst-von-eynern-gedenkstein.html Eynern-Denkmal] auf denkmal-wuppertal.de (abgerufen am 29. November 2013)</ref>

=== Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Reserve-Infanterie-Regiments 53 ===
[[Datei:Kriegerdenkmal des Reserve-Infanterie-Regiments 53 Wuppertal.jpg|hochkant=0.7|links|mini|Kriegerdenkmal<br /><small>{{Coordinate |text=DMS |NS=51.262460 |EW=7.2057466|type=landmark |region=DE-NW |name=Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Reserve-Infanterie-Regiments 53}}</small>]]

Das Denkmal mit den Maßen 180 × 90 × 20 Zentimetern wurde bereits 1930 geplant, aber[FILLWORD?] erst am 17. Juli 1938 neben dem ''Ernst-von-Eynern-Gedenkstein'' aufgestellt. Entworfen wurde es von dem Bildhauer Fritz Lücken, ausgeführt von Hugo Wesselmann. Die Inschrift lautet:
<div style="width: 50%; text-align: center;">'''''1914&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<br />&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;1918<br /><br />Den gefallenen Helden<br />des Reserve Inf. Reg. 53'''''</div>
Das Denkmal aus fränkischem Muschelkalk steht auf einem Sockel, in dem eine Kassette mit Dokumenten hinterlegt wurde.

Das Reserve-Infanterie-Regiment 53 setzte sich aus [[Solingen|Solinger]], Barmer und [[Elberfeld]]er Bürgen zusammen und wurde im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] ab dem August 1914 eingesetzt. Von den 2000 Männern fielen 1500 (darunter 800 Barmer) an der französischen Frontlinie in den [[Schlacht an der Somme|Schlachten an der Somme]] um [[Péronne]], [[Schlacht um Verdun|Verdun]], bei [[Schlacht an der Marne (1918)|Marne-Aisne]] und bei Cerny. 33 von ihnen wurde auf dem Barmer Ehrenfriedhof beigesetzt. Bei der Einweihungsfeier erinnerte Stadtrat Wehrens an die insgesamt 11.920 Männer aus dem Wuppertal, die im Krieg ihr Leben ließen.<ref name="Kahrweg326">Ruth Meyer-Kahrweg: ''Denkmäler, Brunnen und Plastiken in Wuppertal.'' Band 1, Wuppertal 1991, S. 326.</ref><ref name="Gefallenen-Denkmal2">[http://www.denkmal-wuppertal.de/2010/03/kriegerdenkmal-des-reserve-infanterie.html Gefallenen-Denkmal (Reserveregiment 53)] auf denkmal-wuppertal.de (abgerufen am 29. November 2013)</ref>

=== Obelisk zum Gedenken an die gefallenen Barmer Bürger in den Kriegen von 1864 und 1866 ===
Der aus Sandstein gefertigte [[Obelisk]] ist das älteste noch existierende Kriegerdenkmal in Wuppertal. Es wurde im Juni 1869, damals noch flankiert von einer Mauer, zum Gedenken an die zwei bei den [[Düppeler Schanzen]] und [[Flensburg]] gefallenen Barmer Bürger im [[Deutsch-Dänischer Krieg|Deutsch-Dänischen Krieg]] 1864 und die 19 Gefallenen des [[Deutscher Krieg|Deutschen Kriegs]] von 1866 errichtet. Der obere Teil des Obelisks ist mit zeittypischen Symbolen von Ehre und Trauer versehen. An drei von vier Seiten sind Marmortafeln mit den Namen, Todesdatum und -ort der Gefallenen angebracht, die vierte Seite besitzt eine Tafel mit der Inschrift:<ref name="Kahrweg38">Ruth Meyer-Kahrweg: ''Denkmäler, Brunnen und Plastiken in Wuppertal.'' Band 1, Wuppertal 1991, S. 38.</ref><ref name="Gefallenen-Denkmal1">[http://www.denkmal-wuppertal.de/2010/06/kriegerdenkmal-der-stadt-barmen-fur-die.html Kriegerdenkmal (1864/66)] auf denkmal-wuppertal.de (abgerufen am 1. Dezember 2013)</ref>
<gallery perrow="2" class="float-right" style="margin-top:0;" widths="160">
 Wuppertal Barmer Anlagen 0003.jpg|Obelisk<br /><small>{{Coordinate |text=DMS |NS=51.265533 |EW=7.2048413|type=landmark |region=DE-NW |name=Obelisk in den Barmer Anlagen}}</small>
 Wuppertal Barmer Anlagen 2013 407.JPG|Obelisk mit Einfriedung
</gallery>
<div style="width: 50%; text-align: center;">'''''Zur<br />ehrenden Erinnerung<br />an die tapferen<br />Söhne unserer Stadt,<br />welche in den<br />ruhmvollen Kriegen<br />von 1864 und 1866,<br />ihr Leben fürs<br />Vaterland gelassen.<br /><br />Die Bürger Barmens.'''''</div>
Das Denkmal wurde in den Jahren 2008 bis 2010 gereinigt, saniert und mit einer Umfriedung versehen.

=== Anlage mit Wilhelm-Vorwerk-Gedenkstein ===
[[Datei:Wilhelm-Vorwerk-Gedenktafel.jpg|links|mini|Wilhelm-Vorwerk-Gedenkstein<br /><small>{{Coordinate |text=DMS |NS=51.257812 |EW=7.2041726|type=landmark |region=DE-NW |name=Wilhelm-Vorwerk-Gedenkstein}}</small>]]
Der Gedenkstein und die Anlage zum Gedenken an den langjährigen Vorsitzenden des Verschönerungsvereins [[Wilhelm Vorwerk]], der sich insbesondere um den Wiederaufbau der Anlagen nach den Verwüstungen während des Zweiten Weltkriegs verdient gemacht hat, wurde am 8. April 1971 eingeweiht. Der Bildhauer [[Eugen Busmann]] schuf im Auftrag des Verschönerungsvereins eine Bronzetafel mit der Inschrift:<ref name="Kahrweg433">Ruth Meyer-Kahrweg: ''Denkmäler, Brunnen und Plastiken in Wuppertal.'' Band 1, Wuppertal 1991, S. 433.</ref><ref name="Vorwerk-Denkmal">[http://www.denkmal-wuppertal.de/2011/10/wilhelm-vorwerk-anlage.html Vorwerk-Denkmal] auf denkmal-wuppertal.de (abgerufen am 29. November 2013)</ref>
<div style="width: 50%; text-align: center;">'''''Wilhelm Vorwerk<br />Förderer des Barmer<br />Verschönerungsvereins'''''</div>

=== Adolf-Werth-Gedenkstein ===
[[Datei:Adolf Werth Gedenkstein.jpg|hochkant=0.7|mini|Adolf-Werth-Gedenkstein<br /><small>{{Coordinate |text=DMS |NS=51.257436 |EW=7.2051918|type=landmark |region=DE-NW |name=Adolf-Werth-Gedenkstein}}</small>]]
Der Gedenkstein zum Gedenken an [[Adolf Werth]] wurde am 15. Juli 1916 von dem [[Bergischer Geschichtsverein|Bergischen Geschichtsverein]] Abteilung Barmen unter Vorsitz des Geheimrats Albert Molineus enthüllt. Auf einen [[Findling]] aus [[Granit]] aus dem [[Odenwald]] wurde eine bronzierte Kupferplatte angebracht, die im Zweiten Weltkrieg eingeschmolzen wurde. Am 5. Februar 1955 wurde sie von dem Geschichtsvereins und dem Verschönerungsvereins durch eine Tafel mit leicht veränderter Inschrift ersetzt.<ref name="Kahrweg184">Ruth Meyer-Kahrweg: ''Denkmäler, Brunnen und Plastiken in Wuppertal.'' Band 1, Wuppertal 1991, S. 184.</ref><ref name="Werth-Denkmal">[http://www.denkmal-wuppertal.de/2011/09/gedenkstein-fur-adolph-werth.html Werth-Denkmal] auf denkmal-wuppertal.de (abgerufen am 29. November 2013)</ref> Sie lautet:
<div style="width: 50%; text-align: center;">'''''ADOLF WERTH<br />1839–1915<br />Der Begründer des Berg.<br />Geschichtsvereins von<br />Barmen. Sein Lebenswerk<br />war die Erforschung der<br />Geschichte seiner<br />Vaterstadt.'''''</div>

=== Johannes-Langermann-Denkmal ===
[[Datei:Barmer Anlagen - Langermann-Denkmal 02.jpg|mini|Johannes-Langermann-Denkmal<br /><small>{{Coordinate |text=DMS |NS=51.258724 |EW=7.2064102|type=landmark |region=DE-NW |name=Johannes-Langermann-Denkmal}}</small>]]
Das Denkmal an den Barmer Lehrer und Schulreformer Johannes Langermann (* 24. Oktober 1848 in Brook (heute zu [[Kalkhorst]]); † 28. Juli 1923 in [[Lüdenscheid]]) wurde von [[Peter Klotzbach]] im Auftrag des ''Provinzialverbands Rheinland des [[Deutscher Lehrerverband|Deutschen Lehrerverbands]]'' geschaffen und am 9. April 1926 eingeweiht. Langermann schloss 1878 das Lehrerseminar ab und arbeitete von 1880 bis 1906 als Lehrer in Barmen. Er entwickelte ein Schulkonzept, in dem der Schüler frei ohne Eingriffe von Staat und Kirche die eigene Persönlichkeit entwickeln können und der Lehrer den Auftrag erhält, Talente der Schüler zu fördern. Dieses Konzept fand zahlreiche Anhänger bis hin nach [[Japan]], von dessen [[Kultusministerium|Kultusminister]], der in Deutschland während seines Studiums mit den Ideen Langermanns in Berührung kam, er zum Dank um 1900 ein wertvolles Schwert geschenkt bekam.<ref name="Kahrweg238">Ruth Meyer-Kahrweg: ''Denkmäler, Brunnen und Plastiken in Wuppertal.'' Band 1, Wuppertal 1991, S. 238.</ref><ref name="Langermann-Denkmal">[http://www.denkmal-wuppertal.de/2011/10/johannes-langermann-denkmal.html Langermann-Denkmal] auf denkmal-wuppertal.de (abgerufen am 2. Dezember 2013)</ref> Die Inschrift auf der Vorderseite lautet:
<div style="width: 50%; text-align: center;">'''''JOHANNES<br />LANGERMANN<br />1848–1925<br />VOLKSGESUNDUNG<br />DURCH ERZIEHUNG<br />LIEBE ZUR JUGEND<br />LIEBE ZU ALLEN<br />KINDERN DES VOLKES<br />STEIN – PESTALOZZI – FICHTE'''''</div>

Das Denkmal wurde 1986 restauriert.<ref name="k.g.conrads" />

=== Wilhelm-Werlé-Denkmal ===
Das Denkmal wurde am 21. August 1881 eingeweiht. Die [[Büste]] wurde bereits zu Lebzeiten Werlés von dem Berliner Bildhauer [[Bernhard Afinger]] angefertigt und am 9. November 1878 geliefert. Die Anfertigung des Gipsmodells verzögerte sich aber[FILLWORD?] zunächst, da Werlé erkrankt war. Die Kosten von 3300 Mark[NBSP] wurden in drei Raten gezahlt und durch Spenden angesehener Barmer Familien finanziert. Die Büste steht auf einem ca.[ABBREVIATION] zwei Meter hohen Granitsockel, der auf einem dreistufigen Unterbau ruht. Das Denkmal gilt [[Wilhelm Werlé]], dem Gründer des [[Barmer Verschönerungsverein]]s.<ref name="Kahrweg59f" /><ref name="Werlé-Denkmal">[http://www.denkmal-wuppertal.de/2011/09/werle-denkmal.html Werlé-Denkmal] auf denkmal-wuppertal.de (abgerufen am 25. November 2013)</ref> Die Inschrift im Sockel lautet:
<gallery perrow="2" class="float-right" style="margin-top:0;" widths="160">
 Wuppertal Barmer Anlagen 0014.jpg|Wilhelm-Werlé-Denkmal<br /><small>{{Coordinate |text=DMS |NS=51.266434 |EW=7.2048214|type=landmark |region=DE-NW |name=Wilhelm-Werlé-Denkmal}}</small>
 Wuppertal - Barmer Anlagen - Wilhelm Werlé-Denkmal 02 ies.jpg|Büste
</gallery>
<div style="width: 50%; text-align: center;">'''''Gestiftet<br />zum Andenken<br />an den Gründer des<br />Barmer Verschönerungs=Vereins<br />HERRN<br />WILHELM WERLÉ<br /><br />geboren am 26. September 1804<br />gestorben am 28. August 1880'''''</div>

=== Otto-C.-Schmitz-Gedenkstein ===
[[Datei:Barmer Anlagen - Otto C. Schmitz Gedenkstein.jpg|mini|links|Otto-C.-Schmitz-Gedenkstein<br /><small>{{Coordinate |text=DMS |NS=51.260169 |EW=7.2020211|type=landmark |region=DE-NW |name=Otto-C.-Schmitz-Gedenkstein}}</small>]]
Gedenkstein für Otto C. Schmitz, Fabrikant und Vorsitzender des ''Automobilclubs Wuppertal AvD'' von 1955 bis 1967.

=== Ernst-Günter-Plutte-Gedenkstein ===
<gallery perrow="2" class="float-right" style="margin-top:0;" widths="160">
 Barmer Anlagen - E.G. Plutte Gedenkstein 01.jpg|Ernst-Günter-Plutte-Gedenkstein<br /><small>{{Coordinate |text=DMS |NS=51.261595 |EW=7.1983170|type=landmark |region=DE-NW |name=Ernst-Günter-Plutte-Gedenkstein}}</small>
 Barmer Anlagen - E.G. Plutte Gedenkstein 02.jpg|Gesamtansicht der Findlinge
</gallery>
Der Gedenkstein für [[Ernst-Günter Plutte]], Vorsitzender des Verschönerungsverein von 1967 bis 1992, wurde am 24. Februar 1981 anlässlich des 65. Geburtstags des seit 1967 amtierenden Vorstandsvorsitzenden des Barmer Verschönerungsvereins aufgestellt. Es besteht aus zwei Felsbrocken aus [[Grauwacke]], die beim Bau der [[Große Dhünntalsperre|Großen Dhünntalsperre]] aus dem Fels gesprengt und mit ''„E.G. Plutte“'' und dem Datum der Aufstellung versehen wurden.<ref name="Kahrweg468f">Ruth Meyer-Kahrweg: ''Denkmäler, Brunnen und Plastiken in Wuppertal.'' Band 1, Wuppertal 1991, S. 468 f.</ref><ref name="Plutte-Denkmal">[http://www.denkmal-wuppertal.de/2011/10/ernst-gunter-plutte-denkmal.html Plutte-Denkmal] auf denkmal-wuppertal.de (abgerufen am 4. Dezember 2013)</ref>

=== Gedenkstein für das Barmer Planetarium ===
{{Hauptartikel|Planetarium Barmen}}
[[Datei:Wuppertal Barmer Anlagen 0034.jpg|links|mini|Gedenkstein für das Barmer Planetarium<br /><small>{{Coordinate |text=DMS |NS=51.265481|EW=7.2038905|type=landmark |region=DE-NW |name=Gedenkstein für das Barmer Planetarium}}</small>]]
[[Datei:010805 Gedenktafel Planetarium Barmen.jpg|links|mini|Detailansicht Gedenktafel]]
Der Gedenkstein für das 1943 zerstörte [[Planetarium Barmen|Barmer Planetarium]] wurde auf Initiative von Margot Sundermann, der Tochter des ersten wissenschaftlichen Leiters des Planetariums Erich Hoffmann, am 4. Juni 1997 eingeweiht. Auf einem [[Findling]], der aus dem [[Nordpark Wuppertal|Barmer Nordpark]] stammt, wurde eine Bronzetafel mit Frau Sundermanns Text angebracht, die von Herrn Fratz gefertigt wurde. Die Finanzierung des Gedenksteins übernahm das [[Gymnasium Sedanstraße]], an dem Erich Hoffmann hauptberuflich Lehrer war.<ref name="Planetarium-Denkmal">[http://www.denkmal-wuppertal.de/2012/09/gedenkstein-fur-das-barmer-planetarium.html Planetarium-Denkmal] auf denkmal-wuppertal.de (abgerufen am 1. Dezember 2013)</ref> Die Inschrift lautet:
<div style="width: 50%; text-align: center;">'''''Hier stand das<br />Barmer Planetarium<br />Erbaut&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Zerstört<br />1926&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;1943<br />Es war das erste Grossplanetarium der Welt.<br />Unter Leitung von Dr. [NBSP]Erich Hoffmann<br />Lehrer am Realgymnasium Sedanstrasse<br />wurde es eine Stätte<br />der Belehrung und Besinnung.'''''</div>

=== Gedenkstein gegen die Vivisektion ===
[[Datei:Wuppertal - Barmer Anlagen 11 ies.jpg|mini|Gedenkstein gegen die Vivisektion<br /><small>{{Coordinate |text=DMS |NS=51.263972|EW=7.2083729|type=landmark |region=DE-NW |name=Gedenkstein gegen die Vivisektion}}</small>]]
Der Gedenkstein gegen die [[Vivisektion]] wurde von dem Barmer Tierfreund [[Johann Casper Engels]], einem Mitglied der Barmer Fabrikantenfamilie Engels, aus der auch[FILLWORD?] [[Friedrich Engels]] hervorging, vor 1930 errichtet. Der Gedenkstein mahnte im Namen des 1862 von [[Johann Carl Fuhlrott]] gegründeten [[Tierschutzverein Wuppertal|Wuppertaler Tierschutzvereins]] mit einem [[Arthur Schopenhauer|Schopenhauer]]-Zitat zum Kampf gegen Tiermisshandlungen und die Vivisektion.<ref name="Kahrweg302">Ruth Meyer-Kahrweg: ''Denkmäler, Brunnen und Plastiken in Wuppertal.'' Band 1, Wuppertal 1991, S. 302.</ref><ref name="Vivisektion-Denkmal">[http://www.denkmal-wuppertal.de/2011/09/denkmal-gegen-vivisektion.html Vivisektion-Denkmal] auf denkmal-wuppertal.de (abgerufen am 29. November 2013)</ref>

Die Inschrift lautet:
<div style="width: 50%; text-align: center;">'''''Motto<br />Tue Deinen Mund auf<br />für die Stummen und für<br />die Sache aller, die ver-<br />lassen sind<br /><br />Arthur Schopenhauer<br />1788–1860<br /><br />In seinem Kampfe gegen<br />die scheussliche Tiermiss-<br />handlung und gegen die<br />ruchlose Vivisektion<br /><br />Der Wuppertaler Tierschutz-<br />verein'''''</div>

=== Schwalm-Gedenkstein ===
[[Datei:Wuppertal Barmer Anlagen 0007.jpg|links|mini|Schwalm-Gedenkstein<br /><small>{{Coordinate |text=DMS |NS=51.266503|EW=7.2045236|type=landmark |region=DE-NW |name=Schwalm-Gedenkstein}}</small>]]
Der Schwalm-Gedenkstein wurde zur Erinnerung an die Eheleute Alice und Hans Heinrich Schwalm aufgestellt, die 1954 bzw.[ABBREVIATION] 1956 starben und dem Verschönerungsverein testamentarisch 10.000 DM für neue Anpflanzungen hinterließen. Der Verschönerungsverein nutzte dieses Legat zur Pflanzung von [[Rhododendren]] entlang de Promenadenwegs unterhalb des Verwaltungsgebäudes der BARMER Ersatzkasse (heute Wupperverband). Im Herbst 1962 errichtete der Verschönerungsverein einen ca.[ABBREVIATION] 1,20 Meter hohen Gedenkstein aus Muschelkalk zur Erinnerung an die Spende.<ref name="Kahrweg397">Ruth Meyer-Kahrweg: ''Denkmäler, Brunnen und Plastiken in Wuppertal.'' Band 1, Wuppertal 1991, S. 397.</ref><ref name="Schwalm-Denkmal">[http://www.denkmal-wuppertal.de/2011/09/gedenkstein-fur-hans-heinrich-schwalm.html Schwalm-Denkmal] auf denkmal-wuppertal.de (abgerufen am 30. November 2013)</ref> Die Inschrift lautet:
<div style="width: 50%; text-align: center;">'''''Hans Heinrich<br />Schwalm<br />Stiftung'''''</div>

=== ''Emil-Röhrig-Platz'' mit Gedenkplatte ===
<gallery perrow="3" class="float-right" style="margin-top:0;" widths="160">
 Barmer Anlagen - Emil Röhrig-Platz.jpg|Emil-Röhrig-Platz<br /><small>{{Coordinate |text=DMS |NS=51.259786|EW=7.2040063|type=landmark |region=DE-NW |name=Emil-Röhrig-Platz}}</small>
 Barmer Anlagen - Emil Röhrig Gedenkplatte.jpg|Gedenkplatte mit Inschrift:<br />''Emil Röhrig Platz 1955''
 Barmer Anlagen - Blick von dem Emil-Röhrig-Platz.jpg|Blick vom Platz ins Tal
</gallery>
Der ''Emil-Röhrig-Platz'' wurde am 30. Oktober 1955 nahe der Haltestelle ''Talblick'' der Barmer Bergbahn eingeweiht. Der Name ''Talblick'' weist auf einen Aussichtspunkt mit freiem Blick über das Barmer Tal der Wupper und auf die Innenstadt hin, der den Platz zu einem beliebten Aufenthaltsort macht. Emil Röhrig war zeit seines Lebens Mitglied des Verschönerungsvereins gewesen und 1928 zum Ehrenmitglied ernannt worden. Der Platz wurde für 25.000 Mark[NBSP] aus dem Nachlass Emil Röhrigs eingerichtet und im Beisein seines Neffen und des Barmer Oberbürgermeisters [[Heinrich Schmeißing]] eingeweiht.<ref name="Kahrweg358f">Ruth Meyer-Kahrweg: ''Denkmäler, Brunnen und Plastiken in Wuppertal.'' Band 1, Wuppertal 1991, S. 358 f.</ref><ref name="Röhrig-Denkmal">[http://www.denkmal-wuppertal.de/2011/10/emil-rohrig-gedenktafel.html Röhrig-Denkmal] auf denkmal-wuppertal.de (abgerufen am 29. November 2013)</ref>

In die Umfassungsmauer des Platzes wurde in einer Aussparung eine Metallkapsel mit einer Urkunde und Zeitdokumenten eingelassen und mit einer Gedenktafel verschlossen. Der Platz wurde im Rahmen der Regionale 2006 renoviert.

=== Klinkerteich ===
[[Datei:Wuppertal Barmer Anlagen 2013 015.JPG|links|mini|Der Klinkerteich<br /><small>{{Coordinate |text=DMS |NS=51.265918|EW=7.2062003|type=landmark |region=DE-NW |name=Klinkerteich in den Barmer Anlagen}}</small>]]
Der Klinkerteich ist ein runder Platz mit Umfassungsmauer aus bearbeiteten Natursteinen in den unteren Anlagen. Ruhenbänke umgeben ringförmig eine runde, gefasste Brunnenanlage. Aus einem Bereich der Umfassungsmauer strömt der ''Bach in den Barmer Anlagen'' heraus, der mittels eines in parallele Mauern eingefassten Zulaufs den Brunnen versorgt. Der Platz wurde der Mitte des 20. Jahrhunderts anstelle eines älteren Teiches angelegt.

Auf der Umfassungsmauer des Klinkerteichs befand sich die Bronzeskulptur ''„Knabe mit Taube“'', die 1953 im Auftrag des Verschönerungsvereins für 7000 DM von dem [[Hannover]]aner Bildhauer [[Kurt Lehmann (Bildhauer)|Kurt Lehmann]] nach einem Entwurf aus dem Jahr 1936 geschaffen wurde. Die 1,1 Meter hohe Skulptur wurde am 28. September 1954 zum 25-jährigen Stadtjubiläum Wuppertals aufgestellt.<ref name="Kahrweg352">Ruth Meyer-Kahrweg: ''Denkmäler, Brunnen und Plastiken in Wuppertal.'' Band 1, Wuppertal 1991, S. 352.</ref><ref name="Knabe-mit-Taube">[http://www.denkmal-wuppertal.de/2011/09/knabe-mit-taube.html Knabe mit Taube-Skulptur] auf denkmal-wuppertal.de (abgerufen am 29. November 2013)</ref> Die Skulptur befindet sich zurzeit[WORDS?] nicht mehr an ihrem Aufstellungsort.

=== Imler-Gedenkstein ===
[[Datei:Barmer Anlagen - Imler-Gedenkstein.jpg|mini|Imler-Gedenkstein<br /><small>{{Coordinate |text=DMS |NS=51.262448|EW=7.2086358|type=landmark |region=DE-NW |name=Imler-Gedenkstein}}</small>]]
Gedenkstein für Karl F. Imler, Vorstandsmitglied des Barmer Verschönerungsvereins um 1866 am nach ihm benannten ''Imler-Weg''.

=== Tränkbrunnen ===
[[Datei:Wuppertal Lönsstr 0004.jpg|links|mini|Der Tränkbrunnen<br /><small>{{Coordinate |text=DMS |NS=51.264477|EW=7.2093597|type=landmark |region=DE-NW |name=Tränkbrunnen an den Barmer Anlagen}}</small>]]
Der Tierfreund Johann Casper Engels ließ am Rand der Barmer Anlagen nahe dem Kohlenweg von Heckinghausen nach Lichtscheid (heute ''Lönsstraße'') neben dem ''Gedenkstein gegen die Vivisektion'' auch[FILLWORD?] den Tränkbrunnen zur Tränke von Zugpferden und Hunden errichten.<ref name="Tierschutzverein18f" /> Die Inschrift lautet schlicht:
<div style="width: 50%; text-align: center;">'''''Seid gut zu den Tieren!'''''</div>

=== Figur bei der Geschäftsstelle des Verschönerungsvereins ===
[[Datei:Wuppertal Barmer Anlagen 2013 213.JPG|hochkant=0.7|mini|Die Figur<br /><small>{{Coordinate |text=DMS |NS=51.267399|EW=7.2062698|type=landmark |region=DE-NW |name=Figur bei der Geschäftsstelle des Verschönerungsvereins in den Barmer Anlagen}}</small>]]
Der Barmer Verschönerungsverein hat seine Geschäftsstelle in einem Wohnhaus mit der Postanschrift ''Untere Lichtenplatzer Straße 84'' am Rand der unteren Anlagen. Auf dem Gelände befand sich im 19. und 20. Jahrhundert die Gärtnerei der Anlagen. Vor dem Haus steht auf einem Postament, gegründet auf einem runden Sockel, eine bronzene [[Putto|Puttenfigur]], die einen Fisch in den Armen hält.

=== Femlinde ===
{{Hauptartikel|Femlinde}}
Der Wurzelsprössling der Dortmunder Femlinde wurde 1893 aus Dank dem Dichter [[Emil Rittershaus (Dichter)|Emil Rittershaus]], Dichter des Westfalenlieds, von der Stadt Dortmund geschenkt und im Oktober 1894 in den Barmer Anlagen gepflanzt. Anfang 1908 wurde ein Wettbewerb für eine Einfriedung des Baums ausgelobt. Der erste Preis ging an den Bildhauer [[Wilhelm Giesecke]] mit seinem Entwurf ''„Stein und Eisen“'', dessen Entwurf auch[FILLWORD?] ausgeführt wurde. Von der Einfriedung sind die obeliskartig behauenen Begrenzungssteine sowie das verbindende geschwungene Eisenband erhalten. Die nach damaliger Sitte grottenartig vorgelagerten Bruchsteine sind zum größten Teil noch erhalten. Sie liegen lediglich tiefer im Erdreich. Die metallene Gedenktafel wurde im Zweiten Weltkrieg eingeschmolzen.<ref name="Kahrweg87f">Ruth Meyer-Kahrweg: ''Denkmäler, Brunnen und Plastiken in Wuppertal.'' Band 1, Wuppertal 1991, S. 87 f.</ref><ref name="Femelinde">[http://www.denkmal-wuppertal.de/2012/01/die-femlinde-in-den-barmer-anlagen.html Femelinde] auf denkmal-wuppertal.de (abgerufen am 2. Dezember 2013)</ref> Ihre Inschrift lautete:
<gallery perrow="2" class="float-right" style="margin-top:0;" widths="160">
 Wuppertal Barmer Anlagen 2013 155.JPG|Die Femlinde<br /><small>{{Coordinate |text=DMS |NS=51.266820|EW=7.2030055|type=landmark |region=DE-NW |name=Femlinde in den Barmer Anlagen}}</small>
 Wuppertal - Barmer Anlagen - Femelinde 02 ies.jpg|Rest der Umfassung
</gallery>
<div style="width: 50%; text-align: center;">'''''Femlinde<br />Wurzelspross<br />d. Dortmunder Femlinde<br />Emil Ritterhaus<br />geschenkt z. Dank für sein<br />Westfalenlied<br />hier gepflanzt im Oktober<br />1894'''''</div>

=== Schillerlinde ===
[[Datei:Wuppertal Barmer Anlagen 2013 368.JPG|hochkant=0.7|links|mini|Die Schillerlinde<br /><small>{{Coordinate |text=DMS |NS=51.264843|EW=7.2052452|type=landmark |region=DE-NW |name=Schillerlinde in den Barmer Anlagen}}</small>]]
Die Schillerlinde wurde 1905 zum hundertsten Todestag des Dichters [[Friedrich Schiller]] von Schülern von vier höheren Knabenschulen Barmens gepflanzt, nachdem am Vorabend am Pflanzplatz, der fortan ''Schillerplatz'' genannt wurde, Fackeln angezündet und Feuerwerk abgebrannt wurde. Nach einer Festrede von Gymnasialdirektor Evers führten die vier Schuldirektoren, je zwei Lehrer und sieben Schüler und der damalige Vorsitzende des Verschönerungsvereins Robert Barthels unter Aufsagung von Weihesprüchen je einen Spatenaushub durch und pflanzten in das ausgehobene Loch die Linde. Anschließend sang man gemeinsam drei Verse aus dem Reiterlied ''„Wohlauf Kameraden aufs Pferd…“'' aus Schillers Drama [[Wallensteins Lager]]. Die Feier wurde am Abend in der nahen Barmer Stadthalle unter großem Andrang fortgesetzt.<ref name="Kahrweg140f">Ruth Meyer-Kahrweg: ''Denkmäler, Brunnen und Plastiken in Wuppertal.'' Band 1, Wuppertal 1991, S. 140 f.</ref><ref name="Schillerlinde">[http://www.denkmal-wuppertal.de/2012/05/die-schillerlinde.html Schillerlinde] auf denkmal-wuppertal.de (abgerufen am 30. November 2013)</ref>

Um die Schillerlinde herum wurde eine Sitzbank angebracht. Eine Plakette trägt die Inschrift:
<div style="width: 50%; text-align: center;">'''''Schillerlinde<br />gepflanzt von den<br />vier höheren Schulen Barmens<br />am 9. Mai 1905'''''</div>

=== Alpengarten ===
[[Datei:GER Wuppertal BarmerAnlagen 002 2016 - Alpengarten.jpg|mini|Der rekultivierte Alpengarten<br /><small>{{Coordinate |text=DMS |NS=51.261343|EW=7.2027027|type=landmark |region=DE-NW |name=Alpengarten in den Barmer Anlagen}}</small>]]

Das [[Alpinum]] in den oberen Anlagen wurde 1914 von 33 Mitgliedern des Verschönerungsvereins gestiftet und an dem ''Overbeck-Weg'' in einem ehemaligen Steinbruch des Gutshofs Fischertal eingeweiht. Es wurde von dem Gartenarchitekten Arthur Stüting aus Barmen geschaffen und stellte Blumen, Sträucher und blühende Dauergewächse mit deutschen und lateinischen Namen auf Porzellanschildern vor. Der brüchige Fels bewirkte aber[FILLWORD?] immer wieder Steinschläge und Erdrutsche, die den Steingarten immer wieder zerstörten und letztlich dazu führten, dass die Anlage aus Kostengründen (1950 wurden 50.000 DM veranschlagt) nach dem Zweiten Weltkrieg nicht wieder hergestellt wurde. Zum 100-jährigen Bestehen wurde der Alpengarten 2014 in bescheidener Form rekultiviert.<ref name="Rekultivierung_Alpengarten">[http://www.barmer-anlagen.de/Rekultivierung.24.0.html Alpengarten]{{Toter Link|date=2018-03 |archivebot=2018-03-25 11:31:20 InternetArchiveBot |url=http://www.barmer-anlagen.de/Rekultivierung.24.0.html }} auf barmer-anlagen.de (Abgerufen am 4. Dezember 2013)</ref>

=== Paulinenruhe ===
[[Datei:Barmer Anlagen - PaulinenRuhe 02.jpg|mini|links|Gedenkstein Paulinenruhe<br /><small>{{Coordinate |text=DMS |NS=51.259115|EW=7.207644 |type=landmark |region=DE-NW |name=Paulinenruhe in den Barmer Anlagen}}</small>]]
Die Paulinenruhe ist eine runde, über ein paar[WORDS?] Stufen erklimmbare Aussichtsplattform mit Linde und Ruhebänken, die 1914 gestiftet wurde. Sie ist Pauline Luhn (geborene Wink, * 1841; † 1911), Ehefrau des August Luhn (* 1838; † 1915) gewidmet, die mit ihrem Ehemann die Seifenfabrik [[Luhns]] gründete.

=== ''Paul-Peter-Muckenhaupt-Platz'' und die Bleicherteiche ===
[[Datei:Barmer Anlagen - P.P.Muckenhauptplatz-Bleicherteiche 01.jpg|mini|Paul-Peter-Muckenhaupt-Platz<br /><small>{{Coordinate |text=DMS |NS=51.262056|EW=7.207639 |type=landmark |region=DE-NW |name=Paul-Peter-Muckenhaupt-Platz in den Barmer Anlagen}}</small>]]
Der Barmer Verschönerungsverein ging viele Jahrzehnte davon aus, dass die beiden nebeneinanderliegenden Teiche zusammen mit einem abgegangenen dritten Teich 1782 von dem [[Bleichen|Bleicher]] Johann Peter Nagel in dem Hohlweg der Kohlenstraße angelegt wurden. Der vereinseigenen Überlieferung nach waren die beiden Teiche die Keimzelle der Barmer Anlagen, von denen aus die Gestaltung des Parks begann. Von ihnen wurde ein 60 Meter langer, mannshoher Wasserstollen zur Bewässerung der unteren Anlagen und des Ringeltals und Versorgung der dortigen Teiche getrieben.<ref name="Info-Bleicherteiche">Infotafel am Paul-Peter-Muckenhaupt-Platz</ref>

Die ebene Fläche um die Teiche herum wurde im Rahmen der Regionale 2006 saniert und 2011 zu Ehren des Organisators der Sanierung, langjährigen Förderers und stellvertretenden Vorsitzenden des Verschönerungsvereins Paul Peter Muckenhaupt (* 1950; † 2006) in ''Paul-Peter-Muckenhaupt-Platz'' benannt.<ref name="Info-Bleicherteiche" />

2012/13 wurde unter anderem aufgrund historischen Kartenmaterials festgestellt, dass sich die richtigen Bleicherteiche des Johann Peter Nagels ein paar[WORDS?] hundert[WORDS?] Meter weiter nordöstlich befinden und noch heute erhalten sind. Sie wurden mittlerweile unter der Bodendenkmalnummer B040 unter Schutz gestellt. Die bis dahin als Bleicherteiche vermuteten Teiche am ''Paul-Peter-Muckenhaupt-Platz'' sind aller Wahrscheinlichkeit nach erst zu Beginn der Parkgestaltung angelegt worden.<ref name="Rundschau-Bleicherteiche" />

=== Rotunde ===
[[Datei:Barmer Anlagen - Rotunde 01.jpg|mini|links|Rotunde<br /><small>{{Coordinate |text=DMS |NS=51.264311|EW=7.2034216|type=landmark |region=DE-NW |name=Rotunde in den Barmer Anlagen}}</small>]]
Die [[Rotunde]] ist ein Aussichtspunkt im unteren Teil der oberen Anlagen. Von dem Halbrund, das auf einem zugeschütteten Einschnitt der Bergbahntrasse neben dem ''Dreikaiserplatz'' errichtet wurde, hat man[WORDS?] entlang der Trassenachse einen unverstellten Blick auf die Barmer Innenstadt. Die Rotunde wurde im Rahmen der Regionale 2006 mit der terrassenförmigen Aufschüttung und dem Einbau von 50&nbsp;cm hohen Sitzstufen aus Beton deutlicher herausgearbeitet.<ref name="wuppertal-regionale2006" />

An der Stelle der Rotunde überquerte bis zu ihrem Abbruch eine drei Meter breite Brücke den Einschnitt. Hier war auch[FILLWORD?] der Standort der sogenannten ''Colonie'', ein Ensemble von alten Bauernhäusern des Landwirts ''König'', das als Besucherattraktion hergerichtet war.

=== Clemens-Artmeier-Spielplatz ===
[[Datei:Barmer Anlagen - Kinderspielplatz 02.jpg|mini|Clemens-Artmeier-Spielplatz<br /><small>{{Coordinate |text=DMS |NS=51.264495|EW=7.2039687|type=landmark |region=DE-NW |name=Clemens-Artmeier-Spielplatz in den Barmer Anlagen}}</small>]]
Der [[Kinderspielplatz]] wurde 1915 auf dem ''Dreikaiserplatz'' eingerichtet. Er wird nach einem früheren Stifter ''Clemens-Artmeier-Spielplatz'' genannt. Im Zuge der Regionale 2006 wurde auch[FILLWORD?] der Spielplatz mit neuen Spielgeräten versehen.

=== Arena ===
Neben dem Kinderspielplatz liegt eine kreisförmige Arena mit einem Durchmesser von ungefähr 25 Metern. Der Mehrzweckplatz wurde im Rahmen der Regionale 2006 neu angelegt und besitzt auf der Südseite einen sanft abfallenden Hang mit Sitzquadern und Rasenstufen. Der Boden der Arena besteht aus einem mit [[Lava]]schotter unterbauten Rasenplatz mit einem umlaufenden Pflasterzeiler.<ref name="wuppertal-regionale2006" /><small>[TAG2]{{Coordinate |text=DMS |NS=51.264123|EW=7.2041672|type=landmark |region=DE-NW |name=Arena in den Barmer Anlagen}}</small>

=== Verbindungsbrücke ===
[[Datei:Wuppertal Barmer Anlagen 2013 006.JPG|mini|links|Die Verbindungsbrücke<br /><small>{{Coordinate |text=DMS |NS=51.265865|EW=7.2055888|type=landmark |region=DE-NW |name=Verbindungsbrücke in den Barmer Anlagen}}</small>]]
Die geschwungene Fußgängerbrücke über die ''Untere Lichtenplatzer Straße'' wurde Anfang der 1960er Jahre in Stahlbetonbauweise errichtet und verbindet die unteren mit den oberen Anlagen. Sie ersetzte die Budde-Treppe als Zugang in die oberen Anlagen, die eine ebenerdige Überquerung der Straße notwendig machte.

=== Toilettenhäuschen Eisenlohrstraße ===
{{Hauptartikel|Toilettenhäuschen Eisenlohrstraße}}
[[Datei:Toilettenhäuschen Eisenlohrstraße.jpg|mini|Das Toilettenhäuschen vor der Umgestaltung des Bereichs<br /><small>{{Coordinate |text=DMS |NS=51.257127|EW=7.2025847|type=landmark |region=DE-NW |name=Toilettenhäuschen Eisenlohrstraße in den Barmer Anlagen}}</small>]]
Das denkmalgeschützte Toilettenhäuschen an der Eisenlohrstraße wurde zwischen 1910 und 1913 im [[Fachwerkhaus|Fachwerkstil]] für die öffentliche Bedürfnisse der Anlagenbesucher errichtet.

2014 wurde das Gebäude umfangreich saniert, mit einer Behindertentoilette versehen und im Nahbereich um einen Spielplatz ergänzt. Ein Kiosk soll folgen.<ref>Artikel in der [[Wuppertaler Rundschau]] vom 24. Juli 2013</ref> Die neu gestaltete Freifläche mit Spielplatz wurde nach der Stifterin der Finanzmittel ''[[Lore Jackstädt]] Platz'' benannt.

=== Schutzhütten und Wetterpilze ===
[[Datei:Barmer Anlagen - Wetterpilz.jpg|mini|links|Wetterpilz im Barmer Wald]]
In den Barmer Anlagen und den dazugehörenden Teilen des Barmer Walds bieten acht [[Schutzhütte]]n, Unterstände und [[Wetterpilz]]e Schutz vor Schlechtwetter.

=== Informationstafeln ===
[[Datei:Wuppertal Barmer Anlagen 2013 096.JPG|mini|Informationstafel im typischen Parkdesign]]
Zahlreiche Tafeln in einheitlicher Gestaltung informieren unter dem Titel ''„Zauberhafte Barmer Anlagen“'' die Besucher über die Besonderheiten und die Historie des Parks.

== Bodendenkmäler und Hohlwege ==
=== Barmer Landwehr ===
{{Hauptartikel|Bergische Landwehr}}
[[Datei:Wuppertal - Barmer Landwehr 02.jpg|links|mini|Barmer Landwehr<br /><small>{{Coordinate |text=DMS |NS=51.257442|EW=7.2052562|type=landmark |region=DE-NW |name=Barmer Landwehr in den Barmer Anlagen}}</small>]]
Vom Fischertal hinauf zum ''Höhenweg'' und wieder hinab zum Murmelbach verlief die Barmer Linie der [[Bergische Landwehr|Bergischen Landwehr]], eine vermutlich hoch- bis spätmittelalterliche Grenzmarkierung zwischen [[Oberbarmen|Ober]]- und [[Unterbarmen]] (aufgrund der mittelalterlichen Kirchspiel- und Dekanatsgrenze) von [[Hatzfeld (Wuppertal)|Hatzfeld]] nach [[Beyenburg]].<ref name="Engels 1935">[[Wilhelm Engels]]: ''Die Barmer Landwehr''. In: ''[[Zeitschrift des Bergischen Geschichtsvereins]]''. Band 63, 1935, S. 78–90.</ref> Obwohl sie ihre Schutzfunktion in der frühen Neuzeit verlor und bereits im 16. Jahrhundert größtenteils geschleift war, sind die urkundlichen Nachweise der Landwehr auf Grund von sie betreffenden Grundstücksangelegenheiten bis ins 19. Jahrhundert nachweisbar. Darüber hinaus hat sich ein teilweise stark verschleifter und an vielen Stellen gestörter Rest des Wallgrabens im Barmer Wald im Bereich zwischen der ''Lönsstraße'' und dem Adolf-Werth-Gedenkstein erhalten. Dieser ist als Bodendenkmal unter der Bodendenkmalnummer B002 ''„Mittelalterliche Landwehr in den Barmer Anlagen Lönsstraße / Barmer Anlagen“'' unter Schutz gestellt.<ref>[http://www.wuppertal.de/denkmalliste-online/Details.aspx?id=14286 Der Barmer Landwehrrest] in der Wuppertaler Denkmaldatenbank</ref>

=== Hohlweg der alten Kohlenstraße ===
[[Datei:Barmer Anlagen - Hohlweg der Kohlenstraße.jpg|mini|Der Hohlweg<br /><small>{{Coordinate |text=DMS |NS=51.259087|EW=7.2043764|type=landmark |region=DE-NW |name=Hohlweg der alten Kohlenstraße in den Barmer Anlagen}}</small>]]
Die heutige ''Lönsstraße'' verläuft auf der Trasse eines neuzeitlichen Kohlenwegs aus dem Raum [[Sprockhövel]]/[[Hattingen]]/[[Witten]], der auf der [[Heckinghauser Zollbrücke]] die Wupper querte und über Heckinghausen und Lichtscheid nach [[Ronsdorf]] und [[Remscheid]] bzw.[ABBREVIATION] nach [[Cronenberg (Wuppertal)|Cronenberg]] und [[Solingen]] verlief. In dem Barmer Anlage ist südlich parallel der ''Lönsstraße'' ein tiefer Hohlweg dieser Altstraße erhalten.

== Abgegangene und zerstörte Denkmale und Einrichtungen ==
In den Barmer Anlagen befanden sich weitere Denkmale, die im Laufe der Zeit, meist durch Kriegseinwirkungen oder Materialnutzung in der Zeit des Nationalsozialismus, oder durch Vandalismus irreparabel beschädigt oder ganz zerstört wurden.

=== Kriegerdenkmal für die Gefallenen von 1870/71 der Stadt Barmen ===
[[Datei:Barmer Stadthalle mit Kriegermal.jpg|links|mini|Historische Ansicht des Kriegerdenkmals und der Barmer Stadthalle<br /><small>{{Coordinate |text=DMS |NS=51.265442|EW=7.2029602|type=landmark |region=DE-NW |name=Kriegerdenkmal für die Gefallenen von 1870/71 in den Barmer Anlagen}}</small>]]
Am 5. September 1871 beschloss die Stadtverordnetenversammlung Barmens zu Ehren der gefallenen Bürger der Stadt im [[Deutsch-Französischer Krieg|Deutsch-Französischen Krieg von 1870 bis 1871]] ein Kriegerdenkmal zu errichtet. Es sollte noch bis zum Oktober 1874 dauern, bis das Kriegerdenkmal feierlich eingeweiht wurde. Die Baukosten betrugen für die damalige Zeit stattliche 45.000 Mark[NBSP], für den ein 24 Meter hoher achteckiger Turmbau mit einer Aussichtsplattform auf der Spitze, sowie eine angegliederte ebenfalls achteckige Ehrenhalle errichtet werden konnte, auf der sich auf 5,5 Meter Höhe eine zweite Aussichtsplattform befand. Im Turm befand sich ein Steinband mit den eingemeißelten Schlachtorten des Kriegs. Die Fahnenstange auf der Turmspitze besaß eine Länge von 12,3 Meter Höhe und wurde von einem zwei Meter hohen Kupferadler gekrönt.

In der Ehrenhalle waren an drei Wänden Steintafeln mit den 77 Namen der Gefallenen und ihrer Regimenter angebracht. Weitere vier Wände waren von raumhohen [[Bleiglas]]fenstern durchbrochen. Das Portal mit schmiedeeisernem Gittern befand sich in der achten Wand. Über dem Portal war unterhalb einer Adlerfigur eine Inschrift eingemeißelt:
<div style="width: 50%; text-align: center;">'''''Den für Deutschlands Einheit 1870 und 1871 gefallenen tapferen Barmer Kriegern die dankbare Vaterstadt!'''''</div>

Um die Ehrenhalle befand sich ein breiter Umgang mit Brüstung, von dem eine Freitreppe zum Portal führte. In gleicher Achse führt eine zweite Freitreppe hoch zum Umgang. Links und rechts vom Portal waren zwei eroberte französische Kanonen aufgestellt, eine Schenkung [[Wilhelm I. (Deutsches Reich)|Kaiser Wilhelms I.]] Sie wurden 1917 eingeschmolzen. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude schwer beschädigt und 1951 gesprengt.<ref name="Kahrweg48ff" /><ref name="Kriegerdenkmal-1874-Denkmal">[http://www.denkmal-wuppertal.de/2010/07/kriegerdenkmal-fur-die-gefallenen-von.html Kriegerdenkmal für die Gefallenen von 1870/71] auf denkmal-wuppertal.de (abgerufen am 9. Dezember 2013)</ref>

=== Garnkasten ===
An der Kohlenstraße (heute ''Lönsstraße'') befand sich ein [[Garnkasten]], der zuvor seit dem 16. Jahrhundert an der [[Rosenau (Wuppertal)|Rosenau]] stand und in den 1870er Jahren hierhin [[Translozierung (Baudenkmalpflege)|transloziert]] wurde. Der Garnkasten besaß eine Grundfläche von 5,13 × 3,49 Meter und eine Giebelhöhe von 6,30 Meter, das Untergeschoss hatte eine Höhe von 2,56 und das Obergeschoss eine Höhe von 3,25 Meter. Der Garnkasten wurde 1908 renoviert, verrottete aber[FILLWORD?] in der Kriegs- und Nachkriegszeit und wurde zudem noch vandaliert. Das historische Gebäude wurde schließlich abgerissen.<ref name="Heckinghausen">{{Literatur |Autor=Gerhard Dabringhausen |Titel=Heckinghausen: 1300 Jahre an der Grenze zwischen Rheinland und Westfalen |Verlag=Edition Köndgen |Ort=Wuppertal |Datum=2012 |ISBN=978-3-939843-22-1 |Seiten=75 f}}</ref><small>[TAG2]{{Coordinate |text=DMS |NS=51.263146|EW=7.2088182|type=landmark |region=DE-NW |name=Standort Garnkasten in den Barmer Anlagen}}</small>

=== Otto-Schüller-Denkmal ===
Am 28. April 1902 wurde in Anwesenheit der Barmer Oberbürgermeisters [[August Lentze]] das Denkmal für den langjährigen Vorsitzenden des Verschönerungsvereins Otto Schüller eingeweiht, dessen Kosten durch ein Legat seines Weggefährten, Freunds und Mitarbeiters Hugo Hösch, der nur wenige Monate vorher verstarb, gesichert war.
: {{Siehe auch|Barmer Anlagen#Wegenetz und Plätze|titel1=Biografische Daten von Otto Schüller im Abschnitt „Wege und Plätze“}}

Es wurde für 4000 [[Mark (1871)|Goldmark]] eine Büste aus weißem Marmor vom Bildhauer [[Wilhelm Giesecke]] geschaffen, die auf einem [[Postament]] aus weißen [[Syenit]] des Bildhauers [[Adolf Bröckler]] ruhte. Die Inschrift auf dem Postament lautete:
<div style="width: 50%; text-align: center;">'''''Otto Schüller<br />Ehrenbürger<br />der<br />Stadt Barmen<br />Vorsitzender<br />des<br />Verschönerungs-<br />vereins<br />1880–1899'''''</div>

Das Denkmal überstand den Zweiten Weltkrieg, wurde aber[FILLWORD?] 1946 von [[Vandalismus|Vandalen]] zerstört. 1953 fand man[WORDS?] bei Reinigungsarbeiten im Schlamm des benachbarten Teichs den seitdem verschwundenen Kopf der Büste und brachte ihn wieder auf dem Denkmal an. Im April 1957 schlugen Vandalen Teile des Hinterkopfs ab, woraufhin die Büste durch eine Nachbildung von Otto Pieper ersetzt wurde. Im Sommer 1983 wurde das Denkmal so zerstört, dass eine erneute Instandsetzung nicht mehr in Frage kam.<ref name="Kahrweg132">Ruth Meyer-Kahrweg: ''Denkmäler, Brunnen und Plastiken in Wuppertal.'' Band 1, Wuppertal 1991, S. 132.</ref><ref name="Schüller-Denkmal">[http://www.denkmal-wuppertal.de/2012/04/otto-schuller-denkmal.html Schüller-Denkmal] auf denkmal-wuppertal.de (abgerufen am 9. Dezember 2013)</ref>

=== Gedenkstein für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Sänger ===
Der Gedenkstein für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Sänger, ein Granitfindling aus dem [[Odenwald]], wurde am 29. Juni 1930 durch die Barmer Bezirksgruppe des [[Rheinischer Sängerbund|Rheinischen Sängerbundes]] anlässlich des 27. Rheinischen Sängerbundfestes und des ersten Deutschen Liedertages neben dem Planetarium eingeweiht.

Der Stein wurde von dem Stadtbaudirektor [[Eugen Rückle]] bearbeitet, an der Vorderseite war eine Bronzeplakette mit dem Abbild einer [[Harfe]] und folgender Inschrift befestigt:
<div style="width: 50%; text-align: center;">'''''Zum Gedenken an die im Weltkrieg<br />gefallenen Sänger<br />Die Barmer Bezirksgruppe des<br />Rheinischen Sängerbundes'''''</div>

Zur Einweihung sang unter der Leitung Max Beschles ein Barmer Gesamtchor, der aus ca.[ABBREVIATION] 800 Sängern bestand, [[Franz Schubert]]s ''„[[Sanctus|Heilig, heilig, heilig]]“'' aus der [[Deutsche Messe (Schubert)|Deutschen Messe]]. Abschließend sprach Wilhelm Mirbach, Vorsitzender des Rheinischen Sängerbundes, eine Weiherede und die Barmer Bezirksgruppe unter ihrem Vorsitzenden Emil Ey legte einen Kranz nieder. Bei den Luftangriffen auf Barmen in der Nacht vom 29. auf den 30. Mai 1943 wurde das Denkmal wie das benachbarte Planetarium zerstört.<ref name="Kahrweg238f">Ruth Meyer-Kahrweg: ''Denkmäler, Brunnen und Plastiken in Wuppertal.'' Band 1, Wuppertal 1991, S. 238 f.</ref><ref name="Sänger-Denkmal">[http://www.denkmal-wuppertal.de/2013/03/gedenkstein-fur-die-im-ersten-weltkrieg.html Sänger-Denkmal] auf denkmal-wuppertal.de (abgerufen am 9. Dezember 2013)</ref>

=== Theodor-Körner-Denkmal ===
Das Denkmal wurde am 24. August 1913 zu Ehren des Dichters und Dramatikers [[Theodor Körner (Schriftsteller)|Theodor Körner]] zwei Tage vor dessen hundertsten Todestag von der ''„Dramatischen Vereinigung Theodor Körner“'' errichtet, die seit ihrer Gründung 1891 dafür sammelte. Geschaffen wurde das Denkmal von dem Barmer Bildhauer [[Carl Moritz Schreiner]]. Es bestand aus der Figur eines entblößten [[Barde]]n mit [[Leier (Zupfinstrument)|Leier]] und Schwert, die auf einem hohen und schmalen Obelisk aus Eifel[[tuffstein]] mit vorgelagerter Freitreppe thronte. In dem Obelisken, auf dem ein Bronzemedaillon angebracht war, waren Verse des Dichters eingemeißelt:
<div style="width: 50%; text-align: center;">'''''Du Schwert an meiner Linken<br />Was soll dein heimlich Blinken?'''''</div>

Die Symbole ''Leier und Schwert'' leiten sich aus dem gleichnamigen Titel aus Körners Sammlung der vaterländischen Kriegs- und Freiheitslieder ab, die unter dem Namen ''„Was soll dein heimlich Blinken?“'' nach dem Tod Körners herausgegeben worden waren. Das Denkmal war aufgrund seiner Darstellung von Nacktheit nicht unumstritten, weswegen ab 1939 im Stadtrat die Entfernung diskutiert wurde. Zuvor wurde bereits 1923 das Bronzemedaillon gestohlen. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Denkmal zerstört und die Überreste im April 1959 entfernt.<ref name="Kahrweg170f">Ruth Meyer-Kahrweg: ''Denkmäler, Brunnen und Plastiken in Wuppertal.'' Band 1, Wuppertal 1991, S. 170f.</ref><ref name="Körner-Denkmal">[http://www.denkmal-wuppertal.de/2012/07/theodor-korner-denkmal.html Körner-Denkmal] auf denkmal-wuppertal.de (abgerufen am 9. Dezember 2013)</ref>

=== Flora ===
Die ''„Flora“'' war eine Statue, die Ende des 19. Jahrhunderts auf einem bepflanzten Rondell mit grottenähnlichem Unterbau am Toelleturm aufgestellt wurde. Über die auf zeitgenössischen Fotografien abgebildete Statue ist außer dem Namen nur bekannt, dass sie um den 28. Juli 1913 von der Stadtverwaltung übernommen wurde. Über den Verbleib ist ebenfalls nichts bekannt, an ihrem Standort wurde 1929 der von [[Paul Wynand]] gestaltete Brunnen errichtet.<ref name="Kahrweg103">Ruth Meyer-Kahrweg: ''Denkmäler, Brunnen und Plastiken in Wuppertal.'' Band 1, Wuppertal 1991, S. 103.</ref><ref name="Flora">[http://www.denkmal-wuppertal.de/2012/02/flora.html Flora] auf denkmal-wuppertal.de (abgerufen am 9. Dezember 2013)</ref>

=== Befreiungseiche ===
Die Befreiungseiche wurde am 1. Juli 1930 zur Feier des vorzeitigen Rückzugs der Alliierten aus dem [[Alliierte Rheinlandbesetzung|besetzten Rheinland]], die es aufgrund der Regelungen des [[Waffenstillstand von Compiègne (1918)|Waffenstillstands von Compiègne]] und dem [[Friedensvertrag von Versailles]] besetzt hielten, am selben Tag gepflanzt. Eine weiße Tafel am Fuß trug die Inschrift:
<div style="width: 50%; text-align: center;">'''''Gepflanzt wurde ich an jenem Tag,<br />Wo der Rhein ward frei und zu Ende die Schmach.<br />Nun will ich hier wachsen, blüh’n und gedeih’n,<br />Für die Mitwelt und Nachwelt ein Mahnzeichen sein.'''''</div>

Der Baum wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört.<ref name="Kahrweg248">Ruth Meyer-Kahrweg: ''Denkmäler, Brunnen und Plastiken in Wuppertal.'' Band 1, Wuppertal 1991, S. 248.</ref><ref name="Befreiungseiche">[http://www.denkmal-wuppertal.de/2013/03/befreiungseiche.html Befreiungseiche] auf denkmal-wuppertal.de (abgerufen am 9. Dezember 2013)</ref>

=== Budde-Treppe ===
Über die Budde-Treppe erfolgte der Zugang von der ''Unteren Lichtenplatzer Straße'' in die oberen Anlagen. Sie wurde durch die heutige Verbindungsbrücke über die Straße ersetzt.<ref name="k.g.conrads" />

=== Forsthaus an der Lönsstraße ===
An der ''Lönsstraße'' gegenüber der Einmündung der ''Schubertstraße'' befand sich das [[Forsthaus]] des Barmer Wald. Es wurde im 20. Jahrhundert als Restauration genutzt und besaß einen eigens gestalteten Garten innerhalb der Anlagen. Das Forsthaus überstand den Zweiten Weltkrieg nicht. <small>[TAG2]{{Coordinate |text=DMS |NS=51.262599|EW=7.2078848|type=landmark |region=DE-NW |name=Standort Forsthaus in den Barmer Anlagen}}</small>
----

=== Schlittenbahn ===
Parallel zur ''Schüller-Allee'' verlief zwischen dem ''Emil-Röhrig-Platz'' und der ''Oberen Lichtenplatzer Straße'' eine [[Rodeln|Rodel]]- und Schlittenbahn. Die Trasse ist derzeit[WORDS?] in Teilen zugewachsen.

== Literatur ==
* {{Literatur |Hrsg=Brigitte Alexander, [[Antonia Dinnebier]] für den Förderverein Historische Parkanlagen Wuppertal e.V. |Titel=Barmer Anlagen: Barmer Verschönerungsverein seit 1864 |Reihe=Wuppertals grüne Anlagen |BandReihe=6 |Verlag=Edition Köndgen |Ort=Wuppertal |Datum=2014 |ISBN=978-3-939843-45-0}}
* {{Literatur |Autor=Klaus-Günther Conrads |Titel=Die Barmer Anlagen – Eine Bürgerinitiative wird 125 Jahre alt |Sammelwerk=Romerike Berge |Band=39 |Nummer=2 |Datum=1989 |ISSN=0485-4306 |Seiten=10 ff.}}
* {{Literatur |Autor=Sonja Priester |Titel=Chronik 125 Jahre Barmer Verschönerungsverein |Datum=1989}}
* [[Ruth Meyer-Kahrweg]]: ''Denkmäler, Brunnen und Plastiken in Wuppertal.'' Band 1 (Hauptband) (= ''Beiträge zur Denkmal- und Stadtbildpflege des Wuppertals.'' Bd. 10). Born, Wuppertal 1991, ISBN 978-3-87093-057-8.

== Weblinks ==
{{Commonscat}}
* [http://www.barmer-anlagen.de/ Barmer Verschönerungsverein]
* [http://wuppertal.de/tourismus-freizeit/gruenes_wuppertal/gruene_anlagen/102370100000147487.php Informationsprofil auf der Webseite der Stadt Wuppertal]
* [http://www.wuppertals-gruene-anlagen.de/barmer-anlagen/ Informationsprofil auf der Webseite des ''Fördervereins Historische Parkanlagen'']

== Einzelnachweise ==
<references />

{{Lesenswert|13. April 2014|129480626}}

{{Coordinate |NS=51/15/48/N |EW=7/12/21/E |type=landmark |region=DE-NW}}

[[Kategorie:Parkanlage in Wuppertal]]
[[Kategorie:Erbaut in den 1860er Jahren]]

Erläuterungen

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Link zu einer Begriffserklärungsseite. Wikilinks sollten direkt zu der gewünschten Seite zeigen. Dies ist manchmal nicht immer möglich, da manche Oberbegriffe in Wikipedia noch keinen Artikel haben, beispielsweise Disteln. Siehe auch WP:VL#Gut zielen.
ABBREVIATION
Abkürzungen vermeiden: Statt "z. B." kann man so auch "beispielsweise" schreiben, statt "i. d. R." auch "meistens" oder einfach nur "meist". Das Wort "beziehungsweise", abgekürzt "bzw.", das aus der Kanzleisprache stammt, lässt sich meist besser durch "oder" ersetzen. Falls tatsächlich ein Bezug auf zwei verschiedene Substantive vorliegt, kann man es manchmal vorteilhafter durch "und im anderen Fall" oder schlicht durch "und" ausdrücken, siehe Wikipedia:Wie schreibe ich gute Artikel#Abkürzungen.
NBSP
Zwischen einer Zahl und einer Einheit sollte ein geschütztes Leerzeichen stehen. Dadurch wird ein automatischer Zeilenumbruch zwischen logisch zusammengehörenden Elementen verhindert. Siehe auch Wikipedia:Textgestaltung.
ISBN
Falsch formatierte ISBN, durch den Doppelpunkt wird kein Link erzeugt.
TAG
"<i>" oder "<b>" statt "''" oder "'''".
TAG2
Tags, die außerhalb von Tabellen nicht verwendet werden sollten: "<br />", "<s>", "<u>", "<small>", "<big>", "<div align="center">" oder "<div align="right">". Siehe Wikipedia:Textgestaltung.
FROMTO
Sollte so formatiert sein: "von 1971 bis 1986". Siehe Wikipedia:Datumskonventionen.
DOTDOTDOT
"..." (drei Zeichen) statt "…".
Selbstlink ohne Sprung zu Kapitel (eventuell über Redirect).
DOUBLEWORD
Wortdopplung?
BISSTRICH
Bei Zeitangaben Bis-Strich verwenden, am einfachsten den folgenden per Kopieren und Einfügen: "–". Obacht: In diversen Zeichensätzen sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Strichen nicht erkennbar. Siehe auch Wikipedia:Typografie#Bis-Strich und Bis-Strich.
TYPO
Häufige Tippfehler. Tippfehler, die im Wikicode mit "<!--sic-->" markiert sind, wurden absichtlich so zitiert, siehe auch Wikipedia:Zitate#Zitate im Fließtext. Artikel mit Schweizer Rechtschreibung am Anfang mit "<!--schweizbezogen-->" markieren, dann findet keine Prüfung statt. Bei Falschmeldungen bitte auf meiner Diskussionsseite Bescheid sagen.
APOSTROPH
Eventuell falsches Apostroph, im Deutschen "'" statt "’". Siehe auch Apostroph#Typografisch korrekt und Wikipedia:Typografie#Weitere Zeichen.
GS
Bindestrich ("-") statt Gedankenstrich ("–"). Siehe auch Wikipedia:Typografie#Gedankenstrich und Halbgeviertstrich#Gedankenstrich.
BRACKET
Ungleiche Anzahl von Klammern.
BRACKET2
Kein Leerzeichen vor einer öffnenden oder nach einer schließenden Klammer.
QUOTATION
Einfache Anführungszeichen ('"…"') statt den typografisch korrekten ("„…“"). Siehe auch Erzeugung von Anführungszeichen.