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Wiki-Quelltext mit Anmerkungen:

{{Infobox Schifffahrtskanal
|NAME = Elsterwerda-Grödel-Floßkanal
|BILD = Elsterwerda Grödel Floßkanal Prösen 1.jpg
|BILDBESCHREIBUNG = Der Floßkanal zwischen Elsterwerda und Prösen
|ABKÜRZUNG =
|LAGE = Deutschland: Brandenburg, Sachsen
|LÄNGE = 21,4 km, davon 15,45 km in Sachsen
|ERBAUT = 1742 bis 1748
|AUSGEBAUT =
|KLASSE =
|BEGINN = An der Elbe bei Grödel {{Coordinate|text=ICON0|NS=51.307532|EW=13.357438|type=landmark|region=DE-SN|name=Beginn des Floßkanals}}
|ENDE = An der Pulsnitz in Elsterwerda {{Coordinate|text=ICON0|NS=51.448745|EW=13.51608|type=landmark|region=DE-BB|name=Ende des Floßkanals}}
|SCHLEUSEN = Elsterwerda, Prösen, Gröditz, Pulsen
|HÄFEN =
|ABZWEIGUNGEN KREUZUNGEN =
|HISTORISCHE VORLÄUFER =
|GENUTZTER FLUSS =
|HERAUSRAGENDE BAUWERKE =
|INFOZENTRUM MUSEUM =
|KILOMETRIERUNG =
|TALFAHRT =
|ZUSTÄNDIGES WSA =
|ANMERKUNGEN =
|BILD1 =
|BILD1-BESCHREIBUNG =
}}

Der '''Elsterwerda-Grödel-Floßkanal''' ist eine im 18.&nbsp;Jahrhundert angelegte [[Wasserstraße]], die die [[Pulsnitz (Fluss)|Pulsnitz]] in [[Elsterwerda]] mit der [[Elbe]] bei [[Nünchritz#Geschichte der anderen Ortsteile|Grödel]] verbindet.

Ursprünglicher Zweck des in der Gegenwart vor allem zu Naherholungszwecken genutzten Kanals war es, den hohen Bedarf an Holz im Raum [[Dresden]]/[[Meißen]] aus den Wäldern in der Umgebung des damals noch zu [[Sachsen#Geschichte|Sachsen]] gehörenden Elsterwerda (heute [[brandenburg]]isch) zu decken. Sein Bau erfolgte auf persönliche Anordnung des sächsischen Kurfürsten. Später diente er bis zur Einstellung der Schifffahrt im Jahre 1942 in erster Linie als Transportweg für das [[Schmiedewerke Gröditz|Gröditzer Eisenwerk]]. Zum Transport wurden von [[Bomätscher]]n gezogene Kähne eingesetzt. Ab den 1960er Jahren bis zur [[Wende und friedliche Revolution in der DDR|Wende]] wurde er als Bewässerungskanal genutzt.

== Geografische Lage, Naturraum, Flora und Fauna ==
[[Datei:Karte Elsterwerda-Grödel-Floßkanal.jpg|mini|hochkant=1.33|Der historische Verlauf des Kanals mit seinen Schleusen]]

Der Elsterwerda-Grödel-Floßkanal befindet sich im östlichen [[Elbe-Elster-Land|Elbe-Elster-Gebiet]]. Beginnend an einem unmittelbar bei der Elbe gelegenen künstlich angelegten Bassin im sächsischen [[Grödel (Nünchritz)|Grödel]], verläuft der Kanal in nordöstliche Richtung durch die westliche [[Großenhainer Pflege]] bis in den [[Schraden (Landschaft)|Schraden]] zum [[Holzhof Elsterwerda|Holzhof im brandenburgischen Elsterwerda]].

Zwischen Pulsen und Gröditz kreuzt der Kanal die drei Mündungsarme der [[Große Röder|Großen Röder]], von denen er gespeist wird. Im Bereich der Stadt Gröditz wurde der Kanal inzwischen auf etwa einem Kilometer Länge verfüllt, wodurch er sich heute in zwei Teilstücke gliedert. Während das südliche Teilstück in Gröditz über eine Rohrleitung in die Große Röder mündet, wird der nördliche Teil über eine weitere Rohrleitung aus der Großen Röder mit Wasser versorgt. In Elsterwerda gibt es eine Verbindung in die [[Pulsnitz (Fluss)|Pulsnitz]], kurz bevor diese wenig später in die [[Schwarze Elster]] fließt.

Seine Breite liegt durchschnittlich bei etwa&nbsp;7 bis 9&nbsp;Metern. Die Länge beträgt 21,4&nbsp;Kilometer, wovon 15,45&nbsp;Kilometer auf sächsischen Territorium liegen. Auf der gesamten Strecke wurden sechs verbreiterte Ausweichstellen angelegt, an denen sich Lastkähne begegnen konnten. Er berührt in seinem Verlauf die Orte [[Glaubitz]], [[Radewitz (Glaubitz)|Radewitz]], [[Marksiedlitz]], [[Streumen]], [[Wülknitz]], [[Koselitz]], [[Tiefenau (Wülknitz)|Tiefenau]], [[Pulsen]], [[Gröditz]], [[Prösen]] und schließlich [[Elsterwerda]]. Dabei unterquert er unter anderem die [[Bahnstrecke Leipzig–Dresden|Bahnstrecke Riesa-Dresden]] und die [[Bundesstraße 98]] in Glaubitz, die [[Bundesstraße 169]] in Prösen sowie in Elsterwerda die [[Bahnstrecke Berlin–Dresden]].

In Elsterwerda befindet sich ein kleiner Abschnitt des Floßkanals im Gebiet des 484&nbsp;Quadratkilometer umfassenden [[Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft|Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft]], dessen Kernstück, das [[Naturschutzgebiet Forsthaus Prösa]], einen der größten zusammenhängenden [[Traubeneiche]]nwälder Mitteleuropas beherbergt. Der Kanal selbst besitzt einen reichen Fischbestand. Außerdem gibt es am Kanal Vorkommen des vom Aussterben bedrohten Elbebibers, einer seltenen [[Unterart]] des [[Europäischer Biber|Europäischen Bibers]]. Des Weiteren bildet er Lebensraum und Brutgebiet verschiedener Wasservögel.

An [[Flora]] sind im Wasser zahlreiche Schwimm- und Tauchpflanzen, wie unter anderem [[Hornblatt]], [[Tausendblatt]], [[Wasserlinsen|Wasser-]] und [[Teichlinse]]n, [[Teichrosen]] und [[Laichkräuter]] zu finden. In den Uferzonen konnten bisher neben dem stellenweise sehr reichlich vorhandenen [[Röhricht|Schilf]] auch[FILLWORD?] [[Busch-Nelke]]n, [[Alpen-Vermeinkraut]] und [[Lungenenzian]] nachgewiesen werden.<ref name="Grundmann-Hanspach_101">{{Literatur |Autor=Luise Grundmann, Dietrich Hanspach (Verf.) |Hrsg=Institut für Länderkunde Leipzig und der Sächsischen Akad. der Wissenschaften zu Leipzig |Titel=Der Schraden. Eine landeskundliche Bestandsaufnahme im Raum Elsterwerda, Lauchhammer, Hirschfeld und Ortrand |Verlag=Böhlau Verlag |Ort=Köln, Weimar, Wien |Datum=2005 |ISBN=3-412-10900-2 |Seiten=101/ 102}}</ref><ref name="Handrack-Fischer" /><ref name="Jobst">{{Literatur |Autor=Tilo Jobst |Titel=Flora und Fauna des Grödel-Elsterwerdaer Floßkanals |Sammelwerk=250 Jahre Floßkanal Grödel-Elsterwerda 1748–1998 |Ort=Lampertswalde |Datum=1997 |Seiten=80–83}}</ref>

== Name ==
Der Name des im [[Volksmund]] der Anliegergemeinden umgangssprachlich meist einfach nur ''Kanal'' genannten Gewässers war in der Vergangenheit und ist in der Gegenwart sehr variantenreich. In historischen Kartenwerken, Schriften und Dokumenten gibt es neben der Bezeichnung ''Elsterwerda-Grödel-Floßkanal'' eine ganze Reihe verschiedener Bezeichnungen für das Bauwerk.

Während der 1997 erschienene Jubiläumsband der Heimatvereine Elsterwerda und Gröditz unter dem Namen ''250&nbsp;Jahre Floßkanal Grödel-Elsterwerda'' herausgegeben wurde, nannte man das Gewässer 1912 im [[Neues Archiv für sächsische Geschichte|Neuen Archiv für sächsische Geschichte und Altertumskunde]], einer Fachzeitschrift für sächsische Landesgeschichte, wiederum ''Floßkanal Elsterwerda – Grödel''.<ref>{{Literatur |Autor=W. Baensch: |Titel=Neues Archiv für sächsische Geschichte und Altertumskunde |Datum=1912}} ([http://books.google.de/books?id=zt41AAAAMAAJ&q=Gr%C3%B6del+Elsterwerda&dq=Gr%C3%B6del+Elsterwerda&pgis=1 Digitalisat])</ref> In der im Jahre 1907 bei [[Perthes-Verlag|Perthes]] in [[Gotha]] erschienen Karte des Deutschen Reiches und im [[Wiener Kongress|Wiener Friedensvertrag]] von 1815 (Artikel 17) wird der Kanal als ''Elsterwerdaer-Floßgraben'' bezeichnet.<ref name="Wien 1815">Druckschrift: ''Friedens-Tractat zwischen Ihro Königl. Majestät von Sachsen etc. und Ihro Königl. Majestät von Preußen etc. abgeschlossen und unterzeichnet zu Wien den 18, und ratificirt am 21. May 1815, Dresden [1815].'' im [[Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt]]</ref> [[Alfred Hettner]]s ''Geographische Zeitschrift'' aus dem Jahre 1898 nennt ihn ''Grödel-Elsterwerdaer Floßkanal''.<ref>{{Literatur |Autor=[[Alfred Hettner]] |Titel=Geographische Zeitschrift |Verlag=G.B. Teubner |Datum=1898}} ([http://books.google.de/books?id=CcUBAAAAYAAJ&q=Gr%C3%B6del+Elsterwerda&dq=Gr%C3%B6del+Elsterwerda&pgis=1 books.google.de])</ref> Unter diesem Namen wird er auch im 2001 erschienenen Band 63 ''Der Schraden'' der [[Buchreihe|Publikationsreihe]] [[Werte der deutschen Heimat]] beschrieben. Die Flussmeisterei Riesa nennt den Kanal noch in der Gegenwart so.<ref name="FM_Riesa">[https://www.smul.sachsen.de/ltv/13761.htm Die Flussmeisterei Riesa] auf der Homepage der Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen; abgerufen am 21. März 2014</ref> ''[[Meyers Konversations-Lexikon]]'' von 1885<ref>{{Meyers Online|7|751|751|spezialkapitel=Grödel-Elsterwerdaer Floßkanal}}-R-R0-R-</ref> und die 1902 erschienen ''[[Petermanns Geographische Mitteilungen]]''<ref>{{Literatur |Autor=August Petermann |Titel=Petermanns Mitteilungen |Verlag=H. Haack |Datum=1877}} ([http://books.google.de/books?id=CDVEnqAhxZ8C&q=Gr%C3%B6del+Elsterwerda&dq=Gr%C3%B6del+Elsterwerda&pgis=1 Digitalisat])</ref> beschrieben ihn mit ''Grödel-Elsterwerdaer Kanal''.

Weitere gebräuchliche Varianten waren und sind unter anderem ''Floßkanal Grödel-Elsterwerda'', ''Elsterwerda-Grödeler Floßkanal'', ''Elbe-Elster-Floßkanal'', ''Elster-Elbe-Canal'',<ref>{{Literatur |Titel=Mitteilungen der Gesellschaft für Erdkunde zu Leipzig |Verlag=Duncker & Humblot |Datum=1904|Online=[http://books.google.de/books?id=FT9lzFNfF7oC&q=Elster-Elbe&dq=Elster-Elbe&pgis=1 books.google.de]}}</ref> ''Elbe-Elster-Kanal'' und auch ''Floßkanal''.<ref name="Handrack-Fischer">{{Literatur |Autor=Willy Handrack, Ernst Fischer |Titel=Der Grödel-Elsterwerdaer Floßkanal – ein technisches Denkmal aus dem 18. Jahrhundert |Sammelwerk=250 Jahre Floßkanal Grödel-Elsterwerda 1748–1998 |Ort=Lampertswalde |Datum=1997}}</ref>

== Historische Entwicklung und Nutzung des Floßkanals ==
=== Eine Residenzstadt braucht Holz ===
[[Datei:Canaletto - Dresden seen from the Right Bank of the Elbe, beneath the Augusts Bridge - Google Art Project.jpg|mini|Dresden um 1748]]
[[Datei:Floßgraben Elsterwerda.jpg|mini|Die Wälder um Elsterwerda auf einer aus dem 19. Jahrhundert stammenden Karte]]
[[Datei:Franz Schreyer 03.jpg|mini|Der Hauptfloßgraben in einem Gemälde von Franz Schreyer (1858–1938)]]

Unter dem sächsischen Kurfürsten [[August II. (Polen)|Friedrich August&nbsp;I.]], auch[FILLWORD?] August der Starke genannt, war im Raum Dresden/Meißen eine rege Bautätigkeit in Gang gekommen. August ließ seine Residenzstadt an der Elbe zu einer der prächtigsten Europas ausbauen. Neben der [[Innere Neustadt|Dresdner Neustadt]] entstanden zahlreiche weitere Bauten und in Meißen die [[Meißener Porzellan|Porzellanmanufaktur]]. Des Weiteren verzeichnete die Stadt Dresden ein starkes Bevölkerungswachstum. Allein in den Jahren von 1648 bis 1699 stieg die Einwohnerzahl von 16.000 um ein Drittel auf 21.298. Bis zum Jahr 1755 sollte sie sich auf dann[FILLWORD?] 63.209 Einwohnern noch einmal verdreifachen. Es gab deshalb einen stetig steigenden Bedarf an Holz. Da das [[Erzgebirge]] bereits weitgehend ausgebeutet und das [[Böhmen|böhmische]] Holz teuer war, besann man[WORDS?] sich auf die riesigen Waldgebiete im Norden des Kurfürstentums. Hier lagen der südlich von [[Finsterwalde]] gelegene [[Naturschutzgebiet Bergbaufolgelandschaft Grünhaus|Grünhauser Forst]], die [[Liebenwerdaer Heide]], die [[Plessaer Heide]] und der [[Schraden (Landschaft)|Schradenwald]]. Diese befanden sich zwar zu einem Großteil in staatlichem Besitz, wurden bisher aber[FILLWORD?] hauptsächlich zur Jagd genutzt und waren zu diesem Zeitpunkt deshalb weitgehend unberührt.

Durch dieses Gebiet flossen als größte Gewässer die Schwarze Elster und die Pulsnitz. Zwar war die Pulsnitz durch die Anlage des neuen Pulsnitzgrabens schon seit dem 16. Jahrhundert im unteren Verlauf zu [[Melioration]]szwecken weitgehend begradigt worden, die Schwarze Elster aber[FILLWORD?] floss in zahlreichen kleinen kurvenreichen Nebenarmen durch die Niederung. Ein geregelter [[Flößerei]]betrieb war hier deshalb erst unterhalb der Stadt [[Bad Liebenwerda|Liebenwerda]] möglich, was es wiederum notwendig machte, das Holz mit insgesamt hohem Aufwand erst bis zur Elstermündung bei [[Jessen (Elster)|Jessen]] zu flößen und anschließend wieder die Elbe stromaufwärts zu transportieren.<ref name="Grundmann-Hanspach_198">{{Literatur |Autor=Luise Grundmann, Dietrich Hanspach (Verf.) |Hrsg=Institut für Länderkunde Leipzig und der Sächsischen Akad. der Wissenschaften zu Leipzig |Titel=Der Schraden. Eine landeskundliche Bestandsaufnahme im Raum Elsterwerda, Lauchhammer, Hirschfeld und Ortrand |Verlag=Böhlau Verlag |Ort=Köln, Weimar, Wien |Datum=2005 |ISBN=3-412-10900-2 |Seiten=198}}</ref><ref name="Handrack-Fischer" />

Am besten geeignet, den begehrten Rohstoff auf kürzestem Weg in die Residenzstadt zu bringen, schien eine noch anzulegende Verbindung zwischen der Schwarzen Elster und der [[Elbe]]. Erste Planungen für das Projekt, die beiden Flüsse zu verbinden, wurden auf den persönlichen Befehl des Kurfürsten hin bereits im Jahre 1702 unternommen. Jedoch sollten die Vorplanungen und Untersuchungen noch mehrere Jahrzehnte in Anspruch nehmen.

Nach ersten Bauprüfungen eines [[Floßgraben]]s wurde einige Zeit später der sogenannte Hauptfloßgraben mit einer Länge von 26 Kilometern realisiert. Der Hauptfloßgraben wurde von drei Zuflüssen gespeist. Sie begannen in den südlich von Finsterwalde gelegenen Wäldern, beim inzwischen [[Devastierung|devastierten]] Ort [[Bergheide (Finsterwalde)|Gohra]], südlich von [[Lichterfeld]] und am Mahlenzteich bei [[Nehesdorf]]. Die Zuflüsse vereinigten sich anschließend bei [[Sorno (Finsterwalde)|Sorno]]. Von hier aus verlief der Hauptfloßgraben über [[Oppelhain]] quer durch die östliche Liebenwerdaer und die Plessaer Heide bis an die Schwarze Elster bei [[Plessa]] und weiter bis Elsterwerda. Dieses Bauvorhaben verlief relativ unkompliziert, denn die Baumeister hatten in der Vergangenheit schon bei ähnlichen Projekten in Sachsen Erfahrungen gesammelt. Der Floßgraben wurde schließlich bereits 1743 fertig gestellt und im darauf folgenden Jahr in Betrieb genommen.<ref name="Grundmann-Hanspach_137">{{Literatur |Autor=Luise Grundmann, Dietrich Hanspach (Verf.) |Hrsg=Institut für Länderkunde Leipzig und der Sächsischen Akad. der Wissenschaften zu Leipzig |Titel=Der Schraden. Eine landeskundliche Bestandsaufnahme im Raum Elsterwerda, Lauchhammer, Hirschfeld und Ortrand |Verlag=Böhlau Verlag |Ort=Köln, Weimar, Wien |Datum=2005 |ISBN=3-412-10900-2 |Seiten=137}}</ref><ref name="Handrack-Fischer" />

Heikler wurde das Projekt im Abschnitt zwischen der Schwarzen Elster und Elbe. Der Wasserspiegel am geplanten Ausmündungsbereich in der Elbe lag höher als in Elsterwerda. In einfachen Floßgräben wurde das Holz aber[FILLWORD?] in der Fließrichtung des Gewässers bewegt beziehungsweise [[Flößerei#Trift|getriftet]]. Deshalb musste stattdessen ein [[Kanal (Wasserbau)|Kanal]] angelegt werden, der die Höhenunterschiede mittels Schleusen überwand. Erste Entwürfe dafür legte Ingenieur [[Johannes Müller (Ingenieur)|Johannes Müller]], der mit den Voruntersuchungen beauftragt war, im Jahre 1727 vor. Wegen der zahlreichen Untersuchungen, Berechnungen und Prüfungen verschob sich der Baubeginn letztlich wieder um über ein Jahrzehnt, weil der Bau rentabel werden sollte. Außerdem gab es heftige Diskussionen über die Streckenführung; eine Linie von [[Prieschka]] nach [[Stehla]] war ebenfalls erwogen worden, stieß aber[FILLWORD?] auf heftige Gegenwehr seitens nicht näher genannter ''einflussreicher Persönlichkeiten'', die diese Strecke unter anderem für zu kostspielig hielten. Auch wurde die Streckenführung zwischen Elsterwerda und Grödel mehrmals verändert. Der Bau des Kanals begann schließlich erst, nachdem August der Starke im Jahre 1733 verstorben war, im Jahre 1742 unter dem Kurfürsten [[August III. (Polen)|Friedrich August&nbsp;II.]]<ref name="Mende">{{Literatur |Autor=K. Mende |Titel=Der Floßkanal Elsterwerda-Grödel und seine Entstehung |Sammelwerk=Die Schwarze Elster |Nummer=167-169 |Datum=1912 |Kommentar=Heimatkundliche Beilage zum Liebenwerdaer Kreisblatt}}</ref><ref name="Handrack-Fischer" />

Mit der Durchführung des Baus wurde Müller selbst beauftragt, der zuvor schon mit dem Bau des Hauptfloßgrabens betraut worden war. Die Fertigstellung des Kanals war für das Jahr 1744 vorgesehen. Die Ausführung stieß allerdings[FILLWORD?] auf zahlreiche Hindernisse. Die Aushubarbeiten waren sehr aufwendig, ausreichend zuverlässige Arbeitskräfte zu finden erwies sich als schwierig, die Anbindung zur Elbe und die Prösener Schleuse machten Probleme.<ref name="Handrack-Fischer" /> Wegen des ungünstigen Baugrundes&nbsp;– die Konstrukteure hatten dort vor allem mit Schwemmsand zu kämpfen&nbsp;– musste diese Schleuse mehrfach erneuert werden und erst im Jahre 1767 funktionierte sie zufriedenstellend.<ref name="Richter1997" /> Auf die direkte Anbindung an die Elbe verzichtete man letztlich.<ref name="Mende" />

Nach sechs Jahren Bauzeit und nachdem er kurz zuvor geflutet worden war, passierten schließlich am 2. Dezember 1748 die zwei ersten von [[Bomätscher]]n gezogenen Kähne in einer Probefahrt den fertiggestellten Kanal. Sie fand im Beisein einer staatlichen Kanalkommission und des inzwischen eingesetzten Floßmeisters Schubert statt und dauerte, mit einer Unterbrechung in Prösen, zwölf Stunden lang. Die Kosten für das Projekt beliefen sich auf insgesamt 65.437 [[Taler]], merklich mehr als die ursprünglich für den Bau bewilligten 52.610 Taler. Hinzu kamen noch 5800 Taler für den Floßgraben.<ref name="Handrack-Fischer" /><ref name="Mende" />

=== Teilung des Kanals ===
[[Datei:Sächsisch-Preußischer Grenzstein Gröditz.jpg|mini|Am Kanal befindlicher sächsisch-preußischer Grenzstein]]

Die Probleme an der Prösener Schleuse hielten an und der Kanal musste deshalb mehrmals außer Betrieb genommen werden. Doch die Versorgung mit Holz im Absatzgebiet verbesserte sich nach der Errichtung, weil auch[FILLWORD?] das böhmische Holz nun[FILLWORD?] billiger wurde.

Eine ganz andere Bedeutung bekam der Kanal zwei Jahrzehnte nach seiner Eröffnung. Bereits 1725 war unter Wirkung der Freifrau [[Benedicta Margareta von Löwendal]] im [[Schloss Mückenberg|Mückenberger Herrschaftsbereich]] ein [[Eisenwerk]] entstanden, das sogenannte [[Lauchhammer-Ost#Das Lauchhammerwerk|Lauchhammerwerk]]. Damit legte sie den Grundstein für einen der ersten Industriebetriebe in der Region, der diese in der Folgezeit ganz erheblich prägen sollte. Die 1776 ohne direkte Nachkommen verstorbene Adlige vererbte ihren Besitz an ihr Patenkind [[Detlev Carl von Einsiedel]], dem die etwa 20 Kilometer westlich gelegene [[Schloss Saathain|Herrschaft Saathain]] gehörte.<ref>{{Literatur |Titel=„Zur Geschichte des Schlosses Saathain“ |Sammelwerk=Die Schwarze Elster |Nummer=88 |Datum=1908}}</ref><ref name="Stadtverwaltung">{{Literatur |Hrsg=Stadtverwaltung Lauchhammer |Titel=Lauchhammer – Geschichten einer Stadt |Verlag=Geiger Verlag |Ort=Horb am Neckar |Datum=2003 |ISBN=3-89570-857-7 |Seiten=}}</ref> Dieser erkannte das wirtschaftliche Potential des Floßkanals und eröffnete 1779 im zu Saathain gehörigen Dorf Gröditz an der Röder ein weiteres Hammerwerk. Das für dessen Betrieb notwendige Wasser lieferte reichlich die Gröditz passierende Große Röder und das Werk erhielt dann[FILLWORD?] auch[FILLWORD?] bald die [[Konzession]], den Kanal für den Transport von Gütern mitzunutzen.<ref name="Handrack-Fischer" />

Anfang des 19. Jahrhunderts erfassten die [[Koalitionskriege|Napoleonischen Kriege]] [[Europa]]. Das seit 1806 bestehende [[Königreich Sachsen]] hatte an der Seite des Verlierers [[Napoleon Bonaparte|Napoleon]] gestanden. Infolge des [[Wiener Kongress]]es kam es deshalb 1815 zur Teilung Sachsens, es musste große Teile seines Staatsgebietes abtreten. Die neue Grenze verlief in der Region entlang der Straße von [[Mühlberg/Elbe|Mühlberg]] nach [[Ortrand]]. Die an der Straße gelegenen Gemeinden fielen dabei an [[Preußen]]. Nördlich von Gröditz querte sie den Verlauf des Floßkanals und teilte ihn in einen preußischen Abschnitt im Norden und einen etwas größeren sächsischen Abschnitt im Süden. Das Eisenwerk in Gröditz war nun[FILLWORD?] von seinem Stammwerk in Mückenberg durch eine Staatsgrenze getrennt und Sachsen hatte keinen Zugriff mehr auf die Wälder nördlich des Kanals. Der für das Land verhandelnde Staatssekretär [[Detlev von Einsiedel]] erreichte zwar, dass im Wiener Friedensvertrag die freie Schifffahrt und das Flößen auf dem Kanal schriftlich vereinbart wurde,<ref name="Wien 1815" /><ref>{{NDB|4|400|401|Einsiedel, Detlev von|Walter Döhring, Gerhard Schmidt|116425415}}</ref> aber vor allem im kleineren preußischen Abschnitt verlor der Transportweg daraufhin weitgehend seine Bedeutung für den Gütertransport. Und bei der Einrichtung der den Kanal kreuzenden [[B 101#Frühere Strecken und Bezeichnungen|Preußischen Staatschaussee Nr. 62]], die als Poststraße von Berlin nach Dresden dienen sollte, wurde dieser am Holzhof in Elsterwerda kurzerhand zugeschüttet. Im Jahre 1833 wurden die Holztransporte dann ganz eingestellt.<ref name="Handrack-Fischer" /><ref>Artikel 15 im [http://resolver.sub.uni-goettingen.de/purl?PPN546672892 ''Haupt-Vertrag des zu Wien versammelten Congresses der europäischen Mächte, Fürsten und freien Städte, nebst 17 besondern Verträgen''] (Digitalisat)</ref>

=== Erneuerung des Kanals und seiner Bauwerke ===
[[Datei:Eisenwerk Gröditz 1830 sw.jpg|mini|Das Gräflich Einsiedelsche Eisenwerk in Gröditz um 1830]]
[[Datei:Kanal Wülknitz 1910 a.jpg|mini|Lastkähne an der Lehmgrube bei Wülknitz um 1910]]

Bereits 1827 hatte der [[Detlev von Einsiedel|Graf von Einsiedel]] auf sächsischer Seite eine neue Konzession in Form eines [[Privileg]]s für die Nutzung des Kanals erwirken können. Als dieses Vorrecht reichlich dreißig Jahre später auslief, wurde der Kanal im Abschnitt Gröditz–Grödel 1861 für den allgemeinen Verkehr geöffnet. Inzwischen waren zahlreiche Reparatur- und Erneuerungsarbeiten notwendig geworden. Die politische Lage erlaubte es aber[FILLWORD?] inzwischen, auch[FILLWORD?] den nördlichen Abschnitt wieder in Betrieb zu nehmen, und so wurden von 1865 bis 1869 die Schleusen am Kanal erneuert beziehungsweise umgebaut, so dass er schließlich auf ganzer Länge wieder [[Schiffbarkeit|schiffbar]] wurde.<ref name="Grundmann-Hanspach_101" />

Nach dieser Wiederherstellung wurde der Kanal in Preußen ebenfalls für den allgemeinen Verkehr geöffnet. Am 8. April 1869 trat auf beiden Abschnitten eine neue Kanalordnung in Kraft. Zunächst brachte das auch[FILLWORD?] den erwünschten Effekt und der auf dem Kanal erfolgende Gütertransport steigerte sich spürbar. Doch inzwischen hatte sich die Region stärker industrialisiert. Vor allem die zahlreichen neu entstehenden Braunkohlegruben brauchten schnelle und leistungsfähige Verkehrsverbindungen. Im Jahre 1875 wurden die Eisenbahnstrecken [[Bahnstrecke Berlin–Dresden|Berlin–Dresden]] und [[Bahnstrecke Zeithain–Elsterwerda|Elsterwerda–Riesa]] errichtet, die dem nachkamen. Während die erstere den Kanal in Elsterwerda kreuzt, verläuft die Strecke in Richtung Riesa weitgehend parallel zum Kanal. Die Eisenbahn machte dem bisherigen Gütertransport auf dem Floßkanal erheblich Konkurrenz, und er büßte daraufhin bald deutlich an Bedeutung ein.<ref name="Grundmann-Hanspach_101" />

Als Hauptfunktion des Kanals verblieb letztlich die Bewirtschaftung<!--Anbindung?--> des Gröditzer Stahlwerkes. Es wurde fast nur noch der sächsische Abschnitt befahren. Aus dem Stahlwerk kamen Bauschutt und [[Schlacke (Metallurgie)|Schlacke]]. Auf dem Rückweg erfolgten [[Sand]]- und [[Lehm]]transporte. Diese Rohstoffe kamen meist aus zwischen Koselitz und Radewitz gelegenen Gruben, wofür eigens [[Feldbahn]]strecken zum Kanal angelegt wurden, auf denen [[Kipplore]]n verkehrten. Außerdem diente der Kanal noch als Sammelbassin für das im Werk benötigte Kühlwasser. Schon 1912 berichtete K. Mende in einem Aufsatz, der in der heimatkundlichen Beilage „Die Schwarze Elster“ zum „Liebenwerdaer Kreisblatt“ erschien: ''„Durch die Gröditzer Schleuse ist ein Querdamm gezogen, der das Röderwasser im elbwärtsgelegenen Kanalstück festhält.“'' Während die Pulsener Schleuse zu diesem Zeitpunkt noch in Betrieb war, wurde der nördliche Abschnitt bereits kaum mehr genutzt. Zwischen Gröditz und Prösen war er fast ganz mit Schilf überwachsen.<ref name="Mende" /><ref name="Handrack-Fischer" />

=== Die Vision eines Elbe-Oder-Kanals ===
[[Datei:Kanal Groeditz 03 2014 sj3.jpg|mini|Der Kanal im Bereich des Gröditzer Stahlwerks]]

Trotz der Konkurrenz durch die Eisenbahn blieben Wasserstraßen als Transportwege auch[FILLWORD?] weiterhin im Blickfeld. Schon kurz nach der Errichtung des Floßkanals wurden Pläne verfolgt, ihn bis zur Spree zu verlängern. Motiv dieser Gedankenspiele war wiederum die Holzbeschaffung. Die Behörden beauftragten deshalb 1754 abermals den bestens bewährten Johann Müller zu ersten Voruntersuchungen für das Vorhaben. Noch im selben Jahr reichte er seine ersten Pläne und Kartenskizzen für das Projekt ein. Allerdings lag den Plänen die Bemerkung ''„Ist ein weitausstehendes Projekt, das viel Gulden kosten wird.“'' des Dresdner Oberfloßinspektors Fink bei, woraufhin sie nicht weiter verfolgt wurden.<ref>{{Literatur |Autor=[[Friedrich Stoy]] |Titel=Als man 1754 einen Wasserweg von der Elbe bis zur Spree bauen wollte |Sammelwerk=Die Schwarze Elster |Nummer=417 |Datum=1931 |Kommentar=Heimatkundliche Beilage zum Liebenwerdaer Kreisblatt}}</ref>

Anfang des 20. Jahrhunderts griffen Fachleute die einstigen Ideen wieder auf. Es gab Pläne, einen Großschifffahrtskanal zu bauen, der die Elbe über die Schwarze Elster und die [[Spree]] mit der [[Oder]] verbinden sollte. Dieser war für Lastschiffe bis zu 1000 Tonnen, einer Länge von 80&nbsp;Metern, einer Breite von 9,2&nbsp;Metern und einem Tiefgang von 1,75 bis 2,00&nbsp;Meter und darüber vorgesehen. In den in Erwägung gezogenen Varianten sollten auch[FILLWORD?] Abschnitte des Elsterwerda-Grödel-Floßkanals und das Gebiet des Schradens mit einbezogen werden. Zwar wurde im Januar 1928 in [[Senftenberg]], dessen Braunkohlenrevier vom Kanal mit am meisten profitiert hätte, ein Kanalbauamt eingerichtet, der Bau des Schifffahrtsweges kam aber[FILLWORD?] letztlich nicht zustande und die Projekte kamen über das Planungsstadium bis zum Zweiten Weltkrieg nicht hinaus.<ref>Heimatverein Elsterwerda und Umgebung (Hrsg.): ''250 Jahre Floßkanal Grödel-Elsterwerda 1748–1998''. Lampertswalde 1997</ref><ref>{{Literatur |Titel=„Der geplante Elbe-Oder-Kanal und seine Linienführung durch unsere Heimat“ |Sammelwerk=Die Schwarze Elster |Nummer=262 |Datum=1923}}</ref>

=== Das Ende als Verkehrsweg und der wirtschaftlichen Nutzung ===
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-R0705-0008, Glaubitz, Kontrolle einer Beregnungsanlage.jpg|mini|Kontrollarbeiten an einer Beregnungsanlage in Glaubitz 1976]]

Anfang der 1930er Jahre war das Stahlwerk so weit angewachsen, dass es notwendig wurde, seine Produktionsstätten über den Kanal hinweg zu erweitern. Deshalb wurde der ohnehin kaum genutzte Kanal im Werksbereich im Zeitraum 1934/35 kurzerhand verfüllt. In den Jahren 1940/41 erfolgte dies abermals. Und der letzte Lastkahn passierte den Kanal kurze Zeit später am 24. Juli 1942.

Damit endete die Nutzung als Verkehrsweg. Fortan führte er hauptsächlich den am Kanal gelegenen Industriebetrieben Wasser zu.<ref name="Grundmann-Hanspach_101" /> Zwar gab es in den 1950er Jahren noch einmal sehr konkrete Pläne, einen Schifffahrtsweg unter Nutzung des Floßkanals bis zur Elbe zu errichten, die unter anderem auch[FILLWORD?] vorsahen, am Gröditzer Stahlwerk einen Hafen anzulegen, jedoch wurde auch[FILLWORD?] dieses Projekt zu den Akten gelegt.

Zur bisher letzten stärkeren Nutzung des Kanals kam es ab Ende der 1960er Jahre. Mit der Intensivierung der Landwirtschaft auf dem Gebiet der damaligen DDR diente der Kanal von der Elbe bis zum an der [[Kleine Röder (Schwarze Elster)|Kleinen Röder]] gelegenen Wehr noch einmal<!--wann schon vorher?--> zur Bewässerung der angrenzenden Felder und Wiesen. In Grödel schwamm auf der Elbe eine Pumpstation, die Elbe-Wasser in das Bassin des Kanals leitete. Vom Kanal aus wurde dann[FILLWORD?] das Wasser über riesige Beregnungsanlagen auf die umliegenden Felder ausgebracht. Die Rohrsysteme hatten insgesamt eine Länge von über 178 Kilometer. Gespeist wurden diese über weitere am Kanal errichtete Pumpstationen. Über ein Grabensystem kam das Wasser außerdem bis in das westlich von Gröditz gelegene [[Spansberg]], wo sich neben einem Speicherbecken weitere Pumpstationen befanden.

Mit dem wirtschaftlichen Umbruch in der [[Wende und friedliche Revolution in der DDR|Wendezeit]] fand am Anfang der 1990er Jahre auch[FILLWORD?] diese Nutzung ein Ende, denn die [[Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft|Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften]] lösten sich auf und für den mit hohem Aufwand an Arbeitskräften verbundenen Betrieb der riesigen Anlage fand sich kein Betreiber mehr.<ref name="Richter1997" /><ref name="Claus">{{Literatur |Autor=Hannes Claus |Titel=Zwei Jahrzehnte „Regenmacher“ im Kanalgebiet |Sammelwerk=250 Jahre Floßkanal Grödel-Elsterwerda 1748–1998 |Ort=Lampertswalde |Datum=1997 |Seiten=55}}</ref>

=== Auswirkungen des Kanalbaus auf die Region ===
[[Datei:Kanal Groeditz 03 2014 sj1bb.jpg|mini|Der Kanal im Gröditzer Wohngebiet]]

Der Bau des Kanals verbesserte die Verkehrsanbindung der Region erheblich. Auch wenn das Projekt ursprünglich kaum dafür gedacht war und es in sommerlichen Trockenzeiten des Öfteren Streit um das dann[FILLWORD?] knappe Wasser der Röder gab, so profitierten doch[FILLWORD?] am Ende auch[FILLWORD?] die Anliegergemeinden und die gesamte Region. Denn für die Bewirtschaftung des Kanals wurden Arbeitskräfte benötigt und größere Mengen Material oder Kaufmannsgut konnten durch den nun[FILLWORD?] vorhandenen Wasserweg schnell und einigermaßen kostengünstig transportiert werden. Von der Bevölkerung wurde der Kanal bald als Fischgewässer genutzt. Nachdem die Transporte auf dem Kanal zurückgegangen waren, wurde eine Fischereigenossenschaft gegründet, die ihn streckenweise parzellierte und verpachtete. Darüber hinaus diente er unter anderem auch[FILLWORD?] noch als [[Pferdeschwemme]], zur Eisernte und als Badestelle.<ref name="Förster">{{Literatur |Autor=Egon Förster |Titel=Fischwirtschaftliche Nutzung des Elbe-Elsterkanals |Sammelwerk=250 Jahre Floßkanal Grödel-Elsterwerda 1748–1998 |Ort=Lampertswalde |Datum=1997}}</ref><ref name="Förster2">{{Literatur |Autor=Egon Förster |Titel=Der Kanal und das Dorf |Sammelwerk=250 Jahre Floßkanal Grödel-Elsterwerda 1748–1998 |Ort=Lampertswalde |Datum=1997}}</ref><ref name="Förster3">{{Literatur |Autor=Egon Förster |Titel=Der Kanal verändert die Umwelt |Sammelwerk=250 Jahre Floßkanal Grödel-Elsterwerda 1748–1998 |Ort=Lampertswalde |Datum=1997}}</ref>

In Gröditz leitete die Anlage des Floßkanals die industrielle Entwicklung des Ortes ein. Die vormals nur aus einigen Häusern bestehende Gemeinde wuchs wie auch[FILLWORD?] einige umliegende Gemeinden in erster Linie durch das sich hier ansiedelnde Stahlwerk, was weitere Industrieansiedlungen nach sich zog. Besaß Gröditz im Jahre 1836 erst 150 Einwohner, so waren es kurz vor der Errichtung der Eisenbahnstrecke Elsterwerda–Riesa schon 545. Das Wachstum der Gemeinde hielt weiter an und sie erhielt schließlich im Jahre 1967 das Stadtrecht. Für das darauf folgende Jahr 1968 sind in Gröditz 8100 Einwohner verzeichnet und die Bevölkerungszahl wuchs weiter bis zum Ende der 1980er Jahre bis auf über 10.000 Einwohner.<ref>[http://hov.isgv.de/Gr%C3%B6ditz_%281%29 Gröditz im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen], abgerufen am 12. März 2014</ref><ref name="Mende" />

Nach dem Kanalbau entstanden der Ort [[Glaubitz#Langenberg|Langenberg]]<ref>[http://hov.isgv.de/Langenberg_%282%29 Langenberg im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen], abgerufen am 12. März 2014</ref> und der Ort Marksiedlitz wieder, welcher zuvor [[Wüstung|wüst]] gefallen war.<ref>[http://hov.isgv.de/Marksiedlitz Marksiedlitz im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen], abgerufen am 12. März 2014</ref>

== Die historische Infrastruktur des Kanals ==
<gallery heights="140" mode="packed-hover" class="float-x">
  Schleuse Gröditz 1912.jpg|Schleuse Gröditz
  Schleuse Elsterwerda 1912.jpg|Schleuse Elsterwerda
  Schleuse Pulsen 1912.jpg|Schleuse Pulsen
</gallery>

Das am Floßkanal tätige Personal, wie zum Beispiel die auf den Holzhöfen Elsterwerda und Grödel beschäftigten Holzanweiser und -verwalter, die Schleusenzieher und die Bomätscher, unterstand dem Floßmeister. Diesem wiederum waren der Oberfloßkommissar, der Oberfloßinspektor und der Floßdirektor übergeordnet. Nach der Teilung Sachsens beziehungsweise nach Inkrafttreten der neuen Kanalordnung am 1. Mai 1869 oblag die Oberaufsicht im sächsischen Abschnitt dem Wasserbauinspektor in [[Riesa]] und im preußischen Bereich dem Bauinspektor in [[Herzberg (Elster)|Herzberg]]. Diese hatten zudem für die Einhaltung der Kanalordnung zu sorgen, die unter anderem Kanalzins, Schleusengebühren, Schiffsabmessungen festlegte.
[[Datei:Urmesstischblatt 4547 Elsterwerda 1847 Ausschnitt 1.jpg|mini|Das Fluss- und Grabensystem in Elsterwerda um 1847.]]
[[Datei:Kahn Prösen 01 2012 c (2).jpg|mini|Modell eines auf dem Kanal verkehrenden Lastkahns]]
Das Stammholz kam hauptsächlich über verschiedene Gräben, wie den Hauptfloßgraben, die Pulsnitz sowie über die Schwarze Elster durch den Schraden zunächst zum Holzhof in Elsterwerda. Hier wurde es zwischengelagert, in Scheite gespalten und auf die Kähne geladen, die anschließend bis zu ihrem Bestimmungsort, zunächst meist dem Holzhof in Grödel, [[Treideln|getreidelt]] wurden. Auf dem Grödeler Holzhof wurde die Fracht abermals zwischengelagert oder auf die auf der Elbe verkehrenden Schiffe und Kähne umgeladen.<ref name="Handrack-Fischer" />

Die eigens für den Holztransport gebauten Kähne wurden von einer fünfköpfigen Mannschaft, einem [[Steuermann]] und vier Schiffsziehern, auf dem Kanal getreidelt. Sie besaßen ein Fassungsvermögen von etwa 200&nbsp;[[Raummeter]]n Holz, waren 26&nbsp;Meter lang und etwa 3,25&nbsp;Meter breit. Ihr Tiefgang lag bei 0,95&nbsp;Metern. Bei der späteren Nutzung des Wasserweges für Stück- und [[Schüttgut]] kamen andere Bauformen zum Einsatz, die ein Fassungsvermögen von etwa&nbsp;25 Tonnen besaßen. Diese waren nur etwa 19&nbsp;Meter lang.<ref name="Richter1997">Gerhard Richter: ''250 Jahre Floßkanal Grödel–Elsterwerda'' in: Mitteilungen des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz e.&nbsp;V., Heft 3/1997, S. 49–54</ref> Anfang des 20. Jahrhunderts wurden für die Transporte auch[FILLWORD?] Motorschiffe genutzt.

Den Kanal, für dessen Betrieb eine Wassertiefe von etwa 1,5 Meter notwendig war, speisten die drei Mündungsarme der [[Große Röder|Großen Röder]] &nbsp;– die Große Röder selbst, die [[Kleine Röder (Schwarze Elster)|Kleine Röder]] und die Geißlitz. Die Kleine Röder mit dem höchsten Wasserspiegel unter den dreien versorgte die Scheitelhaltung des Kanals.

Im nördlichen Teil übernahm diese Funktion zunächst auch[FILLWORD?] die Pulsnitz, was allerdings[FILLWORD?] weitere Probleme bei der Entwässerung der ohnehin schon sumpfigen Pulsnitzniederung im Schraden bereitete, so dass hier bald die Errichtung einer vierten Schleuse notwendig wurde. Diese Probleme gab es auch[FILLWORD?] in dem Bereich, in dem der Kanal die Röder kreuzte. Hier behalf man[WORDS?] sich ursprünglich mit drei Entwässerungsgräben für das Gelände, die mittels [[Düker]] unter dem Kanal hindurch geführt wurden, so dass keine Pumpen erforderlich waren.<ref name="Handrack-Fischer" />

Die Höhenunterschiede zwischen der Pulsnitz beziehungsweise der Schwarzen Elster und der Elbe wurden zunächst mittels dreier in Holzbauweise errichteter Kammerschleusen überwunden, die in Prösen (2,80&nbsp;m), Gröditz (2,25&nbsp;m)<ref>Der einstige Standort der Gröditzer Schleuse befindet sich im heute verfüllten Abschnitt bei der Werkseinfahrt zum Stahlwerk.</ref> und Pulsen (0,65&nbsp;m) angelegt wurden.<ref>Die Schleuse bei Pulsen wird wegen des angrenzenden Waldgebietes ''Hoische'' auch als Hoischenschleuse bezeichnet.</ref> Infolge der andauernden Probleme an der Schleuse in Prösen wurde diese 1755 in Stein ausgeführt und in den Jahren 1766/67 abermals erneuert.<ref name="Handrack-Fischer" /> Eine vierte Schleuse in Elsterwerda kam 1766 hinzu. Die Kammerschleusen besaßen eine nutzbare Länge von 42,70&nbsp;Meter. Sie waren 8,70&nbsp;Meter breit, die Schleusenöffnungen an beiden Seiten 5,70&nbsp;Meter. Eine Schleusung dauerte in der Regel 12&nbsp;Minuten.<ref name="Handrack-Fischer" />

Ursprünglich war geplant, den Kanal mittels einer Doppelschleuse zur Elbe hin anzubinden, so dass die Kanalkähne als Kähne auf der Elbe hätten weiterfahren können. Gegner der Strecke Prieschka–Stehla hatten unter anderem befürchtet, dass die Schleusen bei den regelmäßig auftretenden Überschwemmungen des Flusses stark in Mitleidenschaft gezogen würden. Tatsächlich trat an der Baustelle in Grödel das vorhergesagte Problem auf. Ungewöhnlich starke Eisfahrten und ein Dammbruch bei Nünchritz richteten in der Erbauungszeit große Schäden an und sorgten für Mehrkosten. Letztlich erschienen die bautechnischen Schwierigkeiten derart gravierend, dass man[WORDS?] den Schleusenbau nicht ausführte; stattdessen legte man[WORDS?] unmittelbar an der Elbe ein Bassin an.<ref name="Richter1997" /><ref name="Handrack-Fischer" /><ref name="Mende" />

== Gegenwärtige Nutzung zu Naherholungszwecken ==
{{Mehrere Bilder | Breite = 180 | Kopfzeile = | Richtung = horizontal | align = right
| Bild1 = Schleusenhaus Prösen 1 b.jpg | Untertitel1 = Der Nachbau des Prösener Schleusenhauses
| Bild2 = Geißlitz Gröditz 03 2014 sj1 b.jpg | Untertitel2 = Das Geißlitzwehr im Bereich der Pulsener Schleuse
}}{{Mehrere Bilder | Breite = 180 | Kopfzeile = | Richtung = horizontal | align = right
| Bild1 = Floßkanal Prösen 2012 sj b.jpg | Untertitel1 = Schleuse Prösen
| Bild2 = Brücke Grödel sj 03 2014 1 cb.jpg | Untertitel2 = Gewölbebrücke in Grödel
}}[[Datei:Elsterwerda-Grödel-Floßkanalroute.svg|mini|64px|Logo ''Floß&shy;kanal&shy;route'']]

Der Floßkanal besitzt seit 1978 den Status eines [[Kulturdenkmal|Baudenkmals]].<ref name="Grundmann-Hanspach_137" /><ref>[http://www.brandenburg.de/sixcms/media.php/1566/07_EE.pdf Denkmalliste des Landkreises Elbe-Elster]{{Toter Link|date=2018-03 |archivebot=2018-03-25 12:08:49 InternetArchiveBot |url=http://www.brandenburg.de/sixcms/media.php/1566/07_EE.pdf }} (PDF)</ref> Wasserwirtschaftlich ist er kaum noch von Bedeutung.<ref name="Klut 1">Ines Klut: ''Floßkanal in Prösen ist ein Dauer-Sorgenkind''. In: ''Lausitzer Rundschau'', 13. Januar 2010</ref> Er dient heute meist der [[Naherholung]] und als [[Angeln (Fischfang)|Angelgewässer]]. Für die [[Gewässerunterhaltung]] des Kanals ist in Sachsen die ''Flussmeisterei Riesa'' verantwortlich, die im Bereich der Pulsener Schleuse auch einen Betriebshof unterhält.<ref name="FM_Riesa" /> Hier ist er ein Gewässer [[Ordnung (Gewässer)|I. Ordnung]]. In Brandenburg, wo er zur II. Ordnung gehört, ist der ''Gewässerverband Kleine Elster&nbsp;– Pulsnitz'' zuständig.<ref>[http://www.gwv-sonnewalde.de/index.php?cat=16_Verband&page=26_Verbandsgebiet Internetauftritt des Gewässerverband Kleine Elster&nbsp;– Pulsnitz], abgerufen am 21. März 2014</ref><ref name="Klut 1" />

Auf dem Gelände des [[Holzhof Elsterwerda|Elsterwerdaer Holzhofes]] befindet sich inzwischen die traditionsreichste Sportstätte der Kleinstadt. Nachdem er bereits in der Mitte des 19. Jahrhunderts zum beliebten Ausflugsziel wurde, entstanden hier im ersten Drittel des letzten Jahrhunderts mehrere Sportanlagen, die in der Folgezeit umfangreich erweitert und ausgebaut wurden.<ref>Arbeitsgemeinschaft für Heimatkunde e.&nbsp;V. Bad Liebenwerda (Hrsg.): ''Heimatkalender-Für das Land zwischen Elbe und Elster.'' Nr. 54. Gräser Verlag, Großenhain 2001, ISBN 3-932913-22-1. Werner Galle, Ottmar Gottschlich: ''Der Elsterwerdaer Holzhof''.</ref>

Um einen historischen Einblick in die Geschichte des Kanals zu erhalten<!--?-->, wurden 1993 an der Schleuse in Prösen [[Rekonstruktion]]sarbeiten durchgeführt und die hölzernen Schleusentore wieder errichtet. Sie waren zuvor wie bei allen anderen schon lange nicht mehr vorhanden. In unmittelbarer Nähe lag einst das 1954 wegen Baufälligkeit abgerissene Prösener Schleusenwärterhaus. An seinem ursprünglichen Standort befindet sich heute eine gastronomische Einrichtung. 2001 entstand deshalb<!--weshalb?--> unweit der Schleuse der Nachbau des hiesigen Schleusenwärterhäuschens,<ref>Veit Rösler: ''Thomas-Reinke-ist-neuer-Chef-der-Proesener-Angelsportler''. In: ''[[Lausitzer Rundschau]]'', 11. Januar 2007</ref> in dessen Nachbarschaft für längere Zeit eine Ausstellung zur Historie des „Floßkanals“ mit zwei Nachbauten der hier verkehrenden Lastkähne sowie einigen Schautafeln zu sehen war.<ref>[http://www.schleusenhaus.com/ Internetauftritt des Gasthofes „Schleusenhaus“], abgerufen am 15. März 2014</ref><ref name="Werner Galle 1">{{Literatur |Autor=Werner Galle |Titel=Von der Schleuse und dem Schleusenhaus Prösen |Sammelwerk=250 Jahre Floßkanal Grödel-Elsterwerda 1748–1998 |Ort=Lampertswalde |Datum=1997}}</ref>

{{Anker|Floßkanalroute}}
Parallel zum Kanal verlaufen mehrere streckenweise unterbrochene [[Radverkehrsanlage|Radwege]], zum Teil auf dem Damm. Touristisch erschlossen sind die Wege mit der ''Floßkanalroute'', einem [[Radwanderweg]], der den [[Elberadweg]] von Grödel aus mit dem [[Schwarze-Elster-Radweg]] verbindet.<ref>[http://www.elbe-roeder.de/index.php?id=83 Die Floßkanalroute auf www.elbe-roeder.de], abgerufen am 27. März 2014</ref> Auf einigen Uferkilometern des Gewässers ist noch der frühere [[Leinpfad|Treidelpfad]] zu erkennen. Weitere noch wahrnehmbare Relikte der Kanalgeschichte sind verbreiterte Teilstücke für die Begegnung von Kähnen, die Überreste der Schleusen in Elsterwerda und Pulsen sowie in Grödel zwei Gewölbebrücken aus der Entstehungszeit des Kanals. Stellenweise sind auch[FILLWORD?] noch die Fundamente der einst am Kanal entlangführenden [[110-kV-Leitung Lauchhammer–Riesa|Überlandleitung]] zu sehen, die als erste [[Hochspannungsleitung]] mit einer Betriebsspannung von über 100 kV in Europa gilt. An der sächsisch-brandenburgischen Grenze steht ein historischer Grenzstein.

Weitere Sehenswürdigkeiten in der Umgebung sind unter anderem das [[Schloss Elsterwerda|Elsterwerdaer Schloss]], die Koselitzer Teiche, der [[Tiefenau (Wülknitz)#Barockgarten Tiefenau|Barockgarten Tiefenau]] mit einer erhaltenen Schlosskirche und der Gutspark in Grödel. Außerdem sind bei Glaubitz, Streumen und [[Zeithain]] vier landschaftsprägende [[Obelisk]]en aus Sandstein erhalten geblieben, die im 18. Jahrhundert das [[Gelände|Terrain]] des [[Zeithainer Lustlager]]s markierten.

== Veröffentlichungen und Medien ==
=== Literatur (Auswahl) ===
* Arbeitsgemeinschaft für Heimatkunde e.&nbsp;V. Bad Liebenwerda (Hrsg.): ''Heimatkalender-Für das Land zwischen Elbe und Elster. Nr. 54'', Gräser Verlag, Großenhain 2001, ISBN 3-932913-22-1 (Beitrag von Werner Galle und Ottmar Gottschlich: ''Der Elsterwerdaer Holzhof'', S. 83–88)
* Herbert Flügel: ''Zur Baugeschichte des Floßkanals Elsterwerda – Grödel'' in: ''Sächsische Heimatblätter'', Heft 2/1987, S. 72–77
* Heimatverein Elsterwerda und Umgebung e.&nbsp;V., Heimatverein zur Erforschung der sächsischen Stahlwerke-Gröditzer Stahlwerke GmbH (Hrsg.): ''250&nbsp;Jahre Floßkanal Grödel-Elsterwerda 1748–1998'', Lampertswalde 1997.
* Institut für Länderkunde Leipzig, Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig (Hrsg.): ''Der Schraden. Eine landeskundliche Bestandsaufnahme im Raum Elsterwerda, Lauchhammer, Hirschfeld und Ortrand'', Landschaften in Deutschland – Werte der deutschen Heimat Bd. 63, Böhlau, Köln u.&nbsp;a. 2001, ISBN 3-412-10900-2.
* Eberhard Matthes, Werner Galle: ''Elsterwerda in alten Ansichten''. 2. Aufl., Europäische Bibliothek, Zaltbommel (Niederlande) 1993, ISBN 90-288-5344-8
* Gerhard Richter: ''250&nbsp;Jahre Floßkanal Grödel–Elsterwerda'' in: ''Mitteilungen des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz'' e.&nbsp;V., Heft 3/1997, S. 49–54.
* Günter Krieg: ''Streifzüge durch die Niederlausitz und das Elbe-Elsterland.'', Band 19. ''Der Grödel-Elsterwerdaer-Floßkanal zwischen Elbe und Elster.'' Selbstverlag Günter Krieg, Doberlug-Kirchhain 2003, {{DNB|978790715}}.

=== Dokumentationen (Film) ===
* Hans-Georg Wosseng: ''Die Regenmacher von Wülknitz – Leute verändern ihr Land – das Land verändert seine Leute'', Fernsehdokumentation im Auftrag des [[Deutscher Fernsehfunk|DFF]] über das Meliorationsobjekt im Riesaer Kanalgebiet, Produktion: [[DEFA]]-Studio für Kurzfilme, [[Babelsberg]], 1977<ref>[http://www.film-zeit.de/Film/12703/DIE-REGENMACHER-VON-WueLKNITZ/Crew/ Der Dokumentarfilm „Die Regenmacher von Wülknitz“ auf www.film-zeit.de], abgerufen am 26. März 2014</ref>

== Weblinks ==
{{Commonscat|Elsterwerda-Grödel-Floßkanal|Elsterwerda-Grödel-Floßkanal}}
* [http://www.elbe-roeder.de/index.php?id=10 Internetauftritt des Elbe-Röder-Dreieck e.&nbsp;V], Verein zur Förderung der regionalen Entwicklung in der Region Elbe-Röder-Dreieck.
* [http://www.elsterwerda.de/ Internetauftritt der Stadt Elsterwerda]
* [http://www.gemeinde-roederland.de/ Internetauftritt der Gemeinde Röderland]

== Fußnoten und Einzelnachweise ==
<references />

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[[Kategorie:Kanal in Brandenburg]]
[[Kategorie:Geographie (Landkreis Elbe-Elster)]]
[[Kategorie:Gewässer im Landkreis Meißen]]
[[Kategorie:Röderland]]
[[Kategorie:Baudenkmal in Elsterwerda]]
[[Kategorie:Schraden (Landschaft)]]
[[Kategorie:Landschaftsschutzgebiet in Sachsen]]
[[Kategorie:Kanal in Sachsen]]
[[Kategorie:Flusssystem Schwarze Elster|KElsterwerdaGrodelFlosskanal]]
[[Kategorie:Erbaut in den 1740er Jahren]]
[[Kategorie:Geographie (Elbe-Elster-Land)]]
[[Kategorie:Floßgraben]]
[[Kategorie:Verkehrsbauwerk im Landkreis Elbe-Elster]]
[[Kategorie:Bauwerk im Elbe-Elster-Land]]
[[Kategorie:Verkehrsbauwerk im Landkreis Meißen]]
[[Kategorie:Nünchritz]]

Erläuterungen

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