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Die '''Sprengstofffabrik Hessisch Lichtenau''' war eine in der [[Zeit des Nationalsozialismus]] ab 1936 nördlich der Kleinstadt [[Hessisch Lichtenau]] in der damaligen [[Freistaat Preußen|preußischen]] Provinz [[Hessen-Nassau]] errichtete [[Sprengstoff]]fabrik. Errichtet wurde sie im Auftrag und auf Rechnung der deutschen [[Wehrmacht]] über ein getarntes staatliches Finanzierungs- und Verwaltungssystem (→ [[Montan-Schema]]), während der eigentliche Betrieb in den Händen der [[Verwertchemie|Gesellschaft m. b. H. zur Verwertung chemischer Erzeugnisse]] (''Verwertchemie'') als Tochterfirma der [[Dynamit Nobel|Dynamit AG]] (DAG) lag.

Der Tarnname des Sprengstoffwerkes lautete ''Friedland''. Aus den im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] nicht zerstörten Anlagen und Gebäuden der Fabrik entwickelte sich nach 1945 das heutige [[Industriegebiet]] [[Hirschhagen]] der Stadt Hessisch Lichtenau.

== Vorgeschichte und Standortwahl ==
Die Sprengstofffabrik wurde vor dem Hintergrund der der [[Aufrüstung der Wehrmacht]] nach der sogenannten [[Machtergreifung]] der Nationalsozialisten am 30.&nbsp;Januar 1933 errichtet. Um den massiven Munitionsbedarf der Wehrmacht, vor allem auch[FILLWORD?] im Kriegsfall, decken zu können, mussten die durch den [[Friedensvertrag von Versailles]] eingeschränkten Produktionskapazitäten im Pulver- und Sprengstoffbereich deutlich ausgeweitet werden. In Absprache zwischen dem [[Heereswaffenamt]] und den privaten Sprengstoffherstellern begann daher die Errichtung einer Reihe von getarnten „Schattenwerken“, die erst im [[Mobilmachung]]s- oder Kriegsfall die Produktion aufnehmen sollten. Gemeinsam waren all diesen Werken die abgelegene Lage im ländlichen Raum, die aufgelockerte und teilweise verbunkerte Bauweise, und Tarnungsmaßnahmen.

Die Mitte der 1930er Jahre rund 3.000 Einwohner zählende Kleinstadt [[Hessisch Lichtenau]] lag in einer ursprünglich landwirtschaftlich geprägten Region und wies bis dahin nur zwei größere Industriebetriebe (eine Weberei und eine Zigarrenfabrik) auf.<ref>König/Schneider, Sprengstoff aus Hirschhagen, S. 29</ref> Die Eigentümer dieser beiden Betriebe waren im Übrigen [[Judentum|jüdischen Glaubens]], deren Firmen 1938 ein Opfer der sogenannten [[Arisierung]] wurden.<ref>[http://www.uni-kassel.de/gis/KULADIG/Losse/KLK/KLKL/KLK_E_CH_4004.html Zigarrenfabrik Louis Wolff]</ref><ref>[http://www.uni-kassel.de/gis/KULADIG/Losse/KLK/KLKL/KLK_E_CH_4003.html Textilfabrik Fröhlich & Wolff]</ref>

1935 wurden im gesamten [[Deutsches Reich|Deutschen Reich]] Standorte für neu zu errichtende Sprengstofffabriken festgelegt. Die Auswahl des Standortes Hessisch Lichtenau erfolgte unter der Einflussnahme von Julius Goebel, [[NSDAP]]-[[Kreisleiter]] im [[Landkreis Witzenhausen]] und seit der nationalsozialistischen [[Gleichschaltung]] Bürgermeister von Hessisch Lichtenau.<ref>Geschichtswerkstatt, 700 Jahre Hessisch Lichtenau, S. 9</ref><ref>Projektgruppe Hirschhagen, Leitfaden, S. 13</ref> Goebel erhoffte sich durch den Bau des Werkes neue Arbeits- und Verdienstmöglichkeiten für die Einwohner der Stadt und ihrer Umgebung. Nach eigenen Aussagen hatte er sich bereits kurz nach der Wiedereinführung der Wehrpflicht am 16. März 1935 an militärische Dienststellen gewandt, ''um die Verlegung einer Formation der neuen Wehrmacht in die hiesige Stadt zu erreichen''.<ref>Zit. n.: Geschichtswerkstatt, 700 Jahre Hessisch Lichtenau, S. 9</ref>

Das ausgewählte Gelände befand sich im Staatsforst Hessisch Lichtenau, rund drei Kilometer nördlich der Stadt. Es gehörte zu den Gemarkungen von Hessisch Lichtenau, [[Fürstenhagen (Hessisch Lichtenau)|Fürstenhagen]] und [[Friedrichsbrück]]. Nach dem Bau der Sprengstofffabrik wurden die Gemeindegrenzen allerdings[FILLWORD?] neu festgelegt und das ganze Areal der Stadt Hessisch Lichtenau zugeschlagen, um ein [[Kommunalrecht (Deutschland)|kommunalrechtlich]] einheitliches Gebiet zu erhalten.<ref>König/Schneider, Sprengstoff aus Hirschhagen, S. 36</ref> Der Standort bot aus Sicht der Planer mehrere Vorteile wie die Tarnungsmöglichkeiten gegen Fliegersicht durch die Lage in einem Mischwaldgebiet, die Nähe zu Braunkohlebergwerken zur Energieversorgung und das Arbeitskräftereservoir im ländlichen Raum. Im Herbst 1935 waren die Planungen schließlich abgeschlossen.<ref>Geschichtswerkstatt, 700 Jahre Hessisch Lichtenau, S. 10</ref>

== Aufbau und Infrastruktur ==
Der Bau der Sprengstofffabrik Hessisch Lichtenau begann im Jahr 1936 durch die ''Dynamit-Aktien-Gesellschaft, vormals Alfred Nobel & Co.'' (kurz: DAG) aus [[Troisdorf]] im Auftrag des [[OKH]]. Gemäß dem [[Montan-Schema]] fungierte die im Besitz des [[Heereswaffenamt]]es befindliche [[Verwertungsgesellschaft für Montanindustrie GmbH]] (kurz: ''Montan'') offiziell als Eigentümer, welche den Standort an die ''Gesellschaft m. b. H. zur Verwertung chemischer Erzeugnisse'' (kurz: ''Verwertchemie'') als eine 100%-ige Tochterfirma der DAG verpachtete. Mit dem Bau des Werkes wurde 1936 begonnen. Am 1. Juni 1938 konnte es als zweite Sprengstofffabrik der Verwertchemie in Betrieb genommen werden.<ref>Geschichtswerkstatt, 700 Jahre Hessisch Lichtenau, S. 11</ref> Im geheimen Lageplan des [[Reichsamt für Wirtschaftsausbau|Reichsamtes für Wirtschaftsausbau]] wurde die Fabrik unter dem Tarnnamen ''Friedland'' als eine von 87 zu Jahresbeginn 1939 bestehenden Produktionsstätten für Sprengstoffe, Kampfstoffe und Pulver verzeichnet.

Die Sprengstofffabrik Hessisch Lichtenau umfasste eine mit Stacheldraht umzäunte Gesamtfläche von 233 ha und 399 Werksgebäude.<ref>Geschichtswerkstatt, 700 Jahre Hessisch Lichtenau, S. 11</ref><ref>Projektgruppe Hirschhagen, Leitfaden, S. 15</ref> Neben dem etwa 17&nbsp;km langen Werksbahnnetz mit eigenem Bahnhof an der [[Bahnstrecke Walburg–Großalmerode West]] existierte ein umfangreiches befestigtes Straßen- und Wegenetz. Die Werksanlagen wurden nach standardisierten Plänen als [[Stahlbeton]]bauten oder in Stahlbetonrahmenbauweise errichtet. Für die Stromversorgung wurden drei [[Braunkohlekraftwerk]]e mit einer installierten Leistung von jeweils[FILLWORD?] 4.400, 3.000 und 1.200 [[Kilowattstunde]]n errichtet, die aus einem Hochbunker versorgt wurden, welcher wiederum über eine Materialseilbahn direkt mit der Zeche [[Hirschberg (Kaufunger Wald)|Hirschberg]] verbunden war.<ref>König/Schneider, Sprengstoff aus Hirschhagen, S. 39ff</ref> Der erzeugte Strom wurde über 20 [[Transformatorenstation]]en umgewandelt und verteilt. Daneben waren Notstromaggregate für die Hauptgebäude des Werkes vorhanden.

Um den für die Sprengstoffproduktion notwendigen enormen Wasserbedarf sicherzustellen, wurden fünf Tiefbrunnen im Tal der [[Losse (Fluss)|Losse]] gebohrt, ein Kühlteich und zwei Hochbehälter angelegt sowie zwei Pumpstationen errichtet. Die Fabrik verfügte über ein Trinkwasser- und zwei Brauchwasserleitungsnetze.<ref>König/Schneider, Sprengstoff aus Hirschhagen, S. 42ff</ref> Fünf getrennte Kanalisationsnetze leiteten die sauren Abwässer bis 1941 ungeklärt in die Losse, ehe die Neutralisationsanlage (Kläranlage) fertiggestellt wurde. Zur Herstellung bzw.[ABBREVIATION] Rückgewinnung der bei der Produktion benötigten Chemikalien dienten die [[Nitrierung|Denitrierungs-]] und Konzentrationsanlage für [[Schwefelsäure]] und die Säurespaltanlage für [[Rauchende Schwefelsäure|Oleum]].<ref>König/Schneider, Sprengstoff aus Hirschhagen, S. 69f</ref>

Den eigentlichen Kern des Werkes stellten die Produktionsgruppen für die Sprengstoffe [[Trinitrotoluol]] (TNT) und [[Pikrinsäure]] (TNP) dar. Die TNT-Produktionsgruppe bestand aus 13 Gebäuden ([[Toluol]]-Lager, Säuremischanlage, Mononitrieranlage, [[Nitrotoluole|Mono]]-Lager, Binitrierung, [[Binitrotoluol|Bi]]-Lager, Waschhaus I und II, Trocknung, Granulierung, Lager mit Versand, [[Trinitrotoluol|Tri]]-Zwischenlager).<ref>König/Schneider, Sprengstoff aus Hirschhagen, S. 59ff</ref> Die beiden Pikrinsäure-Produktionsgruppen bestanden jeweils[FILLWORD?] aus einem Nitrierhaus, Waschhaus, je zwei Trockenhäusern, Siebhaus und Säurelager.<ref>König/Schneider, Sprengstoff aus Hirschhagen, S. 66f</ref><ref>Projektgruppe Hirschhagen, Leitfaden, S. 38ff</ref> In 19 über das Werksgelände verteilten Pressengebäuden wurde dieser Sprengstoff anschließend in Hülsen abgefüllt und verdichtet. Ursprünglich war auch[FILLWORD?] eine dritte Produktionsgruppe für den Sprengstoff [[Nitropenta]] (PETN) geplant und bereits mit Bauarbeiten begonnen worden. Sämtliche Arbeiten an den Produktionsgebäuden für Nitropenta wurden jedoch 1940 auf Weisung des Heereswaffenamtes eingestellt.<ref>König/Schneider, Sprengstoff aus Hirschhagen, S. 67</ref> Nitropenta wurde jedoch, von anderen Werken geliefert, in Hessisch Lichtenau weiterverarbeitet.

Das im Werk produzierte TNT wurde zum Teil noch vor Ort in angelieferte [[Fliegerbombe]]n, Granathülsen und [[Landmine]]n verfüllt. Hierzu dienten die ''Füllstation Ost'' und die ''Füllstelle West'', die baulich identisch aufgebaut waren (Je zwei Hüllenlager, je ein Vorbereitungsgebäude, Gießhaus, Kühlkanal und Fertigungsgebäude).<ref>König/Schneider, Sprengstoff aus Hirschhagen, S. 64f</ref><ref>Projektgruppe Hirschhagen, Leitfaden, S. 23ff</ref>

Außerhalb des eigentlichen Werksgeländes wurden 1942 die beschlagnahmten Gebäude der ''Hansa Schwerweberei'' in [[Eschenstruth]] für die Produktion und Reparatur von Spezialwerkzeugen für die Verwertchemie eingerichtet.<ref>König/Schneider, Sprengstoff aus Hirschhagen, S. 45</ref>

== Produktion ==
In der Sprengstofffabrik Hessisch Lichtenau wurden – nachdem die Arbeiten an der Nitropenta-Produktionsgruppe vorzeitig gestoppt wurden – die beiden Sprengstoffe TNT (ab 1938) und Pikrinsäure (ab 1939) bis Ende März 1945 produziert. Der höchste Produktionsausstoß an TNT wurde im [[Geschäftsjahr]] 1942/43 mit 29.170&nbsp;t erreicht.<ref>König/Schneider, Sprengstoff aus Hirschhagen, S. 63</ref> Insgesamt wurden im Werk Hessisch Lichtenau 118.691&nbsp;t TNT und 5.608&nbsp;t Pikrinsäure produziert.<ref>Hessisches Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz/HIM GmbH Bereich Altlastensanierung (Hg.): ''Boden gut gemacht. Die Sanierung des Rüstungsaltstandortes Stadtallendorf'', Stadtallendorf 2005, S. 31</ref> Der Standort Hessisch Lichtenau erreichte damit den zweithöchsten TNT-Ausstoß aller Werke der Verwertchemie, hinter der [[Sprengstoffwerke Allendorf und Herrenwald#Das Werk Allendorf der Verwertchemie (DAG)|Fabrik Allendorf]] (12.131&nbsp;t), aber[FILLWORD?] vor der [[Werk Tanne|Fabrik Clausthal-Zellerfeld]] (105.357&nbsp;t). Auch bei der Produktion von Pikrinsäure wurde Hessisch Lichtenau nur von dem ebenfalls von der Verwertchemie betriebenen [[Dömitz#Neuere Zeit|Werk Dömitz]] (8.923&nbsp;t) übertroffen.

== Arbeitskräfte und Lager ==
=== Zahl und Herkunft der Arbeitskräfte ===
Beim Aufbau des Sprengstoffwerkes in den Jahren 1936 bis 1938 waren nach zeitgenössischen Angaben etwa 3.800 Arbeiter beschäftigt.<ref>Geschichtswerkstatt, 700 Jahre Hessisch Lichtenau, S. 9</ref> Diese stammten nicht nur aus der näheren und weiteren Umgebung, sondern zum Teil aus dem gesamten Deutschen Reich. Untergebracht waren sie zum kleineren Teil (700 bis 800) in Privatquartieren, zum größten Teil aber[FILLWORD?] in eigens errichteten Barackenlagern.

Die Belegschaftsstärke der Sprengstofffabrik Hessisch Lichtenau während des eigentlichen Betriebes umfasste am 31. Dezember 1944 insgesamt 4.472 Personen, davon 2.446 Frauen.<ref>Projektgruppe Hirschhagen, Leitfaden, S. 21</ref> Von den Arbeitskräften waren 46,13 % Deutsche, jedoch 53,87 % Ausländer, die fast ausschließlich gegen ihren Willen im Werk arbeiten mussten und gemäß den rassistischen Kriterien der [[NS-Ideologie]] sehr unterschiedlich behandelt wurden. 739 ausländische Arbeitskräfte wurden als [[Ostarbeiter]] eingestuft. Zu den übrigen Ausländern, die in der Fabrik arbeiten mussten, zählten auch[FILLWORD?] 790 bis 1.000 weibliche und hauptsächlich jüdische [[KZ-Häftling]]e aus Ungarn.<ref>Vaupel, Außenkommando Hess. Lichtenau, S. 37</ref>

=== Lebens- und Arbeitsbedingungen ===
Die ausländischen Zwangsarbeiter in den Sprengstoffwerken waren einer Vielzahl an Verordnungen, Erlassen und Gesetzen unterworfen, welche den Arbeitsalltag regeln sollten und durch Werkschutz, Polizei und Lagerführungen überwacht und rigoros durchgesetzt wurden. Dabei wurden die Arbeitskräfte aus Westeuropa im Allgemeinen besser behandelt als diejenigen aus Osteuropa und insbesondere die KZ-Häftlinge. In einem Ermittlungsbericht über die Fabrik Hessisch Lichtenau aus dem Jahr 1947 wurde vermerkt: ''Wegen unmenschlicher Behandlung gerade Ausländern gegenüber ist die Fa. D.A.G. weit bekannt.''<ref>Zit. n.: Geschichtswerkstatt, 700 Jahre Hessisch Lichtenau, S. 21</ref> „Vergehen“ wurden mit der Meldung an die [[Gestapo]] und der Einweisung in das nur etwa 30&nbsp;km entfernte [[KZ Breitenau|Arbeitserziehungslager Breitenau]] bedroht. Die jüdischen Insassen des KZ-Außenlagers Hessisch Lichtenau befanden sich in der ständigen Gefahr, im Fall der Feststellung ihrer „Arbeitsunfähigkeit“ in das [[KZ Auschwitz]] zurückgeschickt und dort ermordet zu werden.<ref>Vaupel, Außenkommando Hess. Lichtenau, S. 81</ref> Ende Oktober 1944 wurden 206 der dort eingepferchten Frauen Opfer einer vor Ort durch die SS vorgenommenen [[Selektion (Konzentrationslager)|Selektion]] und wurden zur Ermordung zurück nach Auschwitz deportiert.

Zu den ständigen Misshandlungen und den besonders für die osteuropäischen Zwangsarbeiter schlechten Lebensbedingungen in den Lagern kam noch die gefährliche und gesundheitsschädliche Arbeit in der Fabrik. Durch den tagtäglichen Umgang mit den in der Sprengstoffherstellung und -verarbeitung verwendeten giftigen Stoffen entstanden nicht nur Verfärbungen an Haut und Haaren, sondern es kam wiederholt auch[FILLWORD?] zu Todesfällen durch Schädigung von Leber und Lunge.<ref>Geschichtswerkstatt, 700 Jahre Hessisch Lichtenau, S. 22</ref> Durch die [[Brisanz (Chemie)|Brisanz]] der Sprengstoffe bestand jederzeit die Gefahr, bei einer Explosion getötet zu werden. Dokumentiert sind sechs größere Explosionsunglücke auf dem Gelände der Fabrik, bei denen es zu Todesfällen kam.<ref>Projektgruppe Hirschhagen, Leitfaden, S. 33</ref> Am verheerendsten waren die beiden Explosionen in der Füllstelle West am 10. April 1943 und am 31. März 1944 mit jeweils[FILLWORD?] 63 und 71 Todesopfern.

=== Siedlungen und Lager ===
Zur Unterbringung der Arbeitskräfte und Zwangsarbeiter sowie der am Aufbau der Fabrik Beschäftigten entstand ein ganzer Komplex von zehn Barackenlagern nebst einer Siedlung in der Umgebung von Hessisch Lichtenau, Fürstenhagen, Fürstenhagen und Eschenstruth. Es waren dies:

* ''Siedlung Fürstenhagen'' für mittlere und höhere Angestellte der Fabrik und deren Familien mit 15 dreigeschossigen Mehrfamilienhäusern in Fachwerkbauweise.<ref>Projektgruppe Hirschhagen, Leitfaden, S. 104</ref>

* ''Lager Waldhof'' für bis zu 1.500 deutsche [[Arbeitsmaid]]en des [[Reichsarbeitsdienst]]es (RAD), errichtet 1939–1942 als „Musterlager“ mit 50 Unterkunftshäusern in fester Bauweise.<ref>Projektgruppe Hirschhagen, Leitfaden, S. 90ff</ref> Während des Krieges wohnten im südlichen Teil der Siedlung auch[FILLWORD?] einzelne Gruppen von ausländischen Arbeiterinnen aus Westeuropa.

* ''Lager Lenoirstift'' im gleichnamigen ehemaligen Waisenhaus bei Fürstenhagen, für männliche und ab 1941 auch[FILLWORD?] weibliche Angestellte des Werkes, beinhaltete auch[FILLWORD?] die Werkskrankenstation.<ref>Projektgruppe Hirschhagen, Leitfaden, S. 97f</ref>

* ''Lager Herzog'' (''Bereitschaftslager Hess. Lichtenau''), belegt mit bis zu 1.200 Personen, bis 1942 ausschließlich deutsche Arbeiter, dann[FILLWORD?] auch[FILLWORD?] für „Westarbeiter“ aus Frankreich und den Niederlanden, gegen Kriegsende auch[FILLWORD?] polnische Zwangsarbeiter.<ref>Projektgruppe Hirschhagen, Leitfaden, S. 98ff</ref> Das Lager bestand aus 22 massiv gebauten Häusern.

* ''Lager Teichhof'', Anfang 1940 für deutsche Dienstverpflichtete errichtet, ab 1941 mit bis zu 1.000 RAD-Angehörigen in 22 Baracken belegt, die bei Bauarbeiten beschäftigt waren.<ref>Projektgruppe Hirschhagen, Leitfaden, S. 100ff</ref>

* ''Lager Friedrichsbrück'', Anfang 1940 als „Behelfslager“ für etwa 350 Bauarbeiter errichtet, später vom RAD belegt.<ref>Projektgruppe Hirschhagen, Leitfaden, S. 102</ref>

* ''Lager Föhren'', 1939 ursprünglich für deutsche Arbeitskräfte errichtet, ab 1943 mit bis zu 300 bis 500 ukrainischen Zwangsarbeiterinnen belegt, die teilweise noch im Kindesalter waren.<ref>Projektgruppe Hirschhagen, Leitfaden, S. 102f</ref> Die Lebensbedingungen in dem Lager galten als besonders schlecht.

* ''Lager Esche'', 1939 errichtet und für bis 1.000 Arbeitskräfte konzipiert.<ref>Projektgruppe Hirschhagen, Leitfaden, S. 103</ref> In dem Lager waren anfänglich Bauarbeiter und später auch[FILLWORD?] deutsche Arbeiterinnen untergebracht. Ab 1942 waren dort Arbeiter der Werkzeugfabrik in Eschenstruth sowie ukrainische Zwangsarbeiterinnen und sowjetische Kriegsgefangene jeweils[FILLWORD?] getrennt voneinander untergebracht.

* ''Lager Steinbach'' mit 6 Baracken, die 1943 für bis zu 300 Arbeitskräfte der Fabrik Eschenstruth errichtet worden waren.<ref>Projektgruppe Hirschhagen, Leitfaden, S. 103</ref>

* ''Lager Vereinshaus'' (auch ''Lager Süd''), ursprünglich für bis zu 700 Personen konzipiertes Lager mit 23 Gebäuden, hauptsächlich Holzbaracken.<ref>Vaupel, Außenkommando Hess. Lichtenau, S. 36ff</ref><ref>Projektgruppe Hirschhagen, Leitfaden, S. 76ff</ref> Das Lager war ursprünglich zur Unterbringung von Bauarbeitern gedacht, später aber auch mit französischen Werksarbeitern neben den deutschen und ausländischen Bauarbeitern belegt. Im Sommer 1944 wurde ein Teil des Lagers abgetrennt und mit Stacheldraht umzäunt. Ab Anfang August 1944 bildete dieser Teil des Lagers ein Außenlager des [[KZ Buchenwald]], in das zwischen 790 und 1.000 hauptsächlich jüdische Frauen aus Ungarn hineingepfercht wurden.

== Die Sprengstofffabrik nach 1945 ==
=== Entmilitarisierung und Demontage ===
Die Sprengstofffabrik Hessisch Lichtenau produzierte bis zum 29. März 1945, drei Tage, bevor am 2. April 1945 amerikanische Truppen in Hessisch Lichtenau einrückten.<ref>König/Schneider, Sprengstoff aus Hirschhagen, S. 110</ref> In den ersten Tagen und Wochen nach der Besetzung der Stadt durch die Amerikaner kam es zu wiederholten Plünderungen in dem unbewachten Werk.

Die Werksanlagen wurden durch die [[Office of Military Government for Germany (U.S.)|amerikanische Militärregierung]] beschlagnahmt, welche am 19. Januar 1946 der Regierung von [[Groß-Hessen]] den Befehl zur Stilllegung des Werkes, der Bereitstellung geeigneter Anlagen für [[Reparation]]szwecke und der Zerstörung aller ausschließlich für Kriegszwecke nutzbaren Anlagenteile erteilte.<ref>König/Schneider, Sprengstoff aus Hirschhagen, S. 111</ref> Im Rahmen der Entmilitarisierungs- und Demontagearbeiten wurden 148 Gebäude, teilweise durch Sprengungen, zerstört und unbrauchbar gemacht.<ref>König/Schneider, Sprengstoff aus Hirschhagen, S. 122</ref> Weiterhin wurden die Erdwälle um die Fabrikgebäude herum und die Tarnung an den Dächern entfernt.

Zwischen Juni 1945 und Januar 1946 war das Werk Sitz des alliierten ''Ministerial Collecting Center'' (MCC) zur Auswertung von Verwaltungsakten der Reichsregierung.<ref>König/Schneider, Sprengstoff aus Hirschhagen, S. 113f</ref> Die ehemaligen Arbeiterlager wurden anfänglich teilweise zur Unterbringung von deutschen Kriegsgefangenen und [[Zivilinternierter|Zivilinternierten]] genutzt, bevor sie dann[FILLWORD?] bis 1949 zur vorübergehenden Heimat für jüdische [[Displaced Person]]s (DPs) aus Osteuropa wurden. Anschließend dienten die Lager als Unterkunft für [[Heimatvertriebene]] und Flüchtlinge aus den infolge des [[Potsdamer Abkommen]]s abgetrennten [[Ostgebiete des Deutschen Reiches|deutschen Ostgebieten]] und dem [[Sudetenland]].

=== Industriegebiet ===
Vergleichbar anderen [[Vertriebenengemeinde]]n auf dem Gebiet der westlichen [[Besatzungszone]]n und der 1949 gegründeten [[Bundesrepublik Deutschland]] entwickelte sich das Gelände der ehemaligen Sprengstofffabrik Hessisch Lichtenau ab Ende der 1940er Jahre unter dem neuen Namen ''Hirschhagen'' zu einem zivilen Industriegebiet, in dem vor allem von Flüchtlingen und Vertriebenen neue Betriebe gegründet wurden.<ref>König/Schneider, Sprengstoff aus Hirschhagen, S. 126ff</ref> Das frühere Werksgelände wurde ab 1951 zum Eigentum der bundeseigenen [[IVG Immobilien|Industrieverwaltungsgesellschaft mbH]] als Rechtsnachfolger der ''Montan''. Eine zielgerichtete Entwicklung des Geländes hin zu einem industriellen Schwerpunkt, wie in [[Stadtallendorf]], wurde jedoch nicht eingeleitet. Heute ist in Hirschhagen eine Reihe von Firmen ansässig, die gegenwärtig etwa 600 Mitarbeiter beschäftigen.<ref>[http://www.hessisch-lichtenau.de/wirtschaft-arbeit/industriegebiet-%E2%80%9Ehirschhagen%E2%80%9C.html Stadt Hessisch Lichtenau - Industriegebiet "Hirschhagen"]</ref> Hirschhagen ist kein reines Industrie- und Gewerbegebiet. Am 15. November 2011 hatte es 172 Einwohner, mehr als einige kleinere „reguläre“ Stadtteile von Hessisch Lichtenau.<ref>[http://www.hessisch-lichtenau.de/rathaus-politik/zahlen-fakten.html Stadt Hessisch Lichtenau - Zahlen & Fakten]</ref>

=== Rüstungsaltlast ===
Durch die Einleitung von ungeklärten Abwässern in den ersten drei Jahren des Werksbetriebes, die auch[FILLWORD?] nach der Inbetriebnahme der Neutralisationsanlage nicht vollständig beseitigt wurde, in die Losse war diese ''bis zum Kriegsende ein stinkender, braungelber Bach, dessen Wasser sämtliche (Strom-)Mühlen zersetzte und in dem keinerlei Leben auszumachen war''.<ref>Zit. n.: Projektgruppe Hirschhagen, Leitfaden, S. 51</ref> Durch die Ablagerung von Rückständen der Sprengstoffproduktion waren große Teile des Bodens und des Grundwassers in Hirschhagen nach 1945 verseucht. Die Abgelegenheit des Industriegebiets begünstigte zudem die Ansiedlung umweltbeeinträchtigender Industriebetriebe. Den Anstoß zu einer umfassenden Sanierung des Geländes gab erst eine 1984 erstellte Diplomarbeit an der [[Gesamthochschule Kassel]].<ref>Projektgruppe Hirschhagen, Leitfaden, S. 54f</ref> Auf die systematische Erkundung des Geländes folgte ab 1989 die nach wie vor laufende Grundwassersanierung und zwischen 1997 und 2009 die Bodensanierung.<ref>[http://www.rp-kassel.de/irj/RPKS_Internet?cid=d4786c692d4cde5ee03e69009b26f80a Regierungspräsidium Kassel, Altlasten/Bodenschutz - Projekt Hirschhagen]</ref> Hierbei wurden mit einem Kostenaufwand von rund 105 Mio. Euro etwa 200.000&nbsp;t mit Schadstoffen belasteter Boden entsorgt. Die Sanierung erfolgte im Auftrag des Landes Hessen, das auch[FILLWORD?] die Finanzierung übernahm.

=== Historische Aufarbeitung ===
Parallel zur Beschäftigung mit der Rüstungsaltlast Hirschhagen begann 1984 auch[FILLWORD?] die öffentliche Auseinandersetzung mit der Geschichte der Sprengstofffabrik mit einer Publikation über das KZ-Außenlager Hessisch Lichtenau.<ref>Ulrich Schneider, Hirschhagen - Lernort außerschulischer und schulischer Arbeit, in: [[WerkstattGeschichte]] 3 1992, S. 61ff</ref> Es folgten die Gründung einer [[Geschichtswerkstatt]] und die Errichtung eines Gedenksteins für die Insassen des KZ-Außenlagers im Jahr 1986, verbunden mit zwei Treffen ehemaliger Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen in Hessisch Lichtenau. Die vergleichbar dem [[Sprengstoffwerke Allendorf und Herrenwald#DIZ und Stadtmuseum|DIZ Stadtallendorf]] geplante Errichtung einer Gedenkstätte konnte durch die zwischenzeitliche Auflösung der Geschichtswerkstatt jedoch nicht realisiert werden.<ref>[http://www.hlz.hessen.de/index.php?id=144 Hessische Landeszentrale für politische Bildung, Referat III - Hessisch Lichtenau]</ref> Im Jahr 2010 wurde der mit Informationstafeln versehene ''Themenweg Hirschhagen'' durch das Gelände der ehemaligen Sprengstofffabrik eröffnet, entlang dem auch[FILLWORD?] Führungen angeboten werden.<ref>[http://www.hessisch-lichtenau.de/kultur-tourismus/themenweg-hirschhagen.html Stadt Hessisch Lichtenau - Themenweg Hirschhagen]</ref>

== Literatur ==
* Dieter Vaupel: ''Das Außenkommando Hessisch Lichtenau des Konzentrationslagers Buchenwald 1944/1945. Eine Dokumentation'' (= ''Nationalsozialismus in Nordhessen.'' Bd. 8). Gesamthochschulbibliothek, Kassel 1984, ISBN 3-88122-211-1.
* Wolfram König, Ulrich Schneider: ''Sprengstoff aus Hirschhagen. Vergangenheit und Gegenwart einer Munitionsfabrik'' (= ''Nationalsozialismus in Nordhessen.'' Bd. 8). Gesamthochschulbibliothek, Kassel 1985, ISBN 3-88122-231-6.
* Gregor Espelage, Dieter Vaupel: ''700 Jahre[NBSP] Hessisch Lichtenau. Ein ergänzender Beitrag zur Heimatkunde. Rüstungsproduktion in „Friedland“. Die Fabrik Hessisch Lichtenau zur Verwertung chemischer Erzeugnisse G.m.b.H.'' Herausgegeben von Geschichtswerkstatt Hessisch Lichtenau, Hirschhagen. Ekopan, Witzenhausen 1989, ISBN 3-927080-06-3.
* Projektgruppe Hirschhagen (Hrsg.): ''Hirschhagen, Sprengstoffproduktion im „Dritten Reich“. Ein Leitfaden zur Erkundung des Geländes einer ehemaligen Sprengstofffabrik.'' 2. Auflage. Gesamthochschule Kassel, Fachbereich 1 – Projektgruppe Hirschhagen u. a., Kassel u. a. 1991, ISBN 3-88327-194-2.

== Weblinks ==
* [http://hirschhagen.hi.ohost.de/ Private Webseite zur Geschichte der Sprengstofffabrik Hessisch-Lichtenau]
* [http://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/nstopo/id/566 Hirschhagen, Sprengstofffabrik] in der Topographie des Nationalsozialismus in Hessen des [[LAGIS[TML:13x]]]
* [http://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/nstopo/id/863 Fürstenhagen, "Lager Stift Lenoir"[QUOTATION?] für Arbeitskräfte der Sprengstofffabrik Hessisch Lichtenau] in der Topographie des Nationalsozialismus in Hessen des [[LAGIS[TML:13x]]]
* [http://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/nstopo/id/867 Fürstenhagen, "Siedlung Fürstenhagen"[QUOTATION?] für Arbeitskräfte der Sprengstofffabrik Hessisch Lichtenau] in der Topographie des Nationalsozialismus in Hessen des [[LAGIS[TML:13x]]]
* [http://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/nstopo/id/2797 Hessisch Lichtenau, Gesellschaft zu Verwertung chemischer Erzeugnisse mbH] in der Topographie des Nationalsozialismus in Hessen des [[LAGIS[TML:13x]]]
* [http://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/nstopo/id/862 Teichhof, "Lager Teichhof"[QUOTATION?] für Arbeitskräfte der Sprengstofffabrik Hessisch Lichtenau] in der Topographie des Nationalsozialismus in Hessen des [[LAGIS[TML:13x]]]
* [http://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/nstopo/id/861 Hessisch Lichtenau, "Lager Herzog"[QUOTATION?] für Arbeitskräfte der Sprengstofffabrik Hessisch Lichtenau] in der Topographie des Nationalsozialismus in Hessen des [[LAGIS[TML:13x]]]
* [http://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/nstopo/id/860 Föhren, "Lager Föhren"[QUOTATION?] für Arbeitskräfte der Sprengstofffabrik Hessisch Lichtenau] in der Topographie des Nationalsozialismus in Hessen des [[LAGIS[TML:13x]]]
* [http://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/nstopo/id/868 Friedrichsbrück, "Lager Friedrichsbrück"[QUOTATION?] für Arbeitskräfte der Sprengstofffabrik Hessisch Lichtenau] in der Topographie des Nationalsozialismus in Hessen des [[LAGIS[TML:13x]]]
* [http://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/nstopo/id/564 Hessisch Lichtenau, KZ Außenkommando] in der Topographie des Nationalsozialismus in Hessen des [[LAGIS[TML:13x]]]
* [http://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/nstopo/id/565 Hessisch Lichtenau, Lager für Arbeiter der Fabrik, später französische Zwangsarbeiter, "Vereinshaus"[QUOTATION?]] in der Topographie des Nationalsozialismus in Hessen des [[LAGIS[TML:13x]]]
* [http://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/nstopo/id/869 Eschenstruth, Lager "Esche"[QUOTATION?] für Arbeitskräfte der Sprengstofffabrik Hessisch Lichtenau] in der Topographie des Nationalsozialismus in Hessen des [[LAGIS[TML:13x]]]
* [http://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/nstopo/id/877 Eschenstruth, Lager "Steinbach"[QUOTATION?] für Arbeitskräfte der Sprengstofffabrik Hessisch Lichtenau] in der Topographie des Nationalsozialismus in Hessen des [[LAGIS[TML:13x]]]
* [http://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/nstopo/id/878 Waldhof, Lager "Waldhof"[QUOTATION?] (Offiziell: Bereitschaftslager Eschenstruth) für Arbeitskräfte der Sprengstofffabrik Hessisch Lichtenau] in der Topographie des Nationalsozialismus in Hessen des [[LAGIS[TML:13x]]]

== Einzelnachweise ==
<references />

{{Coordinate |NS=51/13/30/N |EW=9/41/59/E |type=landmark |dim=1 |region=DE-HE}}

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[[Kategorie:Rüstungshersteller (Deutschland)]]
[[Kategorie:Sprengstoffhersteller]]
[[Kategorie:Munitionshersteller]]
[[Kategorie:Wehr- und Rüstungswirtschaft im Nationalsozialismus]]
[[Kategorie:NS-Zwangsarbeit]]
[[Kategorie:Hessische Geschichte (20. Jahrhundert)]]
[[Kategorie:Hessisch Lichtenau]]

Erläuterungen

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