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Geprüfter Artikel: Kreis Dithmarschen [Bearbeiten in Wikipedia]

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Legende:
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Ist selten sinnvoll, bitte prüfen.
Ist manchmal sinnvoll, bitte prüfen.
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Wiki-Quelltext mit Anmerkungen:

{{Infobox Landkreis
|Name = Dithmarschen
|Wappen = Wappen Kreis Dithmarschen.svg
|Karte = Locator map HEI in Germany.svg
|Breitengrad = 54.13
|Längengrad = 9.11
|Lageplan = Schleswig-Holstein HEI.svg
|Bundesland = Schleswig-Holstein
|Verwaltungssitz = [[Heide (Holstein)|Heide]]
|Kreisschlüssel = 01051
|NUTS = DEF05
|Gliederung = 116
|Adresse = Stettiner Straße 30<br />25746 Heide
|Website = [http://www.dithmarschen.de/ www.dithmarschen.de]
|Landrat = Stefan Mohrdieck
|Partei = parteilos
}}
[[Datei:Kreis-Dithmarschen-Logo.svg|mini|Das Logo des Kreises Dithmarschen]]
Der '''Kreis Dithmarschen''' [{{IPA|ˈdɪtmaʁʃən}}; [[Niederdeutsche Sprache|niederdeutsch]]: {{IPA|ˈdɪtmaːʃn̩|}}] (in älteren Dokumenten: ''Dithmarsen'' oder [[Latinisierung|latinisiert]] ''Dithmarsia;'' [[Dänische Sprache|dänisch]]: ''Ditmarsken;'' veraltet / [[Englische Sprache|englisch]]: ''Ditmarsh'') ist ein Landkreis im Westen von [[Schleswig-Holstein]] zwischen [[Kreis Steinburg|Steinburg]] und [[Kreis Nordfriesland|Nordfriesland]]. Das Kreisgebiet wird begrenzt durch [[Nordsee]], [[Eider]] und [[Elbe]] sowie – grob gesehen – den [[Nord-Ostsee-Kanal]]. Es ist weitgehend identisch mit der [[Dithmarschen|historischen Region Dithmarschen]], die im Mittelalter zeitweise eine quasi-unabhängige [[Bauernrepublik]] war. Der Kreis Dithmarschen ist Teil der [[Metropolregion Hamburg]].

In der Vergangenheit wurde Dithmarschen vor allem von der Landwirtschaft und dem [[Kohl]]anbau geprägt, in den letzten 100 Jahren kamen [[Erdöl]]förderung, [[Fremdenverkehr]] und [[Windenergieanlage]]n hinzu. Am [[Brunsbüttel Ports#Elbehafen Brunsbüttel|Elbehafen]] [[Brunsbüttel]] befindet sich ein bedeutendes Industriegebiet.

== Geographie ==
=== Lage ===
Der Kreis liegt im Landesteil [[Holstein]] an der [[Nordsee]]. Im Norden grenzt er an die Kreise [[Kreis Nordfriesland|Nordfriesland]] und [[Kreis Schleswig-Flensburg|Schleswig-Flensburg]], im Osten an [[Kreis Rendsburg-Eckernförde|Rendsburg-Eckernförde]] und im Südosten an [[Kreis Steinburg|Steinburg]]. Die Kreisgrenze folgt im Südosten und Osten ungefähr dem Nord-Ostsee-Kanal. Einige Kilometer Dithmarscher Gebiet liegen dabei südöstlich bzw.[ABBREVIATION] Steinburger und Rendsburger Gebiet nordwestlich des Kanals, da die Kreisgrenze noch heute identisch mit den Grenzen aus der Zeit Karls des Großen ist.

Größere Städte in der Nähe sind [[Hamburg]] und [[Itzehoe]] im Südosten, [[Husum]] im Norden sowie [[Kiel]] und [[Rendsburg]] im Osten. Da in Schleswig-Holstein die Verkehrsinfrastruktur in Nord-Süd-Richtung wesentlich besser ausgebaut ist als in Ost-West-Richtung, orientiert sich der Kreis überwiegend nach Hamburg. Sein südlicher Teil –&nbsp;der Wirtschaftsraum [[Brunsbüttel]]&nbsp;– gehört zur [[Metropolregion Hamburg]].

Das Kreisgebiet ist in seiner größten Nord-Süd-Ausdehnung 54&nbsp;Kilometer breit, in Ost-West-Richtung 41&nbsp;Kilometer. Auf der Geest, in der Gemeinde [[Schrum]], liegt mit {{Höhe|78.81|DE-NN|link=true}} im Flurstück „Karghöde“ die höchste Erhebung des Kreises. Höchster Punkt mit über {{Höhe|200|DE-NN|link=true}} ist die Spitze vom Sender „[[Heide (Holstein)|Heide]]“ ([[DVB-T]] Sendemast) für die Westküste (bis [[Helgoland]]) in [[Welmbüttel]]. Die ''[[REpower Systems|REpower 5M]]''-Windenergieanlage in [[Brunsbüttel]] reicht mit einer Turmhöhe von 120&nbsp;Metern und einer Rotorblattlänge von 61,5&nbsp;Metern für Bruchteile von Sekunden addiert auf 181,5&nbsp;Metern plus Standhöhe, jedoch nicht an das höchste Bauwerk in Dithmarschen heran.

Der niedrigste Punkt, mit einem halben&nbsp;Meter unter NN, liegt in der [[Burger Au]]-Niederung.

Die Mitte Dithmarschens liegt in der Gemeinde [[Epenwöhrden]] bei N54° 7' 37.92", E9° 6' 45.54".<ref>Epenwöhrden: {{Webarchiv|text=Der Mittelpunkt Dithmarschens |url=http://www.xn--epenwhrden-icb.de/mitte.html |wayback=20160305003246}}</ref> Am Mittelpunkt Dithmarschens wurde am 4. Mai 2011 ein Klimabaum ([[Stieleiche]])<ref>[http://www.stiftung-klimawald.de/index.php/klimawaelder/klimabaeume/chronik Pflanzung des Klimabaumes am Mittelpunkt Dithmarschens]</ref> von der [[Stiftung Klimawald]] und den Bürgern von Epenwöhrden gepflanzt.

Helgoland gehörte bis zum 30. September 1922 zu Dithmarschen (zu dem damaligen Kreis Süderdithmarschen).

=== Entstehung und Gliederung ===

==== Entstehung ====
[[Datei:Drainagekanal neu.JPG|mini|hochkant|In den Marschgebieten ist Entwässerung notwendig. Hier ein frisch gereinigter Kanal mit neu verlegten Rohren. Die Rohre, die das Feld entwässern, sind noch erkennbar.]]
Das Kreisgebiet besteht von West nach Ost aus dem [[Wattenmeer]], [[Marsch (Schwemmland)|Marschgebieten]], [[Moor]] und aus [[Geest]]. Der Kreis verdankt seine landschaftliche Beschaffenheit seiner Lage zur Nordseeküste. Vor 6500&nbsp;Jahren war die Nordsee erheblich höher als heute. Die Küstenlinie verlief entlang der Geestkerne. Seit etwa 4500&nbsp;Jahren bildete sich eine [[Ausgleichsküste]] aus. Die Geestkerne wurden durch [[Nehrung]]en aus Sand und Kies verbunden. Dahinter liegende Täler und flache Ebenen wurden nicht mehr vom Meer bedeckt, Moore, Seen und Schilfsümpfe bildeten sich. Seit etwa 3500&nbsp;Jahren begannen sich die Marschen zu bilden. Auf [[tide]]bedingten Ablagerungen siedelten erste Pflanzen ([[Queller]]), das Land verwandelte sich zu [[Salzwiese]]n und später Marschen. Dithmarschen profitiert dabei derzeit[WORDS?] von den Strömungsverhältnissen der Nordsee. Hier treffen zwei sedimenttragende Strömungen aufeinander: eine, die aus einem Gebiet östlich der [[Straße von Dover]] Sedimente über die Niederlande und Ostfriesland nach Dithmarschen trägt, und eine andere, die ihren Ursprung im Seegebiet nördlich vom südlichen Dänemark hat. Während das benachbarte Nordfriesland Land verliert, wächst Dithmarschen durch Ablagerung und Eindeichung.<ref>Petra Witez: ''Abschlussbericht zum Forschungsvorhaben MTK 0608 (03 KIS 3160): Programme zur langfristigen Erhaltung des Wattenmeers – Prowatt''. Hrsg. vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, Laboe 2002. S.&nbsp;17.</ref>

Die Marschen bildeten sich hier später als im benachbarten Nordfriesland und liegen etwas höher. Sie sind deshalb besser zum Ackerbau geeignet. Der intensive Gemüseanbau erreicht landesweite Höchsterträge. Seit ungefähr 500&nbsp;Jahren wird durch den Mensch eine geplante [[Landgewinnung]] betrieben, welche die Landfläche erheblich ausweitete. Seit dem 12.&nbsp;Jahrhundert gibt es planmäßigen [[Deich]]bau an der Küste. Vorher lebten die Menschen auf erhöhten [[Warft|Wurten]] – künstliche Hügel aus Mist oder später [[Klei]], die mit Kiessoden abgedeckt wurden. In älteren Marschsiedlungen wie [[Wesselburen]] oder [[Wöhrden]] lassen sich diese Wurten noch im Ortsgebiet erkennen. Andere wie bei [[Tiebensee]] oder [[Busenwurth|Süderbusenwurth]] wurden bald wieder verlassen und sind so in der Landschaft sichtbar.

==== Watt, Vorland, Küstenschutz ====
[[Datei:Eidersperrwerk.jpg|mini|Eidersperrwerk (Landseite)]]
Das [[Wattenmeer]] vor Dithmarschen ist durch vergleichsweise hohe Gezeitenunterschiede von über 3,2&nbsp;Meter gekennzeichnet. So konnte sich anders als in Nordfriesland keine stabile [[Barriereinsel|Barrierekette]] aus Inseln und [[Hochsand]]en vor der Küste bilden, sondern es entstand ein wesentlich dynamischeres System. Der Hochsand [[Blauort]] und die Insel [[Trischen]] bewegen sich durch Erosion und Wiederanspülung über 30&nbsp;Meter pro Jahr auf die Küste zu und verlieren dabei beträchtlich an Größe; dabei steht zu vermuten, dass sich an ihrem Ausgangspunkt neue Sände und Inseln bilden werden. Das dominierende [[Priel]]system vor der Dithmarscher Küste ist der [[Piep]], der an der Wattgrenze beginnt und sich bis an den [[Speicherkoog (Dithmarschen)|Speicherkoog]] fortsetzt.<ref>Petra Witez: ''Abschlussbericht zum Forschungsvorhaben MTK 0608 (03 KIS 3160): Programme zur langfristigen Erhaltung des Wattenmeers – Prowatt''. Hrsg. vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, Laboe 2002. S.&nbsp;74&nbsp;ff.</ref>

Nach Untersuchungen des Forschungszentrums Westküste aus dem Jahr 2000 leben in Dithmarschen 42.000&nbsp;Einwohner in sturmflutgefährdeten Gebieten bis zu einer Höhe von {{Höhe|10|DE-NN|link=true}}, davon 38.000 in stark gefährdeten Gebieten bis {{Höhe|5|DE-NN|link=true}}. In dieser Fläche von knapp 800&nbsp;Quadratkilometer Größe finden sich gefährdete Vermögenswerte von etwa 4&nbsp;Milliarden&nbsp;Euro. Sie konzentrieren sich dabei auf die küstennahen Siedlungskerne wie [[Büsum]], [[Brunsbüttel]] oder [[Meldorf]].

Dem [[Küstenschutz]] dienen in der ersten [[Deich]]linie 82&nbsp;Kilometer Seedeiche und 40&nbsp;Kilometer Elbdeiche. Die Deichlinie wurde mit dem Bau des [[Eidersperrwerk]]s signifikant verkürzt. Nach den Erfahrungen mit der [[Sturmflut 1962|Sturmflut von 1962]] sollte dies die Instandhaltung der Deiche erleichtern und die Gefahr eines Deichbruchs verringern. Die zweite Deichlinie besteht vor allem aus ehemaligen Küstendeichen, die durch Landgewinnung oder Verkürzung der Küstenlinie nicht mehr direkt an den gefährdeten Stellen, sondern im Hinterland liegen. Sie dienen ebenso als zusätzlicher Schutz bei eventuellen Deichbrüchen wie als Transport- oder Fluchtweg.

[[Datei:Hochwasseramdeich.JPG|mini|Hochwasser überspült das Deichvorland]]
Im Kreis befinden sich in der zweiten Deichlinie 92&nbsp;Kilometer See- und 29&nbsp;Kilometer Eiderdeiche. Sie werden auch[FILLWORD?] als [[Schlafdeich]]e bezeichnet. Im Gegensatz zum Nachbarkreis Nordfriesland gibt es vor der Dithmarscher Küste keine Inseln, die sie gegen die Gewalt des Meeres schützen könnten. Andererseits liegt die Dithmarscher Marsch im Schnitt einige Meter über Null – nach einem Deichbruch würde von einer normal hohen Flut keine Gefahr ausgehen. Es zeigt sich, dass sich in Dithmarschen in den letzten Jahrzehnten eine natürliche [[Verlandung]] vollzieht.

==== Marsch ====
[[Datei:Westerkoog feb.jpg|mini|Westerkoog, typische Marschlandschaft]]
Fast die Hälfte des Kreisgebiets wurde durch [[Landgewinnung]] aus der Nordsee gewonnen. Dabei wurde einerseits neues Land aus dem Wattenmeer geschaffen. Andererseits wurden ehemalige Inseln wie ''Busen'' (heute: [[Büsum]]) oder [[Helmsand]] mit dem Land verbunden.<ref name="mei2">Rudolf Meisterjahn: ''Dithmarscher Inseln und Halligen: Helmsand'', Dithmarschen Heft 3 September 2013, S. 2</ref> Von den 57.000&nbsp;Hektar Marschland im Kreisgebiet wurden 42.000&nbsp;Hektar erst in den letzten fünfhundert Jahren gewonnen. Die alte Küstenlinie folgte etwa einer Linie zwischen [[Marne (Holstein)|Marne]] und [[Wesselburen]]. Letztes eingedeichtes Land war der bei Meldorf liegende [[Speicherkoog (Dithmarschen)|Speicherkoog]], dessen Eindeichung 1979 vollendet wurde.

[[Koog|Köge]], [[Deich]]e und Entwässerungskanäle sind landschaftsprägend. Der Marschboden besteht vor allem aus jüngerer [[Marsch (Schwemmland)|Marsch]], die sehr fruchtbar ist ([[Ackerzahl]] 50–70). In der Landschaft finden sich zahlreiche kleinere und größere Gewässersysteme, die das Süßwasser des Binnenlandes sowie bei Ebbe das aufgelaufene Meerwasser und das rückgestaute Süßwasser der Geest in die Nordsee leiten. Die Entwässerung geschieht dabei fast im gesamten Marschgebiet auf natürliche Weise.

==== Geest ====
Die [[Geest]] bildete vor 4000&nbsp;Jahren noch die Küstenlinie. An einigen Stellen wie dem ''Barlter Kleve'' („Kliff“) bei [[Gudendorf]] mit einem Abfall von 20&nbsp;Meter, am Klev von [[Sankt Michaelisdonn]] (40&nbsp;Meter Abfall) sowie zwischen Kuden und Burg sind noch die ursprünglichen [[Kliffküste|Kliffs]] erkennbar, die sich durch die Brandung bildeten. Teilweise wurden lange [[Nehrung]]en in das Meer gerissen, die in Dithmarschen so genannten ''Donns'', die heute für Geestspitzen in der Marsch sorgen.

Das Geestgebiet teilt sich in Naturräume auf: Der größte Teil gehört zur [[Heide-Itzehoer Geest]], die Geestgebiete im äußersten Nordosten des Kreises grenzen an die [[Eider-Treene-Niederung]].
Dank mehrerer [[Endmoräne]]n ist es im Osten so hügelig, dass die Gegend um [[Welmbüttel]] den Namen ''Dithmarscher Schweiz'' trägt.

Ursprünglich bestand das Geestgebiet aus großen [[Eiche]]nwäldern, Eichen-[[Buche]]n-Mischwäldern oder Nadelwäldern. Von diesen sind noch der [[Riesewohld]] und der [[Aukrug]] weitgehend erhalten. Die größten Teile der Wälder fielen der Landwirtschaft zum Opfer, verwandelten sich in [[Heide (Landschaft)|Heidegebiete]] und wurden erst im 19.&nbsp;Jahrhundert wieder aufgeforstet (Gegend um Burg, Weddingstedt, Welmbüttel und Albersdorf). Wegen der großen Marsch- und Mooranteile ist der Kreis Dithmarschen mit nur 3&nbsp;Prozent Waldfläche einer der am wenigsten bewaldeten Kreise Deutschlands. Die restlichen Heiden wurden ebenso wie die meisten Moore überwiegend in Grünland umgewandelt. Moore, Heiden und Niederwälder finden sich fast nur noch in Naturschutzgebieten.

=== Klima ===
[[Datei:Norddeich wolkenberge dunkler.JPG|mini|Wintersturm über Dithmarschen]]
Das Klima Dithmarschens ist durch seine Lage direkt an der Nordsee gekennzeichnet. Es herrscht ein atlantisches Klima mit milden Wintern und Sommern. Die Regenmenge ist im August und Oktober am größten (rund 80&nbsp;mm im Monat), im Februar bis Juni am geringsten (um 40&nbsp;mm). Die Marsch unterscheidet sich von der Geest dadurch, dass der erste Frost meist nicht vor Ende Oktober, der letzte Frost nicht nach Mitte April eintritt.

Im langjährigen Schnitt herrschen in Dithmarschen an 273&nbsp;Tagen im Jahr Windstärken über vier, an acht&nbsp;Tagen [[Sturm]] mit [[Orkan]]böen. Bedingt durch den Wind erfolgen oft schnelle Wetterwechsel, wobei direkt von der Nordsee kommende West-Wetterlagen vorherrschend sind.

=== Fauna und Flora ===
[[Datei:Baeume im Westwind.JPG|links|mini|Der Wind beeinflusst das Pflanzenwachstum]]
Während die Geest-Gebiete bewaldet sind, gibt es Bäume in den Marschgebieten nur als Windschutz in der Nähe von Häusern oder befestigten Ortschaften, als Straßen- oder Obstbäume.

In Dithmarschen befinden sich verschiedene Moore. Eine Sonderstellung nimmt dabei das ''Weiße Moor'' bei Heide ein; es ist das einzige noch relativ gut erhaltene [[Regenmoor|Hochmoor]] in der schleswig-holsteinischen Marsch.

[[Datei:Seehund.jpg|mini|[[Seehund]] auf Sandbank]]
Der [[Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer]] liegt teilweise in Dithmarschen. In dieser Region handelt es sich fast ausschließlich um Sandwatt. Das Watt bietet ökologisch den wichtigsten Lebensraum des Kreises. Hier leben sehr viele Muscheln, Schnecken, Würmer und Krebse, welche die Nahrungsgrundlage anderer Tiere sind. Es dient so als „Kinderstube“ zahlreicher Fischarten, die hier im geschützten Bereich ihren Nachwuchs großziehen. Ebenso ist sie Heimat einer artenreichen Vogelwelt, die im Herbst und Winter durch zahlreiche Zugvögel ergänzt wird. Teilweise überwintern sie hier, teilweise nutzen sie es als nahrungsreichen Rastplatz. Zu den typischen Vogelarten gehören [[Alpenstrandläufer]], [[Knutt]], [[Pfuhlschnepfe]]n, [[Kiebitze]], [[Regenpfeifer]], [[Austernfischer]] sowie zahlreiche [[Enten]]- und [[Möwen]]arten, [[Seeschwalbe]]n, [[Brandseeschwalbe]]n, [[Säbelschnäbler]], [[Ringelgans|Ringelgänse]] und [[Nonnengans|Nonnengänse]] (Weißwangengänse). Allein von den [[Brandgans|Brandgänsen]] kommen im August etwa 200.000&nbsp;Exemplare. Die Vögel werfen hier ihre Federn ab und sind damit etwa 3&nbsp;Wochen lang flugunfähig. Es handelt sich dabei fast um den gesamten Bestand der Art in Nordwesteuropa. Die größten [[Salzwiese]]ngebiete liegen vor Friedrichskoog und in der Neufelder Bucht.

[[Datei:Eidersperrwerk 2008 seeschwalbe kuckt.JPG|mini|[[Küstenseeschwalbe]] über dem [[Eidersperrwerk]]]]
Im Watt befinden sich die Insel [[Trischen]], die Sandbank [[Tertius (Sandbank)|Tertius]] (ein früherer Hochsand) und der Hochsand [[Blauort]]. Diese zählen zu den einzigen weitgehend naturbelassenen Lebensräumen an der Küste und sind von großer Bedeutung für Seevögel und Seehunde. Die Flachzonen sind den Meeresströmungen ausgesetzt und verändern fortwährend ihre Gestalt; generell ziehen sie dabei nach Osten auf die Küste zu. In den 1930er&nbsp;Jahren gab es einen Versuch, Trischen einzudeichen und landwirtschaftlich nutzbar zu machen, jedoch hielt die Bedeichung der See und den Strömungen nicht stand. Heute gehören die Sande zum Nationalpark und sind der menschlichen Nutzung per Gesetz entzogen.

Die teilweise zum Kreis gehörende Eider-Treene-Niederung beherbergt eine der größten binnenländischen Ansammlungen von Wiesenvögeln.

=== Naturschutzgebiete ===
Neben dem Nationalpark Wattenmeer wurden in Dithmarschen 13 Gebiete als Naturschutzgebiete ausgewiesen (Stand Februar 2017). Es handelt sich dabei um vier (mittlerweile) binnenländische Watt- und Marschlandschaften ([[Speicherkoog (Dithmarschen)|Speicherkoog]]/Kronenloch, Speicherkoog/Wöhrdener Loch, [[Dithmarscher Eiderwatt]] und [[Delver Koog]]), drei Seen oder verlandete Seen ([[Kudensee]], [[Ehemaliger Fieler See]], [[Ehemaliger Fuhlensee]]), vier Moore ([[Fieler Moor]], [[Weißes Moor (Kreis Dithmarschen)|Weißes Moor]], [[Dellstedter Birkwildmoor]], Wittmoor) und das Geestkliff [[Kleve (Naturschutzgebiet)|Kleve]] bei [[Sankt Michaelisdonn]].
{{siehe auch|Liste der Naturschutzgebiete im Kreis Dithmarschen}}

== Geschichte ==
[[Datei:DTHM Kirchspi alt.JPG|mini|Die Dithmarscher Urkirchspiele. In Schwarz: die heutige Küstenlinie]]
{{Hauptartikel|Dithmarschen|titel1=Historische Region Dithmarschen}}

Erstmals erwähnt wird Dithmarschen im 9.&nbsp;Jahrhundert. ''Thiatmaresgaho'' gehörte zu den drei [[Sachsen (Volk)|sächsischen]] Gauen nördlich der Elbe, die [[Karl der Große]] in das [[Fränkisches Reich|Fränkische Reich]] eingegliedert hatte. Nach der [[Schlacht bei Bornhöved (1227)|Schlacht bei Bornhöved]] 1227 fiel Dithmarschen an das [[Erzbistum Bremen]], dessen Einfluss auf das Land jedoch gering blieb. Die Grafen von Holstein und Herzöge von Schleswig versuchten mehrfach, das reiche Bauernland zu erobern, mussten jedoch mehrere militärische Niederlagen hinnehmen. Zu bedeutenden Siegen der Dithmarscher kam es 1319, 1403/04 und 1500 ([[Schlacht bei Hemmingstedt]]). Erst in der ''[[Letzte Fehde|Letzten Fehde]]'' 1559 wurde das Heer von einer vereinigten Streitmacht unter [[Johann Rantzau]] geschlagen. Das Land wurde unter den Siegern, Herzog [[Adolf I. (Schleswig-Holstein-Gottorf)|Adolf&nbsp;I.]] von [[Schleswig-Holstein-Gottorf]], dem dänischen König [[Friedrich II. (Dänemark und Norwegen)|Friedrich&nbsp;II.]] und Herzog [[Johann II. (Schleswig-Holstein-Hadersleben)|Johann&nbsp;II.]] von [[Schleswig-Holstein-Hadersleben]] aufgeteilt.

Dithmarschen war im deutschsprachigen Europa bis zur frühen Neuzeit neben der Schweiz die einzige Republik. Die [[Kirchspiel]]e fungierten hier ähnlich wie die Schweizer [[Kanton (Schweiz)|Kantone]]. Ein Forschungsprojekt der Universität Kiel drückt es so aus:

: ''[…] aus Dithmarschen zu sein steht jedoch für eine gewisse Eigenart der Bewohner, eine spezielle Eigenständigkeit, eine vielleicht auch angedichtete Eigensinnigkeit und sicherlich für ein besonders ausgeprägtes Selbstbewußtsein. Ein Selbstbewußtsein, das in der Dithmarscher Geschichte wurzelt, die in Dithmarschen wahrlich prägend ist.''<ref>Jan Behrens: ''Spuren bäuerlichen Selbstbewußtseins in Dithmarschen''. Entstanden im Rahmen des Forschungsprojektes ''Geschichte zum Anschauen in Schleswig-Holstein'' der Christian-Albrechts-Universität Kiel, Historisches Seminar.</ref>

Der Historiker Robert Heinrich Chalybäus formulierte im 19.&nbsp;Jahrhundert: ''„Ditmarsen, dat schölen Buren sin? Et mögen wohl wesen Heren.“''

Die [[Reformation]] erreichte Dithmarschen erst nach dem gewaltsamen Tode [[Heinrich von Zütphen]]s am 10. Dezember 1524 (Ermordung in Heide). Die reformatorische Lehren wurden zuerst im Meldorfer Dom gepredigt. Ab 1532 verbot der [[Achtundvierziger (Dithmarschen)|Rat der 48er]] bei Strafe für Leib und Leben das Festhalten am alten Glauben.

Nachdem es seine Unabhängigkeit endgültig 1559 verloren hatte, wurde Dithmarschen in drei Teile ([[Neocorus]], Bd. II Seite 268) aufgeteilt. Der mittlere Teil rund um Heide wurde nach dem Tode des Fürsten Johann 1581 den Teilen [[Norderdithmarschen]] und [[Süderdithmarschen]] zugeteilt. 1773 waren beide Dithmarschen unter einer dänischen Führung.

Die Region behielt eine hohe Eigenständigkeit und relative Selbstständigkeit. Das 1567 reformierte ''[[Dithmarscher Landrecht]]'' blieb über 300&nbsp;Jahre in Kraft. In den folgenden Zeiten erlebte die Gegend einen wirtschaftlichen Aufschwung. Zahlreiches Land wurde neu gewonnen. So wurde 1585 die Insel ''Busen'', die heutige Gemeinde [[Büsum]], mit dem Festland verbunden.

Nach Verwüstungen durch [[Sturmflut]]en und inneren Streitigkeiten am beginnenden 18.&nbsp;Jahrhundert erholte sich die Region anschließend wieder. Der dänische König reformierte die durch häufige Kriege zerstörte Landschaft durch Aufteilung der [[Allmende|Meente]] (Allgemeinbesitz), Verkoppelung der Einzelhöfe und die Anlage von [[Knick]]s und strukturierte das ländliche Wegenetz neu. Zahlreiche Bauten aus der Zeit zeugen vom relativen Wohlstand der Region. Erst durch die [[Koalitionskriege|Napoleonischen Kriege]] und insbesondere den ''[[Kosakenwinter]]'' von 1813/1814 litt Dithmarschen.

Mit der Eingliederung der [[Provinz Schleswig-Holstein]] und Dithmarschen in [[Preußen]] 1867 verlor das Land seine Sonderrechte. Der Bau des [[Nord-Ostsee-Kanal]]s und der Beginn des Kohlanbaus in der Region sorgten für eine Prosperität, die bis heute anhält.

Dithmarschen war eine frühe Hochburg des [[Nationalsozialismus]]. Eine antirepublikanische und gegen die Moderne gerichtete Grundstimmung führte dazu, dass die [[Blut-und-Boden-Ideologie]] der Nationalsozialisten in Dithmarschen auf fruchtbaren Boden fiel und die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei der [[Reichstagswahl 1928]] schon 18&nbsp;Prozent erzielte. Bei der [[Reichstagswahl 1930]] waren es bereits 50&nbsp;Prozent, und 1932/33 holte die NSDAP über 60&nbsp;Prozent der Stimmen.

{|
|+ NSDAP-Ergebnisse bei den Reichstagswahlen
!Wahl
!Norderdithmarschen
!Süderdithmarschen
!Schleswig-Holstein
!Deutsches Reich
|-
| 1928
| 18,1 %
| 17,8 %
| 4,0 %
| 2,6 %
|-
| 1930
| 50,3 %
| 36,3 %
| 27,0 %
| 18,3 %
|-
| 1932 (I)
| 68,4 %
| 59,8 %
| 51,0 %
| 37,4 %
|-
| 1932 (II)
| 65,3 %
| 57,5 %
| 46,7 %
| 33,1 %
|-
| 1933
| 68,6 %
| 63,7 %
| 53,3 %
| 43,9 %
|}

Während die deutschnationalen Bürgermeister [[Willy Schmedtje]] in Meldorf und [[Hermann Hadenfeldt]] in Heide bis 1938 bzw.[ABBREVIATION] 1937 im Amt blieben, wurde Büsums Bürgermeister [[Otto Johannsen]] am 13. März 1933 von einer Gruppe von SA- und SS-Männern unter Leitung von [[Karl Herwig]] seines Amtes enthoben.

In der [[Reichspogromnacht]] am 9./10. November 1938 überfielen Nationalsozialisten in Brunsbüttel den Geschäftsinhaber Franz Samter. Samter und dessen Sohn wurden in „[[Schutzhaft (Nationalsozialismus)|Schutzhaft]]“ genommen. Die Heider SA-Standarte 85 war in der Reichspogromnacht maßgeblich an der Zerstörung der [[Synagoge (Friedrichstadt)|Synagoge]] in [[Friedrichstadt]] beteiligt.

In [[Gedenkstätte Gudendorf|Gudendorf]] gab es ein Lager für Kriegsgefangene, das im April 1944 zum Sterbelager wurde. Mehr als 3000 [[sowjetische Kriegsgefangene]] starben dort.

Noch in den 1990er&nbsp;Jahren gestaltete sich die Aufarbeitung der Zeit des Nationalsozialismus in Dithmarschen schwierig. Seit 2005 wird mit [[Stolpersteine]]n der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. 2005 und 2006 hat [[Gunter Demnig]] in Heide insgesamt sieben Stolpersteine verlegt.<ref>[http://www.akens.org/akens/texte/stolpersteine/Stolpersteineliste.htm#Heide ''Liste der Stolpersteine in Heide''] auf akens.org, abgerufen am 6. Januar 2018</ref> In [[Meldorf]] und in [[Burg (Dithmarschen)]] wurden 2008 und 2009 jeweils[FILLWORD?] zwei weitere Stolpersteine installiert.<ref>[http://www.akens.org/akens/texte/stolpersteine/Stolpersteineliste.htm#Meldorf ''Liste der Stolpersteine in Meldorf''] auf akens.org, abgerufen am 6. Januar 2018</ref><ref>[http://www.akens.org/akens/texte/stolpersteine/Stolpersteineliste.htm#Burg%20in%20Dithmarschen ''Liste der Stolpersteine in Dithmarschen''] auf akens.org, abgerufen am 6. Januar 2018</ref>

Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde Dithmarschen bis auf Luftangriffe auf den Hafen Brunsbüttel und die Erdölraffinerien in [[Ostermoor (Brunsbüttel)|Ostermoor]] und Hemmingstedt von Kampfhandlungen weitgehend verschont. Nach der Befreiung vom Nationalsozialismus wurden Dithmarschen und [[Eiderstedt]] (zusammen damals unter 120.000 Einwohner) zum Internierungsgebiet der Alliierten für bis zu 400.000&nbsp;Soldaten. Außerdem wurden zahlreiche [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945 bis 1950|Vertriebene]] im dünn besiedelten und weitgehend unzerstörten Schleswig-Holstein und damit auch[FILLWORD?] Dithmarschen angesiedelt. Ungefähr 40&nbsp;Prozent der Einwohner Dithmarschens stammten 1950 aus den ehemaligen [[Ostgebiete des Deutschen Reiches|deutschen Ostgebieten]].

Am 1. Oktober 1932 wurden die Kreise Norder- und Süderdithmarschen zusammengelegt. Am 1. Oktober 1933 wurde diese Gebietsreform wieder rückgängig gemacht. In der [[Zeit des Nationalsozialismus]] wurden die alten [[Kirchspiel]]e in einzelne unabhängige Gemeinden aufgeteilt. Seit dem 26. April 1970 besteht durch den Zusammenschluss der Kreise [[Kreis Norderdithmarschen|Norderdithmarschen]] und [[Kreis Süderdithmarschen|Süderdithmarschen]] wieder ein vereintes Dithmarschen.<ref name="ReferenceA">{{Literatur|Herausgeber=Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein|Titel=Die Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 1867–1970|Jahr=1972|Verlag=Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein|Ort=Kiel|Seiten=21}}</ref>

In den letzten Jahrzehnten bestimmte vor allem die Wirtschaft das politische Bild. Dazu gehörten umfangreiche Infrastruktur- und Industrialisierungsmaßnahmen ([[Eidersperrwerk]], geförderte Industrieansiedlung in Brunsbüttel) in den 1960ern und 1970ern. Seit den 1980ern versucht sich die Region auf den stattfindenden Strukturwandel umzustellen: Während die größtenteils gerade erst angesiedelte Industrie wieder abwandert, boomt die im Kreis hoch umstrittene [[Windenergie]]. Der Tourismus wird wichtiger; gleichzeitig aber[FILLWORD?] kämpft Dithmarschen mit den sich ändernden Reisegewohnheiten der Deutschen, denen das Angebot in der Region oft nicht ausreicht.

=== Einwohnerentwicklung ===
Die Einwohnerzahlen bis 1970 beziehen sich auf den Gebietsstand am 27. Mai 1970.<ref name="ReferenceA" />

{| cellpadding="0" cellspacing="0"
| style="vertical-align:top;" |
{| class="wikitable"
! style="background:#efefef;" | Jahr
! style="background:#efefef;" | Einwohner
|-
| 1871 <small>(1. Dez.)</small> || style="text-align:right;" | 75.199
|-
| 1885 <small>(1. Dez.)</small> || style="text-align:right;" | 77.347
|-
| 1895 <small>(2. Dez.)</small> || style="text-align:right;" | 82.037
|-
| 1905 <small>(1. Dez.)</small> || align="right" | 87.145
|-
| 1925 <small>(16. Juni)</small> || align="right" | 95.832
|-
| 1939 <small>(17. Mai)</small> || align="right" | 98.337
|-
| 1950 <small>(13. Sep.)</small> || align="right" | 175.761
|-
|}
| style="vertical-align:top;" |
{| class="wikitable"
! style="background:#efefef;" | Jahr
! style="background:#efefef;" | Einwohner
|-
| 1961 <small>(6. Juni)</small> || align="right" | 128.980
|-
| 1970 <small>(27. Mai)</small> || align="right" | 133.960
|-
| 1987 <small>(25. Mai)</small> || align="right" | 127.883
|-
| 2002 <small>(30. Juni)</small> || align="right" | 137.349
|-
| 2007 <small>(31. Dez.)</small> || align="right" | 136.451
|-
| 2012 <small>(31. Dez.)</small> || align="right" | 132.965
|-
|}
|}

== Kultur ==
=== Sprachen ===
[[Datei:School op de wurth schrift.jpg|mini|Schule [[Wöhrden]] mit plattdeutscher Beschriftung]]
In Dithmarschen werden im Alltag Hochdeutsch und Plattdeutsch ([[Niedersächsische Sprache]]) gesprochen. Bis in die 1950er/1960er&nbsp;Jahre hinein war Plattdeutsch die Alltagssprache, fast alle in dieser Zeit geborenen und aufgewachsenen Dithmarscher betrachten Plattdeutsch als ihre Muttersprache. Auch heute noch ist es weit verbreitet: in ländlicheren Gebieten eher als in städtischen, bei alten Menschen eher als bei Jüngeren.

Oft wird es nicht nur in der persönlichen Kommunikation oder beim geselligen Beisammensein gebraucht, sondern auch[FILLWORD?] bei formelleren Anlässen wie Versammlungen oder Vereinssitzungen. Teilweise werden in kleineren Dörfern die Sitzungen des Gemeinderats auf Platt abgehalten, meist jedoch aus Rücksicht auf den Protokollführer auf Hochdeutsch. Ein durch Fernsehen und Rundfunk bekannter lebender Dithmarscher Plattsprecher ist der in [[Hennstedt (Dithmarschen)|Hennstedt]] geborene [[Wilhelm Wieben]] – der ehemalige Tagesschausprecher ist heute vor allem durch plattdeutsche Lesungen und Hörbücher öffentlichkeitswirksam. Einer von zwei [[Tatort (Fernsehreihe)|Tatorten]], die jeweils[FILLWORD?] untertitelt waren, spielte in Dithmarschen – der Anteil des Platts in den Dialogen wurde als zu hoch für das hochdeutsche Publikum angesehen.

Der in Heide geborene [[Klaus Groth]] war einer der Ersten, die ernste Literatur auf Plattdeutsch verfassten. Obwohl Plattdeutsch als Schriftsprache weiter verbreitet ist als in den meisten Regionen, ist hier jedoch eine sehr klare Dominanz des Hochdeutschen erkennbar.

=== Traditionspflege ===
[[Datei:Kohltage-strohfiguren.JPG|mini|Werbung für die Kohltage]]
Während die Dithmarscher schon immer ein ausgeprägter Stolz auf ihre Geschichte kennzeichnete, wurden in den letzten Jahrzehnten zahlreiche Traditionen neu oder wiederbelebt. Zwischen idealistisch geleiteter Heimatpflege und dem Gedanken an die fördernde Wirkung für den Fremdenverkehr ist dabei kaum sauber zu trennen. Dabei entstehen weitgehend genuine Traditionsfortschreibung, ein neu entstandenes Patchwork verschiedener Traditionslinien und neuer Einrichtungen sowie gänzliche Neuerfindungen ohne historische Basis wie der [[Mittelaltermarkt]] in Heide.

In den ländlichen Gebieten gut gepflegte Traditionen sind [[Rolandreiten]], [[Ringreiten]], [[Kindervogelschießen]] und [[Boßeln]]. In [[Heide (Holstein)|Heide]] kommt einmal im Jahr das ''[[Hohnbeer]]''-Fest hinzu, in [[Nordhastedt]] das ''Frunsbeer''-Fest. In den letzten Jahrzehnten werden vor allem die [[Dithmarscher Kohltage]] als überregional interessantes Fest propagiert, in Friedrichskoog und Büsum finden einmal jährlich Kutterregatten statt.

[[Datei:Nordseegarnelen.jpg|mini|Nordseegarnelen]]
Traditionelle Gerichte sind [[Mehlbeutel|Mehlbüdel]] und [[Schwarzsauer|Swattsuer]], Buttermilchsuppe mit [[Klüten]], Grünkohlsuppe oder Brotpudding und Krabben ([[Nordseegarnele]]n), seit dem späten 19.&nbsp;Jahrhundert [[Kohl]]. Hingegen werden [[Fische]] und [[Lammfleisch]] vor allem von Auswärtigen gegessen und zählen nicht zur traditionellen einheimischen Küche. Überregional kulinarisch bekannt ist der Name Dithmarschen vor allem durch das ''Dithmarscher Pilsener'' der [[Brauerei Karl Hintz]] in [[Marne (Holstein)|Marne]].

=== Museen ===
[[Datei:Dithm Landesmuseum.JPG|links|mini|Dithmarscher Landesmuseum in Meldorf]]
Der Kreis Dithmarschen verfügt über zahlreiche Museen. Das [[Dithmarscher Landesmuseum]] in [[Meldorf]] besitzt zum einen eine Sammlung zu Meer/Küste/Deichbau als auch zur Bauernrepublik. Eindrucksvollster Ausstellungsgegenstand ist hier der Gerichtssaal aus dem Lundener Wohn- und Amtshaus des ersten Norderdithmarscher Landvogts Markus Swin. Zum anderen hat es sich auf [[Alltagsgeschichte]] spezialisiert und bietet beispielsweise Rekonstruktionen eines Schulzimmers, eines Zahnarztzimmers, eines Kinos etc. vom Anfang und der Mitte des 20.&nbsp;Jahrhunderts. Das [[Hebbelmuseum]] in [[Wesselburen]] besitzt vor allem eine umfangreiche Forschungsbibliothek zum Dichter.

[[Datei:Wesselburen eingang kohlosseum.jpg|mini|Eingang zum „[[Kohlosseum]]“ in Wesselburen]]
Der Museumshafen [[Büsum]] und das Museum am Meer in demselben Ort konzentrieren sich vor allem auf die Fischerei und die Geschichte des Tourismus in der Region. Das [[Klaus Groth|Klaus-Groth]]-Museum in Heide ist wieder so hergerichtet wie das Wohnhaus zu Lebzeiten des Dichters. Im Museum werden die umfangreiche Bibliothek des Dichters, eine große Musikaliensammlung, Handschriften und Dokumente aufbewahrt. Das Groth-Haus beherbergt außerdem eine im Aufbau befindliche Niederdeutsche Bibliothek. In Barlt erinnert das Frenssen-Haus an den Dichter. Weitere kleinere Museen sind beispielsweise das Freimaurermuseum in Sankt Michaelisdonn oder diverse kleinere Heimatmuseen.<ref name="mus">Kreis Dithmarschen: [http://www.museumslandschaft-dithmarschen.de/ Museumslandschaft Dithmarschen], abgerufen am 6. September 2015</ref>

Mehrere Museen konzentrieren sich besonders auf die Natur. Das Museum für Archäologie in Albersdorf und der Steinzeitpark (ehemals ''Archäologisch-Ökologische Zentrum Albersdorf ([[AÖZA]])'') versuchen die [[Ur- und Frühgeschichte]] im Kreis zu visualisieren. Auf einer Fläche von zirka 40&nbsp;Hektar Größe wird der Versuch unternommen, langfristig eine über 5.000&nbsp;Jahre alte urgeschichtliche Kulturlandschaft mit all ihren Charakteristika wie verschiedenen Landschafts-, Siedlungs- und Grabformen zu gestalten.

Hier gibt es diverse kleinere Museen: das NaTour Centrum und Museum Lunden – es widmet sich besonders der Eider-Treene-Sorge-Region – oder das Waldmuseum in Burg. Das [[Kohlosseum]] in Wesselburen widmet sich der Geschichte des Kohlanbaus. Direkt hinter der Kreisgrenze auf Eiderstedt liegt das [[Multimar Wattforum]] mit einer umfassenden Ausstellung zum [[Wattenmeer]]. Die [[Seehund]]station in Friedrichskoog dient sowohl der Aufzucht der Seehunde als auch dem Tourismus.

Eine bekannte[WORDS?] Gedenkstätte aus dem Spätmittelalter ist der ''Geschlechterfriedhof'' in [[Lunden]]. In Gudendorf befindet sich eine Gedenkstätte für die dort internierten und in Gefangenschaft verstorbenen sowjetischen Kriegsgefangenen.

=== Architektur ===

==== Sakralbauten ====
[[Datei:Wesselburenkirche fast ganz.JPG|mini|St. Bartholomäus, [[Wesselburen]]]]
Die Kulturlandschaft prägten lange Zeit die Kirchen. Gutshäuser und Schlösser wurden in der Bauernrepublik nie gebaut. Die wenigen Burgen spielten selbst zu ihrer Entstehungszeit nur eine geringe Rolle und sind seit langer Zeit bis auf die Erdwälle verfallen. Die Kirchen hingegen dominierten die Landschaft. Die Bauernrepublik organisierte sich in weitgehend autonomen [[Kirchspiel]]en. Weltliche und geistliche Macht waren hier nicht getrennt. Somit waren die Kirchen nicht nur Zeichen geistiger, sondern auch[FILLWORD?] weltlicher Macht. Für staatliche oder öffentliche [[Profanbau]]ten, die wie in anderen Teilen Deutschland die städtebauliche Dominanz der Kirchen hätten angreifen können, gab es in Dithmarschen keinen Platz. Erst durch Integration in das [[Königreich Preußen]] 1867 wurden die Einflusssphären von kirchlicher und weltlicher Gemeinde getrennt.

Im flachen Marschland sind die Kirchturmspitzen oft über 10&nbsp;Kilometer weit sichtbar. Dort liegen die Kirchen wie in [[Wesselburen]], [[Marne (Holstein)|Marne]] oder [[Wöhrden]] in der Dorfmitte auf hohen [[Warft|Wurten]]. Die Straßen laufen auf sie zu, das Ortsbild erhält einen mittelalterlichen Charakter. In diesen Marschdörfern mussten wahrscheinlich Häuser auf der höchsten Wurt geräumt werden, um die Kirche zu errichten. In der Geest hingegen liegen die Gotteshäuser meist am damaligen Ortsrand oder in einer Reihe mit den Höfen. Diese Dörfer existierten schon eine längere Zeit vor dem Bau der ersten Kirche, das Dorfzentrum war bereits etabliert.

Wichtigste Kirche war der wegen seiner Bedeutung so genannte [[Sankt-Johannis-Kirche (Meldorf)|Meldorfer Dom]]. Zwischen dem 9. und dem 11.&nbsp;Jahrhundert stand in Meldorf die einzige Kirche Dithmarschens. Die Kirche, um die sich eine mittelalterliche Stadt gebildet hatte, blieb das wichtigste[WORDS?] Verhandlungszentrum der Dithmarscher. Auch nachdem diese Funktion an Heide übergegangen war, blieb Meldorf die einzige Stadt mit einer überragenden regionalen Bedeutung. Die [[Reformation]] im Kreis ging ebenfalls 1524 von dieser Kirche aus. Im 13.&nbsp;Jahrhundert wurde der heutige Dom erbaut. In seinem Inneren findet sich noch die Architektur der Gotik aus den Jahren 1250 bis 1300. Die Gewölbemalereien aus der Zeit gehören zu den prächtigsten in Schleswig-Holstein und geben einen Einblick in den ehemaligen Reichtum der Bauernrepublik.

St. Jürgen in Heide entstand im 15.&nbsp;Jahrhundert. Aufgrund innerdithmarscher Streitigkeiten verlor Meldorf seinen Platz als zentraler Treffpunkt. Die Norderdithmarscher trafen sich ab 1447 ''auf der Heide,'' später tagte hier der Rat der 48 Regenten von ganz Dithmarschen. Der Kern der langgestreckten Saalkirche stammt aus dem 15.&nbsp;Jahrhundert. Ihre heutige Gestalt erhielt die Kirche vor allem 1724 durch den dreigeschossigen Spätrenaissanceturm vom Heider Baumeister Johann Georg Schott.

Die [[Bartholomäuskirche]] in [[Wesselburen]] wurde 1737/38 ebenfalls von [[Johann Georg Schott]] aus den Überresten älterer abgebrannter Kirchen (12. und 15.&nbsp;Jahrhundert) errichtet. Charakteristisch ist ihr in Schleswig-Holstein recht einmaliger [[Zwiebelturm]]. Auffallend am Barockbau sind die geschlossene Emporenloge unter der Orgel und der herzogliche Blaue Stuhl gegenüber der Kanzel.

Bemerkenswert sind weiterhin die [[St. Martin (Tellingstedt)|Feldsteinkirche in Tellingstedt]] aus dem 12.&nbsp;Jahrhundert und die Kirchen in [[Hemme]] und [[Büsum]] mit ihren charakteristischen Geschlechterwappen in der Kirche.

==== Industriearchitektur ====
[[Datei:Neuenkirchen windraeder mit heide turm.JPG|mini|Windräder prägen weite Landgebiete. Im Hintergrund der Heider Fernsehturm]]
Im ländlich und bäuerlich geprägten Dithmarschen setzte die Industrialisierung erst relativ spät ein. Wichtigster Anlass hierfür war der Anschluss an das Eisenbahnnetz im späten 19.&nbsp;Jahrhundert. Die 1920 errichtete Eisenbahnhochbrücke [[Hochdonn]] stellt noch ein Zeugnis dieser Zeit dar. Ein Zeichen dieser frühen Modernisierung ist die ehemalige Zucker- und spätere Sauerkrautfabrik in [[Wesselburen]], die ebenfalls aus dem späten 19.&nbsp;Jahrhundert stammt. Seit 1995 nicht mehr als Fabrik genutzt, beherbergt sie heute unter anderem einen Supermarkt, ein Fitnessstudio und die ''Kohlwerkstatt'', in der in kleinem Maßstab Sauerkraut und ähnliches aus Weißkohl gewonnen wird. 2008 wurde dort das Spezialmuseum [[Kohlosseum]] eröffnet.

Die Verwendung der [[Windenergie]] bot sich schon länger an. Erhalten sind noch diverse Holländermühlen aus dem 19.&nbsp;Jahrhundert, beispielsweise in [[Meldorf]], [[Westerdeichstrich]] oder der Bergholländer ''Anna'' von 1803 in [[Süderhastedt]]. Windenergieanlagen in der heutigen Form gab es hier früh. Weit vor dem allgemeinen Boom der Windenergie fertigte die Firma ''Köster'' aus [[Lohe-Rickelshof]] solche Anlagen. Sie gehörten jahrzehntelang zum Bild vieler Marschbauernhöfe. Eine Stahlwindturbine ''Adler'' von 1926 findet sich noch am Originalstandplatz in [[Süderwisch (Volsemenhusen)|Süderwisch]].

Erst in den letzten Jahrzehnten begannen Industriebauten das Landschaftsbild entscheidend mitzugestalten. Neben den mittlerweile allgegenwärtigen Windenergieanlagen sind dies vor allem die weit sichtbare [[Erdölraffinerie|Raffinerie]] in [[Hemmingstedt]] und die Industrieansiedlungen in [[Brunsbüttel]].

=== Literatur und Musik ===
Bedeutende Literaten, die ihr Leben lang mit Dithmarschen in Verbindung standen, zeigen in ihrem Werk eine starke Konzentration auf das Thema [[Heimat]]. Die wichtigsten unter ihnen sind [[Klaus Groth]] und [[Gustav Frenssen]]. Der angesehene niederdeutsche Lyriker Klaus Groth stammt aus Heide. Gustav Frenssen aus [[Barlt]] ist heute zwar in Vergessenheit geraten, war zu seiner Zeit jedoch einer von Deutschlands bekanntesten Heimatdichtern, dessen Romane eine Auflage von drei&nbsp;Millionen erreichten. Er wurde als Anwärter auf den [[Literaturnobelpreis]] gehandelt, den aber 1912 [[Gerhart Hauptmann]] erhielt. Während Frenssen neben seiner Unterstützung des Nationalsozialismus und seinem später stark völkisch angehauchten Werk eine eigenständige ästhetische Leistung als Schriftsteller vollbrachte, wurde der Wesselburener [[Adolf Bartels]] als [[Völkische Bewegung|völkischer]] und antisemitischer [[Literaturhistoriker]] bekannt, der in der [[Zeit des Nationalsozialismus]] mit Auszeichnungen überhäuft wurde.

Der in Marne geborene Germanist [[Karl Victor Müllenhoff]] war wichtiger Sammler von Sagen und Märchen in Schleswig-Holstein und gab 1845 ''Die Sagen, Märchen und Lieder der Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg'' heraus.

Der Dramatiker [[Friedrich Hebbel]] verlebte in Wesselburen eine unglückliche Jugend, floh mit 19 aus der Gegend und weigerte sich zeitlebens, sie wieder zu betreten. Für die Tourismuswerbung spielt er jedoch eine wichtige Rolle. Die ''Hebbelstadt'' Wesselburen beherbergt neben dem Hebbelmuseum noch die Hebbelgesellschaft, das örtliche Veranstaltungszentrum ist das Hebbelhaus, diverse Geschäfte sind ebenfalls nach dem Dramatiker benannt.

Als ruhiges Urlaubs- und Erholungsgebiet ist die Gegend jedoch bei Schriftstellern beliebt: der bekannteste der regelmäßigen Gäste war wahrscheinlich [[Arno Schmidt]]. Die vielfach ausgezeichnete Schriftstellerin [[Sarah Kirsch]] lebte bis zu ihrem Tod im Jahr 2013 im alten Schulhaus [[Tielenhemme]] an der Eider und beschrieb die Anziehungskraft der Region: ''Der Geist der Bauernrepublik spukt noch, jeder ist Kaiser auf seinem Trecker, und auch mir mit dem Heusack auf der Schulter huldigt der Milchfahrer, wenn er die Stille durchkreuzt''. Nach ihr besteht die Dithmarscher Landschaft ''zu 97 % aus Himmel''.

Es gibt mehrere lokales Laientheater, oft spielen sie in Plattdeutsch. Professionelle Gastspielauftritte finden im Elbeforum Brunsbüttel statt. Klassische Konzerte finden vor allem im [[Sankt-Johannis-Kirche (Meldorf)|Meldorfer Dom]] und der Sankt-Bartholomäuskirche Wesselburen statt, gelegentliche Popkonzerte von Interpreten aus den Top 10 der deutschen Charts in der Eiderlandhalle [[Pahlen]]. Seit 2006 veranstaltet ein Verein das internationale ''Frequenzen Festival'' in Meldorf, das sich der [[Weltmusik]] widmet.

Andere zog es in die Ferne: [[Rudolph Dirks]], Schöpfer des ältesten noch laufenden [[Comic Strip]]s der Welt – [[The Katzenjammer Kids]] – wurde in Heide geboren, wanderte aber bereits mit seinen Eltern in die USA, aus als er sieben war. Die Familie [[Johannes Brahms]]', den die Dithmarscher gern für sich in Beschlag nehmen, stammte zwar aus Heide, ob er selbst den Kreis je betreten hat, ist jedoch ungewiss.

=== Film, Fernsehen und Hörfunk ===
[[Datei:Wesselburen ehem realschule 29.12.2014 15-07-15.jpg|mini|Friedrich-Hebbel-Schule Wesselburen. Drehort von [[Kartoffelsalat – Nicht fragen!]]]]
Im Kreis Dithmarschen spielen zahlreiche deutsche Vorabend-Fernsehserien und einige deutsche Filme. So dient zum Beispiel die Seehundstation Friedrichskoog als Kulisse für die [[ZDF]]-Serie [[Hallo Robbie!]]. Außerdem wurden in Dithmarschen Teile der Serien ''Gezeiten der Liebe'' (ZDF) und ''Nordseeklinik'' (ZDF) gedreht. Ebenso spielt in Dithmarschen der einzige ''[[Tatort (Fernsehreihe)|Tatort]]'' mit Untertiteln (Folge 136: ''[[Tatort: Wat Recht is, mutt Recht bliewen|Wat Recht is, mutt Recht bliewen]]''). In [[Barlt]] wurde 1973 ein Teil des ARD-Fernsehfilms ''[[Bauern, Bonzen und Bomben (Film)|Bauern, Bonzen und Bomben]]'' nach dem Roman von Hans Fallada gedreht. Mehrere Fernsehfilme nach Drehbüchern von [[Helga Feddersen]] wurden teilweise in [[Brunsbüttel]] und Marne gedreht. Im Rahmen des Kulturprojektes ''Kunstgriff'' findet in jedem Jahr ein Film-Festival, die so genannte Kunstgriff-Rolle, statt. Bei den ''Open-Air-Kino-Tagen'' in [[Meldorf]] zeigen die Veranstalter am ersten Wochenende im September klassische Filme vor historischer Kulisse. An der [[Meldorfer Gelehrtenschule]] lernte unter anderem der Filmemacher [[Lars Jessen]] (''[[Am Tag als Bobby Ewing starb]]'') sein Handwerk. In der Kreisstadt Heide hat der Norddeutsche Rundfunk ([[NDR]]) ein Außenstudio des Landfunkhauses Schleswig-Holstein (Radio und Fernsehen). Der Bürgersender [[Offener Kanal Westküste]] (OKWK) hat seinen Hauptsitz und drei Hörfunk-Studios im Medienzentrum in Heide. Überregional erfolgreichster Film aus Dithmarschen war der 2015 überwiegend in Wesselburen gedrehte Film [[Kartoffelsalat – Nicht fragen!]] des Youtube-Stars [[Freshtorge]]. Dieser lebt und arbeitet in Wesselburen und drehte den Film vor allem an seinem Arbeitsort, der [[Friedrich-Hebbel-Schule (Wesselburen)|Friedrich-Hebbel-Schule Wesselburen]].

=== Sport ===
[[Datei:Epenwöhrden ringreiten anritt.jpg|mini|[[Ringreiten]] in Epenwöhrden]]
Fußball ist die nach organisierten Sporttreibenden und Zuschauern beliebteste Sportart im Kreis. Die spielstärksten Vereine sind der [[Heider SV]] und TuRa Meldorf, die derzeit[WORDS?] in der Schleswig-Holstein-Liga, der fünfthöchsten deutschen Spielklasse, spielen. Erst einmal wurde ein Spieler eines Dithmarscher Vereins in die [[deutsche Fußballnationalmannschaft]] berufen: Am 22. Mai 1957 spielte der damals 28-jährige Verteidiger [[Willi Gerdau]] vom Heider SV bei der 1:3-Niederlage gegen [[Schottische Fußballnationalmannschaft|Schottland]] in Stuttgart.

[[Boßeln]] ist in den Marschgebieten sehr beliebt; in vielen kleinen Dörfern ist ein Boßelverein der einzige Sportverein. Die Landschaft bietet sich zum Radfahren, Inline-Skaten, Joggen, Nordic Walking etc. an; die Möglichkeit wird in den Sommermonaten sowohl von Einheimischen als auch von Touristen gern wahrgenommen. An der Küste gibt es diverse kleinere Segel- und Sportboothäfen. Allerdings gibt es im Vergleich zur Ostseeküste hier kaum Segler, da das Revier wesentlich schwieriger zu segeln ist. An einigen Stellen ist es möglich zu surfen.

== Bevölkerung ==
Im Gegensatz zum Großteil der deutschen Nordseeküste war Dithmarschen nie [[Friesen|friesisch]] geprägt, sondern wurde von [[Sachsen (Volk)|Sachsen]] bewohnt. Vereinzelte Friesen zogen erst in das Gebiet, als es durch die Landgewinnung immer größer wurde. Ende des 19. und Anfang des 20.&nbsp;Jahrhunderts kamen zahlreiche Polen als Arbeiter in die neu aufgebauten Fabriken im Kreisgebiet. Die bedeutendste[WORDS?] Änderung der Bevölkerungsstruktur erfolgte nach 1945, als zahlreiche Vertriebene, überwiegend aus Pommern, in den beiden Kreisen Norder- und Süderdithmarschen angesiedelt wurden.

Die Bevölkerungszahl durch Geburten und Sterbefälle ist in Dithmarschen wie in ganz Schleswig-Holstein rückläufig. In den Jahren 2008 und 2010 verzeichnete der Kreis Wanderungsgewinne, die sich insbesondere im Amt Büsum-Wesselburen auswirkten. Trotz des Wanderungsgewinns verlor Dithmarschen in den Jahren 2008 und 2010 Bevölkerung. Die Bevölkerungsdichte ist nur etwa halb so hoch wie im gesamten Schleswig-Holstein. Die Prognose des Statistischen Landesamtes aus dem Jahr 2009 für 2025 erwartet einen Bevölkerungsrückgang von 7&nbsp;Prozent in Dithmarschen. Damit wäre Dithmarschen nach Steinburg derjenige Flächenkreis Schleswig-Holsteins mit dem größten Bevölkerungsrückgang.<ref name="soz16">Kreis Dithmarschen (Hrsg.): Sozialatlas 2011 S. 16</ref>

Der Ausländeranteil lag beim Zensus 2011 bei 2,4&nbsp;Prozent und damit weit unter dem Schnitt in Schleswig-Holstein (4,8&nbsp;Prozent) und im Bundesgebiet (8,7&nbsp;Prozent).

== Religion ==
Die Bevölkerung ist überwiegend [[evangelisch-lutherisch]]. Historisch bestand die Region aus den beiden Kirchenkreisen Norderdithmarschen mit Sitz in Heide und Süderdithmarschen mit Sitz in Meldorf. Seit der innerkirchlichen Strukturreform 2009 sind beide Kirchenkreise im neuen Kirchenkreis Dithmarschen innerhalb des Sprengels Schleswig und Holstein zusammengefasst. Der Kirchenkreis umfasst 32 Kirchengemeinden mit zusammen 92.400&nbsp;Mitgliedern.<ref>[http://www.kirche-dithmarschen.de/wordpress/gemeinden/ Evangelisch-Lutherischer Kirchenkreis Dithmarschen]</ref> Zum Kirchenkreis gehört auch[FILLWORD?] die politisch zum Kreis Pinneberg gehörende nordfriesische Insel [[Helgoland]].

Darüber hinaus gibt es zwei römisch-katholische Gemeinden in der Dithmarscher [[Diaspora]]. Die Pfarrei St. Josef in Heide mit den Filialkirchen in Meldorf und Büsum hat etwa 3.500&nbsp;Mitglieder. Die katholischen Kirchen in Brunsbüttel und Marne gehören seit 2005 zur Pfarrei St. Ansgar in Itzehoe. Beide Pfarrgemeinden gehören zum [[Erzbistum Hamburg]]. Die Katholiken sind zum größten Teil Nachfahren polnischer Arbeiter, die Anfang des 20.&nbsp;Jahrhunderts nach Dithmarschen einwanderten, sowie Vertriebene aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten.

Auch Freikirchen sind in Dithmarschen mit eigenen Gemeinden vertreten. In Heide und Sankt Michaelisdonn bestehen zwei [[Baptisten]]gemeinden. In Heide gibt es darüber hinaus je eine Gemeinde der [[Siebenten-Tags-Adventisten]] und der altkonfessionellen [[Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche|Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche]].

Im Kreisgebiet leben mindestens 500 Moslems. In Heide befindet sich eine Moschee.

== Politik ==
{{Wahldiagramm
|LAND = DE
|GUV = ja
|PROZENT = nein
|TITEL = Kreistagswahl Dithmarschen 2018<ref>http://service.dithmarschen.de/kw2018.html</ref>
|TITEL2 = Wahlbeteiligung: 49,1 %
|JAHRALT = 2013
|PARTEI1 = CDU
|ERGEBNIS1 = 39.9
|ERGEBNISALT1 = 43.3
|PARTEI2 = SPD
|ERGEBNIS2 = 20.2
|ERGEBNISALT2 = 27.4
|PARTEI3 = GRÜNE
|ERGEBNIS3 = 9.1
|ERGEBNISALT3 = 8.3
|PARTEI4 = FDP
|ERGEBNIS4 = 9.1
|ERGEBNISALT4 = 6.6
|PARTEI5 = UWD
|ERGEBNIS5 = 8.2
|ERGEBNISALT5 = 9.9
|FARBE5 = 007FAC
|ANMERKUNG5 = Unabhängige Wählergemeinschaft Dithmarschen
|PARTEI6 = AfD
|ERGEBNIS6 = 5.5
|ERGEBNISALT6 = 0.0
|PARTEI7 = WND
|ERGEBNIS7 = 4.1
|FARBE7 = AAEEEE
|ANMERKUNG7 = Wählergemeinschaft Netzwerk Dithmarschen
|PARTEI8 = LINKE
|ERGEBNIS8 = 3.5
|ERGEBNISALT8 = 2.2
|PARTEI9 = WGP
|ERGEBNIS9 = 0.3
|ERGEBNISALT9 = 0.0
|FARBE9 = #A9A9A9
|ANMERKUNG9 = Wählerinitiative Graue Panther Dithmarschen
}}
{{Sitzverteilung
| float = right
| Beschriftung = Sitze
| Überschrift = {{Zentrieren|'''Sitzverteilung im Kreistag Dithmarschen 2018'''}}
| Land = DE
|LINKE|GRÜNE|SPD|WND|UWD|FDP|CDU|AfD
| LINKE = 2
| GRÜNE = 5
| SPD = 11
| WND = 2
| UWD = 4
| FDP = 5
| CDU = 22
| AfD = 3
| UWD Farbe = 007FAC;
| WND Farbe = AAEEEE;
}}

Sitze im Kreistag haben [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]] (22 Sitze), [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] (11 Sitze), [[Bündnis 90/Die Grünen]] (5 Sitze), [[Freie Demokratische Partei|FDP]] (5 Sitze), Unabhängige [[Landesverband der Wählergemeinschaften Schleswig-Holstein|Wählergemeinschaft]] Dithmarschen (UWD) (4 Sitze), [[Alternative für Deutschland|AfD]] (3 Sitze), [[Landesverband der Wählergemeinschaften Schleswig-Holstein|Wählergemeinschaft]] Netzwerk Dithmarschen (WND) (2 Sitze) sowie [[Die Linke|DIE LINKE.]] (2 Sitz). Die letzte Wahl fand am 6. Mai 2018 statt.

Dithmarschen entsendet zwei direkt gewählte Abgeordnete in den [[Deutscher Bundestag|deutschen Bundestag]]: im Wahlkreis 3 ([[Kreis Steinburg|Steinburg]]-Dithmarschen Süd) [[Rolf Koschorrek]] (CDU) und im Wahlkreis 2 ([[Kreis Nordfriesland|Nordfriesland]]-Dithmarschen Nord) den ehemaligen [[Sylt-Ost]]er Bürgermeister [[Ingbert Liebing]] ([[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]]). Über die Landesliste erhielten [[Jörn Thießen]] (SPD) und [[Jürgen Koppelin]] (FDP) im Wahlkreis 3 ihr Mandat.

Bei der [[Landtagswahl in Schleswig-Holstein 2012|Landtagswahl 2012]] erhielt die CDU in Dithmarschen 36,7&nbsp;Prozent. der Zweitstimmen. Die SPD kam auf 28,7&nbsp;Prozent, die FDP auf 9,5&nbsp;Prozent, die Grünen auf 8,5&nbsp;Prozent. Die Piratenpartei erhielt 9,0&nbsp;Prozent, der SSW erhielt 2,9&nbsp;Prozent und die Linke 2,0&nbsp;Prozent. Die Verhältnisse waren im Vergleich zum restlichen Schleswig-Holstein in Richtung schwarz-gelb verschoben. Die kleineren Parteien schnitten in Dithmarschen tendenziell schlechter ab als in Schleswig-Holstein, einzig die Piratenpartei erhielt 0,8&nbsp;Prozent mehr als im Landesdurchschnitt. Einzig verlässliche Hochburg der SPD ist Brunsbüttel.<ref>[http://www.dithmarschen.de/Informationen-beschaffen/Politik/Wahlen]</ref><ref>[http://www.dithmarschen.de/?La=1&opt3=&opt4=3&sd=1&NavID=2046.37&such=Kommunalwahl+2003]</ref><ref>[http://www.election.de/cgi-bin/showcandres_sh13kw.pl?land=sh13kw&wahlkreis=Kreis%20Dithmarschen]</ref><ref>[http://www.kommunalwahlen-sh.de/wahlen.php?site=left/gebiete&wahltyp=5#index.php?site=right/ergebnis&wahl=65&anzeige=0&gebiet=5&idx=0&typ=2&stimme=2&hoch=0&untertyp=0&partei=&flip&sitz=0&sitzHoch=0&mode=liste]</ref>

{| class="wikitable"
|--- class="hintergrundfarbe5"
|colspan="2" | '''Parteien und Einzelbewerber'''
|style="text-align:center;" | '''Stimmen<br />2018'''
|style="text-align:center;" | '''Anteil<br />2018'''
|style="text-align:center;" | '''Sitze<br />2018'''
|style="text-align:center;" | '''Stimmen<br />2013'''
|style="text-align:center;" | '''Anteil<br />2013'''
|style="text-align:center;" | '''Sitze<br />2013'''
|align="center" | '''Stimmen<br />2008'''
|align="center" | '''Anteil<br />2008'''
|align="center" | '''Sitze<br />2008'''
|align="center" | '''Stimmen<br />2003'''
|align="center" | '''Anteil<br />2003'''
|align="center" | '''Sitze<br />2003'''
|----
|CDU
|[[Christlich Demokratische Union Deutschlands]]
|style="text-align:right;" |21.642
|style="text-align:right;" |39,9 %
|style="text-align:right;" |22
|align="right" |23.846
|align="right" |43,3 %
|align="right" |21
|align="right" |25.161
|align="right" |43,4 %
|align="right" |25
|align="right" |32.419
|align="right" |52,9 %
|align="right" |27
|----
|SPD
|[[Sozialdemokratische Partei Deutschlands]]
|style="text-align:right;" |10.976
|style="text-align:right;" |20,2 %
|style="text-align:right;" |11
|align="right" |15.078
|align="right" |27,4 %
|align="right" |13
|align="right" |13.290
|align="right" |22,9 %
|align="right" |13
|align="right" |16.027
|align="right" |26,1 %
|align="right" |13
|----
|GRÜNE
|[[Bündnis 90/Die Grünen]]
|style="text-align:right;" |4.956
|style="text-align:right;" |9,1 %
|style="text-align:right;" |5
|align="right" |4.556
|align="right" |8,3 %
|align="right" |4
|align="right" |2.558
|align="right" |4,4 %
|align="right" |2
|align="right" |2.298
|align="right" |3,7 %
|align="right" |0
|----
|FDP
|[[Freie Demokratische Partei]]
|style="text-align:right;" |4.914
|style="text-align:right;" |9,1 %
|style="text-align:right;" |5
|align="right" |3.659
|align="right" |6,6 %
|align="right" |3
|align="right" |5.636
|align="right" |9,7 %
|align="right" |5
|align="right" |3.160
|align="right" |5,2 %
|align="right" |2
|----
|UWD
|Unabhängige Wählergemeinschaft Dithmarschen
|align="right" |4.469
|align="right" |8,2 %
|align="right" |4
|align="right" |5.423
|align="right" |9,9 %
|align="right" |5
|align="right" |6.673
|align="right" |11,5 %
|align="right" |6
|align="right" |7.305
|align="right" |11,9 %
|align="right" |6
|----
|AfD
|[[Alternative für Deutschland]]
|style="text-align:right;" |3.011
|style="text-align:right;" |5,5 %
|style="text-align:right;" |3
|align="right" |—
|align="right" |—
|align="right" |—
|align="right" |—
|align="right" |—
|align="right" |—
|align="right" |—
|align="right" |—
|align="right" |—
|----
|WND
|Wählergemeinschaft Netzwerk Dithmarschen
|align="right" |2.241
|align="right" |4,1 %
|align="right" |2
|align="right" |—
|align="right" |—
|align="right" |—
|align="right" |—
|align="right" |—
|align="right" |—
|align="right" |—
|align="right" |—
|align="right" |—
|----
|DIE LINKE.
|[[Die Linke|DIE LINKE.]]
|style="text-align:right;" |1.899
|style="text-align:right;" |3,5 %
|style="text-align:right;" |2
|align="right" |1.238
|align="right" |2,2 %
|align="right" |1
|align="right" |4.058
|align="right" |7,0 %
|align="right" |4
|align="right" |85
|align="right" |0,1 %
|align="right" |0
|----
|WGP
|Wählerinitiative Graue Panther Dithmarschen
|align="right" |156
|align="right" |0,3 %
|align="right" |—
|align="right" |—
|align="right" |—
|align="right" |—
|align="right" |—
|align="right" |—
|align="right" |—
|align="right" |—
|align="right" |—
|align="right" |—
|----
|PIRATEN
|[[Piratenpartei Deutschland]]
|align="right" |—
|align="right" |—
|align="right" |—
|style="text-align:right;" |861
|style="text-align:right;" |1,6 %
|style="text-align:right;" |1
|align="right" |—
|align="right" |—
|align="right" |—
|align="right" |—
|align="right" |—
|align="right" |—
|----
|KWV Burg
|Kommunale Wählervereinigung Burg
|align="right" |—
|align="right" |—
|align="right" |—
|align="right" |390
|align="right" |0,7 %
|align="right" |0
|align="right" |632
|align="right" |1,1 %
|align="right" |0
|align="right" |—
|align="right" |—
|align="right" |—
|----
|--- class="hintergrundfarbe5"
|colspan="2" |Gesamt
|align="right" | 54.264
|align="right" | 100
|align="right" | 54
|align="right" | 56.272
|align="right" | 100
|align="right" | 48
|align="right" | 58.008
|align="right" | 100
|align="right" | 55
|align="right" | 61.306
|align="right" | 100
|align="right" | 48
|--- class="hintergrundfarbe5"
|colspan="2" |'''Wahlbeteiligung in %'''
|colspan="3" align="center" |'''49,1'''
|colspan="3" align="center" |'''50,2'''
|colspan="3" align="center" |'''53,0'''
|colspan="3" align="center" |'''56,2'''
|}

=== Landräte ===
* 1. Oktober 1932 bis 30. September 1933: [[Ernst Kracht]] ([[NSDAP]])
* 29. Mai 1970 bis 31. Mai 1986: Karl-Heinrich Buhse, Jurist, später: Vorstandsvorsitzender der Schleswag AG
* 31. Oktober 1986 bis 31. Januar 1996: Hans-Jakob Tiessen ([[Parteiloser|parteilos]]), Jurist, heute: Vorstandsvorsitzender der [[E.ON Hanse]] AG
* 1. Juni 1996 bis 31. Mai 2018: [[Jörn Klimant]] ([[Parteiloser|parteilos]]), promovierter Jurist ''(Dr. [NBSP]jur.)'', heute: Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektor bei der [[Hansewerk]] AG
* seit 1. Juni 2018: [[Stefan Mohrdieck]] (parteilos), [[Diplom-Verwaltungswirt (FH)|Diplom-Verwaltungswirt]]<ref>[https://www.shz.de/lokales/norddeutsche-rundschau/stefan-mohrdieck-wird-landrat-in-dithmarschen-id18850066.html Stefan Mohrdieck wird Landrat in Dithmarschen]</ref>

=== Kreispräsidenten ===
* 11. Mai 1970 bis 25. September 1981: [[Hermann Glüsing]], ([[CDU]]), Landwirt
* 20. Januar 1982 bis 20. April 1998: Rolf Gosau, (CDU), Gastwirt
* 21. April 1998 bis 19. Juni 2013: Karsten Peters (CDU), Schulleiter (Rektor/Direktor)
* 20. Juni 2013 bis 27. Juni 2018: Hans-Harald Böttger (CDU), Landwirt
* seit dem 28. Juni 2018: Ute Borwieck-Dethlefs (CDU), Sozialpädagogin

== Bildung ==
In Heide existiert seit 1993 Schleswig-Holsteins jüngste Fachhochschule, die [[Fachhochschule Westküste]]. In acht Bachelor- und fünf Masterstudiengängen in den Bereichen Wirtschaft und Technik sind über 1.500&nbsp;Studenten eingeschrieben, die von 34 Professoren betreut werden.

In Büsum gibt es eine Außenstelle der [[Christian-Albrechts-Universität zu Kiel|Christian-Albrechts-Universität in Kiel]], das [[Forschungs- und Technologiezentrum Westküste]], das vor allem zu Fragen der Küstengeologie und -geografie (einschließlich [[Küstenschutz]]) sowie zu Umweltthemen forscht.

Im Kreis befinden sich sechs Gymnasien und elf Gemeinschaftsschulen, eine freie Waldorfschule und 10 Förderzentren. Es gibt zwei Berufsbildungszentren. Das Berufsbildungszentrum Dithmarschen hat Standorte in Brunsbüttel, Heide und Meldorf. Das Berufsbildungszentrum für Gesundheitsberufe ist am Westküstenklinikum angesiedelt und besteht wiederum aus mehreren Schulen. Es gibt 30 Grundschulen. Insgesamt ist das Bildungsniveau im Kreis aber[FILLWORD?] unterdurchschnittlich. Dies zeigt sich insbesondere bei den Arbeitslosen, von denen im Jahr 2009 über 10&nbsp;Prozent nicht über einen Hauptschlussabschluss und über die Hälfte über keine Berufsausbildung verfügte.<ref name="soz44">Kreis Dithmarschen (Hrsg.): ''Sozialatlas 2011'', Heide 2009 S. 44</ref>

== Wirtschaft ==
Dithmarschens Wirtschaft wird von [[Tourismus in Schleswig-Holstein|Tourismus]], [[Landwirtschaft]] und [[Windenergie]] dominiert. Der Tourismus konzentriert sich im Norden auf Büsum, im Süden auf [[Friedrichskoog]]. Neben dem klassischen Badeurlaub mit Familie ist vor allem [[Radwanderung|Radwandern]] bei den Touristen beliebt. Die jährlich etwa 2&nbsp;Millionen Touristen kommen fast nur aus dem Inland.

Die Arbeitslosenquote lag im August 2015 bei 7,3&nbsp;Prozent und damit über dem Schleswig-Holstein-Schnitt von 6,5&nbsp;Prozent. Größte Arbeitgeber im Kreis sind das Westküstenklinikum (2.300&nbsp;Mitarbeiter), Druckerei Evers in Meldorf (750&nbsp;Beschäftigte), [[Covestro]] (ehemals Bayer-Material Science) in Brunsbüttel (680&nbsp;Beschäftigte), die Sparkasse Westholstein (600), die Sparkasse Westholstein mit 740&nbsp;Mitarbeitern in Steinburg und Dithmarschen, die [[Raffinerie Heide]] in Hemmingstedt und Brunsbüttel (540), die Chemiefabrik [[Sasol]] in Brunsbüttel (570). Der größte Teil der Beschäftigten arbeitet allerdings[FILLWORD?] in klein- und mittelständischen Handwerksbetrieben, dem Einzelhandel, Verwaltungen, im Westen des Kreises im Hotel- und Gaststättengewerbe sowie in der Landwirtschaft.<ref name="soz">Kreis Dithmarschen (Hrsg.): ''Sozialatlas 2011'', Heide 2009. S. 42</ref>

In den letzten Jahren stieg der Anteil der [[Pendler]], die in Hamburg oder im [[Hamburger Umland]] arbeiten. 2013 pendelten insgesamt 11.300&nbsp;Personen aus dem Kreis hinaus.

=== Landwirtschaft ===
[[Datei:Vielelaemmer.JPG|mini|300px|Lämmer, Wesselburenerkoog]]
Im Jahr 2009 waren 2,6&nbsp;Prozent der Dithmarscher abhängig Beschäftigten (901&nbsp;Personen) in der Landwirtschaft tätig. Der Kreis lag damit deutlich über[WORDS?] dem Bundesschnitt von 0,8&nbsp;Prozent. Die Zahl der Selbständigen eingeschlossen lag die Quote der in der Landwirtschaft tätigen bei 6,6&nbsp;Prozent.<ref name="cre">Klimzug Nord: [http://hwwi-rohindex.de/fileadmin/hwwi_relaunch/themenfelder/Projekte/KLIMZUG-NORD/Handout_Kreisportrait_Dithmarschen.pdf Kreisportrait Landwirtschaft und Klimawandel im Kreis Dithmarschen]</ref> Wichtigstes Anbauprodukt der Landwirtschaft ist [[Weizen]], der auf fast 40&nbsp;Prozent der Fläche angebaut wird. In den letzten Jahren stark gestiegen ist der Anbau von Silomais und WInterraps, die vor allem für die Produktion von [[Biogas]] verwendet werden. Überregional bedeutsam ist der Anbau von [[Kohl]]. Europas größtes geschlossenes Anbaugebiet ist etwa 2.800&nbsp;Hektar groß und produziert ungefähr 80&nbsp;Millionen&nbsp;Kohlköpfe jährlich. Das ist etwa ein Drittel der gesamten deutschen Produktion.<ref name="cre" /> Vor allem pflanzen die Dithmarscher [[Weißkohl]], aber auch [[Rotkohl]] oder [[Wirsing]] an. Dem Anbau wird eine hohe kulturelle Bedeutung zugemessen. Die [[Dithmarscher Kohltage]] gehören zu den überregional viel beachteten Veranstaltungen des Kreises. Im Gegensatz zu anderen Teilen Deutschlands, die eine Weinkönigin wählen, gibt es in Dithmarschen zwei ''Kohlregentinnen.'' Neben Kohl werden [[Zuckerrübe]]n, [[Getreide]], [[Raps]] und Gemüse angebaut; ferner wird überwiegend extensive Viehwirtschaft betrieben.

Der Kohlanbau begann in Dithmarschen schlagartig. Der Wesselburener Gärtner Eduard Laß begann 1889 Experimente mit dem Anbau verschiedener Gemüsearten, wobei sich Kohl als am besten geeignet erwies. Andere Bauern entdeckten das Erfolgsrezept schnell. Innerhalb der zehn Jahre von 1893 bis 1902 wuchs die Anbaufläche für Kohl allein im Kirchspiel Wesselburen von drei auf 283&nbsp;Hektar. Wurden 1894 noch 863&nbsp;Tonnen&nbsp;Kohl an Dithmarscher Bahnhöfen verladen, waren es 1913 bereits 97.000&nbsp;Tonnen.

Das Dithmarscher Marschland eignet sich besonders gut zum Kohlanbau. Die Böden sind fruchtbar, so dass selbst in schlechten Jahren noch ein guter Ertrag erbracht werden kann. Durch den beständigen Seewind halten sich in der Gegend weit weniger Schädlinge wie der [[Kleiner Kohlweißling|Kleine Kohlweißling]].

[[Datei:Westerdeichstrich kohlernte auf deich.JPG|mini|links|Kohlernte bei Westerdeichstrich]]
Zu den Vorteilen des Marschlandes kamen günstige Bedingungen in der Infrastruktur. Die wachsenden Städte machten es für immer mehr Menschen unmöglich, ihr eigenes Gemüse anzubauen. Mit dem Bau der Eisenbahn nach Heide (1878) und von Zweigbahnen in die Marschen hinein (in den 1880ern) wurde es ebenso möglich, große Mengen an Dünger billig ein- und den produzierten Kohl auszuführen. In der großen Zeit des Kohlanbaus etablierten sich mehrere [[Sauerkraut]]fabriken, die vor allem für den auswärtigen Markt arbeiteten, da Sauerkraut nicht zur traditionellen Dithmarscher Küche gehört.

[[Datei:Schülp kohltrikolore.JPG|mini|Teilweise abgeerntetes Kohlfeld bei Schülp]]
In den letzten Jahrzehnten wurde das Geschäft jedoch zunehmend schwieriger. Die Ernährungsgewohnheiten der Deutschen stellten sich um, so dass weit weniger Kohl gegessen wird. Zudem fallen die Preise seit dem Fall des Eisernen Vorhangs, was wirtschaftliches Arbeiten erschwert. Die Dithmarscher Bauern versuchen sich darauf einzustellen, indem sie spezialisiertere und aufwändigere Züchtungen, wie beispielsweise ''tafelfertigen Rotkohl'' pflanzen. Der direkte Hofverkauf vor allem an Touristen nimmt ebenfalls zu.

Insgesamt stehen in Dithmarschen über 100.000&nbsp;Tiere auf den Weiden, wobei diese insbesondere der Fleischproduktion ([[Lammfleisch]]) dienen. Verbreitetste Rassen sind dabei [[Texelaar]] (52&nbsp;Prozent), [[Suffolk-Schaf|Suffolk]] und [[Deutsches weißköpfiges Fleischschaf|Weißkopf]] (je 13&nbsp;Prozent), [[Heidschnucke]]n (7&nbsp;Prozent), Schwarzkopf und Vlaamen (je 6&nbsp;Prozent).<ref>Gesine Groll: ''Blauzungen-Schutzimpfung steht bevor''. In: [[Dithmarscher Landeszeitung]] vom 3. April 2008. S.&nbsp;16</ref>

=== Energiewirtschaft ===
[[Datei:Reinsbuettel sonnenaufgangswindrads.JPG|mini|Windenergieanlagen bei Reinsbüttel]]
Besonders die [[Windenergie]] prägt Wirtschaft und mittlerweile auch[FILLWORD?] die Landschaft. Die [[GROWIAN]] stand im [[Kaiser-Wilhelm-Koog]] bei [[Marne (Holstein)|Marne]], Deutschlands erster [[Windpark]] wurde 1987 ebenfalls in dieser Gemeinde eröffnet. Mit dem Bau eines Prototyps der ''[[REpower]] 5M'' wurde 2004 in Brunsbüttel die zur damaligen Zeit größte Windenergieanlage der Welt errichtet.<ref> {{Webarchiv|text=Pressemitteilung von REpower zur Errichtung der weltgrößten Windenergieanlage |url=http://www.repower.de/index.php?id=151&backPID=214&begin_at=20&tt_news=234&L=0 |wayback=20110719074733}}</ref>

In Dithmarschen standen Anfang 2018 825 [[Windkraftanlage]]n mit einer kumulierten [[Nennleistung]] von 1761&nbsp;[[Watt (Einheit)|MW]].<ref>[http://www.schleswig-holstein.de/DE/Fachinhalte/W/windenergie/Downloads/WKA_Tabelle.pdf?__blob=publicationFile&v=8 ''Genehmigungsbedürftige Windkraftanlagen in Schleswig-Holstein''] Website des Landes Schleswig-Holstein. Abgerufen am 7. Mai 2018.</ref> Im März 2015 wurden 326&nbsp;Prozent des Energiebedarfs Dithmarschens aus erneuerbaren Energien produziert. Der Kreis war damit deutlicher Stromexporteur.<ref name="ene">Kreis Dithmarschen: ''[http://www.dithmarschen.de/Informationen-beschaffen/Energie-und-Klimaschutz Energie und Klimaschutz]'', abgerufen 6. September 2015</ref> Ein weiterer Ausbau der Windenergienutzung ist wahrscheinlich, da die Politik in Schleswig-Holstein infolge der [[Energiewende]] eine Stärkung der [[Erneuerbare Energie|erneuerbaren Energien]] anstrebt.<ref> {{Webarchiv|text=''Koalitionsvertrag 2012, S. 36.'' |url=http://www.sh.gruene.de/cms/default/dokbin/411/411582.koalitionsvertrag_spd_buendnis90die_grue.pdf |wayback=20120612065753 }}. Internetseite von Bündnis 90/Die Grünen. Abgerufen am 7. Juni 2012.</ref> Im September 2003 waren es noch 740 Windkraftanlagen mit einer installierten Leistung von 388&nbsp;MW gewesen,<ref> {{Webarchiv|text=''Entwicklung der Kraftwerkskapazitäten an der deutschen Nordseeküste bei Ausbau der Windenergienutzung'' |url=http://www.windenergie-agentur.de/deutsch/downloads/pdf/Studie_BEI_Endfassung.pdf |wayback=20160304051043}} (PDF; 2,1&nbsp;MB). Studie des Bremer Energieinstituts. Abgerufen am 7. Juni 2012.</ref> fast alle im Marschgebiet. Zu diesem Zeitpunkt war dies etwa 5&nbsp;Prozent aller deutschen WEA auf 0,15&nbsp;Prozent der deutschen Fläche. Im Jahr 2003 erzeugten sie 651&nbsp;Millionen&nbsp;[[Watt (Einheit)|Kilowattstunden]] Strom, das war etwa die Hälfte des gesamten Dithmarscher Energiebedarfs. Nach Angaben der E.ON Hanse AG flossen im selben Jahr etwa 59&nbsp;Millionen&nbsp;Euro an Vergütung an die Besitzer, davon gingen etwa 3 bis 5&nbsp;Millionen&nbsp;Euro als Landpacht an die Bauern. [[Bündnis 90/Die Grünen|Die Grünen]] schätzten den Gewerbesteuerertrag durch alle Anlagen auf bis zu 4&nbsp;Millionen&nbsp;Euro.

[[Datei:Pumpe Hemmingstedt.JPG|mini|Alte Ölpumpe, Hemmingstedt]]
Da hier die kommerzielle Nutzung der Windenergie in Deutschland begann, sind viele Windenergieanlagen vergleichsweise alt und haben nur eine geringe Nennleistung, oft nur im dreistelligen kW-Bereich. Deshalb werden ältere Anlagen durch sogenanntes [[Repowering]] durch größere und deutlich leistungsstärkere Anlagen ersetzt. Moderne Windkraftanlagen können Gesamthöhen von 150 bis über 200&nbsp;Metern aufweisen, die Nennleistung [[Windkraftanlage#Technische Entwicklung seit den 1990er Jahren bis heute|gängiger Anlagen]] beträgt 3–4&nbsp;MW, die leistungsfähigsten Anlagen erreichen 7,5&nbsp;MW. Diese können aufgrund ihrer Höhe, die eine nächtliche Befeuerung bedingt, in der flachen Landschaft aus großer Entfernung gesehen werden, allerdings[FILLWORD?] laufen sie deutlich ruhiger als Anlagen mit kleinen, schnelldrehenden Rotoren. Ihre Auslastung liegt aufgrund verbesserter Technik, größerer Nabenhöhen sowie häufig mehr Rotorfläche pro kW installierter Leistung im Regelfall deutlich höher als bei älteren Anlagen. Daher lässt sich in der Regel[WORDS?] bei einer verringerten Zahl größerer Anlagen der Ertrag an [[Elektrische Energie|elektrischer Energie]] steigern, als Richtwert gilt die Faustformel „Halbierung der Anlagenzahl, Verdoppelung der Leistung, Verdreifachung des Ertrages“.<ref>[http://www.wind-energie.de/sites/default/files/download/publication/repowering-von-windenergieanlagen/repoweringbroschuere_2012_web.pdf ''Repowering von Windenergieanlagen''] (PDF; 2,7&nbsp;MB). Bundesverband Windenergie. Abgerufen am 7. Juni 2012.</ref> Da jedoch neben dem Repowering von Altanlagen auch[FILLWORD?] zusätzliche Windparks gebaut werden, blieb die Anlagenzahl seit 2003 bei nahezu verdoppelter Leistung der Anlagen weitgehend stabil.

Insbesondere aufgrund des Landschaftsschutzes werden Windkraftanlagen sowie die für deren Ausbau zum Teil zusätzlich benötigten Stromleitungen von Teilen der Bevölkerung kritisch gesehen. Die Widerstände in der Bevölkerung gegen die Umwandlung der Naturlandschaft in einen Industriepark sind teilweise dementsprechend groß, zumal Auswirkungen auf den Tourismus befürchtet werden. So wird der Ausbau der Windenergie zum Teil vor Ort durch [[Bürgerinitiative]]n bekämpft.

[[Datei:Hemmingstedt-raffinerie.JPG|mini|Raffinerie Hemmingstedt]]
Das Ölfeld [[Mittelplate (Ölfeld)|Mittelplate]] vor der Küste erbringt mit etwa zwei&nbsp;Millionen&nbsp;Tonnen jährlich ungefähr 54&nbsp;Prozent der gesamten deutschen Erdölproduktion. Die [[Erdölraffinerie]] in Hemmingstedt verarbeitet im Jahr etwa vier&nbsp;Millionen&nbsp;Tonnen Rohöl. Das Öl stammt zum Teil aus Mittelplate, zum Teil wird es über den Ölhafen in Brunsbüttel importiert. Ein weiteres Ölfeld zwischen Heide und Hemmingstedt wird seit 1991 nicht mehr ausgebeutet.

Das stillgelegte [[Kernkraftwerk Brunsbüttel]] produzierte 770&nbsp;Megawatt (MW). Es war das Kernkraftwerk in Deutschland mit den meisten Störfällen und den höchsten Ausfallzeiten. Nachdem es 2007 vom Netz genommen wurde, beschlossen die Umweltminister von Bund und Ländern im Mai 2011 es dauerhaft stillzulegen.

=== Industrie ===
Die Industrie konzentriert sich in Brunsbüttel. Bereits seit dem Bau des Nord-Ostsee-Kanals gab es dort mehrere industrielle Kleinbetriebe, die die gute Verkehrslage nutzten. In den 1960ern/1970ern fand dort, von Land und Kreis initiiert, ein ehrgeiziges Infrastrukturprogramm statt. Der Elbeort wurde seit den 1960ern analog zu anderen Gebieten der Nordseeküste ([[Emden]]/[[Dollarthafen]]; [[Wilhelmshaven]]) verstärkt industrialisiert. Ein ehrgeiziges Infrastrukturprogramm führte zum Bau des Ölhafens (1960), des Elbehafens (1967), des Kernkraftwerks (1976) und eines weiteren Elbehafens (1979) sowie zu Industrieansiedlungen besonders der rohstoffverarbeitenden Industrie. Der erste mineralölverarbeitende Betrieb ''CONDEA'' (heute zu [[Sasol]] gehörend) siedelte sich 1963 an, dazu kamen 1977 ein [[Bayer AG|Bayer]]-Werk, Schelde-Chemie (1980), [[VEBA]]-Chemie (1981), eine Düngemittelfabrik des norwegischen Konzerns [[Norsk Hydro]] (heute: YARA), ein Bitumenwerk von [[Elf Aquitaine]] (heute zu [[Total (Unternehmen)|TOTAL SA]] gehörend) und seit 1994 eine Sondermüllverbrennungsanlage. Zudem hält [[RWE Dea|DEA]] bzw.[ABBREVIATION] jetzt [[Royal Dutch Shell|Shell]] Bunker- und Speicherkapazitäten vor, die über eine Pipeline mit der [[Raffinerie Heide]] in Hemmingstedt verbunden sind. In den letzten Jahren verlor die ehemalige Vision der „nachhaltigen Industrialisierung“ an Glanz. Werke wurden geschlossen, beziehungsweise verkauft und/oder verkleinert.

=== Industrie- und Handelskammer ===
Die für Unternehmen im Kreis zuständige [[Industrie- und Handelskammer]] ist die [[Industrie- und Handelskammer zu Flensburg]].

== Tourismus ==
[[Datei:Büsum Strand 1.JPG|mini|Büsumer Strand mit Ferienhochhaus]]
Wichtigstes Standbein des Tourismus in Dithmarschen sind Strandurlauber an der Nordsee und im [[Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer]]. Der Kreis besitzt insgesamt etwa 10&nbsp;Kilometer Grünstrände mit vorgelagertem Watt, Büsum besitzt einen kleinen künstlich aufgeschütteten Sandstrand. [[Büsum]] ist dabei die mit Abstand wichtigste[WORDS?] Gemeinde für den Tourismus. Im Jahr 2003 wurden dort 756.630&nbsp;Übernachtungen gezählt, in [[Friedrichskoog]] 75.654 und in [[Büsumer Deichhausen]] 33.811. Insgesamt verbrachten im Kreis 205.382 Urlauber insgesamt 1.173.205&nbsp;Nächte. Obwohl die Touristenzahlen in den letzten Jahren[WORDS?] leicht zurückgingen, steht die Nordseeküste weniger unter dem Konkurrenzdruck Mecklenburg-Vorpommerns als die Schleswig-Holsteinische Ostseeküste, da sich die Landschaften weniger gleichen und viele Urlauber auf die typische Nordseelandschaft festgelegt sind und nicht an die Ostsee wechseln.

Neben dem Strand versuchen der Kreis und das Gastgewerbe in den letzten Jahren[WORDS?] verstärkt andere Einnahmequellen zu erschließen. Dazu gehört zum einen der boomende [[Wellness]]-Tourismus. Zum anderen wird versucht das Hinterland und die Region für Touristen attraktiver zu machen. Dazu gehört der Ausbau des Radwege- (und Inliner-)Netzes. Durch Dithmarschen führt unter anderem der [[Nordseeküstenradweg]]. Lokale Gremien versuchen, die [[Eider-Treene-Niederung]] verstärkt Naturliebhaber, Kanu- und Kajak-Touristen und Sportbootfahrer in die Flusslandschaft anzulocken. Zudem wird die historische und kulturgeschichtliche Tradition der Dithmarscher stärker betont und touristisch erschlossen.

== Verkehr ==
[[Datei:KielCanalNorthSeaLocks.jpg|mini|Schleusen des [[Nord-Ostsee-Kanal]]s in Brunsbüttel]]
=== Schiffsverkehr ===
Dithmarschen liegt umgeben von Wasser. [[Nordsee]], [[Eider]], [[Elbe]], [[Gieselau]] und [[Nord-Ostsee-Kanal]] begrenzen den Kreis, so dass zum Betreten oder Verlassen Dithmarschens auf jeden Fall ein Gewässer überquert werden muss. Bis zum Bau des Nord-Ostsee-Kanals befand sich in seiner heutigen Position ein ausgedehntes Sumpfgebiet, das ähnliche Probleme mit sich brachte.

Von besonderer Bedeutung im Verkehr waren deshalb von Anfang an Schiffe und Brücken. Wichtigster Hafen ist der [[Brunsbüttel Ports#Elbehafen Brunsbüttel|Elbehafen]] in Brunsbüttel mit seiner wirtschaftlichen Bedeutung. Vom Hafen in Büsum fahren Ausflugsschiffe und Fischkutter. Vor allem als kleiner Jachthafen dient der Hafen am [[Speicherkoog Dithmarschen]], der 17 km[NBSP] westlich von Meldorf liegt. Wichtige Brücken sind die Eisenbahnbrücke in [[Hochdonn]] und die Autobahnbrücke Grünental über den Kanal, die Eiderbrücke bei [[Tönning]] und seit 1973 die Eiderquerung durch das [[Eidersperrwerk]] hindurch. Seit Sommer 2015 fährt erstmals seit 2001 eine regelmäßig Fährverbindung über die Elbe von Brunsbüttel nach Cuxhaven. Die Schiffe fahren durchgehend alle anderthalb Stunden und sollen bis zu 265.000 Passagiere im Jahr befördern.<ref name="24f">SHZ.de: [http://www.shz.de/lokales/norddeutsche-rundschau/24-fahrten-am-tag-neue-details-zur-elbfaehre-brunsbuettel-cuxhaven-id9714391.html 24 Fahrten am Tag: Neue Details zur Elbfähre Brunsbüttel-Cuxhaven], 15. Mai 2015</ref>

[[Datei:Neuenkirchen akn-uebergang.JPG|mini|Zug der AKN zwischen Heide und Büsum]]

=== Straßenverkehr ===
Die [[Bundesautobahn 23]] wurde 1986 von [[Itzehoe]] aus nach Heide verlängert und ist heute die wichtigste[WORDS?] Verkehrsverbindung zur Außenwelt. Ins südwestliche Kreisgebiet und nach Norden ([[Husum]], [[Nordfriesische Inseln]]) führt die [[Bundesstraße 5]]. Nach [[Kiel]] und [[Rendsburg]] führt die [[Bundesstraße 203]].

=== Schienenverkehr ===
Wichtigste Zugverbindung ist die ''[[Marschbahn]]'' zwischen [[Hamburg]] und [[Westerland]], die in Heide hält. Vom [[Brunsbüttel Ports#Elbehafen Brunsbüttel|Elbehafen]] Brunsbüttel aus gibt es eine Anbindung für Güterzüge zu dieser Hauptstrecke. Von Büsum über Heide nach Neumünster führt eine Strecke der [[nordbahn Eisenbahngesellschaft]].

=== Luftverkehr ===
Mit dem [[Flugplatz Heide-Büsum]] und dem [[Flugplatz St. Michaelisdonn]] verfügt Dithmarschen über zwei [[Verkehrslandeplatz|Verkehrslandeplätze]].

== Gemeinden ==
[[Datei:Hemmingstedt rapsskyline halbwegsgerade.jpg|mini|Hemmingstedt Skyline]]
Die Gemeinden in Dithmarschen entwickelten sich aus den [[Kirchspiel]]en der Bauernrepublik. Einzig Meldorf konnte bereits im Mittelalter eine städtische Struktur herausbilden, während die anderen Kirchspiele ländlich geprägt blieben. Heide entwickelte sich in der Neuzeit zum Konkurrenten Meldorfs, weitere Bedeutung hatten Wesselburen und Wöhrden als Zentren der Nordermarsch. Infolge der Annexion Schleswig-Holsteins durch Preußen erhielten die wichtigeren Orte im späten 19.&nbsp;Jahrhundert das Stadtrecht und schieden so aus den Kirchspielen aus: Meldorf 1869, Heide 1870, Marne 1891 und Wesselburen 1899. Das alte Dorf Brunsbüttel und die im Zuge des Kanalbaus geschaffene Stadt Brunsbüttelkoog wurden 1970 zur Stadt Brunsbüttel vereinigt.

In der [[Zeit des Nationalsozialismus]] wurden die Kirchspiele endgültig aufgelöst, die einzelnen Gemeinden rechtlich selbstständig. Zur effektiveren Erledigung der Verwaltungsaufgaben sind die Gemeinden, wie überall in Schleswig-Holstein, zu [[Amt (Kommunalrecht)|Ämtern]] zusammengefasst. Diese hießen in Dithmarschen aus historischen Gründen „[[Kirchspielslandgemeinde]]“. Bei der Verwaltungsreform von 1970 wurden nicht nur die beiden Dithmarscher Teilkreise wieder zusammengelegt, sondern auch zahlreiche Ämter neugeschnitten. Alle Ämter führten jedoch weiter die Bezeichnung „Kirchspielslandgemeinde“ bis zur Verwaltungsstrukturreform 2007 in ihren Namen. Seither führen nur noch zwei Ämter diese Bezeichnung.

Größte Stadt ist gemessen an den Einwohnerzahlen Heide. Büsum nimmt eine Sonderstellung ein; obwohl amtsangehörige Gemeinde, ist es aufgrund der Touristen, gemessen an den dort lebenden Menschen, die größte Stadt des Kreises in den Sommermonaten.

Soziogeografisch ist zum einen die Unterscheidung zwischen (historisch reichen) Marschgebieten und (historisch armen) Geestgebieten wichtig. Diese spielt ebenso wie die historische Trennung in Norder- und Süderdithmarschen auch[FILLWORD?] heute noch eine Rolle im Alltagsleben. Die beiden wichtigsten Städte liegen direkt an der Grenze zwischen Marsch und Geest (Heide) beziehungsweise auf einer Geestzunge inmitten von Marschgebiet (Meldorf).
[[Datei:Uebersicht-HEI.png|800px|Gemeindegliederung Dithmarschen]]

(Einwohner am {{#time: j. F Y |{{Metadaten Einwohnerzahl DE-SH || STAND}} }}<ref>{{Metadaten Einwohnerzahl DE-SH || QUELLE}}</ref>)

{|
! colspan="2" style="text-align:left;" | [[Gemeindearten in Deutschland|Amtsfreie Gemeinden]]
|-
| width="450" style="vertical-align:top;" |
* '''1. [[Brunsbüttel]]''', Stadt ({{EWZ|DE-SH|01051011}})
* '''2. [[Heide (Holstein)|Heide]]''', Stadt ({{EWZ|DE-SH|01051044}})
| width="450" style="vertical-align:top;" |
|}

'''[[Amt (Kommunalrecht)|Ämter]]'''[BOLD] mit amtsangehörigen Gemeinden (* = Sitz der Amtsverwaltung)

{|
| width="450" style="vertical-align:top;" |
* '''1. [[Amt Burg-Sankt Michaelisdonn]] ({{EWZ|DE-SH|010515163}})'''
# [[Averlak]] ({{EWZ|DE-SH|01051003}})
# [[Brickeln]] ({{EWZ|DE-SH|01051010}})
# [[Buchholz (Dithmarschen)|Buchholz]] ({{EWZ|DE-SH|01051012}})
# [[Burg (Dithmarschen)]]* ({{EWZ|DE-SH|01051016}})
# [[Dingen]] ({{EWZ|DE-SH|01051022}})
# [[Eddelak]] ({{EWZ|DE-SH|01051024}})
# [[Eggstedt]] ({{EWZ|DE-SH|01051026}})
# [[Frestedt]] ({{EWZ|DE-SH|01051032}})
# [[Großenrade]] ({{EWZ|DE-SH|01051037}})
# [[Hochdonn]] ({{EWZ|DE-SH|01051051}})
# [[Kuden]] ({{EWZ|DE-SH|01051064}})
# [[Quickborn (Dithmarschen)|Quickborn]] ({{EWZ|DE-SH|01051089}})
# [[Sankt Michaelisdonn]] ({{EWZ|DE-SH|01051097}})
# [[Süderhastedt]] ({{EWZ|DE-SH|01051110}})
* '''2. [[Amt Büsum-Wesselburen]] ({{EWZ|DE-SH|010515178}})'''
# [[Büsum]]* ({{EWZ|DE-SH|01051013}})
# [[Büsumer Deichhausen]] ({{EWZ|DE-SH|01051014}})
# [[Friedrichsgabekoog]] ({{EWZ|DE-SH|01051033}})
# [[Hedwigenkoog]] ({{EWZ|DE-SH|01051043}})
# [[Hellschen-Heringsand-Unterschaar]] ({{EWZ|DE-SH|01051045}})
# [[Hillgroven]] ({{EWZ|DE-SH|01051050}})
# [[Norddeich (Dithmarschen)|Norddeich]] ({{EWZ|DE-SH|01051079}})
# [[Oesterdeichstrich]] ({{EWZ|DE-SH|01051084}})
# [[Oesterwurth]] ({{EWZ|DE-SH|01051140}})
# [[Reinsbüttel]] ({{EWZ|DE-SH|01051093}})
# [[Schülp (Dithmarschen)|Schülp]] ({{EWZ|DE-SH|01051105}})
# [[Strübbel]] ({{EWZ|DE-SH|01051108}})
# [[Süderdeich]] ({{EWZ|DE-SH|01051109}})
# [[Warwerort]] ({{EWZ|DE-SH|01051121}})
# [[Wesselburen]], Stadt ({{EWZ|DE-SH|01051127}})
# [[Wesselburener Deichhausen]] ({{EWZ|DE-SH|01051128}})
# [[Wesselburenerkoog]] ({{EWZ|DE-SH|01051129}})
# [[Westerdeichstrich]] ({{EWZ|DE-SH|01051132}})
* '''3. [[Amt Kirchspielslandgemeinde Heider Umland]] ({{EWZ|DE-SH|010515172}})'''<br />[Sitz: [[Heide (Holstein)|Heide]]][BRACKET?]
# [[Hemmingstedt]] ({{EWZ|DE-SH|01051048}})
# [[Lieth]] ({{EWZ|DE-SH|01051067}})
# [[Lohe-Rickelshof]] ({{EWZ|DE-SH|01051069}})
# [[Neuenkirchen (Dithmarschen)|Neuenkirchen]] ({{EWZ|DE-SH|01051075}})
# [[Norderwöhrden]] ({{EWZ|DE-SH|01051081}})
# [[Nordhastedt]] ({{EWZ|DE-SH|01051082}})
# [[Ostrohe]] ({{EWZ|DE-SH|01051087}})
# [[Stelle-Wittenwurth]] ({{EWZ|DE-SH|01051107}})
# [[Weddingstedt]] ({{EWZ|DE-SH|01051122}})
# [[Wesseln]] ({{EWZ|DE-SH|01051130}})
# [[Wöhrden]]{{FN|1}} ({{EWZ|DE-SH|01051113}})
| width="450" style="vertical-align:top;" |
* '''4. [[Amt Kirchspielslandgemeinden Eider]] ({{EWZ|DE-SH|010515169}})'''
# [[Barkenholm]] ({{EWZ|DE-SH|01051005}})
# [[Bergewöhrden]] ({{EWZ|DE-SH|01051008}})
# [[Dellstedt]] ({{EWZ|DE-SH|01051019}})
# [[Delve]] ({{EWZ|DE-SH|01051020}})
# [[Dörpling]] ({{EWZ|DE-SH|01051023}})
# [[Fedderingen]] ({{EWZ|DE-SH|01051030}})
# [[Gaushorn]] ({{EWZ|DE-SH|01051035}})
# [[Glüsing (Dithmarschen)|Glüsing]] ({{EWZ|DE-SH|01051036}})
# [[Groven (Dithmarschen)|Groven]] ({{EWZ|DE-SH|01051038}})
# [[Hemme]] ({{EWZ|DE-SH|01051047}})
# [[Hennstedt (Dithmarschen)|Hennstedt]]* ({{EWZ|DE-SH|01051049}})
# [[Hollingstedt (Dithmarschen)|Hollingstedt]] ({{EWZ|DE-SH|01051053}})
# [[Hövede]] ({{EWZ|DE-SH|01051052}})
# [[Karolinenkoog]] ({{EWZ|DE-SH|01051058}})
# [[Kleve (Dithmarschen)|Kleve]] ({{EWZ|DE-SH|01051060}})
# [[Krempel (Dithmarschen)|Krempel]] ({{EWZ|DE-SH|01051061}})
# [[Lehe (Dithmarschen)|Lehe]] ({{EWZ|DE-SH|01051065}})
# [[Linden (Dithmarschen)|Linden]] ({{EWZ|DE-SH|01051068}})
# [[Lunden]] ({{EWZ|DE-SH|01051071}})
# [[Norderheistedt]] ({{EWZ|DE-SH|01051080}})
# [[Pahlen]] ({{EWZ|DE-SH|01051088}})
# [[Rehm-Flehde-Bargen]] ({{EWZ|DE-SH|01051092}})
# [[Sankt Annen (Dithmarschen)|Sankt Annen]] ({{EWZ|DE-SH|01051096}})
# [[Schalkholz]] ({{EWZ|DE-SH|01051100}})
# [[Schlichting]] ({{EWZ|DE-SH|01051102}})
# [[Süderdorf]] ({{EWZ|DE-SH|01051139}})
# [[Süderheistedt]] ({{EWZ|DE-SH|01051141}})
# [[Tellingstedt]] ({{EWZ|DE-SH|01051114}})
# [[Tielenhemme]] ({{EWZ|DE-SH|01051117}})
# [[Wallen (Dithmarschen)|Wallen]] ({{EWZ|DE-SH|01051120}})
# [[Welmbüttel]] ({{EWZ|DE-SH|01051125}})
# [[Westerborstel]] ({{EWZ|DE-SH|01051131}})
# [[Wiemerstedt]] ({{EWZ|DE-SH|01051133}})
# [[Wrohm]] ({{EWZ|DE-SH|01051136}})
| width="450" style="vertical-align:top;" |
* '''5. [[Amt Marne-Nordsee]] ({{EWZ|DE-SH|010515166}})'''
# [[Diekhusen-Fahrstedt]] ({{EWZ|DE-SH|01051021}})
# [[Friedrichskoog]] ({{EWZ|DE-SH|01051034}})
# [[Helse]] ({{EWZ|DE-SH|01051046}})
# [[Kaiser-Wilhelm-Koog]] ({{EWZ|DE-SH|01051057}})
# [[Kronprinzenkoog]] ({{EWZ|DE-SH|01051062}})
# [[Marne (Holstein)|Marne]]*, Stadt ({{EWZ|DE-SH|01051072}})
# [[Marnerdeich]] ({{EWZ|DE-SH|01051073}})
# [[Neufeld (Dithmarschen)|Neufeld]] ({{EWZ|DE-SH|01051076}})
# [[Neufelderkoog]] ({{EWZ|DE-SH|01051077}})
# [[Ramhusen]] ({{EWZ|DE-SH|01051090}})
# [[Schmedeswurth]] ({{EWZ|DE-SH|01051103}})
# [[Trennewurth]]{{FN|2}} ({{EWZ|DE-SH|01051118}})
# [[Volsemenhusen]] ({{EWZ|DE-SH|01051119}})
* '''6. [[Amt Mitteldithmarschen]] ({{EWZ|DE-SH|010515175}})'''
# [[Albersdorf (Holstein)|Albersdorf]] ({{EWZ|DE-SH|01051001}})
# [[Arkebek]] ({{EWZ|DE-SH|01051002}})
# [[Bargenstedt]] ({{EWZ|DE-SH|01051004}})
# [[Barlt]] ({{EWZ|DE-SH|01051006}})
# [[Bunsoh]] ({{EWZ|DE-SH|01051015}})
# [[Busenwurth]] ({{EWZ|DE-SH|01051017}})
# [[Elpersbüttel]] ({{EWZ|DE-SH|01051027}})
# [[Epenwöhrden]] ({{EWZ|DE-SH|01051028}})
# [[Gudendorf]] ({{EWZ|DE-SH|01051039}})
# [[Immenstedt (Dithmarschen)|Immenstedt]] ({{EWZ|DE-SH|01051054}})
# [[Krumstedt]] ({{EWZ|DE-SH|01051063}})
# [[Meldorf]]*, Stadt ({{EWZ|DE-SH|01051074}})
# [[Nindorf (Dithmarschen)|Nindorf]] ({{EWZ|DE-SH|01051078}})
# [[Nordermeldorf]] ({{EWZ|DE-SH|01051137}})
# [[Odderade]] ({{EWZ|DE-SH|01051083}})
# [[Offenbüttel]] ({{EWZ|DE-SH|01051085}})
# [[Osterrade]] ({{EWZ|DE-SH|01051086}})
# [[Sarzbüttel]] ({{EWZ|DE-SH|01051098}})
# [[Schafstedt]] ({{EWZ|DE-SH|01051099}})
# [[Schrum]] ({{EWZ|DE-SH|01051104}})
# [[Tensbüttel-Röst]] ({{EWZ|DE-SH|01051138}})
# [[Wennbüttel]] ({{EWZ|DE-SH|01051126}})
# [[Windbergen]] ({{EWZ|DE-SH|01051134}})
# [[Wolmersdorf]] ({{EWZ|DE-SH|01051135}})
|}
{{FNBox|{{FNZ|1|Die Gemeinde Wöhrden hieß bis zum 1. Januar 1978 ''[[Süderwöhrden]]''}}
{{FNZ|2|Die Gemeinde Trennewurth hieß bis zum 1. März 1971 ''[[Trennewurth-Trennewurtherdeich]]''}}
}}

== Ehemalige Gemeinden ==
Die folgende Liste enthält alle Gemeinden des Kreises Dithmarschen, die seit seiner Gründung am 26. April 1970 in andere Gemeinden eingegliedert wurden:
{| class="wikitable sortable"
|-
!Gemeinde
!eingemeindet<br />nach
!Datum der<br />Eingemeindung
|-
|-
| [[Barsfleth]] || [[Nordermeldorf]] || 1. Januar 1974
|-
| [[Blangenmoor-Lehe]] || [[Brunsbüttel]] || 1. Januar 1972
|-
| [[Christianskoog]] || [[Nordermeldorf]] || 1. Januar 1974
|-
| [[Eesch]] || [[Elpersbüttel]] || 1. Januar 1974
|-
| [[Farnewinkel]] || [[Nindorf (bei Meldorf)|Nindorf]] || 1. Januar 1974
|-
| [[Fiel (Norderhastedt)|Fiel]] || [[Nordhastedt]] || 1. Januar 1974
|-
| [[Haferwisch-Poppenwurth]] || [[Oesterwurth]] || 1. Januar 1975
|-
| [[Hägen]] || [[Süderheistedt]] || 1. Januar 2009
|-
| [[Hassenbüttel]] || [[Wesselburener Deichhausen]] || 1. Januar 1975
|-
| [[Jarrenwisch-Hödienwisch]] || [[Oesterwurth]] || 1. Januar 1975
|-
| [[Jützbüttel]] || [[Osterrade]] || 1. Januar 1974
|-
| [[Ketelsbüttel]] || [[Süderwöhrden]] || 1. Januar 1974
|-
| [[Lendern]] || [[Süderdorf]] || 1. Januar 1974
|-
| [[Lüdersbüttel]] || [[Süderdorf]] || 1. Januar 1974
|-
| [[Mühlenstraßen]] || [[Brunsbüttel]] || 1. Januar 1970
|-
| [[Osterbelmhusen]] || [[Brunsbüttel]] || 1. Januar 1970
|-
| [[Ostermoor (Brunsbüttel)|Ostermoor]] || [[Brunsbüttel]] || 1. Januar 1970
|-
| [[Rederstall]] || [[Tellingstedt]] || 1. Januar 1978
|-
| [[Tensbüttel-Röst|Röst]] || [[Tensbüttel-Röst]] || 1. Januar 1974
|-
| [[Schelrade]] || [[Süderdorf]] || 1. Januar 1974
|-
| [[Schwienhusen]] || [[Delve]] || 1. Januar 1982
|-
| [[Süderrade]] || [[Osterrade]] || 1. Januar 1974
|-
| [[Tensbüttel]] || [[Tensbüttel-Röst]] || 1. Januar 1974
|-
| [[Thalingburen]] || [[Nordermeldorf]] || 1. Januar 1974
|-
| [[Wehren-Oken]] || [[Oesterwurth]] || 1. Januar 1975
|-
| [[Wellerhoop]] || [[Süderdorf]] || 1. Januar 1974
|-
| [[Westerbelmhusen]] || [[Brunsbüttel]] || 1. Januar 1970
|-
| [[Westerbüttel]] || [[Brunsbüttel]] || 1. Januar 1970
|}

== Wappen ==
{{Wappenbeschreibung
|Kurzdarstellung= Wappen des Kreises Dithmarschen
|Blasonierung= In Rot auf silbernem galoppierenden Pferd mit goldenem Sattel, goldenem Zaumzeug und blauer Satteldecke ein golden gerüsteter, ein silbernes Schwert über dem Kopf schwingender Reiter mit silbernem Helmbusch.
|Quelle = [{{SH-Wappenrolle|171|Kreis Dithmarschen|nurLink=1}} Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein]
|ref = WappenrolleSH
|Begründung = Das Wappen, der ''Dithmarscher Reiter'', wurde nach der Eroberung des Landes durch den dänischen König [[Friedrich II. (Dänemark und Norwegen)|Friedrich&nbsp;II.]] eingeführt, tauchte aber[FILLWORD?] ursprünglich nur im Siegel des Fürsten auf. Da es einen Ritter zeigt, war es im auf seine Zeit als Bauernrepublik stolzen Dithmarschen bis nach 1945 heftig umstritten. Erst in den letzten Jahren zeigt sich eine allgemeine Akzeptanz, die sich in zahlreichen gehissten Dithmarschenflaggen an Fahnenmasten manifestiert. Ob der Reiter den Heiligen Georg darstellen soll oder wie in der älteren Forschung angenommen die Kavallerie des dänischen Königs symbolisiert, ist unklar. Die Dithmarscher selbst gaben sich nach der [[Schlacht bei Hemmingstedt]] ein Wappen, das die Schutzheilige des Landes [[Maria (Mutter Jesu)|Maria]] und den [[Oswald (Northumbria)|heiligen Oswald]] zeigte – an seinem Namenstag hatten sie 1404 den Herzog von Schleswig besiegt. Nachdem das Land endgültig seine Unabhängigkeit verloren hatte, ersetzten sie die Figuren durch eine [[Maria dolorosa]], gegen deren Herz eine Schwertspitze gerichtet war.
}}

=== Flagge ===
[[Blasonierung]]: „Die Kreisflagge zeigt im weißen Liek das Kreiswappen (mit Schild) sowie im roten fliegenden Ende drei weiße Balken.“<ref name="WappenrolleSH" />

Das Muster der häufig an Privathäusern aufgezogenen Flagge wurde von der [[Flagge Bremens|Bremer Flagge]] übernommen, da Dithmarschen zur Zeit der Bauernrepublik de jure Bestandteil des [[Erzbistum Bremen|Erzbistums Bremen]] war.

== Kfz-Kennzeichen ==
Am 1. Juli 1956 wurde dem Kreis Norderdithmarschen bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen ''HEI'' (Heide) zugewiesen. Es wird im Kreis Dithmarschen durchgängig bis heute ausgegeben. Seit dem 20. April 2015 ist auch das Unterscheidungszeichen ''MED'' (Meldorf) des ehemaligen Kreises Süderdithmarschen wieder im Kreis erhältlich.

== Literatur ==
* Otto G. Meier: ''Die Naturschutzgebiete in Dithmarschen''. Westholsteinische Verlagsanstalt und Verlagsdruckerei Boyens GmbH & Co. KG, Heide i.&nbsp;H. 1982, ISBN 3-8042-0279-9.
* Gerda Nissen: ''Typisch Dithmarscher. Ansichten und Profile eines legendären Volkes''. Westholsteinische Verlagsanstalt und Verlagsdruckerei Boyens GmbH & Co. KG, Heide i.&nbsp;H. 1992, ISBN 3-8042-0683-2.
* [[Nis R. Nissen]]: ''Kleine Geschichte Dithmarschens''. Westholsteinische Verlagsanstalt und Verlagsdruckerei Boyens GmbH & Co. KG, Heide i.&nbsp;H. ¹1986, <sup>6</sup>1999, ISBN 3-8042-0358-2, ISBN 3-8042-0299-3.
* [[Marie-Elisabeth Rehn]]: ''Heider gottsleider – Kleinstadtleben unter dem Hakenkreuz''. Eine Biographie. Pro Business, Berlin 2005, ISBN 3-939000-31-0.
* Frank Trende: ''Die Schlacht bei Hemmingstedt. Ein deutscher Mythos zwischen Politik, Poesie und Propaganda''. Westholsteinische Verlagsanstalt und Verlagsdruckerei Boyens GmbH & Co. KG, Heide i.&nbsp;H. 2000, ISBN 3-8042-0990-4.
* Touristikzentrale Dithmarschen, Verein für Dithmarscher Landeskunde: ''HISTOUR Dithmarschen. Der historisch-touristische Führer zu Natur- und Kulturdenkmalen in Dithmarschen''. Westholsteinische Verlagsanstalt und Verlagsdruckerei Boyens GmbH & Co. KG, Heide i.&nbsp;H. 2003, ISBN 3-8042-1008-2.
* Martin Gietzelt, Verein für Dithmarscher Landeskunde (Hrsg.): ''Geschichte Dithmarschens''. Westholsteinische Verlagsanstalt und Verlagsdruckerei Boyens GmbH & Co. KG, Heide i.&nbsp;H. 2000, ISBN 3-8042-0859-2 (Standardwerk zum Thema).
* Verein für Dithmarscher Landeskunde e.&nbsp;V. (Hrsg.): ''Dithmarschen. Zeitschrift für Landeskunde, Kultur und Natur.'' Westholsteinische Verlagsanstalt und Verlagsdruckerei Boyens GmbH & Co. KG, Heide i.&nbsp;H. 01.1925&nbsp;ff. (a.&nbsp;F.), n.&nbsp;F.: 1953&nbsp;ff. {{ISSN|0012-4125}}. (erscheint vierteljährlich u. einmal im Jahr eine Themenausgabe)

== Weblinks ==
{{Commons|Dithmarschen}}
* [http://www.dithmarschen.de/ Offizielle Webseite des Kreises Dithmarschen]
* ''{{Webarchiv | url=http://www.uni-kiel.de/gza/4/ | wayback=20110607100916 | text=www.uni-kiel.de}}:'' Geschichte Dithmarschens
* [http://umwelt.landsh.server.de/servlet/is/5639/dithmar1.html Ausführliche Beschreibung der Dithmarscher Marsch]
* {{DNB-Portal|4012525-7}}

== Einzelnachweise ==
<references responsive />

{{Navigationsleiste Kreise und kreisfreie Städte in Schleswig-Holstein}}
{{Exzellent|6. September 2015|145791038}}

{{Normdaten|TYP=g|GND=4012525-7|LCCN=n/81/22481|VIAF=162491602}}

{{SORTIERUNG:Dithmarschen, Kreis}}
[[Kategorie:Gegründet 1932|Kreis Dithmarschen]]
[[Kategorie:Aufgelöst 1933|Kreis Dithmarschen]]
[[Kategorie:Gegründet 1970|Kreis Dithmarschen]]

Erläuterungen

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Klempen
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Potentielle Füllwörter, die man manchmal ersatzlos streichen kann. Bitte den Satz oder Absatz vorher komplett lesen, ob das Wort nicht doch sinnvoll ist oder das Verständnis erleichtert. Ein gewisse Menge an Füllwörtern ist normal. Siehe Wikipedia:Wie schreibe ich gute Artikel#Wortwahl.
BOLD
Fettschrift ist zu vermeiden. Nur an dem Artikelanfang wird das Lemma eines Artikels noch einmal fett geschrieben sowie Synonyme (für die dann auch Redirects angelegt sein sollten). Fremdwörter bitte nicht fett, sondern kursiv schreiben (WP:Fremdwortformatierung). Manchmal ist Fettschrift noch sinnvoll in Formeln und bei Tabellenüberschriften. Siehe auch WP:WGAA#Sonstiges und Wikipedia:Typografie#Auszeichnung.
BOLD-INSTEAD-OF-SECTION
Hier wurde eventuell Fettschrift statt eines Wikipedia-Abschnitts mit "== XYZ ==" verwendet. Bitte prüfen, ob sich ein Abschnitt lohnt. Eventuell mehrere Pseudo-Abschnitte zusammenfassen.
LC
Lowercase: Zeile oder Überschrift, die mit einem Kleinbuchstaben beginnt. Selten sinnvoll außer beispielsweise in Formeln.
BKL
Link zu einer Begriffserklärungsseite. Wikilinks sollten direkt zu der gewünschten Seite zeigen. Dies ist manchmal nicht immer möglich, da manche Oberbegriffe in Wikipedia noch keinen Artikel haben, beispielsweise Disteln. Siehe auch WP:VL#Gut zielen.
ABBREVIATION
Abkürzungen vermeiden: Statt "z. B." kann man so auch "beispielsweise" schreiben, statt "i. d. R." auch "meistens" oder einfach nur "meist". Das Wort "beziehungsweise", abgekürzt "bzw.", das aus der Kanzleisprache stammt, lässt sich meist besser durch "oder" ersetzen. Falls tatsächlich ein Bezug auf zwei verschiedene Substantive vorliegt, kann man es manchmal vorteilhafter durch "und im anderen Fall" oder schlicht durch "und" ausdrücken, siehe Wikipedia:Wie schreibe ich gute Artikel#Abkürzungen.
NBSP
Zwischen einer Zahl und einer Einheit sollte ein geschütztes Leerzeichen stehen. Dadurch wird ein automatischer Zeilenumbruch zwischen logisch zusammengehörenden Elementen verhindert. Siehe auch Wikipedia:Textgestaltung.
ISBN
Falsch formatierte ISBN, durch den Doppelpunkt wird kein Link erzeugt.
TAG
"<i>" oder "<b>" statt "''" oder "'''".
TAG2
Tags, die außerhalb von Tabellen nicht verwendet werden sollten: "<br />", "<s>", "<u>", "<small>", "<big>", "<div align="center">" oder "<div align="right">". Siehe Wikipedia:Textgestaltung.
FROMTO
Sollte so formatiert sein: "von 1971 bis 1986". Siehe Wikipedia:Datumskonventionen.
DOTDOTDOT
"..." (drei Zeichen) statt "…".
Selbstlink ohne Sprung zu Kapitel (eventuell über Redirect).
DOUBLEWORD
Wortdopplung?
BISSTRICH
Bei Zeitangaben Bis-Strich verwenden, am einfachsten den folgenden per Kopieren und Einfügen: "–". Obacht: In diversen Zeichensätzen sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Strichen nicht erkennbar. Siehe auch Wikipedia:Typografie#Bis-Strich und Bis-Strich.
TYPO
Häufige Tippfehler. Tippfehler, die im Wikicode mit "<!--sic-->" markiert sind, wurden absichtlich so zitiert, siehe auch Wikipedia:Zitate#Zitate im Fließtext. Artikel mit Schweizer Rechtschreibung am Anfang mit "<!--schweizbezogen-->" markieren, dann findet keine Prüfung statt. Bei Falschmeldungen bitte auf meiner Diskussionsseite Bescheid sagen.
APOSTROPH
Eventuell falsches Apostroph, im Deutschen "'" statt "’". Siehe auch Apostroph#Typografisch korrekt und Wikipedia:Typografie#Weitere Zeichen.
GS
Bindestrich ("-") statt Gedankenstrich ("–"). Siehe auch Wikipedia:Typografie#Gedankenstrich und Halbgeviertstrich#Gedankenstrich.
BRACKET
Ungleiche Anzahl von Klammern.
BRACKET2
Kein Leerzeichen vor einer öffnenden oder nach einer schließenden Klammer.
QUOTATION
Einfache Anführungszeichen ('"…"') statt den typografisch korrekten ("„…“"). Siehe auch Erzeugung von Anführungszeichen.