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Geprüfter Artikel: Sprengstoffwerke Allendorf und Herrenwald [Bearbeiten in Wikipedia]

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[[Image:Allendorf DAG Ehem. Fuellstelle 1.JPG|thumb|Früheres Schmelz- und Gießhaus der Bombenfüllstelle B]]
Die '''Sprengstoffwerke Allendorf und Herrenwald''' waren zwei [[Sprengstoff]]fabriken, die in der [[Zeit des Nationalsozialismus]] ab 1938/39 im ''Herrenwald'' in der Gemarkung der damaligen Landgemeinde Allendorf (heute [[Stadtallendorf]]) im seinerzeit [[Freistaat Preußen|preußischen]] [[Landkreis Marburg]] errichtet wurden. Die Errichtung der Werke erfolgte im Auftrag und auf Rechnung der deutschen [[Wehrmacht]] über ein getarntes staatliches Finanzierungs- und Verwaltungssystem (→ [[Montan-Schema]]), während der eigentliche Betrieb in den Händen der [[Verwertchemie|Gesellschaft m. b. H. zur Verwertung chemischer Erzeugnisse]] (''Verwertchemie'') als Tochterfirma der [[Dynamit Nobel|Dynamit AG]] (DAG) bzw.[ABBREVIATION] der [[WASAG|Westfälisch-Anhaltischen Sprengstoff-Actien-Gesellschaft]] (WASAG) lag.

Der Tarnname für das Werk Allendorf der Verwertchemie bzw.[ABBREVIATION] DAG lautete ''Barbara I''. Tarnname für das benachbarte Werk Herrenwald der WASAG war ''Barbara II''. Die im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] nicht zerstörten Anlagen und Gebäude der beiden Sprengstoffwerke bildeten nach 1945 die Grundlage für die Entwicklung des Dorfes Allendorf hin zur heutigen [[Mittelstadt]] Stadtallendorf im [[Landkreis Marburg-Biedenkopf]] in [[Hessen]].

== Vorgeschichte und Standortwahl ==
[[Image:Stadtallendorf - Altes Dorf.jpg|thumb|Das Dorf Allendorf, die heutige "Altstadt" von Stadtallendorf]]
Die Planung und der Bau der beiden Sprengstofffabriken standen im Zusammenhang mit der [[Aufrüstung der Wehrmacht]] nach der sogenannten [[Machtergreifung]] der Nationalsozialisten am 30.&nbsp;Januar 1933. Um den massiven Munitionsbedarf der Wehrmacht, vor allem auch[FILLWORD?] im Kriegsfall, decken zu können, mussten die durch den [[Friedensvertrag von Versailles]] eingeschränkten Produktionskapazitäten im Pulver- und Sprengstoffbereich deutlich ausgeweitet werden. In Absprache zwischen dem [[Heereswaffenamt]] und den privaten Firmen wie insbesondere der DAG und WASAG begann daher die Errichtung einer Reihe von getarnten "Schattenwerken"[QUOTATION?], die erst im [[Mobilmachung]]s- oder Kriegsfall die Produktion aufnehmen sollten. Gemeinsam war all diesen Werken die abgelegene Lage im ländlichen Raum, die aufgelockerte und teilweise verbundene Bauweise, und Tarnungsmaßnahmen.

Bis 1938 war die rund 1.500 Einwohner zählende Gemeinde Allendorf im Osten des Landkreises Marburg ein bäuerlich geprägtes Dorf wie viele andere. Zur Unterscheidung von den anderen [[Allendorf[BKL]|Ortschaften gleichen Namens]] – darunter allein 13 im heutigen Hessen – wurde es umgangssprachlich auch[FILLWORD?] ''Allendorf im Bärenschießen'' oder ''Katholisch-Allendorf'' genannt. Die letztere Bezeichnung erklärt sich daher, dass die Einwohner von Allendorf, mit Ausnahme einer kleinen jüdischen Gemeinde, fast ausschließlich katholischen Glaubens waren. Wegen der durchweg kleinen landwirtschaftlichen Flächen war ein Teil der Ortsbevölkerung gezwungen, als [[Saisonarbeiter]] (''Westfalengänger'') insbesondere im Ruhrgebiet zu arbeiten.

Im Jahr 1937 wandten sich im Rahmen des ''Schnellplans zum Ausbau der deutschen Pulver- und Sprengstofffabriken'' Offiziere der deutschen [[Luftwaffe (Wehrmacht)|Luftwaffe]] wegen möglicher Standorte von Sprengstoffwerken an das Landratsamt in Marburg. Im Vordergrund stand dabei zunächst die Gegend um [[Wetter (Hessen)|Wetter]] aufgrund der Nähe zu der bereits im Bau befindlichen [[Burgwald (Ortsteil)#Geschichte|Luftmunitionsanstalt Frankenberg]].<ref>Magistrat Stadtallendorf, Ausstellungskatalog DIZ, S. 28.</ref> Von Seiten des Landkreises wurde zunächst der [[Frauenberg (Hessen)|Frauenberg]] südlich von [[Marburg]] vorgeschlagen, welcher jedoch nicht die Zustimmung der Militärs fand. Ausgewählt wurde schließlich der Staatsforst ''Herrenwald'' im Raum Allendorf und [[Neustadt (Hessen)|Neustadt]]. Dieses Gelände erfüllte die Forderungen im Hinblick auf die Abgeschiedenheit, die Tarnungsmöglichkeiten und das Arbeitskräftepotential trotz hoher Anforderungen an die Wasser- und Energieversorgung.

== Das Werk Allendorf der Verwertchemie (DAG) ==
=== Aufbau und Infrastruktur ===
[[Image:Allendorf DAG Ehem. Fuellstelle 3.JPG|thumb|Frühere Verladehalle und Stückhaus der Bombenfüllstelle Y]]
Im Jahr 1938 erhielt die ''Dynamit-Aktien-Gesellschaft, vormals Alfred Nobel & Co.'' (kurz: DAG) aus [[Troisdorf]] den Planungs- und Bauauftrag für eine Fabrik zur Produktion von [[Trinitrotoluol]] (TNT) bei Allendorf. Auf Beschluss des [[Oberkommando des Heeres|OKH]] wurde die Fabrik nach dem Montan-Schema betrieben. Eigentümer des Werkes war daher die im Besitz des [[Heereswaffenamt]]es befindliche [[Verwertungsgesellschaft für Montanindustrie GmbH]] (kurz: Montan). Diese verpachtete den Standort an die ''Gesellschaft m. b. H. zur Verwertung chemischer Erzeugnisse'' (kurz: ''Verwertchemie''), welche wiederum eine 100%ige Tochterfirma der DAG war.

Die Bauarbeiten begannen noch im Jahr 1938 mit dem massiven Ausbau des [[Bahnhof Stadtallendorf|Bahnhofes Allendorf]] an der [[Main-Weser-Bahn]]. Der eigentliche Werksausbau erfolgte ab 1939, wobei die Aufnahme der Produktion für den 1. Oktober 1940 geplant war. Vollständig fertiggestellt wurden die Werksanlagen bis Kriegsende indes nie.

Das vollständig umzäunte Werk Allendorf umfasste eine Fläche von 420 [[Hektar]] und bestand aus 413 Gebäuden sowie drei zugehörigen [[Wasserwerk]]en mit 10 Gebäuden und 33 [[Tiefbrunnen]].<ref>HIM, Boden gut gemacht, S. 72.</ref> Kernstück des Werkes waren die mit den Ziffern I bis IV bezeichneten Produktionsgruppen für den Sprengstoff TNT.<ref>HIM, Boden gut gemacht, S. 74.</ref><ref>Magistrat Stadtallendorf, Ausstellungskatalog DIZ, S. 30.</ref> Ebenfalls mit [[Römische Zahlschrift|römischen Ziffern]] bezeichnet wurden die beiden Anlagengruppen zur Säurerückgewinnung ([[Nitrierung|Denitrierung]]) und die vier Anlagengruppen zur Hochkonzentrierung von [[Schwefelsäure]] sowie die beiden Säurespaltanlagen (davon eine gegen Kriegsende noch im Bau).

[[Image:Allendorf DAG Ehem. Wasserwerk.JPG|thumb|Früheres Wasserwerk III der Fabrik, noch heute in Betrieb]]
Das im Werk produzierte TNT wurde teilweise noch vor Ort in angelieferte Bomben und Granathülsen verfüllt. Diesem Zweck dienten die werkseigenen Granatenfüllstellen I und II und die Bombenfüllstellen B, S und Y (die beiden letzteren kamen über den Versuchsbetrieb nicht hinaus). Zur eigentlichen Fertigstellung der Munition wurde diese anschließend mit der Bahn weiter an die [[Munitionsanstalt]]en des [[Heer (Wehrmacht)|Heeres]] und der Luftwaffe geliefert. Im Werk Allendorf gab es weiterhin noch vier [[Delaborierung]]sbetriebe zur Aufarbeitung von fehlerhafter Munition bzw.[ABBREVIATION] von [[Blindgänger]]n.

[[Image:Allendorf DAG Ehem. Lagerhaus.JPG|thumb|Früheres Hauptlagerhaus]]
Für die Energieversorgung wurden drei Kraftwerke mit einem [[Hochspannungsnetz|Hoch-]] und [[Niederspannungsnetz]] von 110 km[NBSP] Länge errichtet. Über die eigenen Wasserwerke wurden zwei getrennte Leitungsnetze zur Wasser- und Löschwasserversorgung gespeist. Zwei Neutralisationsanlagen mit fünf voneinander getrennten Leitungsnetzen sowie ein 24 km[NBSP] langer Kanal leiteten über ein Zwischenpumpwerk die neutralisierten Produktionsabwässer südlich von Marburg in die [[Lahn]] ab. Für den werksinternen Transport bestanden ein 35 km[NBSP] langes [[Werksbahn]]netz und ein 25 km[NBSP] langes Straßennetz. Zu den Neben- und Unterstützungsbetrieben des Werkes zählten außerdem zwei unterirdische Tanklager für Vorprodukte, [[Bunker|Lagerbunker]] für Sprengstoff und Munition, Maschinen- und Tischlerwerkstätten einschließlich eines Sägewerks, eine Werksküche, eine Wäscherei, eine Sanitätsstation, eine [[Werkfeuerwehr]], ein Brandplatz und sechs Kesselanlagen für die Schwefelgaserzeugung.<ref>HIM, Boden gut gemacht, S. 74 f.</ref>

Die permanent gegebene Explosionsgefahr beim Betrieb und die Berücksichtigung feindlicher Luftaufklärung ließ eine eigene, auch[FILLWORD?] bei anderen Sprengstofffabriken der NS-Zeit angewandte, Bauform der Gebäude entstehen. Die Produktionsgebäude waren mit bis zum Dachfirst reichenden Erdwällen umgeben. Die Verbindungsgänge zwischen den einzelnen Gebäuden waren ebenfalls mit Erde abgedeckt. Auf diese Weise entstand der bis heute verbreitete Eindruck einer unterirdischen Anlage. Tatsächlich handelte es sich in allen Fällen um oberirdische Bauten, während nur die Leitungsnetze (Strom, Wasser, Kanal) unter der Erde verlegt waren.

=== Produktion ===
Das Werk Allendorf produzierte ausschließlich TNT. Der Höhepunkt bei der Produktion dieses Sprengstoffs wurde im Juni 1944 erreicht, als in Allendorf monatlich 5.343 t TNT erzeugt wurden, zu diesem Zeitpunkt ein Viertel der deutschen Gesamtfertigung.<ref>HIM, Boden gut gemacht, S. 80.</ref> In der Folge sank die Produktion, auch[FILLWORD?] wegen alliierter Luftangriffe auf die Grundstoffindustrie ([[Salpetersäure]]) aber[FILLWORD?] auf rund 3.300 t im Monat. Insgesamt produzierte das Werk Allendorf während des Zweiten Weltkrieges 125.131 t TNT, womit es auch[FILLWORD?] den größten TNT-Produktionsausstoß aller Verwertchemie-Fabriken erreichte (vor der ca.[ABBREVIATION] 80 km[NBSP] entfernten [[Sprengstofffabrik Hessisch Lichtenau]]).<ref>HIM, Boden gut gemacht, S. 31.</ref> Noch höhere Produktionsziffern erreichten das WASAG-Werk bei [[Elsnig]] (142.750 t) und die [[Dynamitfabrik Krümmel]] (157.044 t).

Das im Werk Allendorf hergestellte TNT wurde zum Teil und in Verbindung mit anderen Spreng- und Ersatzstoffen auch[FILLWORD?] vor Ort in Munitionshülsen verfüllt. Die beiden Granatfüllstellen waren auf eine Kapazität von 500 t pro Monat ausgelegt, die drei Bombenfüllstellen auf 1000 bis 1500 t pro Monat.<ref>Magistrat Stadtallendorf, Ausstellungskatalog DIZ, S. 30.</ref> Befüllt wurden überwiegend Granaten der Kaliber 10,5 cm[NBSP], 15 cm[NBSP] und 15,2 cm[NBSP] für das Heer sowie [[Splitterbombe|Splitter-]] und [[Minenbombe]]n und Lasträume des Marschflugkörpers [[Fieseler Fi 103]] (Propagandabezeichnung ''V1'') für die Luftwaffe.<ref>Magistrat Stadtallendorf, Ausstellungskatalog DIZ, S. 31.</ref>

== Das Werk Herrenwald der WASAG ==
=== Aufbau und Infrastruktur ===
Auf Weisung des [[Oberkommando der Wehrmacht|OKW]] wurde 1939 das [[Oberkommando der Marine]] (OKM) zum Bauherr und Eigentümer einer Fabrik für den Sprengstoff [[Hexanitrodiphenylamin]] (Hexyl) mit Füllstellen für Seeminen, Torpedos und Bomben für den Einsatz gegen Schiffsziele. Sowohl Planung und Bau als auch Pacht und Betrieb der in unmittelbarer Nähe zum Werk der Verwertchemie bzw.[ABBREVIATION] DAG gelegenen Fabrik erfolgten unter der Regie der ''Westfälisch-Anhaltischen Sprengstoff-Actien-Gesellschaft'' (WASAG).

Die Werksanlagen waren im Prinzip ähnlich aufgebaut wie diejenigen der Verwertchemie. Das Werksgelände umfasste ebenfalls eine Fläche von etwa 420 ha, auf dem 230 Gebäude, Hallen und Lagerbunker errichtet wurden.<ref>HIM, Boden gut gemacht, S. 75.</ref> Die wichtigsten Anlagen im Werk Herrenwald waren die vier teilmechanisierten Füllgruppen sowie die beiden Hexyl-Produktionsgruppen. Zwei weitere Produktionsgruppen sowie eine Zünderanlage befanden sich bei Kriegsende noch im Bau. Weiterhin waren je eine Anlagengruppe zur Säurerückgewinnung und Konzentration vorhanden.

Der Versorgung und Unterstützung des Betriebes dienten ein 75 km[NBSP] langes Hoch- und Niederspannungsnetz, ein 29 km[NBSP] langes Wasserversorgungs- und Löschwassernetz, zwei Abwasserneutralisationsanlagen mit zwei getrennten und insgesamt 10 km[NBSP] langen Abwasserleitungsnetzen, ein 25 km[NBSP] langes Straßennetz und ein eigener Werksbahnhof mit Anschluss zum Bahnhof Allendorf. Ähnlich wie im Nachbarwerk gab es Werkstätten, Sanitäreinrichtungen, Notstromanlagen, eine Werkfeuerwehr, einen Brandplatz und eine Anlage zur [[Schwelgas]]erzeugung.

=== Produktion ===
Das Werk Herrenwald produzierte ausschließlich Hexyl. Nach Anlaufen der Produktion wurden in den Jahren 1943 und 1945 von diesem Spezialsprengstoff etwa 6.000 t hergestellt, bis Anfang 1945 die Produktion wegen Rohstoffmangels eingestellt wurde.<ref>HIM, Boden gut gemacht, S. 81.</ref> Die vier Sprengstoff-Füllgruppen waren auf eine monatliche Leistung von 4.000 t ausgelegt, wobei eine darüber hinaus auch[FILLWORD?] noch als Delaborierungsanlage genutzt wurde.<ref>HIM, Boden gut gemacht, S. 75.</ref> Insgesamt wurden hier rund 100.000 t Sprengstoff in verschiedene Munitionshülsen von Heer, Luftwaffe und [[Kriegsmarine]] verfüllt. Hierzu gehörten neben den Lasträumen der Fieseler Fi 103 auch[FILLWORD?] Gefechtsköpfe der Fernrakete [[Aggregat 4]] (A4, Propagandabezeichnung ''V2'') für das Heer. Das im Werk Herrenwald verfüllte TNT stammte sämtlich aus dem benachbarten Werk Allendorf der Verwertchemie.

== Arbeitskräfte und Lager==
[[Image:Allendorf DAG Ehem. KZ Muenchmuehle.JPG|thumb|Gedenkstätte am Standort des früheren Zwangsarbeiter- und KZ-Außenlagers Münchmühle]]
=== Zahl und Herkunft der Arbeitskräfte ===
Bereits der Aufbau der beiden Werke erforderte eine Zahl von Arbeitern, die weit über das Arbeitskräftepotential der Region hinausging. Ab 1939 war Allendorf ein Schwerpunkt der Arbeitsvermittlung im [[Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung#Landesarbeitsämter 1927|Landesarbeitsamt-Bezirk Hessen]], wobei die Mehrzahl der Arbeitskräfte schon vor Kriegsbeginn im Rahmen von Dienstverpflichtungen nach Allendorf kam.<ref>HIM, Boden gut gemacht, S. 80.</ref> 1941 waren etwa 17.000 Personen beim Bau der Werke beschäftigt. Hierzu zählten auch[FILLWORD?] Angehörige des [[Reichsarbeitsdienst]]es (RAD), von denen zwischen 1941 und 1945 rund 10.000 bei Hilfsarbeiten im Rahmen des Werksausbaus zum Einsatz kamen.<ref>Magistrat Stadtallendorf, Ausstellungskatalog DIZ, S. 48.</ref>

Beim Betrieb der beiden Sprengstoffwerke arbeiteten, überwiegend unfreiwillig, Menschen aus 22 Nationen, deren Behandlung sich nach den rassistischen Kriterien der [[NS-Ideologie]] richtete. Am 31. Dezember 1944 arbeiteten im Verwertchemie-Werk Allendorf 4.982 Menschen; im WASAG-Werk Herrenwald waren es 1.758.<ref>HIM, Boden gut gemacht, S. 31.</ref> Von den 6.740 Arbeitskräften beider Werke zu diesem Zeitpunkt waren 42 % weiblich. Nur 57 % der Arbeitskräfte im Werk Herrenwald waren Deutsche, im Werk Allendorf sogar[WORDS?] nur 38 %.<ref>HIM, Boden gut gemacht, S. 81.</ref>

Die ausländischen [[NS-Zwangsarbeit|Zwangsarbeiter]] stammten unter anderem aus [[Belgien]], [[Frankreich]], [[Italien]], [[Luxemburg]], den [[Niederlande]]n, [[Jugoslawien]] und [[Polen]]. Hinzu kamen etwa 2.000 sogenannte "Ostarbeiter"[QUOTATION?] aus der [[Sowjetunion]] (davon 70 Kinder und Jugendliche), von denen nachweisbar 123 an den Folgen von Unterernährung, Misshandlungen und Schwerstarbeit starben.<ref>Magistrat Stadtallendorf, Ausstellungskatalog DIZ, S. 50.</ref> Am 19. August 1944 traf ein Transport von rund 1.000 meist jüdischen Frauen aus Ungarn in Allendorf ein, welche zuvor im [[KZ Auschwitz]] [[Selektion (Konzentrationslager)|selektiert]] worden waren.<ref>Magistrat Stadtallendorf, Ausstellungskatalog DIZ, S. 60.</ref>

=== Lebens- und Arbeitsbedingungen ===
Die ausländischen Zwangsarbeiter in den Sprengstoffwerken waren einer Vielzahl an Verordnungen, Erlassen und Gesetzen unterworfen, welche den Arbeitsalltag regeln sollten und durch Werkschutz, Polizei und Lagerführungen überwacht und rigoros durchgesetzt wurden. Dabei wurden die Arbeitskräfte aus Westeuropa im Allgemeinen besser behandelt als diejenigen aus Osteuropa und insbesondere die KZ-Häftlinge. Bei "Vergehen"[QUOTATION?] drohte dem betreffenden Zwangsarbeiter die Meldung an die Staatsanwaltschaft oder die [[Gestapo]] und damit die Einlieferung in das bei [[Kassel]] gelegene [[KZ Breitenau|Arbeitserziehungslager Breitenau]] mit eventuell folgender Einweisung in ein [[Konzentrationslager]] (nachgewiesen in 80 Fällen).<ref>Magistrat Stadtallendorf, Ausstellungskatalog DIZ, S. 55.</ref> Gelegentlich wurden auch Todesurteile zur "Abschreckung"[QUOTATION?] vor Ort im Beisein der Landsleute eines Zwangsarbeiters vollstreckt, so am 26. Oktober 1942 im Fall eines bei [[Betziesdorf]] durch die Gestapo hingerichteten Polen.<ref>Magistrat Stadtallendorf, Ausstellungskatalog DIZ, S. 54.</ref> Kranke Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen sowie Schwangere wurden in das ''Durchgangslager Pfaffenwald''<ref>{{LAGIS|ref=nein|DB=TN|ID=1232|titel=Bad Hersfeld, Durchgangslager Pfaffenwald, Krankenlager}}</ref> abgeschoben, wo bei schwangeren Zwangsarbeiterinnen nicht selten Zwangsabtreibungen vorgenommen wurden.<ref>Magistrat Stadtallendorf, Ausstellungskatalog DIZ, S. 44.</ref>

Der tagtägliche direkte Umgang mit den in der Sprengstoffherstellung und -verarbeitung verwendeten giftigen Stoffen führte in zahlreichen Fällen zu Gesundheitsschäden unter den Beschäftigten. Allgemein verbreitet waren gelbe bis lila Verfärbungen von Haaren, Haut und Nägeln.<ref>Magistrat Stadtallendorf, Ausstellungskatalog DIZ, S. 34.</ref> Weiterhin traten [[Allergie]]n und Hautreaktionen auf. Der Kontakt mit den Sprengstoffen führte darüber hinaus wiederholt zu Schäden am [[Zentralnervensystem]] und zu Lebervergiftungen. Durch die [[Brisanz (Chemie)|Brisanz]] der Sprengstoffe bestand jederzeit die Gefahr, bei einer Explosion getötet zu werden. Neben kleineren Explosionsunfällen ereignete sich am 20. September 1944 die Explosion eines Schmelz-, Misch- und Gießhauses auf dem Werksgelände der WASAG. Hierbei wurden elf Menschen, darunter neun ausländische Zwangsarbeiter, getötet und neun weitere verletzt.<ref>Magistrat Stadtallendorf, Ausstellungskatalog DIZ, S. 34.</ref>

=== Siedlungen und Lager ===
Zur Unterbringung der Arbeitskräfte und Zwangsarbeiter sowie der am Bau der Werke Beschäftigten entstand ein ganzer Komplex von zehn Barackenlagern und sechs Siedlungen in der Umgebung, insbesondere in der Nachbarschaft der Dörfer Allendorf und [[Niederklein]].

Für deutsche Angestellte und Beschäftigte in leitender Position wurden zum Teil eigene Einfamilienhäuser in geschlossenen Siedlungen im Stil der [[Heimatschutzarchitektur]] errichtet. Dies waren die ''Haart-Siedlung''<ref>{{LAGIS|ref=nein|DB=TN|ID=433|titel=Stadtallendorf, Haardtsiedlung (Wohnsiedlung)}}</ref> und die ''Weddingenstraße'' sowie das bestehende [[Schloss Plausdorf]] für die Verwertchemie und die ''Tirpitzstraße'' für die WASAG.<ref>Magistrat Stadtallendorf, Ausstellungskatalog DIZ, S. 40.</ref> Auch die ''Gossebach-Siedlung''.<ref>{{LAGIS|ref=nein|DB=TN|ID=321|titel=Münchmühle, KZ-Außenlager}}</ref> und die ''Graf-Spee-Straße'' in [[Neustadt (Hessen)]] dienten hauptsächlich der Unterbringung deutscher Betriebsleiter. Die RAD-Männer waren in den Lagern ''Drausmühle'',<ref>{{LAGIS|ref=nein|DB=TN|ID=338|titel=Stadtallendorf, Lager "Drausmühle"}}</ref> ''Lehrbacher Straße'', ''Wasserscheide''<ref>{{LAGIS|ref=nein|DB=TN|ID=343|titel=Neustadt (Hessen), Lager "Wasserscheide"}}</ref> sowie (vorübergehend) ''Niederklein I'' einquartiert.

Die ausländischen Zwangsarbeiter waren sowohl in unbewachten als auch in bewachten Lagern untergebracht.<ref>Magistrat Stadtallendorf, Ausstellungskatalog DIZ, S. 40.</ref> Zu den unbewachten Lagern, hauptsächlich für die Arbeitskräfte aus Westeuropa, gehörten ''Am Teich'' (''Teichlager''),<ref>{{LAGIS|ref=nein|DB=TN|ID=335|titel=Stadtallendorf, Zwangsarbeiterlager "Am Teich"}}.</ref> ''Niederklein I'', ''Niederklein II'', ''Münchmühle''<ref>{{LAGIS|ref=nein|DB=TN|ID=321|titel=Münchmühle, KZ-Außenlager}}</ref> und die Siedlung ''Steimbl''. Daneben gab es vier bewachte und mit Stacheldrahtumzäunung sowie Wachtürmen versehene Lager:

* ''Lager Allendorfer Höhe'' für "Zivilarbeiter"[QUOTATION?] aus Polen und der Sowjetunion.<ref>{{LAGIS|ref=nein|DB=TN|ID=331|titel=Stadtallendorf, Lager "Allendorfer Höhe"}}.</ref>
* ''Lager Hofwiese'' für französische, serbische und sowjetische Kriegsgefangene.<ref>{{LAGIS|ref=nein|DB=TN|ID=324|titel=Stadtallendorf, Kriegsgefangenenlager "Hofwiese"}}</ref>
* ''Lager Falkenhahn'' als Außenstelle des [[Justizvollzugsanstalt Schwalmstadt|Zuchthauses Ziegenhain]];<ref>{{LAGIS|ref=nein|DB=TN|ID=339|titel=Stadtallendorf, Zwangsarbeiterlager "Falkenhahn"}}</ref> Insassen waren ab Mai 1942 bis zu 100 polnische Strafgefangene, später etwa 400 deutsche Strafgefangene aus Ziegenhain und dem Landgerichtsgefängnis Marburg, ab September 1944 noch 83 luxemburgische Frauen.<ref>Magistrat Stadtallendorf, Ausstellungskatalog DIZ, S. 56.</ref>
* ''[[KZ-Außenlager Münchmühle|Lager Münchmühle]]'', ursprünglich für französische und serbische Kriegsgefangene, ab August 1944 Außenlager des [[KZ Buchenwald]] für bis rund 1.000 meist jüdische Frauen aus Ungarn sowie der Slowakei, bewacht von 46 [[SS]]-Männern und 47 SS-Aufseherinnen.<ref>{{LAGIS|ref=nein|DB=TN|ID=321|titel=Münchmühle, KZ-Außenlager}}</ref><ref>Magistrat Stadtallendorf, Ausstellungskatalog DIZ, S. 58 ff.</ref>

== Die Werke nach 1945 ==
=== Entmilitarisierung und Demontage ===
Beide Allendorfer Sprengstoffwerke arbeiteten bis zum 27. März 1945, am 30. März 1945 besetzten dann[FILLWORD?] Panzerverbände der [[US Army]] ohne nennenswerten Widerstand den Ort Allendorf.<ref>HIM, Boden gut gemacht, S. 82.</ref> Das Gelände der Sprengstoffwerke selbst wurde jedoch erst sechs Tage später besetzt. Trotz eines umgehend verhängten Betretungsverbotes wurden die Werksanlagen umgehend von Deutschen und von befreiten Zwangsarbeitern geplündert. Erst als die amerikanischen Truppen Teile des Geländes für eigene Zwecke, insbesondere als Depot für beschlagnahmtes Gerät und Munition der deutschen Wehrmacht, nutzte, gingen die Plünderungen zurück.

Die ehemaligen Arbeiterlager wurden nach der Befreiung der Zwangsarbeiter durch die Amerikaner zunächst für die Unterbringung von [[Displaced Person]]s (DPs) und Kriegsgefangenen genutzt.<ref>{{LAGIS|ref=nein|DB=TN|ID=335|titel=Stadtallendorf, Zwangsarbeiterlager „Am Teich“}}</ref><ref>{{LAGIS|ref=nein|DB=TN|ID=433|titel=Stadtallendorf, Haardtsiedlung (Wohnsiedlung)}}</ref>

Am 19. Januar 1946 befahl die [[Office of Military Government for Germany (U.S.)|amerikanische Militärregierung]] der Regierung des Landes [[Groß-Hessen]] die Demontage und Zerstörung der als kriegswichtige Anlagen eingestuften Sprengstofffabriken durchzuführen.<ref>HIM, Boden gut gemacht, S. 83.</ref> Bis Ende 1949 wurden in beiden Werken 97 Produktionsgebäude, 27 Transformator- und Unterstationen, 7 Notstrom- und Turbinenstationen und 53 Munitionsbunker gesprengt.<ref>HIM, Boden gut gemacht, S. 84.</ref> Rund 30.000 t an Maschinen und Ausrüstungen wurden als [[Reparation]]sgut abtransportiert. Bei den verbleibenden Gebäuden waren die Erdaufschüttungen und Erdwälle zu entfernen, die Walltunnel einschließlich der Flügelmauern an den Eingängen zu sprengen und die Tarnung auf den Dächern und im Umfeld zu beseitigen.

Das Werk Herrenwald wurde von 1947 bis 1949 von der [[Staatliche Erfassungsgesellschaft|STEG]] für die Delaborierung von Munition genutzt.<ref>HIM, Boden gut gemacht, S. 84 ff.</ref>

=== Vertriebenengemeinde und Industriestandort ===
[[Image:Stadtallendorf Luft.jpg|thumb|Luftaufnahme der heutigen Stadt]]
Mitte 1947 wurden im Landkreis Marburg 29.170 Evakuierte sowie [[Heimatvertriebene]] und Flüchtlinge aus den infolge des [[Potsdamer Abkommen]]s abgetrennten [[Ostgebiete des Deutschen Reiches|deutschen Ostgebieten]] und dem [[Sudetenland]] registriert.<ref>HIM, Boden gut gemacht, S. 87.</ref> In der Gemeinde Allendorf war ihr Anteil an der Bevölkerung besonders hoch, da die bestehenden Barackenlager der Sprengstoffwerke als (teilweise bis in die 1950er Jahre hinein genutzte) Notunterkünfte verwendet wurden. Vertriebene stellten die überwiegende Mehrheit der bei der Demontage der Werke und der Delaborierung Beschäftigten, was bei deren Ende zu einer hohen Arbeitslosigkeit vor Ort führte. Obgleich bereits 1945 von deutscher Seite eine zivile Umnutzung der vorhandenen Baulichkeiten von Verwertchemie und WASAG geplant war, konnte dies erst ab 1947 umgesetzt werden, so dass Anfang 1949 sechs Betriebe mit 478 Beschäftigten (ausnahmslos Heimatvertriebene) existierten.<ref>HIM, Boden gut gemacht, S. 89.</ref>

Trotzdem hatte Allendorf noch 1953 mit 23 % eine der höchsten Arbeitslosenquoten im gesamten Gebiet der [[Bundesrepublik Deutschland]].<ref>HIM, Boden gut gemacht, S. 89.</ref> Ein deutlicher Aufschwung kam erst zustande, als Allendorf zu einem der regionalen Schwerpunkte im 1951 aufgestellten [[Hessenplan]] erklärt wurde. In diesem Zusammenhang erwarb das Land Hessen 1954 das gesamte ehemalige Werksgelände der Verwertchemie (zumeist ''DAG-Gebiet'' genannt) von der bundeseigenen ''Industrieverwaltungsgesellschaft mbH'' (bis 1951 Montan). Am 1. April 1954 nahm die neugegründete ''Aufbaugesellschaft Allendorf'' ihre Arbeit auf und trieb die Ansiedlung von Industriebetrieben in umgebauten Hallen und Bunkern des Werkes Allendorf systematisch voran. Weiterhin entstanden zwischen 1953 und 1966 insgesamt 2.800 Wohnungen in Neubausiedlungen nördlich und östlich des DAG-Gebietes.<ref>HIM, Boden gut gemacht, S. 98.</ref> Im Unterschied zum rein zivil genutzten DAG-Gebiet wurde das WASAG-Gebiet bereits frühzeitig für eine militärische Nutzung im Rahmen der [[Wiederbewaffnung]] vorgesehen und ab 1959 zum Standort der [[Herrenwald-Kaserne Stadtallendorf|Herrenwaldkaserne]] und der [[Hessen-Kaserne Stadtallendorf|Hessenkaserne]] der Bundeswehr. Als die Aufbaugesellschaft im Jahr 1966 aufgelöst wurde, betrug die Einwohnerzahl 15.100.<ref>HIM, Boden gut gemacht, S. 94.</ref>

In Würdigung der Entwicklung vom Dorf zur Industriestadt erhielt die Gemeinde Allendorf im Jahr 1960 die [[Stadtrecht]]e und nannte sich von da an ''Stadt Allendorf''. Seit 1977 trägt die Stadt ihren heutigen Namen ''Stadtallendorf''.

=== Rüstungsaltlast ===
Bereits während des Betriebes der beiden Sprengstofffabriken kam es infolge der Einleitung von Abwässern mit Nitroverbindungen im Jahr 1941 zu einer Braunfärbung der Lahn, verbunden mit einem [[Fischsterben]].<ref>HIM, Boden gut gemacht, S. 40 f.</ref> Nach 1945 unterblieb wie an den anderen Standorten der deutschen Sprengstoffproduktionen eine Sanierung der chemischen Rückstände der Produktion. Bundesweit setzte ein Umdenken erst mit dem [[Stoltzenberg-Skandal]] von 1979 ein.<ref>HIM, Boden gut gemacht, S. 53 ff.</ref> Parallel dazu begann auch[FILLWORD?] erst in den 1980er Jahren die historische Aufarbeitung der Rüstungsproduktion und Zwangsarbeit im Nationalsozialismus. 1987 veröffentlichten der [[BUND]] und Wissenschaftler der [[Philipps-Universität Marburg]] die Ergebnisse ihre Recherchen über die [[Altlast|Rüstungsaltlasten]] aus der NS-Zeit auf dem Gebiet der damaligen beiden deutschen Staaten.<ref>HIM, Boden gut gemacht, S. 55.</ref>

Die systematische Sanierung der Rüstungsaltlasten in Stadtallendorf begann 1986 mit einem im Auftrag des Landkreises Marburg-Biedenkopf erstellten Gutachten.<ref>HIM, Boden gut gemacht, S. 100.</ref> Bis dahin waren nur in Einzelfällen Sanierungsarbeiten durchgeführt worden. 1990/91 bis 2005 wurde mit beträchtlichem Aufwand auf dem gesamten DAG-Gebiet eine Bodensanierung durchgeführt.

=== DIZ und Stadtmuseum ===
[[Image:Allendorf DAG Ehem. Verwaltung.JPG|thumb|Der Sitz des DIZ im früheren Verwaltungsgebäude der DAG]]
Erste Anstöße zur Aufarbeitung der Geschichte der Sprengstoffwerke gab die Teilnahme der Schulen in Stadtallendorf und Kirchhain am [[Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten (Deutschland)|Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten]] 1980/81 zum Thema ''Alltag im Nationalsozialismus''. Die öffentliche Diskussion in der Folgezeit mündete schließlich 1986 in die Gründung einer städtischen Arbeitsgruppe. Im Oktober 1990 fand eine Begegnungswoche mit überlebenden Häftlingen des KZ-Außenlagers Münchmühle statt. Im Ergebnis der intensiven Erforschung der Geschichte entstand schließlich das am 4. November 1994 eröffnete ''Dokumentations- und Informationszentrum'' (''DIZ'') im ehemaligen Verwaltungsgebäude der DAG im Stadtzentrum.<ref>{{LAGIS|ref=nein|DB=TN|ID=443|titel=Stadtallendorf, Hauptverwaltung DAG}}</ref> Die Dauerausstellung im DIZ wurde 2010 um eine Dokumentation der Nachkriegsgeschichte erweitert. Zum Angebot des DIZ gehören auch[FILLWORD?] Vorträge, Seminare und Geländeführungen.<ref>[http://www.diz-stadtallendorf.de/ DIZ und Stadtmuseum Stadtallendorf]</ref>

== Literatur ==
* [[Éva Fahidi]]: ''Anima Rerum. Meine Münchmühle in Allendorf und meine wahren Geschichten.'' Stadtallendorf 2004.
* Hessisches Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz/HIM GmbH Bereich Altlastensanierung (Hrsg.): ''Boden gut gemacht. Die Sanierung des Rüstungsaltstandortes Stadtallendorf.'' Stadtallendorf 2005.
* Magistrat der Stadt Stadtallendorf/Landkreis Marburg-Biedenkopf (Hrsg.): ''Gedenkstätte Münchmühle. 60 Jahre[NBSP] nach Kriegsende. Gedenkveranstaltung Sonntag 8. Mai 2005.'' Stadtallendorf 2005.
* Herman Harmsen: ''Erinnerungen an meine Kindheit und Jugend 1922–1945.'' Stadtallendorf 2008.
* Hans-Jürgen Wolf: ''Die Allendorfer Sprengstoffwerke DAG und WASAG.'' Stadtallendorf 2010.
* Magistrat der Stadt Stadtallendorf (Hrsg.): ''Dokumentations- und Informationszentrum Stadtmuseum Allendorf.'' Stadtallendorf 2010.
* Magistrat der Stadt Stadtallendorf (Hrsg.): ''Dokumentations- und Informationszentrum Stadtmuseum Allendorf. Ausstellungskatalog.'' Stadtallendorf 2011.

== Weblinks ==
{{Commonscat|Sprengstoffwerke Allendorf und Herrenwald}}
* {{LAGIS|ref=nein|DB=TN|ID=322|titel=Stadtallendorf, Sprengstofffabrik der Dynamit AG Nobel (DAG)}}
* {{LAGIS|ref=nein|DB=TN|ID=323|titel=Stadtallendorf, Sprengstofffabrik der Westfälisch-Anhaltischen-Sprengstoff AG (WASAG)}}
* {{LAGIS|ref=nein|DB=TN| ID=30|titel=Stadtallendorf, Gestapo-Nebenstelle "Sonderkommando Allendorf"[QUOTATION?]}}
* {{LAGIS|ref=nein|DB=TN|ID=436|titel=Stadtallendorf, Wohnsiedlung WASAG}}
* {{LAGIS|ref=nein|DB=TN|ID=354|titel=Stadtallendorf, Kriegsgefangenen-Arbeitskommando, Saal Ebeling}}
* {{LAGIS|ref=nein|DB=TN|ID=435|titel=Stadtallendorf, WASAG-Hauptverwaltung}}
* {{LAGIS|ref=nein|DB=TN|ID=441|titel=Stadtallendorf, Lager Scheidfeld}}
* [http://www.him-stadtallendorf.de/ Website der HIM GmbH Bereich Altlastensanierung zur Sanierung der Rüstungsaltlast Stadtallendorf]

== Einzelnachweise ==
<references />

[[Kategorie:Rüstungshersteller (Deutschland)]]
[[Kategorie:Sprengstoffhersteller]]
[[Kategorie:Munitionshersteller]]
[[Kategorie:Wehr- und Rüstungswirtschaft im Nationalsozialismus]]
[[Kategorie:NS-Zwangsarbeit]]
[[Kategorie:Geschichte (Mittelhessen)]]
[[Kategorie:Stadtallendorf]]

Erläuterungen

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